Schweiz

Näfels GL: 17-Jähriger flüchtet vor Polizeikontrolle – Fahndung erfolgreich

Am Freitag, 30. Januar 2026, ca. 21:45 Uhr, beabsichtigte eine Patrouille der Kantonspolizei Glarus in Näfels, einen Personenwagen einer allgemeinen Verkehrskontrolle zu unterziehen. Als der Fahrzeuglenker die Polizei erblickte, entzog er sich der Kontrolle und fuhr mit dem Personenwagen in Richtung Oberseestrasse davon.

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Schönenwerd SO: Lieferwagen gerät auf Gegenfahrbahn – drei Verletzte

Auf der Gösgerstrasse in Schönenwerd hat sich am Samstagmorgen, 31. Januar 2026, eine Frontalkollision zwischen einem Lieferwagen und einem Auto ereignet. Dabei wurden drei Personen verletzt.

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Tessin TI: Häftling verlässt Gefängnis Lo Stampino unbefugt – Video sorgt für Wirbel

Bezüglich des in den letzten Tagen in den sozialen Medien kursierenden Videos über die unbefugte Verlegung eines Häftlings aus dem Gefängnis Lo Stampino teilen das Ministerium für Institutionen, Gefängniseinrichtungen und die Kantonspolizei Folgendes mit. Am späten Abend des 24. Januar verliess ein Häftling unter Ausnutzung der besonderen Bedingungen des offenen Vollzugs der kantonalen Justizvollzugsanstalt unbefugt die Anstalt.

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Kanton St.Gallen SG: Einbruchserie trifft Wohnungen, Beizen und Häuser

Zwischen Donnerstagabend und Samstagmorgen (31.01.2026) ist es an mehreren Orten im Kanton St.Gallen zu Einbrüchen und Einbruchsversuchen gekommen. Die unbekannten Täterschaften stahlen Bargeld sowie weiteres Deliktsgut und verursachten Sachschaden.

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Flawil SG: Auto erfasst Hund auf Wilerstrasse und fährt einfach weiter

Am Freitagabend (30.01.2026) um 21:15 Uhr ist es auf der Wilerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Fahrzeug und einem Hund gekommen. Eine bislang unbekannte Fahrzeuglenkerin oder ein unbekannter Fahrzeuglenker erfasste während der Fahrt mit dem Fahrzeug einen Hund, der mit zwei Personen unterwegs war.

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Sarmenstorf AG: Heftige Frontalkollision zweier Autos in der Nacht auf Samstag

Weil ein Fahrzeuglenker auf die Gegenfahrbahn geriet, kam es in der Nacht auf Samstag in Sarmenstorf zu einer heftigen Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Beide Lenker erlitten dabei leichte Verletzungen.

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Schweiz: Letzter Rega-Helikopter H145 wird zerlegt und nach Neuseeland exportiert

Im Rahmen der Flottenerneuerung haben wir acht Rega-Helikopter des Typs H145 verkauft. Heute wurde der letzte Helikopter, die „HB-ZQO“, sorgfältig auseinander gebaut und sicher für den Transport nach Neuseeland verpackt.

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Basel BS: Deutlich mehr Kundgebungen – Kantonspolizei veröffentlicht vollständige Liste

Im Jahr 2025 fanden im Kanton Basel-Stadt insgesamt 394 Demonstrationen, Standkundgebungen und Mahnwachen statt (2024: 326). Für 308 Kundgebungen wurden Bewilligungen erteilt (2024: 260), während die Anzahl der Kundgebungen ohne eingegangenes Bewilligungsgesuch auf 86 gestiegen ist (2024: 66).

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Schaffhausen SH: Jährlicher Sirenentest überprüft Alarmierung der Bevölkerung

Sirenen können Leben retten. Vorausgesetzt, sie funktionieren richtig und die Bevölkerung weiss, was zu tun ist. Am frühen Mittwochnachmittag (04.02.2026) findet deshalb in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt.

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Stadt Basel BS: Neuer Tatverdacht im Sexualdelikt an der Oekolampadmatte

Im Sexualdelikt vom 18. Dezember 2025 bei der Oekolampadmatte (>>Polizei.news berichtete<<) ist eine neue tatverdächtige Person in den Blick der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt geraten. Die bisherigen Ermittlungen entlasteten den Mann, den die Staatsanwaltschaft am 21. Dezember 2025 aufgrund des damals bestehenden dringenden Tatverdachts festnehmen liess (>>Polizei.news berichtete<<).

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Wetter am Samstag, 31.01.2026: Nebel, Sonne, später mehr Wolken

Eine umfangreiche Tiefdruckzone erstreckt sich von Nordwesteuropa bis in den Mittelmeerraum. Am Samstag gelangt mit einer mässigen Westströmung vorübergehend trockenere Luft zur Schweiz. Am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag wird aus Westen wieder feuchtere Luft zur Alpennordseite geführt. Die Niederschlagsaktivität bleibt aber weiterhin schwach. Am Montag folgt ein kurzes Zwischenhoch, bevor sich in der zweiten Tageshälfte eine markante Föhn- und Südstaulage einstellt.

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Eschenbach SG: Feuerwehr kommt auf A53 nur langsam voran – Rettungsgasse fehlt offenbar

Am Freitagabend kam es um 18.28 Uhr auf der A53 bei Eschenbach (SG) zu einem Einsatz, bei dem die Feuerwehr nur sehr langsam passieren konnte. Was genau vorgefallen ist, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass die Einsatzkräfte auf der Nationalstrasse deutlich behindert wurden.

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St.Gallen SG: Polizei-Taucher trotz Eiseskälte im Einsatz – Radarstandorte veröffentlicht

Ganz schön kalt, um jetzt ins Wasser zu steigen. Aber trotzdem sind die Taucherinnen und Taucher der Kantonspolizei St.Gallen da, wenn es sie braucht.

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Bellinzona TI: Polizei kündigt Tempokontrollen in über 40 Orten für KW6 an

Die Polizia cantonale und die Gemeindepolizeien im Tessin führen vom 2. bis 8. Februar 2026 verstärkte Geschwindigkeitskontrollen durch. Die Massnahme soll zur Verkehrssicherheit beitragen und schwere Unfälle durch zu hohe Geschwindigkeit verhindern.

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Bevaix NE: Spektakulärer Selbstunfall auf N5 – Wagen landet seitlich auf der Fahrbahn

Am Freitag, dem 30. Januar, gegen 13:40 Uhr, fuhr eine 40-jährige Frau vom Westufer des Sees mit ihrem Pkw auf der N5 zwischen Bevaix und Areuse in Richtung Biel/Bienne. Kurz vor der Unterführung von Chanélaz kam ihr Fahrzeug, nachdem sie auf dem Standstreifen gefahren war, von der Fahrbahn ab, stürzte die Böschung hinauf und prallte gegen ein Verkehrsschild.

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Ajoie JU: Glatteis-Chaos – Massencrash mit elf Autos auf der A16 bei Courgenay

Heute Morgen sorgte gefrierender Regen im Kanton Jura für besonders gefährliche Fahrbedingungen auf dem gesamten Strassennetz. Es ereigneten sich mehrere Verkehrsunfälle und eine Massenkarambolage mit elf Fahrzeugen, hauptsächlich in der Region Ajoie.

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Amsteg UR: Raser (20) mit 149 km/h auf A2 geblitzt – auch Handy war im Einsatz

Nachdem bereits am 28. Januar 2026 ein Raser auf der Autobahn A2 festgestellt werden konnte, passierte dies einen Tag später erneut. Gestern Donnerstag, 29. Januar 2026, kurz nach 14.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit italienischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden, wobei die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h massiv überschritten wurde.

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Urtenen-Schönbühl BE: Drei Verletzte bei Unfall auf Bernstrasse – Lieferwagenfahrer flüchtet

Am Freitagmittag ist es in Urtenen-Schönbühl zu einer seitlichen Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine Person wurde kurz nach dem Unfall von einem Lieferwagen erfasst. Insgesamt wurden drei Personen verletzt, eine davon schwer. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen.

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Zetzwil AG: Alkoholisierter Lenker gerät auf Gegenfahrbahn – hoher Sachschaden

Ein alkoholisierter PW-Lenker geriet mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte seitlich-frontal mit einem korrekt entgegenkommenden Fahrzeug. Zwei weitere Fahrzeuglenker konnten ausweichen und so Kollisionen verhindern. Der Unfallverursacher wurde zwecks Kontrolle in ein Spital überführt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.