Schweiz

Buchberg SH: 4-jähriger Knabe verletzt sich bei Kollision mit Auto

Am späten Mittwochnachmittag (18.09.2024) hat sich in einer Quartierstrasse in Buchberg eine Kollision zwischen einem Auto und einem Kind, das mit einem Kinderfahrrad unterwegs war, ereignet. Der Knabe verletzte sich bei diesem Verkehrsunfall und musste hospitalisiert werden.

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Märstetten TG: Autofahrer (†24) kollidiert frontal mit Hauswand - tot

Ein Autofahrer verursachte am Mittwochabend in Märstetten einen Selbstunfall. Er kollidierte frontal mit einer Hauswand und wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau fuhr ein Autofahrer gegen 19 Uhr auf der Wigoltingerstrasse, überquerte die Kreuzlingerstrasse und prallte mit grosser Wucht in die Hauswand einer Liegenschaft am Gerbeweg.

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Herisau AR: Trafobrand in Produktionsbetrieb

Am Mittwochvormittag, 18. September 2024, ist in Herisau im Technikraum eines Produktionsbetriebes ein Brand ausgebrochen. Durch rasches Handeln eines Mitarbeiters konnte eine Brandausbreitung verhindert werden. Durch die aufgebotene Feuerwehr wurden die Räume gelüftet. Es entstand hoher Sachschaden.

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Silenen UR sorgt mit Löschwassertank gegen Waldbrände vor

Die Klimaveränderung mit längeren Hitzeperioden und Trockenphasen sowie die steigende Anzahl an Erholungssuchenden im Wald führen auch im Kanton Uri zu einem höheren Waldbrandrisiko. Deshalb erarbeiten der Forstdienst und das kantonale Feuerwehrinspektorat zusammen mit den Gemeinden Notfallplanungen gegen Waldbrände. Gestützt darauf hat die Einwohnergemeinde Silenen im trockenen Riggwald einen Löschwassertank eingebaut.

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Stadt Schaffhausen SH: Polizei sucht Zeugen von Raub auf Parkplatz

Am Freitagabend (30.08.2024) ist ein Jogger auf einem Parkplatz in der Stadt Schaffhausen von drei Männern ausgeraubt worden. Drei Tatverdächtige konnten in der Folge von der Schaffhauser Polizei ermittelt werden. Diese bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Raubvorfall.

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Kapo St.Gallen: Pinterest - eine längst vergessene Social Media Plattform neu belebt

Die Kantonspolizei St.Gallen setzt seit vielen Jahren auf die Veröffentlichung von Ratgebern, die online publiziert werden und so eine langfristige Verfügbarkeit der Inhalte sicherstellen. Damit wird die Bedeutung präventiver Massnahmen nicht nur kommuniziert, sondern nachhaltig im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.

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Kanton Obwalden / Brünigstrasse: Autofahrer (83) kollidiert mit Felswand

Ein 83-jähriger Fahrer verlor am Nachmittag des 17.09.2024 auf der Brünigstrasse, kommend aus Luzern, in der Denardiskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit der rechten Felswand. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, jedoch erlitt das Fahrzeug einen Totalschaden.

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Stadt Basel BS: Blaulichttag 2024 auf dem Barfi - bewährte Attraktionen und neue Highlights

Am Samstag, 21. September 2024, präsentieren sich die Kantonspolizei und die Rettung Basel-Stadt erneut am Blaulichttag auf dem Barfüsserplatz. Nebst den bewährten Attraktionen wie run 2 flash und Fahrzeugbesichtigungen finden dieses Jahr ausgewählte Präsentationen auf einer grossen Showbühne statt. Exklusiv: Live-Premiere des Blaulichtsongs „Mir sin für Di do“.

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A6 / Gampel – Goppenstein VS: Zustandserfassung

Auf der A6 zwischen Gampel und Goppenstein kommt es ab nächster Woche bis voraussichtlich Anfang Dezember 2024 zu Verkehrseinschränkungen. Grund dafür ist eine Zustandserfassung verschiedener Bauwerke auf dem gesamten Streckenabschnitt. Der Verkehr wird teilweise wechselseitig durch eine Ampelanlage oder einen Verkehrsdienst geführt.

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Kapo Freiburg: Betrugsmasche - Vorsicht vor falschen Polizisten!

Derzeit ist die Westschweiz mit einer starken Zunahme von Betrugsfällen mit „falschen Polizisten“ konfrontiert. Die Kantonspolizei Freiburg warnt eindringlich und bittet die kontaktierten Personen, nicht auf die Anrufe dieser Betrüger einzugehen. Zögern Sie nicht, jeden Versuch sofort der Kantonspolizei unter der Notrufnummer 117 zu melden!

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Bahnhof Erstfeld UR: Niederländer (38) durch Stromschlag schwer verletzt

Am Freitag, 6. September 2024, um 03.45 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri eine Meldung ein, wonach eine männliche Person beim Bahnhof Erstfeld Hilfe benötigen würde. Gemäss ersten Erkenntnissen befand sich ein 38-Jähriger niederländischer Staatsangehöriger auf dem Gelände des Bahnhofs Erstfelds.

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Verkehrsstützpunkt Nord der Kantonspolizei Graubünden offiziell eröffnet

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit hat Regierungsrätin Carmelia Maissen am Mittwochmorgen offiziell die Schlüssel des neuen Verkehrsstützpunkts (VSP) Nord an Regierungsrat Peter Peyer übergeben. Die Kantonspolizei hat das bestens gelegene Gebäude beim Autobahnanschluss Chur-Süd bereits Mitte August bezogen. Am Samstag, 5. Oktober 2024, öffnet der VSP Nord seine Türen für die Bevölkerung.

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Stadt Basel BS: 12-jähriges Kind nach Unfall liegen gelassen - Zeugenaufruf

Am Freitag, 13. September 2024, gegen 12.30 Uhr, ereignete sich eine Streifkollision zwischen einem Auto und einem 12-jährigen Kind auf einem Velo. Der Lenker oder die Lenkerin verliess die Unfallstelle, ohne sich um das verletzte Kind zu kümmern.

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Uzwil SG: Alkoholisierter Autofahrer (82) prallt gegen Randleitpfosten

Am Dienstag (17.09.2024), um 20:55 Uhr, ist es auf der Friedbergstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Eine beim 82-jährigen Autofahrer durchgeführte beweissichere Atemalkoholprobe zeigte einen zu hohen Wert. Ihm wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. Es entstand Sachschaden von rund 8'000 Franken.

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Unfall in Büttenhardt SH: Knabe (8) von Fahrzeugkombination erfasst und verletzt

Am Freitagmorgen (23.08.2024) hat sich in Büttenhardt eine Kollision zwischen einem 8-jährigen Fussgänger und einer Fahrzeugkombination (Auto mit Pferdeanhänger) ereignet. Der Knabe wurde dabei verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Kanton Bern: 78 Korpsangehörige in feierlichem Rahmen vereidigt

Am Dienstag sind im Berner Münster in Bern 78 Korpsangehörige der Kantonspolizei Bern, 26 Frauen und 52 Männer, vereidigt worden. Davon wurden 36 Polizistinnen und Polizisten ins Korps aufgenommen. Weiter legten 13 Botschaftsschützerinnen und Botschaftsschützer, fünf Korpswechslerinnen und Korpswechsler, sieben Rückkehrerinnen und Rückkehrer sowie 14 weitere Mitarbeitende den Eid oder das Gelübde ab.

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Kapo Wallis: Debriefing - zweijährliches RBT-Treffen

Am 20. September 2024 wird die Kantonspolizei Wallis das alle zwei Jahre stattfindende und dem Debriefing gewidmete RBT-Treffen (Romandie, Bern, Tessin) ausrichten. An dieser Veranstaltung werden 75 Spezialisten des Debriefing wie auch der „Peloton de Gendarmerie de Haute-Montagne“ aus Chamonix teilnehmen. Die Gelegenheit, die seit mehr als 20 Jahren aktive Debrieferzelle der Kantonspolizei Wallis ins Licht zu rücken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.