Am Freitagnachmittag, 9. August 2024, ist kurz vor 17:30 Uhr in einem Zweifamilienhaus im Gebiet Rüteli in Tuggen ein Brand ausgebrochen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde starke Rauchentwicklung im Dachstock des Gebäudes festgestellt.
Fahnder der Kantonspolizei Zürich haben am Freitagvormittag (9.8.2024) am Flughafen Zürich zwei Taschendiebinnen erkannt und verhaftet, die im Juli einen Diebstahl begangen haben.
Am Bahnhof Flughafen lösten am Samstag (6.7.2024) drei Touristinnen ihre Billette für den Zug und machten sich dann auf den Weg zu den Geleisen.
Ein fahrunfähiger Autofahrer wurde von Einsatzkräften der Kantonspolizei Thurgau am Freitagmorgen in Münchwilen aus dem Verkehr gezogen.
Gegen 10 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau an der Wilerstrasse einen 32-jährigen Autofahrer.
Am frühen Donnerstagabend (08.08.2024) ist in der Stadt Schaffhausen ein Mofalenker – mutmasslich aufgrund eines gesundheitlichen Problems - gegen ein Auto kollidiert.
Der Verunfallte konnte von Passanten reanimiert und in der Folge von einer Ambulanzcrew in ein Spital überführt werden. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Sachschaden.
Bei einem Arbeitsunfall am Freitagmorgen in Frauenfeld zog sich eine Frau mittelschwere Verletzungen zu. Sie musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Eine 19-Jährige und ein 29-jähriger Arbeitskollege tränkten gegen 11 Uhr Bäume an der Haubitzenstrasse.
70 Kinder haben gestern im Rahmen des Sommerplauschs einen Einblick in die Polizeiarbeit bekommen.
Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden durften die Kinder einen spannenden Rundgang durch das Polizeigebäude machen.
Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurde unsere Patrouille gestern nach Laufenburg gerufen.
Durch ein offenes Fenster gelangte der Rhodesian Ridgeback auf das Dach der Altstadtliegenschaft.
Am Freitagmorgen stiess in Nussbaumen ein Auto mit einer Mofa-Lenkerin zusammen. Diese wurde leicht verletzt.
Nach kurzem Halt fuhr der unbekannte Automobilist weiter und wird gesucht.
Die Kantonspolizei Wallis warnt ihre Bevölkerung zum dritten Mal vor Betrugsfällen mit falschen Bankern oder Polizisten.
Seit unseren präventiven Mitteilungen vom 3. und 12. Juli 2024 gehen die Betrugsfälle weiter!
Am Freitag, 09.08.2024, ca. 11:40 Uhr, ereignete sich in Näfels auf dem Autobahnzubringer in Fahrtrichtung Glarus, zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad, ein Auffahrunfall.
Ein 38-jähriger Autofahrer, der sich auf dem Weg nach Glarus befand, lenkte in der Unterführung vor dem Lichtsignal SGU seinen Blick von der Fahrbahn ab, um eine in den Fussraum gefallene Wasserflasche aufzuheben.
Am Freitagmorgen kam es in Giswil und Flüeli-Ranft zu Fahrradunfällen, wobei zwei Personen schwer verletzt wurden.
Am 09.08.2024, kurz vor 10:30 Uhr, beabsichtige in Giswil (siehe auch Titelbild), Bereich Sunnäplätzli, eine 79-jährige Fahrradfahrerin von einem Vorplatz auf die Grossteilerstrasse zu gelangen.
Eine Autofahrerin kollidierte am Donnerstagnachmittag in Ermatingen mit einem Baustellenfahrzeug.
Vier Personen wurden verletzt, drei davon mussten ins Spital gebracht werden.
Beim Brand einer Scheune in Frauenfeld entstand in der Nacht auf Freitag Sachschaden. Personen wurden keine verletzt, mehrere Tiere konnten gerettet werden.
Kurz nach 1 Uhr meldeten mehrere Personen der Kantonalen Notrufzentrale, dass ein Gebäude beim Unteren Mätteli brenne.
Am Samstag, 3. August 2024, ereignete sich auf der Axenstrasse in Brunnen ein Verkehrsunfall.
Ein Fußgänger wurde beim Überqueren der Strasse von einem Personenwagen angefahren und leicht verletzt.
Am Donnerstag, 8. August 2024, circa 13.45 Uhr, ist die Kantonspolizei Basel-Stadt aufgrund des Hinweises einer Drittperson zu einem Mehrfamilienhaus im Nasenweg ausgerückt.
Die Polizistinnen und Polizisten fanden bei ihrem Eintreffen im Treppenhaus eine leblose weibliche Person vor.
Am Donnerstag, 8. Juli 2024, gegen 13.15 Uhr, ereignete sich auf der Wettsteinbrücke ein Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern.
Bei diesem Unfall zog sich ein Radfahrer als Folge eines schweren Sturzes Verletzungen zu. Der zweite Radfahrer entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Verletzten zu kümmern.
Im Fall der Prügelattacke von vier Männern gegen eine Frau ist der Schaffhauser Polizei entgegen der Darstellung der „Rundschau“ kein relevantes Fehlverhalten vorzuwerfen.
Das Gutachten von Prof. em. Dr. Andreas Donatsch kommt zum Schluss, dass die Schaffhauser Polizei vielmehr sehr schnell und professionell ihre Arbeit aufgenommen und das Opfer ernst genommen hat.
Am Donnerstagnachmittag ist es auf der Oberalpstrasse zu einem Verkehrsunfall gekommen. Bei einem Unfallbeteiligten wurde eine Blutprobe angeordnet.
Ein 70-Jähriger fuhr am Donnerstag gegen 16.30 Uhr über die Hauptstrasse H19 bergwärts in Richtung Hospiz des Oberalppasses.
Am Mittwoch, 07. August 2024, gegen 07.00 Uhr, fuhr eine Velofahrerin auf dem Riehenring in Richtung Riehenstrasse.
Beim Hotel Marriott bog ein Auto nach links in die Hotelzufahrt ab und schnitt der Velofahrerin den Weg ab. Bei der anschliessenden Kollision stürzte die Velofahrerin und verletzte sich.
Auf der Oltnerstrasse in Hägendorf kam es am Donnerstag, 8. August 2024, zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad.
Der Rollerfahrer wurde dabei erheblich verletzt.
Am Donnerstag (08.08.2024), ist es kurz vor 11:50 Uhr, zu einem Selbstunfall eines Autos auf der Rickenstrasse gekommen.
Der 34-jährige Mann nickte gemäss eigenen Angaben am Steuer ein. Durch den Unfall wurde er nicht verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Donnerstag (08.08.2024), kurz nach 16:15 Uhr, ist es auf der Wisenstrasse zu einem Unfall zwischen einer Velofahrerin und einem Jugendlichen auf einem E-Scooter gekommen.
Die 62-jährige Frau und der 14-jährige Junge wurden dadurch leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Donnerstag (08.08.2024), kurz vor 15:20 Uhr, ist es auf der Marktstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger gekommen.
Der 55-jährige Fussgänger wurde leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Freitag (09.08.2024), um 06:30 Uhr, ist es in einem Kreisel auf der St.Gallerstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen.
Eine 56-jährige Frau wurde dabei unbestimmt verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.
Ein Auto geriet am Donnerstagabend auf der Schwendelbergstrasse in Horw von der Strasse ab und prallte gegen einen Baum.
Zwei Personen wurden beim Unfall leicht verletzt. Für die Bergung des Fahrzeugs aus dem unwegsamen Gelände musste ein Kran aufgeboten werden.
Viele Kinder sind nächsten Montag das erste Mal alleine auf der Strasse unterwegs.
In dieser Anfangszeit – und auch danach – sind sie auf die besondere Achtsamkeit und Rücksicht aller Verkehrsteilnehmenden angewiesen.
Sommer, Sonne, Ferien! Aber wer seine Ferien gerne auf Buchungsplattformen bucht, sollte vorsichtig sein.
Seit einiger Zeit haben es Kriminelle auf die sensiblen Daten der Kunden solcher Plattformen abgesehen:
Am Donnerstag, 8. August 2024, circa 13.45 Uhr, ist die Kantonspolizei Basel-Stadt aufgrund des Hinweises einer Drittperson zu einem Mehrfamilienhaus im Nasenweg ausgerückt.
Die Polizistinnen und Polizisten fanden bei ihrem Eintreffen im Treppenhaus eine leblose weibliche Person vor.
Am 12. August ist Schulbeginn. Gerade für die neuen Kindergartenkinder beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.
Um den Weg in den Kindergarten und auch wieder nach hause möglichst sicher meistern zu können, erhalten sie in den nächsten Wochen das erste mal Verkehrsunterricht.
In den letzten Tagen sind zwei Ziegen auf der Schwägalp durch einen Wolf gerissen worden. Nach dem Vorfall wurden die Tierhaltenden der Region durch die kantonale Fachstelle Herdenschutz informiert und zu Herdenschutzmassnahmen aufgefordert.
Am Mittwoch, 7. August 2024, und am Donnerstag, 8. August 2024, stellte die Wildhut von Appenzell Ausserrhoden je einen Wolfsriss auf der Schwägalp fest.
Die Kurzzeit-Parkplätze beim Bahnhof Zofingen, unmittelbar vor dem Dienstleistungsgebäude, dienten während den Arbeiten am Bahnhofplatz als Installations- und Lagerplatz für die Baustelle.
Temporär werden die Kurzzeit-Parkplätze nun für Fahrzeuge der Polizei, Taxis, Motorräder und Velos zur Verfügung gestellt.
Auf der Autobahn ist es zu einem Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos gekommen. Zwei Personen wurden verletzt ins Spital eingeliefert.
An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.
Im Sommer 2022 verhaftete die Kantonspolizei Wallis einen Mann, der unter Verdacht stand, Delikte im Raume Oberwallis sowie in weiteren Teilen der Schweiz begangen zu haben. Aufgrund der Untersuchung konnten ihm nun zahlreiche Straftaten nachgewiesen werden.
Bei einer polizeilichen Intervention im Juli 2022 wurden bei einem damals 36- jährigen polnischen Staatsangehörigen Betäubungsmittel in Form von Kokain sichergestellt.
In der Garage eines Mehrfamilienhauses brach am Donnerstag ein Brand aus. Dieser beschädigte drei Autos und verwüstete den Raum.
Betroffen war ein Mehrfamilienhaus am Lindenweg in Suhr. Eine Augenzeugin sah am Donnerstag, 8. August 2024, kurz nach 14 Uhr dichten Qualm, der vom Untergeschoss aufstieg.
Das „Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne“ hat die DNA-Individualanalyse der Wolfrisse und des erlegten Wolfs auf dem Gemeindegebiet von Realp ausgewertet.
Die DNA des erlegten Wolfs und einer gerissenen Ziege der Alp Schweig stimmen überein: Es handelt sich um den erstmals in der Schweiz nachgewiesenen männlichen Wolf M 451.
In Villnachern geriet in der Nacht ein Auto in Brand. Die Flammen griffen auf das angrenzende Wohnhaus über und richteten grossen Schaden an.
Verletzt wurde niemand.
Am Donnerstag, 8. August 2024, kurz nach 14.15 Uhr, geriet eine Schwimmerin im Rhein in Not. Sie hatte sich mit ihrem Schwimmsack an einer Boje verfangen.
Die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt konnte die Frau retten.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.