Schweiz

Stadtpolizei Zürich zentralisiert ihre Standorte

Die Stadtpolizei Zürich hat ihre Standortstrategie erneuert: Die Polizist/innen sollen künftig von drei Stützpunkten und einem Hauptstandort ausrücken. Damit werden Synergien genutzt, die Öffnungszeiten in den Stützpunkten verlängert und die Präsenz der Polizei in den Quartieren erhöht. Erste Anpassungen gibt es bereits im Herbst im Kreis 5 und in Zürich Nord.

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Wattwil SG: Nach Kollision mit Motorradfahrer (63) von Unfallstelle entfernt - Zeugenaufruf

Am Mittwoch (10.07.2024), kurz vor 17:35 Uhr ist es auf der Ebnaterstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer gekommen. Der 63-jährige Motorradfahrer blieb unverletzt. Die unbekannte Person entfernte sich mit ihrem Auto von der Unfallstelle, ohne sich um den Mann zu kümmern. Die Kantonspolizei sucht Zeugen.

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Schaffhauser Polizei: Sexuelle Gewalt an Erwachsenen

Sexuelle Gewalt an Erwachsenen umfasst jede Form von erzwungenen sexuellen Handlungen und Verhalten mit sexuellem Bezug. Sie kommt als sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, als sexuelle Ausbeutung in einer Abhängigkeitsbeziehung (z.B. im Angestelltenverhältnis) oder als erzwungener Geschlechtsverkehr in der Ehe oder in Partnerschaften vor.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 7): Fussgängerin (18) bei Kollision mit Forchbahn schwer verletzt.

Am Donnerstagmorgen, 11. Juli 2024, wurde im Kreis 7 eine Fussgängerin bei einer Kollision mit der Forchbahn verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich eine 18-Jährige an der Haltestelle Hegibachplatz, als die Forchbahn vom Bahnhof Stadelhofen kommend in Richtung Esslingen in die Haltestelle einfuhr.

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„Pilum 24“ – erfolgreiche Zusammenarbeit von Armee und Kantonspolizei Aargau

Der Stab der Mechanisierten Brigade 1 führte die Übung „Pilum 24“ durch. Die Armeeangehörigen trainierten damit die Erkenntnisse aus der Grossverbandsübung „Pilum 22“. Ein Element der Übung war die Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Aargau. Die Verantwortlichen der Armee und der Polizei sind mit der Übung zufrieden und wollen die Zusammenarbeit fortsetzen.

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Ranflüh BE: Dachstockbrand in Einfamilienhaus

Am Mittwochnachmittag ist im Dachstock eines Hauses in Lützelflüh ein Brand ausgebrochen. Die Bewohnenden konnten sich selbständig ins Freie begeben. Ein Angehöriger der Feuerwehr wurde leicht verletzt. Im Einsatz standen über 40 Einsatzkräfte. Die Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens sind im Gang.

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Neuhausen a./Rhf. SH: Nach Unfall mit SUV pflichtwidrig entfernt

Am Dienstagnachmittag (09.07.2024) hat eine unbekannte Frau mit einem SUV (Sport Utility Vehicle oder auch "Stadtgeländewagen") in Neuhausen am Rheinfall einen Verkehrsunfall verursacht. In der Folge hat sich die Frau pflichtwidrig von der Unfallstelle entfernt. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise.

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Stadt Winterthur ZH: 6-jähriger Knabe von Auto angefahren und verletzt

Am Mittwochmittag, 10. Juli 2024, wurde ein Kind, welches die Seenerstrasse zu Fuss überqueren wollte, von einem Auto angefahren und verletzt. Kurz vor 12:00 Uhr ging bei der Stadtpolizei Winterthur die Meldung von einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Kind an der Seenerstrasse ein. Die sofort ausgerückte Patrouille traf vor Ort auf ein verletztes Kind und weitere Personen.

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Stadt Schaffhausen SH: Bootsanhänger macht sich selbständig

Am Mittwochnachmittag (10.07.2024) hat sich auf der Rheinhaldenstrasse ein Alleinunfall ereignet. Ein Bootsanhänger löste sich von der Anhängerkupplung des Personenwagens und kollidierte anschliessend mit einem Maschendrahtzaun sowie einer Hecke. Verletzt wurde niemand.

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Denens VD: Festnahmen von zwei Verdächtigen des Betrugs und Wuchers

Am Montag, den 8. Juli 2024, wurden zwei Männer, die verdächtigt wurden, eine ältere Person betrogen zu haben, in Denens von der Kantonspolizei festgenommen. Als Gegenleistung für Dacharbeiten verlangten sie unter Zeitdruck vom Opfer finanzielle Vorteile, die offensichtlich in einem offensichtlichen Missverhältnis zu den auszuführenden Arbeiten standen. Die Ermittlungen werden von der Sicherheitspolizei des Kantons Waadt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft geführt. Die Polizei ruft zur Wachsamkeit auf und weist darauf hin, dass im Zweifelsfall die Polizeidienste zur Verfügung stehen.

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Porrentruy / Courgenay JU: Autofahrer mit 144 km/h statt der erlaubten 80 km/h erwischt

Am Dienstag, den 09. Juli 2024, wurde ein Autofahrer, der von Porrentruy in Richtung Courgenay fuhr, mit dem halbstationären Laserradar mit einer Geschwindigkeit von 144 km/h statt der erlaubten 80 km/h gemessen - ein Via Sicura-Fall. Kurz darauf wurde der betreffende Verkehrsteilnehmer angehalten und das übliche Verfahren durchgeführt.

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La Chaux-de-Fonds NE: Rollerfahrer nach Verkehrsunfall verletzt

Am Dienstag, 9. Juli, gegen 18.45 Uhr, fuhr ein Roller, der von einem 16-jährigen Einwohner von Marin-Epagnier gelenkt wurde, von La Vue-des-Alpes in Richtung La Chaux-de-Fonds. Auf der Höhe des Gebäudes Reymond 40 verlor er die Kontrolle über sein Gefährt und wurde gegen die Leitplanke geschleudert, bevor er diese überflog und im Gras landete.

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Wechselhaftes Wetter mit kräftigen Gewittern – ein Ausblick

Die anhaltende Südwestströmung sorgt auch in den nächsten Tagen für teils turbulente Verhältnisse. Der Zustrom von feuchtlabiler Luft führt am Donnerstag und vor allem am Freitag zu kräftigen Schauern und Gewittern inklusive potentieller Warnungen in verschiedenen Regionen. In der Folge fassen wir die erwartete Wetterentwicklung der kommenden 48 bis 72 Stunden zusammen.

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Bahnstrecke St. Fiden–Goldach SG ab 30. September wieder uneingeschränkt verfügbar

Nach intensiven Bauarbeiten und der Stabilisierung des Hangs konnte die SBB den Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Rorschach am Montag, 10. Juni 2024, wieder aufnehmen. Aufgrund der Sanierungsarbeiten kann der Bahnverkehr bis im Herbst nur eingleisig geführt werden. Es kommt zu Fahrplaneinschränkungen. Voraussichtlich ab 30. September 2024 steht die Strecke wieder uneingeschränkt zur Verfügung.

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BFU: Sicherheit der Schulkinder geht uns alle an – nicht nur zum Schulanfang

Ein Drittel der schweren Kinderunfälle im Strassenverkehr passiert auf dem Schulweg. Die BFU erinnert anlässlich des kommenden Schulanfangs daran, dass die Sicherheit der Kinder im Strassenverkehr uns alle betrifft. Obwohl die Eltern eine entscheidende Rolle bei der Sicherheit ihrer Kinder spielen, liegt die Verantwortung auch bei den Fahrzeuglenkenden. Denn 80 % der Unfälle von Kindern, die zu Fuss unterwegs sind, ereignen sich an Querungsstellen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.