Schweiz

Stadt Zürich ZH: Hirschwiesen- und Bucheggtunnel werden gesperrt

Von Montag, 5. August 2024, 5 Uhr, bis Samstag, 10. August 2024, 5 Uhr, sind der Hirschwiesen- und der Bucheggtunnel in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Von Montag, 5. August 2024, 5 Uhr, bis Samstag, 10. August 2024, 5 Uhr, sind der Hirschwiesen- und der Bucheggtunnel in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Verkehr wird via Bucheggstrasse und Bucheggplatz umgeleitet.

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Kanton Schaffhausen: 1. August – Vorsicht im Umgang mit Feuerwerkskörpern

Im Umgang mit Feuerwerk kommt es am Schweizer Nationalfeiertag, 1. August, immer wieder zu Unfällen mit teilweise schwerwiegenden Folgen. Die Schaffhauser Polizei appelliert an die Bevölkerung, die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen zu beachten. Die Schaffhauser Polizei bittet darum, Mitmenschen und Tiere nicht unnötig mit dem Abbrennen von Feuerwerk rund um den Schweizer Nationalfeiertag, den 1. August, zu erschrecken. Das Abfeuern von Feuerwerk ist im Kanton Schaffhausen nur an bewilligten Tagen erlaubt. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Anzeige wegen Ruhestörung rechnen.

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Auto in der Hitze – Gefahr für Mensch und Tier

Nun ist der Sommer doch noch gekommen. Die aktuell hohen Temperaturen führen schnell zu Hitze im Auto, was für Mensch und Tier lebensgefährlich sein kann. In der prallen Sonne heizt sich ein Auto sehr schnell auf bis zu 80 Grad auf. Der TCS gibt Tipps rund um das Thema Hitze im Auto für Verbrenner und E-Fahrzeuge. Die meisten Leute unterschätzen, dass es bei sengender Sonne im Auto schon nach wenigen Minuten extrem heiss und für Mensch und Tier kritisch werden kann. Lässt man ein Auto in der prallen Sonne stehen, kann es sich bereits nach wenigen Minuten auf bis zu 50 Grad erwärmen und nach einer Stunde können die Temperaturen sogar bis zu 80 Grad erreichen. Aussentemperaturschwankungen und ändernde Sonneneinstrahlung können ein Fahrzeug zusätzlich erwärmen. Der Aufenthalt im Auto wird ab 40 Grad Celsius gefährlich.

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Samedan GR: Autolenker gerät auf Gegenspur – Frontalkollision

Am Montagvormittag ist es auf Gemeindegebiet von Samedan in Punt Muragl zu einer Frontalkollision zweier Fahrzeuge gekommen. Ein Autolenker wurde dabei verletzt. Ein 76-jähriger Autolenker fuhr um 09.40 Uhr auf der Berninastrasse H29 von Pontresina in Richtung Punt Muragl. Dabei geriet er zusehends auf die Gegenfahrspur.

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Cortaillod NE: Verkehrsunfall - Radfahrer verliert sein Leben bei Kollision mit Fahrzeug

Ein Radfahrer kam bei einem Verkehrsunfall in Cortaillod ums Leben, als er mit einem Fahrzeug kollidierte. Am Montag, 29. Juli 2024, gegen 09:20 Uhr, fuhr ein Radfahrer auf der Route de L'Areuse in Richtung Areuse. An der Kreuzung mit der Rue François-Borel kam es aus einem Grund, den die Ermittlungen klären müssen, zu einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, das in Richtung Petit-Cortaillod abgebogen war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Radfahrer auf die Fahrbahn geschleudert.

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Nyon VD: Hand in Hand für die Sicherheit des 47. Paléo Festival de Nyon

Paléo Festival in Nyon zwischen dem 22. und dem 29. Juli 2023 haben alle Sicherheitsdienste Hand in Hand gearbeitet. Dank der Präsenz der Sicherheitsteams, der Polizei sowie des Dialogs und der Präventionsmassnahmen, die vom Veranstalter und den öffentlichen Diensten eingeführt wurden, konnte die 47. Ausgabe reibungslos und in geselliger Atmosphäre stattfinden.

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Lodrino TI: Tödlicher Bergunfall - 71-jähriger Italiener stürzte rund hundert Meter in die Tiefe

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz nach 9 Uhr in der Gegend von Lodrino ein schwerer Bergunfall. Ein 71-jähriger italienischer Staatsbürger aus der Provinz Varese war mit einem Bekannten auf einer Wanderung. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, stürzte er im Lodrino-Tal auf einer Höhe von rund 1'700 Metern rund hundert Meter in die Tiefe.

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Temporärer Wegfall von IC5-Halten in Oensingen aufgrund von Bauarbeiten

Die SBB führt auf der Strecke Solothurn–Olten jedes Jahr Arbeiten für den Unterhalt und die Erneuerung der Bahninfrastruktur durch, um weiterhin einen pünktlichen und sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten. Während der Bauarbeiten müssen die IC5 zwischen Olten und Solothurn teilweise über die Bahn-2000-Strecke umgeleitet werden, wodurch der Halt in Oensingen entfällt.

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Forch ZH: 50-jähriger Schweizer bringt mutmasslich seinen Bruder (†46) um

Bei einem Gewaltdelikt in Forch (Gemeindegebiet Maur) ist am Montagnachmittag (29.7.2024) ein Mann getötet worden. Die Kantonspolizei Zürich nahm den Täter fest. Kurz nach 13.30 Uhr rief ein Mann die Notrufnummer 117 und erklärte, er habe soeben einen Mann umgebracht.

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Stadt Basel BS: Zwei Trams miteinander kollidiert – Zeugen werden gesucht

Am Montag, 29. Juli 2024, kurz vor 15.00 Uhr kollidierte ein Tram der BLT, das vom Bankverein in Richtung Barfüsserplatz fuhr, mit einem Tram der BVB. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kantonspolizei Basel-Stadt kam es aus noch ungeklärten Gründen zu einer Kollision zwischen einem Tram der BLT, das vom Bankverein in Richtung Barfüsserplatz fuhr, und einem Tram der BVB, das von der Theaterstrasse in den Steinenberg in Richtung Barfüsserplatz abbiegen wollte.

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„Zu schön, nicht wahr?!“ – Kampagne gegen Betrugsmaschen auf Online-Marktplätzen

Ein tolles Angebot ist nur sehr kurzzeitig verfügbar? Es muss sofort gehandelt werden, um die Chance wahrzunehmen? Vorsicht! Das ist zu dringend, nicht wahr?!

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Stadt Schaffhausen SH: Parkiertes Fahrzeug mutwillig beschädigt – Zeugenaufruf

In der Nacht von Freitag (26.07.2024) auf Samstag (27.07.2024) hat eine unbekannte Täterschaft in der Stadt Schaffhausen ein parkiertes Fahrzeug mutwillig beschädigt. Der angerichtete Sachschaden beträgt mehrere hundert Franken. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu dieser Sachbeschädigung.

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Stadt Schaffhausen SH: Einbruchdiebstahl in Imbisswagen – Zeugen gesucht

In der Nacht auf Mittwoch (17.07.2024) hat eine unbekannte Täterschaft einen Einbruchdiebstahl in einen Imbisswagen in der Stadt Schaffhausen verübt. Zudem verschmierte sie Tische und Stühle mit einem Filzschreiber. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Einbruchdiebstahl.

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Wichtrach BE: Frau beim Stand-up-Paddling auf der Aare gekentert und verstorben

Am Sonntagabend ist eine Frau in der Aare bei Wichtrach beim Stand-Up-Paddling verstorben. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Die Kantonspolizei Bern hat am Sonntag, 28. Juli 2024, kurz nach 17.20 Uhr, die Meldung erhalten, wonach sich eine leblose Person in der Aare in Wichtrach befinde.

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Göschenen UR / A2: Wohnanhänger mit Leitplanke kollidiert – niemand verletzt

Gestern Sonntag, 28. Juli 2024, gegen 16.30 Uhr, fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit niederländischen Kontrollschildern mit Wohnanhänger auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Nord. Aus noch nicht abschliessend geklärten Gründen geriet der Wohnanhänger unmittelbar nach dem Gotthard-Strassentunnel ins Schleudern.

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Sicherer Schulweg: So kommen Kinder unfallfrei an – Sicherheitstipps der BFU

Für viele Kinder gehts nach den Sommerferien wieder los mit dem Kindergarten oder mit der Schule. Für einen sicheren Schulstart ist wichtig, den Schulweg bereits einige Wochen vorher zu üben. Die BFU hat die wichtigsten Tipps für Eltern und Betreuungspersonen parat. Vorbereitung für einen sicheren Schulweg ist das A und O. Damit Kinder sicher unterwegs sind, sollten Eltern und Betreuungspersonen den Schulweg mit ihnen üben. Und zwar nicht erst am ersten Kindergarten- oder Schultag, sondern bereits einige Wochen vorher und mehrmals.

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Affoltern im Emmental BE: Zwei Autos frontal kollidiert – zwei Personen verletzt

Am Montagmorgen sind bei einer Frontalkollision auf der Dorfstrasse in Affoltern im Emmental zwei Personen verletzt worden. Beide Autofahrer mussten mit je einer Ambulanz ins Spital gefahren werden. Der betroffene Strassenabschnitt war für mehrere Stunden gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Rorschacherberg SG: 17-jähriger Marokkaner nach Diebstahl aus Auto festgenommen

Am Montag (29.07.2024), kurz nach 03:25 Uhr, hat ein 17-jähriger Marokkaner mutmasslich rund 150 Franken Bargeld aus einem unverschlossenen Auto am Rosenacker gestohlen. Er konnte in der Folge durch die Kantonspolizei St.Gallen festgenommen werden. Er wird bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.