Schweiz

Laupersdorf SO: Übersehen – Autofahrer erfasst Frau und Kind auf Fussgängerstreifen

In Laupersdorf hat am Montagnachmittag, 23. Februar 2026, ein Automobilist eine Fussgängerin übersehen, die mit zwei Kindern die Thalstrasse auf einem Fussgängerstreifen überqueren wollte. Dabei wurde die Frau mittelschwer und ein Kind leicht verletzt.

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Alpnach Dorf OW: 84-jähriger Velofahrer stürzt – lebensbedrohlich verletzt

Am Montagnachmittag stürzte ein Velofahrer in Alpnach Dorf auf der Brünigstrasse in Fahrtrichtung Sarnen und verletzte sich dabei lebensbedrohlich. Die Kantonspolizei Obwalden sucht Zeugen. Am Montag, 23.02.2026, ca. 16:30 Uhr, fuhr ein 84-jähriger Velofahrer in Alpnach Dorf auf der Brünigstrasse in Richtung Sarnen.

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Wiedlisbach BE: Frontalcrash mit Lastwagen – Autofahrer schwer verletzt

Am Montagmittag ist es in Wiedlisbach zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen gekommen. Der Lenker des Autos verletzte sich dabei schwer und wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.

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Stadt Luzern LU: Taxi- und Uber-Fahrer soll 700 Gramm Kokain verkauft haben

Die Luzerner Polizei hat im Juli 2025 in der Stadt Luzern einen Mann aus Eritrea festgenommen, nachdem er Kokain an einen Abnehmer verkauft hatte. Die anschliessenden Ermittlungen ergaben, dass der mutmassliche Drogendealer im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis Juli 2025 rund 700 Gramm Kokain im Wert von rund 70’000 Franken an verschiedene Abnehmer verkauft haben soll.

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Willisau LU: Falsche Bankberater schicken Geldkurier – 50-Jähriger verhaftet

Am Freitagabend, 20. Februar 2026, hat die Luzerner Polizei in Willisau einen 50-jährigen Serben festgenommen. Der Mann war als Geldkurier unterwegs und sollte bei einer Frau mehrere tausend Franken abholen. Zuvor war die Frau von Unbekannten kontaktiert worden, die sich als Bankberater ausgaben. Sie forderten sie auf, dem Kurier, der bei ihr vorbeikomme, mehrere tausend Franken in bar zu übergeben. Dies sei angeblich notwendig, um die Echtheit des Geldes zu überprüfen.

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Andelfingen ZH: Jugendliche (14-16) greifen junge Männer an – vier Festnahmen

Nach Angriffen auf junge Männer hat die Kantonspolizei Zürich in der Nacht auf Samstag (21.02.2026) im Bezirk Andelfingen vier jugendliche Tatverdächtige festgenommen. Kurz vor 23.30 Uhr ging bei der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, wonach eine Gruppe junger Männer von drei bis vier Tätern tätlich angegriffen und verletzt worden sei.

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Wetter am Dienstag, 24.02.2026: Sonne, mild und trockener im Tagesverlauf

Zwischen einem Hoch über der Iberischen Halbinsel und einer Tiefdruckzone über Nordeuropa liegt die Schweiz in einer mässigen Westströmung. Diese hat in der Nacht auf Montag eine Kaltfront zur Alpennordseite geführt. Nach einer kurzen Wetterberuhigung folgt heute Abend eine Warmfront. Am Dienstag baut sich über Mitteleuropa ein Hoch auf, welches bis am Abend von Westen her für eine allmähliche Abtrocknung der Luftmasse sorgt.

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Lawine ausgelöst – wer haftet? Strafrecht, Rettungskosten und Folgen erklärt

Am Montag, 23. Februar 2026, meldete sich Markenbotschafter SchneeToni alias Antonio Spitaleri erneut live für Polizei.news. Nachdem in den vergangenen Tagen wiederholt über Lawinenunfälle berichtet werden musste, widmete sich der aktuelle Live-Stream einer zentralen Frage: Was passiert rechtlich und finanziell, wenn jemand eine Lawine auslöst?

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Brunnen SZ: Tunnelbohrmaschine vollendet Durchschlag im Stollen Ingenbohl

Am Freitag, 20. Februar 2026, fand in Brunnen im Kanton Schwyz der langersehnte Durchschlag mit der Tunnelbohrmaschine (Durchmesser: 3,80 m) im Projekt „Entwässerungsstollen Ingenbohl” statt. Zahlreiche Projektbeteiligte waren anwesend.

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Stadt Basel BS: Piccolos und Trommeln eröffneten mit Morgestraich die Fasnacht

Morgestraich: Vorwärts, Marsch! Heute um 4 Uhr war es wieder so weit – in Basel sind die Lichter ausgegangen und der Basler Morgestraich hat unsere Stadt in eine ganz besondere Stimmung getaucht. Wir waren mittendrin statt nur dabei. Zwischen Piccolos, Trommeln und leuchtenden Laternen durften wir diesen einzigartigen Moment gemeinsam mit euch erleben. Das ist jedes Jahr aufs Neue bewegend und macht uns stolz.

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Basel BS: Tausende feiern Cortège – Innenstadt wird zur Bühne der Fasnacht

Cortège – Fasnacht pur!  Heute Nachmittag verwandelte sich die Innenstadt in eine bunte Bühne: Cliquen, Guggenmusiken, Wagencliquen und viele weitere Gruppen zogen durch die Strassen und zeigten ihre Sujets, Laternen und musikalischen Beiträge – kreativ, pointiert und mit ganz viel Herzblut.

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Herisau AR: Lieferwagen kracht in Roller – Lenkerin stürzt auf St. Gallerstrasse

Am Montagmorgen, 23. Februar 2026, ist es in Herisau zu einer Auffahrkollision zwischen einem Lieferwagen und einem Motorrad gekommen. Die Rollerlenkerin musste sich in Spitalpflege begeben.

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Stäfa ZH: Drei Schweizer nach Spray-Aktion festgenommen

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Samstag (21.02.2026) in Stäfa zwei junge Sprayer sowie einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen. Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der Kommunalpolizei Stäfa, der Transportpolizei der SBB und der Kantonspolizei Zürich gegen Sprayer, beobachteten die Polizistinnen und Polizisten zwei junge Männer, die eine Fassade einer Scheune besprayten.

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Zeitdruck am Morgen: Hektik als Unfallrisiko

Der Morgen in Familien ist oft durchgetaktet. Aufstehen, anziehen, frühstücken, Taschen packen – alles, um möglichst pünktlich aufzubrechen. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass Hektik zu einem Sicherheitsrisiko werden kann. Nicht nur der Verkehr entscheidet über einen sicheren Schulweg, sondern auch die innere Verfassung. Zeitdruck verändert Wahrnehmung, Verhalten und Entscheidungen. Wissenswertes und Tipps, warum Zeitdruck die Wahrnehmung beeinflusst und wie Kinder trotz Stress sicher in der Schule ankommen, zeigt der folgende Artikel.

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Novazzano/Balerna TI: 48-Jähriger nach Tankstellen-Raub in Haft

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei gaben bekannt, dass ein 48-jähriger tunesischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien kürzlich in Untersuchungshaft genommen wurde. Er steht im Verdacht, an den Raubüberfällen beteiligt gewesen zu sein, die sich am 16. Juli und 7. Dezember 2024 auf zwei Tankstellen in Novazzano und Balerna ereigneten.

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Zofingen AG: Polizeichef Stefan Wettstein geht nach 40 Jahren in Pension

Nach über 40 Jahren im Dienst, lässt sich Stefan Wettstein als Leiter Regionalpolizei per Ende September 2026 vorzeitig pensionieren.

1986 trat Stefan Wettstein an seinem 24. Geburtstag in die Stadtpolizei Zofingen ein – und wird am 1. September 2026 sein 40. Dienstjubiläum feiern können.

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Waldstatt AR: Mann (30) fährt ohne Ausweis und wird gleich zweimal erwischt

Am Sonntagvormittag, 22. Februar 2026, ist in Waldstatt ein Autolenker trotz Führerausweisentzug zweimal in eine Polizeikontrolle gekommen. Eine Patrouille der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden führte kurz vor 9.45 Uhr auf der Hundwilerstrasse in Waldstatt eine Verkehrskontrolle durch und hielt dabei einen 30-jährigen Automobilisten an.

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Oftringen AG: Polizeihund Enox fasst mutmasslichen Einbrecher (Franzose, 23 Jahre)

Mitten im Industriegebiet von Oftringen ereignete sich kurz nach Mitternacht vom Montag, 23. Februar 2026, ein Einbruch. Nachdem eine Drittperson Lärm in den Büroräumlichkeiten einer Garage gemeldet hatte, rückten mehrere Polizeipatrouillen vor Ort an.

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Diessenhofen TG: 42-Jähriger kollidiert mit Holzstapel – Polizei findet ihn schlafend im PW

Ein Autofahrer wurde am Sonntag in Diessenhofen als fahrunfähig beurteilt und musste seinen Führerausweis abgeben. Gegen 13.45 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass in Diessenhofen ein Autofahrer auf einem Firmengelände an der Basadingerstrasse mit einem Holzstapel kollidiert sei.

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Riva San Vitale TI: Nach Unfall im Ceresio-See – 57-jähriger Taucher im Spital verstorben

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass der 57-jährige italienische Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien, der Opfer des Sportunfalls am 22. Februar 2026 kurz vor 12:00 Uhr im Ceresio-See wurde, verstorben ist. Der Mann war nach dem Unfall in kritischem Zustand ins Spital geflogen worden.

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Chironico TI: 38-jähriger Schweizer stirbt bei Kollision mit parkiertem Lastwagen

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass sich am 22. Februar 2026 kurz nach 22:00 Uhr im Gebiet von Chironico am Rastplatz Lavorgo Sud ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet hat. Ein 38-jähriger Schweizer Fahrer mit Wohnsitz im Raum Lugano fuhr auf der Autobahn A2 in Richtung Süden.

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Wetter am Montag, 23.02.2026: Wechselhaft, milder mit Schnee in den Bergen

Zwischen einem Hoch über dem westlichen Mittelmeerraum und einem Tief nördlich der Britischen Inseln liegt die Schweiz in westlicher Strömung. Diese führt in der Nacht auf Montag eine Kaltfront zu den zentralen und östlichen Landesteilen. Nach einer kurzen Wetterberuhigung folgt gegen Montagabend eine Warmfront und in der Folge deutlich mildere Luft. Am Dienstag baut sich ein Hoch über Mitteleuropa auf, welches auch in den kommenden Tagen wetterbestimmend bleibt.

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Lawinengefahr bleibt hoch: Montag in den Alpen besonders heikel trotz Sonnenschein

Der sonnige Sonntag, 22. Februar 2026, vermittelte vielerorts ein freundliches Bild. Doch die Lawinensituation in den Alpen bleibt angespannt. Bereits am Morgen hatte SchneeToni in einem Live-Stream für Polizei.news eindringlich darauf hingewiesen, dass insbesondere der Sonntag und der Montag zu den heikelsten Tagen dieser Phase zählen.

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Wülflingen ZH: Vortritt missachtet – zwei Autos kollidieren an Kreuzung

Am Samstagnachmittag, 21. Februar 2026, kurz vor 13 Uhr, kam es an der Kreuzung Johannes-Beuggerstrasse / Wässerwiesenstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Ein 47-Jähriger fuhr mit seinem Beifahrer auf der Johannes-Beuggerstrasse Richtung Wülflingerstrasse.

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Winterthur ZH: Autofahrer prallt beim Einparken auf Parkplatz in Kandelaber

Am Samstagmorgen, 21. Februar 2026, kurz nach 9 Uhr, kam es beim Parkplatz Rennweg zu einem Selbstunfall. Gemäss ersten Erkenntnissen fuhr ein 38-jähriger Mann mit seinem Auto auf den Parkplatz und beabsichtigte, vorwärts in ein Parkfeld zu fahren.

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Kanton Thurgau TG: Telefonbetrüger erbeuten 250'000 Franken – Geschädigte 54 bis 90 Jahre

Die Telefonbetrugswelle im Thurgau hält unvermindert an. Seit Anfang Jahr zählen wir neun Geschädigte im Alter zwischen 54 und 90 Jahren, sie haben insgesamt eine knappe Viertelmillion Franken verloren.

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Laakirchen, Oberösterreich: 38-jähriger Schweizer stirbt bei Unfall auf A1

Ein 38-jähriger Staatsbürger aus der Schweiz lenkte seinen Kastenwagen am 22. Februar 2026 gegen 8:10 Uhr auf der A1 Westautobahn Richtung Wien. Dabei kam er auf Höhe StrKm 211,660, Gemeindegebiet Laakirchen, rechts von der Fahrbahn ab, schlitterte über einen Grünstreifen, prallte frontal gegen einen Baum und anschließend gegen die Lärmschutzwand.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.