Zwischen dem 3. – 9. Juni 2024 nahmen 39 Länder aus der ganzen Welt an den gemeinsamen EMPACT-Aktionstagen ‘GLOBAL CHAIN’ gegen Menschenhandel teil.
An den gemeinsamen Aktionen war ein breites Spektrum von Strafverfolgungsbehörden beteiligt, darunter auch die Kantonspolizei Wallis.
Bei einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen wurde am Dienstagmorgen in Niederwil ein Motorradfahrer mittelschwer verletzt.
Er musste von der Rega ins Spital gebracht werden.
Am Dienstag (25.06.2024), kurz vor 15:50 Uhr, hat ein Sofa auf einer Ladebrücke eines Lieferwagens während der Fahrt auf der Autobahn A1 gebrannt.
Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Als Brandursache steht ein unsachgemässer Umgang mit Raucherwaren im Vordergrund.
Am Montagabend hat sich ein Autolenker in Bern einer Polizeikontrolle entzogen. Er flüchtete mit massiv überhöhter Geschwindigkeit. Der Lenker konnte angehalten werden. Ihm werden diverse Delikte zur Last gelegt.
Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.
Am Montag (24.06.2024) führten zwei Autofahrer auf der Speicherstrasse in einem Kurvenbereich ein gefährliches Überholmanöver durch. Zwei entgegenkommende Mitarbeitende der Stadtpolizei auf Motorrädern mussten aufgrund dessen stark abbremsen.
Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Bei einer Explosion mit anschliessendem Brand in einem Mehrfamilienhaus ist in Dorf am frühen Mittwochmorgen (26.06.2024) ein Mann schwer verletzt worden.
Kurz nach 2 Uhr meldeten Anwohner der Gemeinde Dorf, dass sie durch einen lauten Knall geweckt worden seien und nun Feuer sähen.
Am Montagmittag sind bei der Lobhornüberschreitung zwei Personen auf einer Klettertour in Isenfluh gestürzt und tödlich verunglückt.
Ermittlungen zum Unfallgeschehen sind im Gang.
Mitte Juni führte die Polizei Oberes Fricktal in Densbüren, im Innerortsbereich, während rund einer Woche eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Insgesamt fuhren 1'157 Fahrzeuglenkende zu schnell.
Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 86 km/h bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Am Montag (24.06.2024) ereignete sich auf der Molkenstrasse ein Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger.
Der 17-jährige wurde dabei mittelschwer verletzt und ins Spital verbracht.
Am Montagabend ist ein Mann von drei Unbekannten in ein Gespräch verwickelt und danach ausgeraubt worden. Die Täter entwendeten eine Uhr und flüchteten in der Folge.
Die Kantonspolizei Bern ermittelt und sucht Zeugen.
An einer Stadtzürcher Schule wurde grenzüberschreitendes Verhalten einer Lehrperson gemeldet.
Der Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich wurde eingeschaltet und die Lehrperson im gegenseitigen Einvernehmen freigestellt.
Der Mann, der seit Sonntag in den Giessbachfällen in Brienz vermisst wurde, konnte am Dienstagmorgen durch die Einsatzkräfte unter schwierigen Bedingungen geborgen werden. Ein Kleinkind wird nach wie vor vermisst.
Die Suche wird weitergeführt.
Durch die recht labile Luftschichtung, die warme Luftmasse, die kräftige Sonneneinstrahlung tagsüber sowie die vielerorts eher nassen Böden sind heute die Voraussetzungen für kräftige Gewitter gegeben.
Im heutigen Meteoblog wird auf die Gewitterlage von heute Nachmittag und Abend näher eingegangen.
Piet B., 76 Jahre alt, verliess am Morgen des 8. Juni 2024 gegen 08:30 Uhr das Hotel Fletschhorn in Simplon Dorf, um eine Wanderung nach Binn zu unternehmen.
Am Zielort ist er jedoch nicht angekommen.
Am Montag, 25. Juni 2024, konnten Fahnder der Stadtpolizei Winterthur zwei Männer beobachten, die in einem Verkaufsgeschäft Waren entwendeten.
Bei der Festnahme stellten die Beamten fest, dass die Männer noch weiteres Deliktsgut auf sich trugen.
Im Rahmen der Bauarbeiten für das Grossprojekt Entflechtung Basel–Muttenz muss ein Bereich der Birsfelderstrasse in Muttenz vom Donnerstag, 27. Juni 2024, bis am Montag, 8. Juli 2024, durchgehend gesperrt werden.
Autofahrerinnen und -fahrern wird empfohlen, das Gebiet zu umfahren.
Die Stadtpolizei Winterthur stellt ab sofort digitale Ordnungsbussen mit QR-Code aus.
Damit werden der administrative Aufwand und die Bezahlung vereinfacht.
Am Montag, 24. Juni 2024, ca. 15:30 Uhr, kam es auf der Hauptstrasse in Nidfurn zu einem Verkehrsunfall.
Ein 93-jähriger Lenker war mit seinem Personenwagen von Glarus in Richtung Linthal unterwegs.
16 Ganzjahresreifen wurden vom Touring Club Schweiz auf die Herausforderung getestet, ob sie bei sommerlichen 50 Grad Celsius Asphalttemperatur in Gefahrensituationen genauso standhalten wie bei Minusgraden und schneebedeckter Fahrbahn.
Ein guter Reifen muss einen möglichst kurzen Bremsweg und eine sichere Kontrolle über das Fahrzeug im Sommer wie im Winter gewährleisten.
Am Mittwochnachmittag (19.06.2024) ist in einem Serverraum einer Firma in Wilchingen ein Brand ausgebrochen, der von der Feuerwehr gelöscht werden konnte.
Personen wurden bei diesem Vorfall keine verletzt. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Am Dienstag (25.06.2024), kurz vor 7 Uhr, ist es auf der Berneckerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem E-Bike-Fahrer gekommen.
Der 50-jährige E-Bike-Fahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund 1'000 Franken.
Zwölf Menschen verunfallen täglich auf Schweizer Strassen schwer oder tödlich.
Besonders kritisch ist die Situation für jene, die zu Fuss oder mit dem Motorrad unterwegs sind.
Am Wochenende vom 28. bis 30. Juni 2024 findet in der Zürcher Innenstadt das Eidgenössische Trachtenfest statt.
Vor, während und nach dem Volksfest kommt es zu diversen Verkehrseinschränkungen.
Verhalten nach einem Wildunfall.
Unfallstelle mitPannendreieck sichern
Polizei benachrichtigen 117
Sich dem Tier nicht nähern
Auf Polizei, Wildhüter oder Jäger warten
Am Montagnachmittag ist es in Heimenschwand zu einer Frontalkollision zwischen einem Rennvelofahrer und einem Autofahrer gekommen.
Der Rennvelofahrer wurde schwer verletzt und musste mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen werden. Der Unfall wird untersucht.
Die Kantone Zürich und Bern haben an einer gemeinsamen Medienkonferenz über ihren Modellversuch Untersuchungshaft informiert.
Der Modellversuch zielt darauf ab, die Ressourcen der Inhaftierten zu erhalten und Haftschäden zu verhindern. Damit setzen die beiden Kantone ihre Bemühungen fort, die Untersuchungshaft zu reformieren.
In einem Industriebetrieb in Luterbach ist am Montagnachmittag, 24. Juni 2024, ein Mann bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzt worden.
Zur Klärung des genauen Hergangs wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Im Zusammenhang mit dem 51. Albanifest werden sämtliche Zufahrten in die Winterthurer Altstadt, die Stadthausstrasse und die Museumstrasse von Freitag, 28. Juni, 9 Uhr bis Montag, 1. Juli 2024, 5 Uhr, für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt.
Durch den gestaffelten Aufbau des Festareals am Freitag, dem 28. Juni 2024, ab 9 Uhr, wird während des Aufbaus mit weniger Verkehrsbehinderungen gerechnet. Das Fest startet am Freitag um 18 Uhr.
Am Montag (24.06.2024) kam es auf der Schönaustrasse zu einer Konfrontation zwischen zwei Hunden.
Die Hundehaltenden konnten die Tiere nicht voneinander trennen. Ein Anwohner beobachtete die Situation und schlug dem Pitbull mit einer Axt in den Rücken. Der Pitbull verstarb auf dem Weg zum Tierarzt.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 15 Uhr, ist im Weiler obere Schieb eine Landwirtin von einem Zweiachs-Mäher überrollt worden.
Die 55-jährige Frau wurde schwer verletzt. Sie wurde von einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.
Am Dienstag (25.06.2024), um 2:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen Tankstellenshop an der Staatsstrasse eingebrochen.
Dank einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die drei mutmasslichen Täter, ein 15- und 16-jähriger Deutscher sowie ein 16-jähriger Schweizer festgenommen werden.
In der Zeit zwischen Samstag um 10 Uhr und Montag (24.06.2024), um 6:10 Uhr, ist es an der Haltelhusstrasse zu einem Einbruch gekommen.
Eine unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam über ein Fenster Zutritt in das Gebäude.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 20:05 Uhr, ist ein vorerst unbekannte Person mit einem Auto in einen Verkehrspfahl an der Gerbestrasse geprallt.
Die Person entfernte sich von der Unfallstelle ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern.
Am Montag (24.06.2024), um 22:40 Uhr, ist es auf der Kriessernstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 61-jähriger Autofahrer wurde dabei schwer verletzt.
Er wurde von der Rega ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden von rund 150'000 Franken.
Am Montag (24.06.2024), kurz vor 18:45 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen.
Der 21-jährige Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt. Er wurde von einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 15 Uhr, ist es auf der Flawilerstrasse zu einem Unfall einer E-Bike-Fahrerin gekommen, nachdem sie von einem Sattelmotorfahrzeug überholt worden ist.
Die 72-jährige Frau wurde dabei schwer verletzt. Sie wurde von der Rega ins Spital geflogen.
Am Mittwochnachmittag (19.06.2024) kollidierte in Hallau an der Kreuzung Obere Ifangstrasse-Oberwiesenstrasse ein Auto mit einem Velo.
Die Schaffhauser Polizei bittet den Fahrer des silbergrauen Autos sich bei ihr zu melden und die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zum Vorfall.
Auf der Rosenstrasse in Kriens kollidierte am Montag (24. Juni 2024, ca. 13:30 Uhr) aus noch ungeklärten Gründen ein Auto mit einem Steinpfosten.
Dadurch wurde das Auto angehoben und kippte anschliessend aufs Dach.
Ein Autofahrer fuhr am Montag (24. Juni 2024, ca. 13:20 Uhr) auf der Autobahn A2 auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Norden.
Eingangs Sonnenberg-Tunnel fuhr der Mann aus noch ungeklärten Gründen gegen das linksseitige Bankett.
Die Kantonspolizei Bern konnte Mitte April einen mutmasslichen Täter anhalten, der in Zusammenhang mit acht Einbruchdelikten steht, die zwischen Februar und April 2024 im Seeland verübt wurden.
Er befindet sich derzeit in Haft.
Die Kantonspolizei Nidwalden nahm am Mittwochvormittag, den 19. Juni 2024 zwei mutmassliche Trickbetrüger fest.
Zuvor gaben sich die zwei Männer als Kuriere eines falschen Polizisten aus.
Am Montag, 1. Juli 2024, bis Donnerstag, 4. Juli 2024, führt das Strassenkreisinspektorat Gossau Belagsarbeiten an der Flawilerstrasse in Uzwil und Oberuzwil aus.
Die Strasse wird während dieser Zeit für sämtlichen Verkehr gesperrt. Ein lärmarmer Belag reduziert innerorts in Zukunft die Lärmbelastung und erhöht den Fahrkomfort.
Am Montag, 24. Juni 2024, um 14.35 Uhr, ereignete sich am Wiesenschanzweg ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Fahrrad.
Dabei wurden zwei weitere parkierte Personenwagen beschädigt. Ohne sich um den Schaden an den parkierten Personenwagen zu kümmern, entfernten sich beide Unfallbeteiligten von der Unfallstelle.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.