Schweiz

Rapperswil-Jona SG: Mitarbeiter (38) des Verkehrsdienstes über den Fuss gefahren

Am Samstag (19.08.2023), kurz nach 21:20 Uhr, ist ein 38-jähriger Mitarbeiter des Verkehrsdiensts auf der Rütistrasse von einem Auto angefahren worden. Der unbekannte Autofahrer entfernte sich anschliessend vom Unfallort, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Basel-Stadt BS: Motorrad beschädigt zwei parkierte Fahrzeuge

Am Samstag, 19.08.2023, um 22:55 Uhr, kam es in Basel an der Welschmattstr. 19 zu einem Verkehrsunfall mit anschliessender Fahrerflucht. Bei dem Unfall touchierte ein männlicher Motorradfahrer zwei parkierte Fahrzeuge. Der Lenker kam dabei zu Fall. Anschliessend fuhr er davon ohne sich um die Schadensregelung zu kümmern. Dabei verhielt er sich pflichtwidrig nach einem Verkehrsunfall.

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Maloja GR: Frau nach aufwendiger Suchaktion im Gebirge lebend aufgefunden

Am Freitagabend ist eine Frau bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden als vermisst gemeldet worden. Am Freitagabend meldete uns der Besitzer eines Gästehauses in Sils im Engadin, dass eine 68-jährige deutsche Berggängerin noch nicht zurückgekehrt sei. Aufgrund dieser Meldung wurde unverzüglich eine Suchaktion nach der vermissten Frau gestartet. Mit technischer Unterstützung des Bundesamtes für Polizei Fedpol, sowie Kantonspolizei intern, konnte die Regacrew das Telefon der Vermissten in unwegsamem Gelände im Val da Pia in Maloja am heutigen Morgen orten und Sie dann mit einer Wärmebildkamera auch auffinden. Durch eine zweite Regacrew wurde die verwirrte und dehydrierte, ansonsten unverletzte Berggängerin, mittels einer Windenaktion geborgen und ins Spital Oberengadin geflogen.

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Air Zermatt: Anspruchsvolle Rettung über die Landesgrenze hinweg

Bei Windgeschwindigkeiten von über 125 Stundenkilometern rettete die Air Zermatt am Pollux zwei Bergsteiger aus Frankreich. Während ihrer Bergtour stürzten die beiden auf instabilem Untergrund etwa 80 Meter in die Tiefe. Dies führte zu schweren Verletzungen bei einem der Alpinisten. Trotz extrem widriger Wetterverhältnisse gelang es der Air Zermatt, den Schwerverletzten sicher ins Spital nach Aosta zu fliegen.

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Unfall in Quinten SG: Autofahrer (†71) stürzt 100 Meter über Abhang – tot

Am Samstag (19.08.2023), kurz nach 8 Uhr, konnte auf einer Lichtung unterhalb des Sälsweg ein verunfalltes Auto und ein lebloser Mann aufgefunden werden. Der ausgerückte Notarzt der Rega konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Beim Mann handelt es sich mutmasslich um einen 71-jährigen, in der Region wohnhaften Schweizer. Er wurde vorgängig als vermisst gemeldet.

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Verkehrsunfall in Balm bei Günsberg SO - Velofahrerin (45) erheblich verletzt

Auf der Balmbergstrasse bei Balm bei Günsberg hat sich am Samstagmorgen ein Unfall mit einem Fahrrad ereignet. Die Velolenkerin wurde dabei erheblich verletzt und mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben umgehend Ermittlungen zum Unfallhergang und den Umständen aufgenommen und suchen Zeugen.

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Rega-Einsatz im Bündnerland: Vermisste Frau (68) dank Wärmebildkamera gefunden

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega stand heute Nacht, 19. August, für eine vermisste Frau im Einsatz. Sie war im Malojagebiet unterwegs und nicht ins Hotel zurückgekehrt. Die Crew des aufgebotenen Suchhelikopters der Rega konnte die 68-jährige Frau dank der Wärmebildkamera finden. Die erfolgreiche Rettungsaktion wurde mit Unterstützung der Kantonspolizei Graubünden und des Fedpols durchgeführt.

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Urnäsch AR: Unverschlossene Autos in der Nacht durchsucht

In der Nacht auf Freitag, 18. August 2023, wurde in Urnäsch in ein Ladenlokal eingebrochen. Zudem gingen im Verlauf des Tages verschiedene Meldungen ein, dass auch unverschlossene Personenwagen durchsucht worden sind. In der Nacht auf Freitag ist in Urnäsch eine unbekannte Täterschaft in einen Gewerbebetrieb eingebrochen. Die Täterschaft verschaffte sich mit Werkzeuggewalt über die Eingangstüre Zutritt ins Gebäude und durchsuchte den Verkaufsraum nach Wertsachen. Dabei wurde ein Elektronikgerät entwendet. Der Sachschaden wird auf einige Hundert Franken geschätzt.

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Silenen UR / Autobahn A2: Selbstunfall mit Personenwagen - drei Personen verletzt

Am Samstag, 19. August 2023, kurz vor 03:00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Deutschen Kontrollschildern auf Autobahn A2 Richtung Norden. Auf dem Gemeindegebiet Amsteg, im Bereich «Grund», kam es zu einer Kollision mit der Leitplanke. Dabei überschlug sich das Fahrzeug des 62-jährgen Lenkers und kam auf der Fahrbahn, auf dem Dach liegend, zum Stillstand.

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Porrentruy JU: Küchenbrand von Nachbarn und Feuerwehr unter Kontrolle gebracht

Am 18. August 2023 gegen 18:15 Uhr ging bei der Polizeizentrale ein Anruf ein, in dem mitgeteilt wurde, dass in der Küche einer Wohnung in der Rue de Montjoie 2 in Porrentruy ein Feuer ausgebrochen war. Das Feuer wurde von Nachbarn und der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Die Mieterin wurde aufgrund von Verbrennungen an den Beinen im Hôpital du Jura in Delémont behandelt.

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Lignières NE: Tankanhänger auf die Seite gekippt - blieb quer zur Strasse stehen

Am Freitag, 18. August, gegen 09:00 Uhr, fuhr ein landwirtschaftlicher Traktor mit einem Tankanhänger, der von einem 41-jährigen Mann aus Cornaux gelenkt wurde, auf der Route de Nods in Lignières in südlicher Richtung. An einem bestimmten Punkt kippte der Anhänger auf die rechte Seite und blieb dann quer zur Strasse stehen.

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Bau der Autobahn A9 - offizielle Eröffnung der Teilstrecke Schnidrigu VS - Wanne West

Gemeinsam mit Valentina Kumpusch, Vizedirektorin des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) und Martin Hutter, Chef der Dienststelle für Nationalstrassenbau (DNSB), hat Staatsrat Franz Ruppen, Vorsteher des Departements für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt (DMRU), heute die Teilstrecke Schnidrigu - Wanne West zwischen den Anschlüssen Gampel-Steg Ost und Raron offiziell eröffnet. Die Inbetriebnahme dieser 2,5 Kilometer langen Teilstrecke ist ein weiteres Etappenziel zur Fertigstellung der Autobahn A9 im Oberwallis.

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Kanton Schwyz: Polizei warnt vor Telefonbetrügern

In den letzten Tagen gingen bei der Kantonspolizei Schwyz mehrere Meldungen ein, wonach sich Personen bei Telefonanrufen fälschlicherweise als Mitarbeitende der Schwyzer Kantonalbank ausgegeben haben. Die unbekannten Männer versuchten die kontaktierten Personen davon zu überzeugen, dass sie einen offenen Betrag von einer Bestellung wie TV-Gerät oder ähnliches begleichen resp. stornieren müssten.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.