Schweiz

Schmerikon SG: Update Badeunfall Schänis - Mann tot geborgen

Am Samstag (20.07.2024), kurz nach 08:35 Uhr, erhielt die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung, wonach eine tote Person ungefähr 200 Meter vom Ufer entfernt im Obersee treiben würde. Mehrere Angehörige des Seerettungsdienstes sowie Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen rückten daraufhin zum Fundort aus und bargen einen toten Mann.

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Thal SG / A1: Selbstunfall mit Motorrad

Am Mittwoch (24.07.2024), kurz vor 8:50 Uhr, ist es im Einfahrtsbereich der Autobahn A1 zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen. Der 16-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Stadt Zürich / Kreis 5: Auseinandersetzung vor einem Clublokal - zwei Männer verletzt

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern vor einem Clublokal an der Limmatstrasse 65 in Zürich, sind am frühen Samstagmorgen (20.7.2024) zwei Männer verletzt worden. Gegen 4.40 Uhr gerieten ein 19- und ein 25-jähriger Italiener mit zwei 22- und einem 23-jährigen Spanier in Streit, wobei es zu Handgreiflichkeiten kam und die beiden Italiener verletzt wurden.

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Stadt Luzern LU / A2: Nach Verkehrsunfall Schwangere mit Sohn (2) ins Spital gebracht

Gestern Mittag ist es eingangs Tunnel Reussport auf der Autobahn A2 in Luzern zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine schwangere Frau und ihr zweijähriger Sohn wurden zur Kontrolle ins Spital gefahren. Der Unfall führte zu Rückstau auf der Autobahn.

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Lütisburg SG: Streifkollision zwischen Velo und E-Bike – zwei Verletzte

Am Dienstag (23.07.2024), kurz nach 6:20 Uhr, ist es auf der Toggenburgerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Velo und einem E-Bike gekommen. Die 63-jährige E-Bike-Fahrerin wurde dabei unbestimmt und der 26-jähriger Velofahrer leicht verletzt. Die Frau wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken.

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Unterschächen UR: Lastwagen mit Motorrad kollidiert – 54-Jähriger verletzt

Gestern Dienstag, 24. Juli 2024, kurz nach 13.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Lastwagens mit Glarner Kontrollschildern und der Lenker eines Motorrads mit Thurgauer Kontrollschild in dieser Reihenfolge auf der Klausenstrasse talwärts. Verkehrsbedingt hielt der Lastwagenlenker sein Fahrzeug im Bereich Hirmi an und fuhr rückwärts.

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Kanton AI: Haslerstegstrasse – Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder bleibt bestehen

Das bisherige Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder bleibt bestehen. Der Text auf der Zusatztafel wird klarer formuliert. Das Verkehrsregime auf der Haslerstegstrasse zwischen der Verzweigung Sonnenhalbstrasse und dem Dorf Weissbad gibt schon seit vielen Jahren immer wieder Anlass zu Diskussionen. Die heute noch vorhandene Signalisation „Verbot für Motorwagen und Motorräder“ soll beibehalten werden.

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Cevio TI: Lebloser Körper im Flussbett der Maggia gefunden

Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde heute kurz vor 17:00 Uhr in Cevio im Flussbett der Maggia der leblose Körper einer weiteren Person gefunden, deren formelle Identifizierung im Gange ist, zusätzlich zum Fund vom 18.07.2024 in derselben Gegend. Die Entdeckung erfolgte im Rahmen der Suchaktion, die im Laufe des Tages von Beamten der Kantonspolizei, Rettungskräften der Schweizerischen Alpinen Rettung (SAS) und der Hundestaffel der Alpinen Rettung durchgeführt wurde.

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A2 / Quinto / Airolo TI: CUPRA täglich geöffnet bis Mitte September

In Erwartung des starken Ferienverkehrs wird die Schnellstrasse Airolo/Passi CUPRA ab kommenden Freitag, 19. Juli 2024, bis Sonntag, 15. September 2024, bei einem Stau am Südportal des Gotthardtunnels täglich geöffnet sein. Die CUPRA war seit dem 1. Juni nur noch an den Wochenenden befahrbar, wurde aber nach dem Ereignis in Mesolcina und der damit verbundenen Totalsperrung der A13 ausnahmsweise an allen Wochentagen befahrbar gemacht, um den Transitverkehr, der auf die A2 geströmt war, zu erleichtern.

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St-Blaise NE: Verkehrsunfall zwischen Motorrad mit Beiwagen und Auto - ein Verletzter

Am Montag, 22. Juli 2024, um 15:30, fuhr ein Motorrad mit Seitenwagen, das von einem 67-jährigen Einwohner von Schüpfen/BE gelenkt wurde, auf der Avenue Bachelin in Richtung Westen. An der Kreuzung mit der Avenue de la Gare kam es zu einer Kollision zwischen dem Beiwagen und einem Fahrzeug, das von einer 71-jährigen Frau aus St-Blaise gelenkt wurde und an der Ampel stand.

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A2 Verzweigung Hagnau – Anschluss Pratteln BL: Nächtliche Sperrung von zwei Fahrstreifen

Im Erhaltungsprojekt Hagnau–Augst haben die Bauarbeiten für den Neubau der Betriebszentrale Süd-Ost begonnen. Die Baugrube wird im oberen Bereich mit einer Nagelwand und im unteren Bereich mit einer Rühlwand gesichert, um Verschiebungen in der Gleisanlage des Rangierbahnhofs auszuschliessen.

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Knutwil LU / A2: Kollision zwischen zwei Autos nach „Schikanestopp“ – Zeugenaufruf

Am Montagnachmittag (22. Juli 2024, gegen 14:50 Uhr) ereignete sich auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden ein Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos. Verletzt wurde niemand. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 13'000 Franken.

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Strafverfahren gegen Schläger „Carlos“ (B.K.): Haftentlassung unter Auflagen

Im Zusammenhang mit einem laufenden Strafverfahren ersuchte die Verteidigung von B.K. um Entlassung ihres Klienten aus der Untersuchungshaft. Das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Zürich hat heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft B.K. unter Auflage mehrerer Ersatzmassnahmen aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich führt gegen B.K. seit Januar 2024 ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit. Hinzu kam im Mai 2024 der Vorwurf der Körperverletzung zum Nachteil des in den Medien bekanntgewordenen Mannes mit dem Pseudonym "Skorp808". Das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Zürich versetzte B.K. mit Entscheid vom 4. Mai 2024 in Untersuchungshaft.

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St.Gallen: Taxifahrer bedroht - Festnahme

Am Dienstag (23.07.2024), kurz nach 03:00 Uhr, hat ein 24-jähriger Mann einen Raubversuch auf einen Taxifahrer verübt. Der Mann bedrohte den Taxifahrer mit einem Gegenstand, verletzte ihn und flüchtete anschliessend. Deliktsgut wurde keines erbeutet. Die Stadtpolizei St.Gallen konnte den 24-Jährigen Schweizer anhalten und festnehmen. Die Kantonspolizei St.Gallen hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Buchs SG: Selbstunfall infolge Übermüdung

Am Dienstag (23.07.2024), um 01:00 Uhr, ist es auf der Kreuzgasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Der 24-jährige Mann nickte gemäss eigenen Angaben am Steuer ein und prallte daraufhin mit seinem Auto in eine Hausecke. Am Auto und der Hausfassade entstand Sachschaden von rund 50'000 Franken.

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Ziegelbrücke SG / Escherkanalweg: Kollision zwischen E-Bike und Velo

Am Montag (22.07.2024), kurz nach 11:10 Uhr, ist es auf dem Escherkanalweg zu einem Unfall zwischen einem E-Bike-Fahrer und einer Velofahrerin gekommen. Durch den Unfall wurde die 58-jährige Velofahrerin unbestimmt und der 76-jährige E-Bike-Fahrer leicht verletzt. Die 58-Jährige wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Zürich ZH: Verkehrsbeschränkung Forchstrasse

Von Freitag, 26. Juli 2024, 20 Uhr, bis Montag, 29. Juli 2024, 5 Uhr, ist die Forchstrasse zwischen dem Hegibachplatz und Kreuzplatz in beide Fahrtrichtungen durchgehend gesperrt. Die Umleitung erfolgt stadteinwärts in Richtung Stadelhofen über die Freiestrasse und die Klosbachstrasse. Stadtauswärts wird der Verkehr via Zollikerstrasse, Hammerstrasse und Drahtzugstrasse umgeleitet. Ein Verkehrsdienst ist vor Ort.

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Kanton Obwalden: Verkehrsunfälle vom letzten Wochenende

Am Freitagabend, 19.07.2024 um 19.23 Uhr fuhr ein 62-jähriger Motorradfahrer vom Tunnel Sachseln Richtung Giswil auf der Autostrasse A8. Sein Motorrad begann aus unbekannten Gründen beim Tunnelausgang in Sachseln zu brennen. Der korrekt handelnde Motorradfahrer fuhr auf die Ausweichstelle und ein entgegenkommender Carchauffeur hielt an und löschte das Motorrad mit seinem Feuerlöscher. So konnte ein grösserer Schaden verhindert werden.

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Dürnten ZH: Motorradlenker bei Selbstunfall schwer verletzt - Zeugenaufruf

Bei einem Selbstunfall eines Motorradlenkers in Dürnten hat sich dieser am Sonntag (21.07.2024) lebensbedrohlich verletzt.  Kurz vor 14 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung ein, dass sich ein verunfallter Motorradlenker im Tobel des Hüslenbachs unterhalb der Loorenstrasse befinde. Die sofort ausgerückten Rettungskräfte trafen auf einen Schwerverletzten. Er wurde geborgen und nach der Erstversorgung durch ein Ambulanzteam mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen.

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Zürich ZH: Zwei Badeunfälle an einem Abend - Jugendlicher (15) tot geborgen

Am Samstagabend, 20. Juli 2024, kam es an der Limmat gleich zu zwei Badeunfällen. Ein Mann konnte mit der Unterstützung Dritter und der Stadtpolizei leicht verletzt gerettet werden. Beim zweiten Unfall konnte ein Jugendlicher am Sonntagvormittag leider nur noch tot geborgen werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.