Nach umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt in Charmoille (F) erhob die regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland Anklage gegen den 38- jährigen Beschuldigten wegen versuchter vorsätzlicher Tötung.
Er befindet sich in Haft.
Im Rahmen der Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung wurden im Tunnel Birchi die Beleuchtung, die Notsprechstellen, die Verkehrsdetektion und deren Steuerungen erneuert.
Bevor die neuen Anlagen die bestehenden ersetzen, müssen sie getestet werden.
In Seewen wurde am Dienstag, 12. März 2024, kurz vor 3 Uhr eine Autofahrerin angehalten.
Diese missachtete zuvor mehrmals das Stopp-Zeichen einer Polizeipatrouille und fuhr auf einem Vorderrad ohne Pneu auf der Felge.
Eine Patrouille musste am Bahnhof Uster einen flüchtenden Mann verhaften.
Dieser wehrte sich vehement gegen die handelnde Polizistin und ihren Partner.
In Unterrealta ist am Dienstag ein Chauffeur eines Gesellschaftswagens angehalten worden.
Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass er trotz Entzug des Führerausweises unterwegs war.
Bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen entstand am Montagnachmittag in Weinfelden Sachschaden, verletzt wurde niemand.
Der alkoholisierte Lieferwagenfahrer musste seinen Führerausweis abgeben.
Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn haben die Brandursachenabklärung zum Brandfall vom 5. März 2024 in Hauenstein abgeschlossen.
Die Brandursache dürfte auf ein menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sein.
Am Samstagabend (9.03.2024) wurde ein Lieferwagen auf dem Platz beim Fluchtrank an der Enggenhüttenstrasse parkiert.
Eine bislang unbekannte Täterschaft schlug die Heckscheibe beim Lieferwagen ein und nahm das darin deponierte Motorrad der Marke KTM, Typ SXF 250 mit.
Mit einfachen Mitteln ist es möglich, Dieben das Leben zu erschweren.
Leider wird im Zuge von Ermittlungsverfahren oft festgestellt, dass Türen nicht abgeschlossen und dadurch die „Arbeit“ von Diebinnen vereinfacht wurde.
Am Sonntag, 10. März 2024, kurz nach 13.00 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Uri eine Meldung zu einem vermissten Freerider.
Aus noch nicht abschliessend geklärten Gründen löste sich im Gebiet Geissberg, abseits der offiziellen Piste, eine Lawine, welche den Skifahrer mitriss.
In der Nacht auf Dienstag brannte es in einer Attikawohnung an der Industriestrasse in Langendorf.
Der Bewohner zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu und musste mit einem Helikopter in ein Spital geflogen werden. Abklärungen zur Brandursache wurden umgehend eingeleitet.
Am Montag (11.03.2024), um 17:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einem Selbstunfall gekommen.
Eine 67-jährige Frau nickte gemäss eigenen Aussagen kurz ein und prallte mit ihrem Auto in die Randleitplanke. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Dienstag (12.03.2024), um 2:15 Uhr, ist es auf der Promenadenstrasse zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein 36-jähriger Mann nickte gemäss eigenen Aussagen kurz ein und prallte mit seinem Auto gegen eine Mauer. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Montag (11.03.2024), kurz vor 19 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung über eine Gewässerverschmutzung im Chrobel- und Hofenbach erhalten.
Gemäss aktuellen Erkenntnissen gelangten mehreren tausend Liter Jauche aus einem Jauchesilo eines Landwirtschaftsbetriebes in die Bäche. Es kam zu geringem Fischsterben.
Letzte Woche konnte die Polizei Basel-Landschaft einen mutmasslichen Geldboten festnehmen.
Der Mann konnte festgenommen werden, nachdem er bei einer geschädigten Person im Rahmen eines Betrugsversuchs Geld abholen wollte. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat gegen den Mann ein Strafverfahren eröffnet.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Montag in Kreuzlingen einen alkoholisierten Lastwagen-Chauffeur aus dem Verkehr gezogen.
Verkehrspolizisten der Kantonspolizei Thurgau führten am Montagnachmittag bei der Grenzzollanlage in Kreuzlingen Verkehrskontrollen durch.
Armee an der Museumsnacht Bern – auch mit Sanitätsfahrzeugen. Erste Hilfe für die Truppe: Damals mit den Dodge WC 54 aus den 1940er-Jahren und heute mit dem Sanitätswagen leicht.
Blutdruckmessung inklusive und noch viel mehr.
Die Polizei Basel-Landschaft führt am Montag, 18. März 2024, 19:00 Uhr, eine Abendveranstaltung zum Beruf der Polizistin/des Polizisten durch.
Der Informationsanlass findet in der Gutsmatte, Rheinstrasse 25, in 4410 Liestal statt. Interessiert?
Bei einer Kollision zwischen einem Rennradfahrer und einer Mountainbikerin in Bülach ist am Montagnachmittag (11.03.2024) ein Mann schwer und eine Frau leicht verletzt worden.
Kurz vor 17.30 Uhr fuhr ein Ehepaar mit ihren Mountainbikes auf dem Fuss- und Radweg der Weiacherstrasse von Rohrbas herkommend in Richtung Glattfelden.
Heute Vormittag fuhr ein Viehtransporter mit einem Anhänger von Kerns in Richtung Sarnen.
Beim Linksabbiegen in die Autostrasseneinfahrt A8 in Richtung Luzern kippte der Anhänger auf die rechte Seite.
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Polizei bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Reussbühl mehrere Schnellfahrer gestoppt.
Zwei Autofahrer waren 46 bzw. 37 km/h zu schnell unterwegs. Beiden wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. Sechs weitere Männer wurden mit Übertretungen von 16 bis 28 km/h gemessen. Auch sie werden entsprechend bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Zwischen Samstag, 9. März 2024, ca. 17.00h und Montag, 11. März 2024, 7.00h, wurde in eine Werkstatt im Lerchengutquartier in Netstal eingebrochen.
Die unbekannte Täterschaft drang mit Gewalt über die Eingangstüre ins Gebäude ein und brach auf der Suche nach Deliktsgut mehrere weitere Türen zu Lagern und Werkstätten auf.
Am Wochenende ist es auf Zuger Strassen zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen.
Weiter wurden zwei alkoholisierte Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen und der Föhnsturm sorgte für einige Einsätze.
Am Freitagnachmittag, 8. März 2024, kurz nach 16.00 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Seltisberg BL, eine Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fahrradfahrer.
Der Fahrradfahrer wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Gute Platzierungen an den 35. Polizei-Skimeisterschaften in Davos: Eine zehnköpfige Delegation der Kantonspolizei Glarus konnte am Mittwoch, 6. März 2024, und Donnerstag, 7. März 2024, in verschiedenen Wettkämpfen ihre Leistungen zeigen.
Aufgrund der schlechten Wettervorhersagen für Mittwoch passten die Veranstalter das Rennprogramm kurzfristig an, und nach leichtem Schneefall wurde auf einer perfekt präparierten Loipe der Einzellanglauf mit 5 km für die Frauen und 10 km für die Männer ausgetragen. Die Glarner Teilnehmenden erreichten ihre persönlichen Ziele und konnten wertvolle Erfahrungen für den Patrouillenlauf vom Donnerstag sammeln.
Am Mittwoch, 6. und Donnerstag, 7. März 2024, fanden in Davos die 35. Schweizerischen Polizei-Skimeisterschaften statt.
Organisiert wurden diese durch die Kantonspolizei Graubünden. Zahlreiche Schweizer Polizistinnen und Polizisten gingen in den Disziplinen Riesenslalom, Langlauf und Langlauf-Patrouillenlauf an den Start.
Am frühen Dienstagmorgen (05.03.2024) haben zwei unbekannte Männer in der Stadt Schaffhausen einen Mann verletzt und ausgeraubt.
Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Raubdelikt.
In der Nacht auf Montag ist ein Einfamilienhaus in Lengnau in Vollbrand geraten. Das Gebäude wurde komplett zerstört.
Verletzt wurde niemand. Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens sind im Gang.
Die Tunnel der Nationalstrasse werden regelmässig gereinigt. Als erster Tunnel dieser Reinigungsperiode ist der Tunnel Visp an der Reihe.
Zudem müssen die Fahrbahnübergänge der Staldbachbrücke beim Anschluss Visp-Süd erneuert werden. Dafür kommt es zu Sperrungen.
Am Montagmorgen ist ein Auto in Schwarzenberg rechts von der Strasse geraten und frontal gegen einen Baum geprallt.
Der eingeklemmte Autofahrer wurde durch die Feuerwehr befreit und durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren.
Ab sofort ist auch Quba zusammen mit ihrer Hundeführerin auf Verbrecherjagd - Für eure Sicherheit!
Insgesamt neun Diensthunde unterstützen uns bei unserer Arbeit.
Am Montagmorgen (11.03.2024), kurz nach 5:15 Uhr, ist es an der Brauerstrasse zu einem Brand von einem Schrebergartenhaus gekommen.
Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Es entstand Sachschaden von rund 25'000 Franken. Die Brandursache ist unklar.
Der Kanton Basel-Stadt baut sein digitales Angebot stetig aus. Ab sofort können Unternehmen Bewilligungen für Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Kanton Basel-Stadt auch via EasyGov abwickeln.
Diese Erweiterung des Angebots kommt Unternehmen zugute, die bereits EasyGov nutzen, bisher aber kein Konto beim kantonalen ePortal haben.
Am Sonntagabend ist ein Mann in Walkringen mit seinem Elektromobil verunfallt und schwer verletzt worden.
Er wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht, wo er später am Abend seinen schweren Verletzungen erlag. Der Unfall wird untersucht.
Schutz & Rettung Zürich führt im Rahmen eines Pilots Präklinische Fachspezialist/innen ein. Diese behandeln Patient/innen nach Möglichkeit vor Ort.
Schutz & Rettung Zürich trägt damit zur Weiterentwicklung der Berufsbilder im Rettungsdienst und zur zeitgemässen präklinischen Notfallversorgung bei.
Am Freitagabend hat sich auf der Sempacherstrasse in Schenkon ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einer Fussgängerin ereignet.
Die 20-jährige Frau zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren.
Ein abruptes Bremsmanöver eines BVB-Busses, um eine Kollision mit einer plötzlich auf die Fahrbahn tretenden Frau zu vermeiden, verletzte sechs Fahrgäste und führte zu Verkehrsbehinderungen.
Zeugen werden gesucht.
Die Suche nach dem letzten Vermissten der Gruppe, der vom Sturm in Tête Blanche festgesetzt worden war, wird fortgesetzt. Chronologie der Ereignisse und weitere Informationen.
Am Samstagmorgen, 9. März 2024, verlässt eine Gruppe von sechs Skitourengängern Zermatt mit dem Ziel, nach Arolla zu gelangen.
Am Sonntagabend, 10. März 2024, musste die Feuerwehr Tuggen wegen eines Fahrzeugbrandes ausrücken.
Ein 35-jähriger Autolenker bemerkte während der Fahrt einen Plastikgeruch.
Nach einer tödlichen Schussabgabe eines Aargauer Kantonspolizisten auf einen 68-Jährigen während eines gefährlichen Polizeieinsatzes in Suhr, hat die zuständige Staatsanwaltschaft das Ende der Untersuchung und die Einstellung des Verfahrens bekanntgegeben.
Im November 2020 erhielt die Kantonspolizei einen Notruf, wonach in Suhr ein Mann mit Suizid drohe.
Während dem Föhnsturm vom Samstag auf Sonntag (9./10. März 2024) wurde ein Anhänger vom Vorplatz eines Gewerbebetriebes an der Gontenstrasse weggeblasen und fiel rund 3 Meter tief in die angrenzende Wiese.
Beim Anhänger handelt es sich um eine mobile Oelheizung, weshalb rund 50 Liter Heizöl ausflossen.
Am Sonntagabend (10.03.2024) bemerkte das Wirtepaar eines Hotels in Schwende Rauch und konnte ein kleines Feuer im Bereich eines Klimagerätes mit einem Feuerlöscher erfolgreich bekämpfen.
Trotzdem breitete sich im Hotel Rauch aus und die alarmierten Feuerwehren Schwende und Rüte konnten das ganze Gebäude mittels Ventilatoren lüften und die Brandstelle sichern.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.