Schweiz

Stadt St.Gallen SG: Einbruchdiebstähle in Wohnungen

Am Mittwoch (25.09.2024), in der Zeit zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in zwei Wohnungen eines Mehrfamilienhauses an der Burgstrasse eingebrochen. Auf unbekannte Art und Weise gelangte sie in die Liegenschaft, wo sie sich anschliessend gewaltsam Zugang zu zwei Wohnungen verschaffte.

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Stadt Basel BS: Start der Sanierungsarbeiten im Verkehrsgarten am Wasgenring

Ab 30. September wird der Verkehrsgarten am Wasgenring in den Wintermonaten saniert. Damit die in den 60-er Jahren eröffnete Anlage für kommende Generationen wieder zur Verfügung stehen kann, benötigt sie eine vollumfängliche Sanierung. Die Verkehrsschulungen der Polizei laufen bis am 4. November weiter.

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Kanton Nidwalden: Gefahrenpotenzial und Sanierungsbedarf führen zu Gesamtprojekt

Die Kantonsstrasse ausgangs Buochs bis Höhe Autofähre in Beckenried ist zu schmal. In der Vergangenheit haben sich mehrfach schwere Unfälle ereignet. Deshalb soll der Abschnitt nachhaltig verbreitert und mit einem Radweg ergänzt werden. Dabei können Synergien beim Lärmschutz und bei der Erneuerung von Infrastrukturen genutzt werden. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat einen Objektkredit von gesamthaft 25 Millionen Franken.

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Pratteln BL: E-Roller-Fahrer (65) nach Sturz verletzt – Zeugenaufruf

Am Montag, 23. September 2024, um ca. 12 Uhr, fuhr ein Elektrorollerfahrer in Pratteln auf der St. Jakobs-Strasse in Richtung Bahnhofstrasse. Aus bisweilen unbekannten Gründen kam der 65-jährige Rollerlenker zu Fall und verletzte sich dabei. Er wurde durch die Sanität ins Spital gebracht.

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Kapo Wallis: Foire du Valais 2024

Die diesjährige Ausgabe der Foire du Valais mit dem zentralen Thema „Das Spiel“ findet vom 27. September bis zum 6. Oktober statt. Eine Veranstaltung, die während 10 Tagen mehr als 200'000 Menschen nach Martinach zieht. Die Herausforderung im Bereich der Sicherheit ist unbestritten. In den letzten Jahrzehnten verlief alles reibungslos. Und auch in diesem Jahr wird dies so sein, wenn sich alle an die verschiedenen Spielregeln halten. Eine präventive Mittteilung.

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Stadtpolizei Chur: Inpflichtnahme / Vereidigung von Polizistinnen und Polizisten

Im Gemeinderatssaal des Churer Rathauses wurden am Mittwoch, 25. September 2024, sechs Polizeischüler/-in nach Absolvierung der Polizeischule Ostschweiz zur Polizistin / zu Polizisten in Ausbildung Inpflicht genommen. Weitere sechs Mitarbeitende der Stadtpolizei Chur konnten nach dem Praktikumsjahr und erfolgreichem Abschluss der Eidgenössischen Berufsprüfung vereidigt werden.

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Stadt Solothurn SO: Bombendrohung auf Herbstmesse Heso - Senior (72) festgenommen

Bei der Kantonspolizei Solothurn ist am Mittwochmorgen eine anonyme Drohung eingegangen, die die Herbstmesse HESO in Solothurn betraf. Die Polizei hat entsprechende Massnahmen eingeleitet. Eine Durchsuchung des Geländes verlief negativ; die Messe konnte mit einer leichten Verspätung öffnen. Am Nachmittag konnte die Kantonspolizei den mutmasslichen Verfasser der Drohung festnehmen. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

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Einführung des F-35A auf dem Flugplatz Payerne VD

Das VBS und die Gemeinden um den Militärflugplatz Payerne führen seit einiger Zeit Gespräche zur Lärmbelastung mit dem neuen Kampfflugzeug F-35A und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Flugplatzes. Nun konnte bei einem Gespräch von Bundespräsidentin Viola Amherd mit den Gemeinden, der Communauté régionale de la Broye (COREB) und der Association pour la sauvegarde des intérêts des communes broyardes touchées par l’aérodrome militaire de Payerne (ASIC) eine Einigung gefunden werden zu Eckwerten für das weitere Vorgehen.

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Kanton Schaffhausen: Inpflichtnahme von zwölf Polizistinnen und Polizisten

Am Mittwochnachmittag (25.09.2024) hat die Schaffhauser Polizei in Schaffhausen sechs neue Polizistinnen und sechs neue Polizisten in ihr Korps aufgenommen. Gleichzeitig konnte 15 Aspirantinnen und Aspiranten nach ihrem ersten Ausbildungsjahr zur bestandenen Prüfung der polizeilichen Einsatzfähigkeit (PEF) gratuliert werden.

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Sextortion-Mail neu mit personenbezogenen Angaben

Cyberkriminelle verschicken erneut die altbekannten Fake-Erpressermails, in denen sie auf angebliche Videos mit sexuellem Inhalt verweisen. Aktuell enthalten die Nachrichten nun persönliche Angaben des Mail-Empfängers.

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Air Zermatt: 14-Stunden-Rettung am Matterhorn - Einsatz unter grosser Herausforderung

Am Montag ereignete sich am Matterhorn eine besonders anspruchsvolle Rettung. Auf über 3500 Metern gerieten zwei vietnamesische Bergsteiger in eine lebensbedrohliche Situation. Die extremen Wetterbedingungen stellten jedoch eine grosse Herausforderung für die Rettungskräfte dar. Die Rettung der zwei Bergsteiger dauerte schliesslich 14 Stunden.

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Erstfeld UR / Autobahn A2: Crash zwischen zwei Personenwagen – eine Person verletzt

Heute Mittwoch, 25. September 2024, kurz vor 06.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit italienischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 von Amsteg in Richtung Erstfeld. In Amsteg fuhr der PW-Lenker auf den Pannenstreifen und hielt das Fahrzeug bis zum Stillstand an.

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Stadt Luzern LU: Sprayfrei – saubere Fassaden

Die Stadt Luzern geht mit verschiedenen Massnahmen gegen die Zunahme von Vandalismus, Ruhestörungen und Verschmutzungen vor. Die 2007 gemeinsam mit dem Verband „luzernermaler“ lancierte Aktion „sprayfrei“ war ein Erfolg und führte zu einer merklichen Reduktion von illegalen Sprayereien im Stadtraum. Stadträtin Melanie Setz und Malerpräsident Walter Wesseling informierten am 24. September 2024 über die aktuelle Situation.

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Kapo Schwyz: Gemeinsam für euch im Einsatz!

An der Viehausstellung in Einsiedeln waren wir heute gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Feuerwehr Einsiedeln vor Ort und hatten das Geschehen im Auge. In dieser Woche finden im ganzen Kanton Viehausstellungen statt, bei denen auch wir immer vor Ort sind und für Sicherheit und Ordnung sorgen.

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Niederuzwil SG: Brand in Heizzentrale ausgebrochen

Am Dienstag (24.09.2024), um 14:45 Uhr, ist es in einer Heizzentrale an der Sportstrasse zu einem Brand gekommen. Aus bislang unbekannten Gründen gerieten Holzschnitzel in einem Silo in Brand. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe.

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Balgach SG: E-Bike-Fahrerin (78) nach Kollision mit PW verletzt

Am Dienstag (24.09.2024), kurz vor 14:45 Uhr, ist es auf der Wiesenstrasse zu einem Unfall zwischen einem E-Bike und einem Auto gekommen. Die 78-jährige E-Bike-Fahrerin wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von über 5'000 Franken.

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Altdorf UR: Jugendliche verprügeln 45-Jährigen mit Baseballschläger

Am Donnerstag, 19. September 2024, um 20.30 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über eine Auseinandersetzung an der Flüelerstrasse in Altdorf informiert. Die sofort ausgerückte Patrouille konnte mehrere Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren feststellen, welche einen 45-jährigen Mann mutmasslich angriffen. Dabei kamen ein Baseballschläger und eine Druckluftwaffe zum Einsatz, welche polizeilich sichergestellt wurden.

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Goldach SG: Fussgänger (31) von Auto angefahren und verletzt

Am Dienstag (24.09.2024), kurz vor 06:55 Uhr, ist es an der Sulzstrasse zu einem Unfall zwischen einem Fussgänger und einem Auto gekommen. Der 31-jährige Fussgänger wurde dabei leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von einigen hundert Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.