(2. Dezember 2023 / 16:15 Uhr) Ein angetrunkener Autofahrer (0.25 mg/l – 0.5 Promille) fuhr mit seinem Auto mit Sommerpneus auf der Hellbühlerstrasse in Richtung Ruswil.
Dabei kam er ins Schleudern und fuhr frontal in ein korrekt entgegenkommendes Auto. Zwei Personen wurden erheblich und eine Person leicht verletzt.
(2. Dezember 2023 / ca. 22:15 Uhr) Ein 25-jähriger Mann fuhr in angetrunkenem Zustand (0.75 mg/l – 1.5 Promille) auf der Schützenmattstrasse in Richtung Emmen-Center.
Dabei fuhr er gegen einen Steinpoller. Das Auto kippte auf das Autodach.
(3. Dezember 2023 / kurz vor 05:30 Uhr) Ein 33-jähriger Mann fuhr in angetrunkenem Zustand (0.44 mg/l – 0.88 Promille) von Luzern in Richtung Seetelplatz.
Im Gebiet Fluhmühle verlor er die Herrschaft über das Auto, kam damit von der Strasse ab und prallte gegen einen Beleuchtungskandelaber.
(3. Dezember 2023 / kurz vor 14:00 Uhr) Der Luzerner Polizei wurde ein Brand von einem alten „Armeegebäude“ an der Allmendstrasse gemeldet.
Die Feuerwehren Ettiswil-Alberswil und Willisau konnten das Feuer löschen. Verletzt wurde niemand.
Die winterlichen Strassenverhältnisse haben am vergangenen Wochenende zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt.
Weiter musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume entfernen. Fehlgeleiteter Cheminée-Rauch führte zudem zu einem Feuerwehreinsatz.
Mit den bevorstehenden Weihnachtsfeierlichkeiten nehmen sowohl die geselligen Firmenanlässe als auch die Treffen im privaten Umfeld zu.
Denken Sie dabei daran, dass „Alkohol am Steuer“ oder unter Drogeneinfluss das Unfallrisiko im Strassenverkehr erheblich erhöht. Zudem kann das Führen eines Fahrzeuges in nicht fahrfähigem Zustand auch gravierende Folgen haben, wenn es nicht zu einem Unfall kommt.
In diesem Jahr haben auf der A1 bei Mühleberg die Arbeiten für die Wildtierüberführung stattgefunden.
Eine solche Überführung ist nötig, da die Autobahn in diesem Abschnitt einen wichtigen Wildtierkorridor unterbricht.
In einem Mehrfamilienhaus in Schönenberg an der Thur kam es am Sonntagabend zu einem Brand in der Waschküche.
Es entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand.
Die Kantonspolizei Solothurn stellt eine starke Zunahme von Diebstählen aus unverschlossenen Fahrzeugen fest und mahnt zur Vorsicht.
Wichtig ist, sein Fahrzeug immer abzuschliessen und darin keine Wertgegenstände zurückzulassen.
Das Gefahrenpotenzial bei der Haltestelle bei den Pilatus Flugzeugwerken ist nach wie vor gegeben. Deshalb nimmt der Kanton in der sogenannten „Pilatuskurve“ neuerlich eine temporäre Lichtsignalanlage in Betrieb.
Temporär deshalb, weil die Planung des Areals noch offen ist. Bereits 2019 wurde ein Test mit einer Ampel durchgeführt. Die Ergebnisse waren positiv.
Die winterlichen Strassenverhältnisse haben am vergangenen Wochenende im ganzen Kanton zu 15 Verkehrsunfällen geführt.
In den meisten Fällen kamen die Fahrzeuge auf der schneebedeckten Strasse ins Rutschen und gerieten dadurch von der Fahrbahn. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt mehrere Zehntausend Franken.
Am Sonntag hat die Kantonspolizei Graubünden in Ilanz eine Automobilistin angehalten.
Die Frau fuhr trotz Ausweisentzug und hatte das Auto nur notdürftig vom Schnee befreit.
Am Sonntagmorgen, 03. Dezember 2023, kurz nach 09.30 Uhr, kam es an der Predigerhofstrasse in Reinach BL zu einem lautstarken Disput zwischen Hundehaltern. Personen wurden dabei keine verletzt.
Die Polizei sucht Zeugen.
Die seit Samstag (2.12.2023) in Rüti vermisste 57-jährige Frau ist wohlbehalten aufgefunden worden.
Die vermisste Frau wurde am Montagmorgen von einem aufmerksamen Passanten gesehen. Dieser meldete sich bei der Polizei.
Am Sonntag, 03.12.2023 hat die Einsatzzentrale der Kantonspolizei gegen 15:15 Uhr einen Notruf erhalten, wonach in Altzellen oberhalb Grafenort, knapp unter der Kapelle St. Joder ein Lieferwagen neben der Strasse im Wald liege.
Die ausgerückte Patrouille fand den Lieferwagen ca. 10 Meter unterhalb der Strasse, auf der Seite liegend vor. Er wurde durch Bäume zurückgehalten. Im Fahrzeug befanden sich keine Personen.
Unter der Last des Schnees brach ein Ast mit einem Durchmesser von ca. 25 cm ab.
Die Anwohner versuchten zuerst, diesen selber auf die Seite zu schaffen, mussten dann jedoch die Hilfe der Feuerwehr hinzuziehen.
Schneefall und nachfolgende Kälte, dies birgt Gefahren auf den Verkehrswegen.
Warum wurde es in der vergangenen Nacht so kalt?
Welche Arten von Strassenglätte unterscheiden wir in unseren Warnungen und was erwartet uns morgen Montag?
Am Samstag, 02.12.2023, haben sich über den ganzen Tag verteilt mehrere Verkehrsunfälle aufgrund der schneebedeckten Fahrbahnen ereignet. Zwei Personen haben sich dabei leicht verletzt.
Der Sachschaden ist beträchtlich.
Am Samstagmorgen gingen gleich mehrere Meldungen über Schafe neben oder auf der Strasse bei uns ein.
Einige Weidezäune hielten dem schweren Schnee nicht stand und die wolligen Zeitgenossen gingen auf Erkundungstour.
Zwischen Donnerstag und Samstag wurden Möbel und Abfallsäcke am Hopperenrietweg in Nänikon (beim Bienenhaus) in den Wald geworfen.
Falls jemand etwas bemerkt, gehört oder gesehen hat, bitte melden:
In den Nächten auf Samstag und Sonntag, 2. und 3. Dezember 2023, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden auf der Schwägalp und Schwägalpstrasse Verkehrskontrollen durchgeführt.
Die winterlichen Strassenverhältnisse lockte Autofahrer auf die Schwägalp um zu driften. Es kam zu verschiedenen Verkehrsübertretungen, welche durch die Kantonspolizei AR zur Anzeige gebracht werden.
Am frühen Sonntagmorgen, 03.12.2023, hat sich im Bereich Fallenbach in der Gemeinde Wolfenschiessen ein grosser Felsbrocken gelöst und kam vor einem naheliegenden Haus zu stehen.
Es gab keinen Personen- sowie Sachschaden.
Am Samstagabend, 02. Dezember 2023, kurz nach 22.15 Uhr, verursachte ein alkoholisierter Personenwagenlenker in der Rheinstrasse in Pratteln BL einen Selbstunfall, wobei er mit seinem Fahrzeug mit einer Absperrung kollidierte.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagmorgen (3.12.2023) in Nänikon (Gemeinde Uster) drei Einbrecher verhaftet.
Mehrere Personen haben richtig reagiert und verdächtige Feststellungen der Polizei gemeldet.
Am Samstagabend ist auf der Nordspur der Autobahn A13 in Zizers ein Auto mit der Mittelleitplanke kollidiert.
Die Fahrzeuglenkerin wurde in ein Spital transportiert.
Nachdem Jugendliche am Samstagvormittag (2.12.2023) ein Auto entwendet haben, haben sie in Niederhasli einen Unfall gebaut.
Die Kantonspolizei Zürich ermittelte das Fahrzeug, hielt dieses an und verhaftete die Jugendlichen.
Die aktuell herrschenden Strassen- und Witterungsverhältnisse stellen Verkehrsteilnehmer regelmässig vor grosse Herausforderungen.
Wichtiger Hinweis zu Schnee- und Eismassen auf dem Fahrzeug:
Am Samstagabend überfiel ein unbekannter Mann die Dennerfiliale in Unterentfelden. Er erbeutete Bargeld (Zeugenaufruf).
Die Dennerfiliale an der Hauptstrasse in Unterentfelden wurde am 2. Dezember, 18:00 Uhr, Tatort eines Raubüberfalls.
Zwei alkoholisierte Autofahrer mussten am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag in Weinfelden und Frauenfeld ihren Führerausweis abgeben.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau hielt um 19:45 Uhr einen Autofahrer auf der Amriswilerstrasse in Weinfelden zur Kontrolle an.
Am 02.12.2023, um 23.30 Uhr, wurde in der Steinenvorstadt beim Durchgang zum Steinenmühlesteg ein 31-jähriger Mann mit einer Stichwaffe schwer verletzt.
Der mutmassliche Täter konnte noch vor Ort festgenommen werden.
Am Samstagabend, 02. Dezember 2023, kurz nach 17.40 Uhr, kollidierte ein alkoholisierter Personenwagenlenker in der Autobahn A2 in Zunzgen BL, Fahrtrichtung Basel, beim Spurwechsel mit einem korrekt fahrenden Personenwagen.
Personen wurden dabei keine verletzt.
In den letzten Tagen wurden mehrfach Fussgänger auf Fussgängerstreifen angefahren. Diese wurden dabei verletzt oder verstarben.
Teilweise wurde über die Unfälle bereits berichtet.
Am Sonntag (03.12.2023), um 03:25 Uhr, hat ein 20-Jähriger auf der Autobahn A1 mit seinem Auto einen Selbstunfall verursacht.
Dabei prallte sein Auto bei der Ausfahrt Oberbüren in die Strasseneinrichtung. Er war alkoholisiert.
Am Samstag (02.12.2023), in der Zeit zwischen 22:30 Uhr und 23:25 Uhr, hat eine 61-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Bahnstrasse mehrere Kollisionen verursacht.
Ihr Auto prallte unter anderem in einen Zaun und einen parkierten Lieferwagen. Danach begab sich die Frau nach Hause. Sie wurde für fahrunfähig befunden und ihr wurde der Führerausweis abgenommen.
Am Samstag (02.12.2023), um 06:50 Uhr, hat ein 27-Jähriger auf der Autobahn A1 ohne Führerausweis einen Selbstunfall verursacht.
Nach dem Unfall liess er zwei der Fahrzeuginsassen auf der Autobahn stehen. Weiter stellte sich heraus, dass die 29-jährige Mitfahrerin das Auto vor dem Unfall in Gossau in alkoholisiertem Zustand gelenkt hatte. Die beiden werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.
Am Samstag (02.12.2023), kurz vor 11:30 Uhr, ist es in einer Wohnung an der Andwilerstrasse zu einem Brand gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Am Samstag (02.12.2023), 06:00 Uhr, hat ein 23-jähriger Autofahrer alkoholisiert einen Selbstunfall verursacht.
Sein Auto prallte auf der Hauptstrasse gegen einen Zaun. Ihm wurde der Führerausweis vor Ort abgenommen.
Am Freitag (01.12.2023) ist es im Zuge des Eishockey-Meisterschaftsspiels zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Fribourg-Gottéron zu Ausschreitungen gekommen.
Anhänger des SC Rapperswil-Jona Lakers warfen nach dem Spiel gezielt Steine und andere Gegenstände gegen Angehörige der Kantonspolizei St.Gallen und den Sicherheitsdienst. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Samstagnachmittag hat die Kantonspolizei Solothurn in Breitenbach zwei mutmassliche Diebe angehalten.
Beide stehen in Verdacht Einbruchdiebstähle im Raum Breitenbach begangen zu haben.
Auf der Hauptstrasse bei Holderbank kollidierte am Samstagnachmittag eine Automobilistin mit einer Felswand, wobei das Auto auf die Seite kippte.
Dabei wurde niemand verletzt.
Ein Selbstunfall ereignete sich am Sonntagmorgen, 03.12.2023 um ca. 04.00 Uhr auf der A3 in Bilten.
Eine 25-jährige Lenkerin war in Richtung Zürich unterwegs als sie, kurz nach der Einfahrt Bilten, wegen nichtangepasster Geschwindigkeit die Herrschaft über ihr Fahrzeug verlor und mit der Leitplanke kollidierte.
Am Samstagabend, 02.12.2023 um ca. 19.30 Uhr ereignete sich auf der A3 in Mollis ein Selbstunfall.
Ein 47-jähriger Lenker war von Zürich in Richtung Sargans unterwegs als er, kurz vor der Ausfahrt Weesen, wegen nichtangepasster Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse, die Kontrolle über seinen PW verlor und mit der Leitplanke kollidierte.
Kurz vor Mittag brannte es im Dachstock eines Mehrfamilienhauses in Wallbach. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.
Die Liegenschaft musste kurzzeitig evakuiert werden. Es wurde niemand verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.