Schweiz

Stallikon ZH: Vorfall in Sammelgarage - Kind (6) bei Kollision lebensbedrohlich verletzt

Bei einem Unfall in einer privaten Sammelgarage ist am Freitagabend (20.09.2024) in Stallikon ein Kind lebensbedrohlich verletzt worden. Gegen 17.30 Uhr fuhr ein 49-jähriger Automobilist in die private Sammelgarage, um sein Fahrzeug auf seinem Parkplatz abzustellen.

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St.Gallen: Mutmassliche Sprayer festgenommen

Am Samstag (21.09.2024), kurz nach 00:30 Uhr, hat eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen die Meldung erhalten, dass in der Unterführung 'Platztor' Personen am Sprayen seien. Bei der anschliessenden Fahndung durch die Stadt- und Kantonspolizei St.Gallen, konnten zwei 17-jährige Männer festgenommen werden. Einer Person gelang die Flucht. Ein Polizist verletzte sich.

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Thal SG: Technische Verkehrskontrolle – zwei Autos stillgelegt

Am Freitagabend (20.09.2024), in der Zeit zwischen 17 Uhr und Mitternacht, haben Mitarbeitende der Kantonspolizei St.Gallen und eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen mit einem Fahrzeugexperten des Strassenverkehrsamtes St.Gallen in Thal technische Verkehrskontrollen durchgeführt. Acht Verkehrsteilnehmende mussten zur Anzeige gebracht werden, wobei zwei Autos stillgelegt wurden.

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Start der Emergency Days im Verkehrshaus der Schweiz

Regierungsrätin Ylfete Fanaj, Mitglied der Zentralschweizer Polizeidirektorinnen und -direktorenkonferenz, begrüsst Vertreterinnen und Vertreter der Zentralschweizer Kantone und Medienschaffende an den Emergency Days im Verkehrshaus der Schweiz. Neben Ylfete Fanaj, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern, waren die Sicherheitsdirektorin des Kantons Uri, Céline Huber, sowie Christoph Amstad, Vorsteher des Sicherheits- und Sozialdepartements des Kantons Obwalden an der Eröffnung präsent. Regierungsrätin Ylfete Fanaj zu den Emergency Days: "Wir wollen die vielfältigen Aufgaben des Bevölkerungsschutzes öffentlich sicht- und greifbar machen. Mit den Emergency Days machen wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung und zeigen mit dem Anlass auch die grosse Bedeutung der Zusammenarbeit der Zentralschweizer Kantone untereinander."

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Euthal SZ: Pilot bei Gleitschirmunfall erheblich verletzt

Am Freitagnachmittag, 20. September 2024, startete ein 52-jähriger Mann mit seinem Gleitschirm auf der Höhe der Bergstation des Skiliftes Euthal. Beim Landeanflug geriet der Gleitschirm-Pilot um 15.15 Uhr in Not und stürzte aus rund zehn Metern auf das Wiesland in der Nähe der Talstation des Skiliftes ab.

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Zwei schwere Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Zweiradfahrern in Chandon & Vaulruz (FR)

Am frühen Freitagabend, 20. September 2024, rückte die Kantonspolizei in Chandon und anschliessend in Vaulruz zu zwei schweren Verkehrsunfällen aus, in die ein Radfahrer und ein Autofahrer, respektiv ein junger Rollerfahrer und ein Autofahrer verwickelt waren. Die beiden Zweiradfahrer wurden schwer verletzt und mussten von der REGA in ein Spital geflogen werden. Die Polizei leitete zwei Untersuchungen ein.

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Neuendorf SO: Helikoptereinsatz nach Selbstunfall – Automobilist (21) schwer verletzt

Auf der Fulenbacherstrasse in Neuendorf kollidierte am Freitagabend ein Automobilist aus noch zu klärenden Gründen mit mehreren Bäumen. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu und musste mit einem Helikopter in ein Spital geflogen werden.

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Balgach SG / Rietstrasse: Motorradfahrer (24) verletzt sich bei Unfall mit Auto

Am Freitag (20.09.2024), um 18:20 Uhr, ist es auf der Rietstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der 24-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Widnau SG: Auffahrkollision zwischen Auto und Rennvelo - Helikopter-Einsatz

Am Freitag (20.09.2024), kurz nach 14:40 Uhr, ist es im Kreisverkehrsplatz Rosenau zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Rennvelo gekommen. Der 58-jährige Velofahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde von einem Helikopter der AP3-Luftrettung ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden von einigen hundert Franken.

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Brunnadern SG: Verletzter Motorradfahrer wird nach Unfall ins Spital geflogen

Am Freitag (20.09.2024), um 17:20 Uhr, ist es auf der Wasserfluhstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der 45-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Er wurde von der Rega ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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A2 / Zweite Röhre Gotthard: Die Baustelle in Airolo TI öffnet ihre Tore für die Öffentlichkeit

Am Samstag, dem 28. September 2024, öffnet die Baustelle in Airolo für die zweite Röhre des Gotthard-Strassentunnels ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher. Einige Monate vor dem Beginn des Hauptvortriebs bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Montage der Tunnelbohrmaschine (mit einem Durchmesser von über 12,3 Metern) zu beobachten und die beeindruckenden Logistikanlagen zu besichtigen. Das Fachpersonal wird Informationen geben und einige der auf der Baustelle eingesetzten Maschinen vorstellen.

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Kanton Freiburg: Gezielte Verkehrskontrollen - mehrere Fahrzeugführer angezeigt

Gestern führte die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit dem Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt Kontrollen durch, um illegale Fahrzeugausstattungen zu ahnden. Zehn Fahrzeugführer wurden angezeigt und ein Fahrzeug wurde beschlagnahmt. Heute Morgen wurde einem Autofahrer, der eine Geschwindigkeitsübertretung begangen hatte, noch vor Ort der Führerschein abgenommen.

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Zürich ZH: Stadtteil Ost des Strasseninspektorats zügelt an Lädelistrasse

Das Ressort Betrieb und Strassenunterhalt des Strasseninspektorats (STIL) ist in die drei Stadtteile West, Ost und Süd aufgeteilt. Nun zügelt der Stadtteil Ost ab dem 23. September 2024 an die Lädelistrasse 10/12. Der Stadtteil Süd bleibt vorerst am provisorischen Standort Eichwald. Ob und gegebenenfalls wann die Stadt die benachbarte Liegenschaft am Schäferweg 6 als Standort für den Stadtteil Süd nutzt, wird nun gemeinsam mit den Nutzer/innen des Areals diskutiert.

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Kanton Aargau: Pilotprojekt im ambulanten Notfalldienst erfolgreich abgeschlossen

Nach der Konkurseröffnung über die mobile ärzte AG am 7. November 2023 haben der Aargauische Ärzteverband (AAV), der Verband Aargauer Haus- und Kinderärzte (mfe) sowie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) ein Pilotprojekt unter der Führung der Abteilung Gesundheit im DGS gestartet und den ambulanten Notfalldienst ausserhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen reorganisiert. Die telemedizinischen Beratungen der Medgate AG ergänzen seit dem 23. Dezember 2023 den ärztlichen Notfalldienst. Im Rahmen des Pilotprojekts hat das DGS zudem die kostenpflichtige ärztliche Notrufnummer abgelöst und durch die kostenlose Nummer 0800 401 501 ersetzt. Die Evaluation des Pilotprojekts im ambulanten Notfalldienst hat ergeben, dass das neue telemedizinische Angebot eine gute Lösung darstellt.

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BFU: Medikamente am Steuer - die unterschätzte Gefahr (Video)

Medikamente am Steuer sind nicht immer eine gute Idee: Viele Heilmittel haben Einfluss auf die Fahrfähigkeit – auch solche, die ohne ärztliches Rezept erhältlich sind. Die BFU hat Tipps für den Umgang mit Arzneien.

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Schüpfheim LU: Kollision zwischen Radfahrerin und Motoradfahrer – eine Person verletzt

Ein Motorradfahrer fuhr am Donnerstag (19. September 2024, kurz vor 16:45 Uhr) auf der Kantonsstrasse von Escholzmatt Richtung Wolhusen. Im Gebiet Wissebach kam es zur Kollision mit einer Radfahrerin, welche von der Chlosterbüelstrasse her auf die Kantonsstrasse fuhr.

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Zubringer Güterbahnhof AR: Mitwirkung abgeschlossen

Die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden sowie die Stadt St.Gallen und die Gemeinde Teufen führten im Winter 2023/2024 eine Mitwirkung zum Zubringer Güterbahnhof durch. Die Mitwirkung stiess auf grosses Interesse: Über 1’800 Eingaben von über 220 Organisationen oder Einzelpersonen wurden eingereicht. Neben vielen inhaltlichen Rückmeldungen zeigt die Mitwirkung sowohl Zustimmung wie auch Ablehnung zum Vorhaben.

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Stadt St.Gallen SG: Verkehrshinweis zum Fussballspiel am Samstag

Am Samstag (21.09.2024) findet in St.Gallen das Fussballspiel FC St.Gallen gegen FC Luzern statt. Während der Anreise der Fans sind die Ladengeschäfte noch geöffnet. Dies könnte zu einem hohen Verkehrsaufkommen führen, weshalb die Stadtpolizei St.Gallen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.