Schweiz

Stadt Basel BS: Algerier (26) von Unbekanntem mit Stichwaffe verletzt

Am 21.10.2023, gegen 21.30 Uhr, wurde ein 26-jähriger Algerier an der Horburgstrasse auf Höhe der Müllheimerstrasse verletzt festgestellt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass der 26-Jährige mit einer Stichwaffe mehrmals durch einen Unbekannten verletzt wurde und sich schliesslich in einen Hauseingang in der Horburgstrasse begeben hatte.

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Stadt Basel BS: Nach Drogenstreit auf Notfallstation - Zeugenaufruf

Am 21.10.2023, um 19.10 Uhr, meldete ein Passant, dass sich bei der Tramhaltestelle Dreirosenbrücke mehrere Personen streiten würden. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten diese in verschiedene Richtungen. Kurz darauf konnten an der Klybeckstrasse auf Höhe der Badenweilerstrasse und bei der Erikastrasse ein 20-jähriger und ein 24-jähriger Marokkaner mit Verletzungen festgestellt werden.

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Emmen LU: 13-jährige bei Kollision verletzt – Polizei sucht unbekannten Motorradfahrer

Am Samstagnachmittag ist in Emmen ein 13-jähriges Mädchen bei einer Kollision mit einem Motorradfahrer verletzt worden. Der Motorradfahrer sprach kurz mit dem Mädchen, fuhr dann aber weiter ohne seine Angaben zu hinterlassen. Die Polizei sucht den unbekannten Motorradfahrer.

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Selbstunfall in Uitikon ZH: Teenies flüchten mit Töff vor Polizei – schwer verletzt

Bei einem Selbstunfall mit einem Motorrad in Uitikon Waldegg sind am Sonntagmorgen (22.10.2023) der Lenker und seine Mitfahrerin schwer verletzt worden. Am frühen Sonntagmorgen führte die Kantonspolizei Zürich auf dem Parkplatz Feldermoos an der Birmensdorferstrasse in Uitikon Waldegg eine allgemeine Verkehrskontrolle durch.

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Heftiger Unfall in Neerach ZH: 21-Jähriger crasht – zwei Mitfahrer schwer verletzt

Bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen sind am frühen Sonntagmorgen (22.10.2023) in Neerach vier Personen verletzt worden. Kurz nach Mitternacht fuhr ein mit vier Personen besetzter Personenwagen auf der Umfahrungsstrasse von Neerach kommend in Richtung Glattfelden.

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Bürglen / Schattdorf UR: Mehrere Diebstähle aus Fahrzeugen - Zeugenaufruf

In den letzten Tagen erhielt die Kantonspolizei Uri mehrere Meldungen im Zusammenhang mit Diebstählen aus Fahrzeugen. Gemäss aktuellen Erkenntnissen hat eine unbekannte Täterschaft in vier Fahrzeuge eingebrochen und Wertsachen daraus gestohlen. Betroffen waren Fahrzeuge, die in den Gemeinden Bürglen und Schattdorf abgestellt waren. Ein weiteres Personenfahrzeug, welches in Bürglen an der Klausenstrasse parkiert war, wurde kurzzeitig entwendet.

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Gurtnellen UR / Autobahn A2: Unter Drogeneinfluss verunfallt – zwei Verletzte

Am Samstag, 21. Oktober 2023, kurz vor 12.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Luzerner Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Gurtnellen in Richtung Süden. Kurz vor der Galerie Güetli verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in der Folge beidseits in die Leitplanken.

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Autobahn A3 in Benken GL: Autolenker (34) kollidiert mit Leitplanke

Am Samstag, 21. Oktober 2023, ca. 10.15 Uhr ereignete sich auf der Autobahn A3, Fahrtrichtung Zürich, bei der Ausfahrt Richtung Schmerikon, ein Selbstunfall. Der 34-jährige Fahrzeuglenker verlor in der Ausfahrtkurve die Beherrschung über sein Fahrzeug und prallt folglich in die rechtsseitige Leitplanke.

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Unfall in Glarus GL: Alkoholisiert am Steuer eingeschlafen

Am Samstag, 21. Oktober 2023, ca. 07.15 Uhr, ereignete sich in Glarus auf der Hauptstrasse Nähe Rathaus, ein Verkehrsunfall mit Sachschaden. Ein 25-jähriger Personenwagenlenker fuhr in alkoholisiertem Zustand auf der Hauptstrasse Richtung Schwanden, als er kurzzeitig einnickte und in einen am rechten Strassenrand parkierten Personenwagen prallte.

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Villmergen AG: Auto in Vollbrand zieht ein weiteres Fahrzeug in Mitleidenschaft

In der Nacht auf Samstag meldeten Drittpersonen in Villmergen bei den Schulanlagen Hof ein Auto in Vollbrand. Die Feuerwehr rückte umgehend aus, jedoch griff das Feuer bereits auf das nebenan parkierte Auto über. Bei beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Personen wurden keine verletzt.

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Kapo Bern: Befragung trotz Sprachbarriere? Zusammenarbeit mit Dolmetscher/-innen

Der Autor dieses Artikels ist langjähriger Mitarbeiter der Betäubungsmittel-Fahndung und damit für die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität in der Region Bern zuständig. Zu seiner Tätigkeit gehören Ermittlungen, Festnahmen, Befragungen und vieles mehr. Bei Befragungen sind Sprachbarrieren oftmals ein Thema: Wie können diese überwunden werden, wenn jemand nicht Deutsch spricht? Unser Fahnder erzählt von der Zusammenarbeit mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern, welche diesem Problem Abhilfe schaffen.

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Brunnen SZ: Mann (35) bei Auseinandersetzung erheblich verletzt

Am Freitagabend, 20. Oktober 2023, um 19.30 Uhr, kam es in einem Mehrfamilienhaus am Husbüelweg in Brunnen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei wurde ein 35-jähriger Schweizer erheblich verletzt. Nach einer medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort transportierte ihn die Rega in ein ausserkantonales Spital. Der zweite Beteiligte, ein 52-jähriger Italiener, wurde vor Ort festgenommen.

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Wassen UR: Audi stürzt Abhang hinunter – Lenker (54) erheblich verletzt

Am Freitag, 20. Oktober 2023, kurz nach 11.45 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Berner Kontrollschildern auf der Sustenstrasse in Richtung Wassen. Im Bereich Schwahaltenrain verlor der 54-Jährige aus derzeit unbekannten Gründen die Herrschaft über sein Fahrzeug, welches Folge dessen rund 50 Meter den Abhang hinunterstürzte.

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Verdächtiges Verhalten bei der Einreise – Zoll Rheinfelden AG weiträumig abgesperrt

Anlässlich einer Zollkontrolle eines Fahrzeuges mit französischem Kennzeichen am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn, gab es Hinweise auf die Einfuhr von Sprengstoff, weshalb der Grenzübergang einreiseseitig über mehrere Stunden gesperrt wurde. Am 20. Oktober 2023 kontrollierte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bei der Einreise Rheinfelden-Autobahn gegen 13.00 Uhr ein Fahrzeug mit französischem Kontrollschild.

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Beggingen SH: Festnahme nach Diebstahl aus Fahrzeugen

Am frühen Freitagmorgen (20.10.2023) hat die Schaffhauser Polizei in Beggingen zwei Tatverdächtige festgenommen, die mutmasslich kurz zuvor Diebstähle aus unverschlossenen Fahrzeugen verübt haben. Am frühen Freitagmorgen (20.10.2023) um 04:10 Uhr ging bei der Schaffhauser Polizei die Meldung ein, dass in Beggingen zwei Männer versuchen würden in Fahrzeuge einzubrechen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.