Am Donnerstag (03.08.2023), kurz vor 02:30 Uhr, ist der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen von einem Anrufer gemeldet worden, dass ein Mann die Scheibe eines Snackautomaten an der Bahnhofstrasse einschlage.
Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen konnten den Mann anhalten und festnehmen.
Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega stand gestern Nachmittag, 2. August 2023, bei Küttigen (AG) im Einsatz.
Grund war ein Wanderer, der im steilen und rutschigen Gelände nicht mehr weiterkam. Mit der Unterstützung eines Rettungsspezialisten Helikopter konnte ihn die Rega-Crew an der Rettungswinde an einen sicheren Ort fliegen.
Am Mittwochnachmittag (02.08.2023) fuhr eine 53-jährige Autolenkerin auf der Entlastungsstrasse in Appenzell.
Kurz vor der Verzweigung mit der Mettlenstrasse überholte sie eine 53-jährige E-Bikelenkerin und bog dann nach rechts in die Mettlenstrasse ein.
Auf der N6 bei Reichenbach wird in den nächsten zwei Wochen zwischen der Kanderbrücke und dem Bahnhof der Belag erneuert.
Nachts während der Arbeiten wird der Verkehr durch Verkehrsdienste wechselseitig geführt. Da die Induktionsschleifen der Ampelanlage ebenfalls ersetzt werden, bleibt die Ampel die ganze Zeit über ausser Betrieb.
Ab Montag, 7. August 2023, saniert das Strassenkreisinspektorat St.Gallen die Hauptstrasse in St.Margrethen im Bereich der Liegenschaft Hauptstrasse Nr. 151 bis zum Baumgartenkreisel.
Die Arbeiten erfordern ein Einbahnverkehrsregime.
Beide Male viel zu schnell passierte ein Automobilist eine Laserkontrolle und wurde schliesslich gestoppt.
Seinen Führerausweis musste er vor Ort abgeben.
Gegen die Verkehrsanordnung zur Wiedereröffnung der Rheinstrasse und Schliessung der Rauricastrasse wurden acht Beschwerden eingereicht.
Der Regierungsrat hat die Beschwerden dem Kantonsgericht zur Beurteilung überwiesen.
In den kommenden Tagen sinkt die Temperatur.
Wir schauen uns an wie tief, stellen das Ganze in einen Vergleich zur aktuellen Norm, betrachten dies im Vergleich zu früheren Sommern und erklären Ihnen, dass dies mit Klimawandel nichts am Hut hat.
Am Mittwoch, den 2. August 2023, ereignete sich in Les Rangiers ein Verkehrsunfall, an dem ein Motorradfahrer beteiligt war.
Aufgrund des Windes wurde ein Baum entwurzelt und geriet auf die Fahrspuren. Der Motorradfahrer kam mit dem Baum in Berührung und stürzte auf die Fahrbahn. Die genauen Umstände müssen noch ermittelt werden.
Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und die Stadtpolizei Lugano geben bekannt, dass am 30.07.2023 ein 22-jähriger Mann und ein 20-jähriger Mann, beide italienische Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien, festgenommen wurden.
Die Verhaftung steht im Zusammenhang mit zwei Vorfällen, die sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag kurz hintereinander ereignet haben.
Am Dienstag, den 1. August 2023, um 18:00 Uhr wurde der Neuenburger Notfallzentrale (CNU) mitgeteilt, dass in Fresens, Rue du Pré-Nimboz Nr. 5, ein Haus brennt.
Vor Ort stellte eine erste Patrouille der Notrufpolizei fest, dass das Dach des Einfamilienhauses brannte. Der Eigentümer, der zum Zeitpunkt des Brandes allein in den Räumlichkeiten wohnte, hatte diese bereits verlassen. Er blieb unverletzt und konnte anderweitig untergebracht werden. Das Haus wurde durch das Feuer zerstört.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es heute kurz nach 00.30 Uhr in Lugano auf der Via Tesserete zu einem Verkehrsunfall.
Ein 22-jähriger Schweizer Autofahrer aus dem Raum Lugano war auf der Kantonsstrasse in Richtung Tesserete unterwegs.
Am Montagabend, den 31. Juli 2023, kam es im Dorf Essertines-sur-Yverdon zu einem schweren Verkehrsunfall, an dem ein Auto und ein Motorrad beteiligt waren.
Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb der 63-jährige Motorradfahrer noch an der Unfallstelle.
Ein Auto wurde am Mittwoch auf einem Bahnübergang in Bottighofen von einem Zug erfasst. Es entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Mit dem Versand von E-Mails, die vermeintlich von Norton stammen, versuchen die Betrüger die Mailempfänger zu überzeugen, dass eine angebliche Abonnementsverlängerung verrechnet wurde.
Die Cyberkriminellen erhoffen sich damit eine Kontaktaufnahme des potenziellen Opfers über die in der falschen Rechnung angegebene Telefonnummer.
Am Mittwoch (02.08.2023), um 08:50 Uhr, ist es im Kreisverkehr auf der Autostrasse H16, Höhe Brendi, zu einem Selbstunfall gekommen.
Das Auto eines 78-jährigen Mannes ist in eine Signaltafel geprallt. Dabei wurde der 78-Jährige sowie sein 54-jähriger Beifahrer leicht verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Mittwochvormittag ist es auf der Autostrasse A13 zu einer Kollision während eines Überholmanövers gekommen.
Eine Motorradfahrerin wurde leicht verletzt.
In der Nacht auf Samstag, 29. Juli 2023, wurde in Ingenbohl ein Stallgebäude durch einen Brand zerstört.
Fünf Kälber und zwei Stiere kamen dabei ums Leben, 15 Tiere konnten gerettet werden.
Am Dienstag, 1. August 2023, stürzten zwei Bergsteiger am Lagginhorn in die Tiefe. Sie zogen sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Gegen 09:30 Uhr befanden sich zwei Bergsteiger über die S-N-Überschreitung auf dem Aufstieg zum Lagginhorn.
Setzen Sie sich mit dem Thema Sicherheit auseinander und lassen Sie Ihr Zuhause auf Schwachstellen überprüfen.
Unsere Spezialisten zeigen Ihnen, wie man mit geeigneten Massnahmen das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, entscheidend vermindern kann.
Im Jahr 2018 wurden die Filialen der Raiffeisenbank Ebikon und Emmen durch einen unbekannten Mann überfallen.
Weiter fand im gleichen Jahr ein Raubversuch auf die Filiale in Emmen statt.
Am Mittwoch, 2. August 2023, kurz vor 10.30 Uhr, geriet an der Dorfstrasse in Schindellegi eine Photovoltaikanlage auf einem Mehrfamilienhaus in Brand.
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr Feusisberg-Schindellegi konnte das Feuer rasch gelöscht werden. Personen wurden keine verletzt.
Am Donnerstag, 27. Juli 2023, geriet in Richenthal eine Scheue in Brand und wurde durch das Feuer vollständig zerstört.
Eine Person wurde verletzt. Beim Brand kamen ca. 400 Ferkel und drei Ziegen ums Leben. Der Brand wurde beim Pressen von Heuballen ausgelöst.
Anfangs Woche ist am Brienzer Rothorn ein Wanderer abgestürzt. Der 32-jährige Mann aus Deutschland erlitt tödliche Verletzungen.
Am Montag (31. Juli 2023 / nach 12:30 Uhr) ist ein 32-jähriger Wanderer im Gebiet „Briefehörnli“ beim Brienzer Rothorn tödlich verunfallt.
Am Nachmittag des 1. August 2023 ereignete sich auf der Avenue de la Gare in Sitten ein Verkehrsunfall zwischen einem Touristenzug und einer Fussgängerin.
Die Frau wurde dadurch schwer verletzt.
In der Zeit zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen (01.08.2023) ist in ein Verkaufsgeschäft sowie in einen Gastrobetrieb eingebrochen worden.
Die in beiden Fällen unbekannte Täterschaft stahl Bargeld im Wert von mehreren hundert Franken. Ob die beiden Einbruchdiebstähle in Zusammenhang stehen, ist Gegenstand aktueller Ermittlungen.
Am Dienstag, 01.08.2023, 17.10 Uhr, ereignete sich auf der Dorfstrasse in Haslen ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Die Lenkerin eines Personenwagens war in Richtung Schwanden unterwegs.
Am Montagmorgen ist der Kantonspolizei Bern ein Berggänger als vermisst gemeldet worden.
Er konnte im Rahmen einer Suchaktion mit einem Helikopter nur noch tot geborgen werden.
Bei Regen verunfallte am Dienstagnachmittag auf der A1 je ein Automobilist. Am Abend prallte ein Neulenker im Bareggtunnel gegen die Wand.
Es blieb bei Blechschaden.
Ab Donnerstag, 10. August 2023, saniert das Strassenkreisinspektorat St.Gallen die Rosenbergsaustrasse in Au von der Hauptstrasse bis zur SBB-Unterführung.
Die Werkleitungsarbeiten erfordern ein Einbahnverkehrsregime. Für die Belagsarbeiten wird die Strecke für den motorisierten Verkehr komplett gesperrt.
Vom 5. August, 18 Uhr, bis 7. August, 5 Uhr, erneuert das Tiefbauamt den Deckbelag auf der Georg Rennerstrasse in Wil.
Die Strasse ist in dieser Zeit gesperrt. Mit dem Einbau des Deckbelags im Abschnitt Gamma-Kreisel bis Rainstrasse schliesst das Tiefbauamt die letzte Etappe der Erneuerungsarbeiten auf der Georg Rennerstrasse ab.
Die Polizei nahm am frühen Mittwochmorgen in Boswil einen sowie in Stein zwei Männer fest, die im Verdacht stehen, auf nächtlicher Diebestour gewesen zu sein.
Tatort war ein Wohnquartier in Boswil. Dort fiel einem Anwohner am Mittwoch, 2. August 2023, gegen 4.30 Uhr ein Unbekannter auf, der herumschlich und sich schliesslich in ein parkiertes Auto setzte.
Am 1. August 2023 ereigneten sich im Kanton Luzern zwei Selbstunfälle. Verletzt wurde niemand. Die Autofahrer waren alkoholisiert, bzw. standen unter Drogeneinfluss.
Zudem hat die Luzerner Polizei einen Autofahrer gestoppt, welcher stark alkoholisiert durch Root fuhr.
Am Dienstag, 1. August 2023, kurz vor 14 Uhr, ereignete sich in Goldau ein Arbeitsunfall.
Ein 67-jähriger Mann stürzte auf einem Landwirtschaftsbetrieb von einer Leiter und erlitt erhebliche Verletzungen.
Der Nationalfeiertag 2023 verlief aus polizeilicher Sicht im Kanton Schwyz sehr ruhig.
In der Zeit von Dienstagmittag, 1. August 2023, bis am Mittwochmorgen, 2. August 2023, gingen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei nur wenige Anrufe im Zusammenhang mit dem Nationalfeiertag im Kanton Schwyz ein. Meldungen über verletzte Personen liegen nicht vor.
Im Rahmen der Arbeiten zur Pannenstreifen-Umnutzung auf der A6 Wankdorf – Muri kommt es im August für verschiedene Arbeiten zu Sperrungen.
Beim Anschluss Ostring werden die Aus- und Einfahrt der Fahrtrichtung Thun für den Belagsersatz während zwei Wochenenden gesperrt.
Im Verlauf einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern ist am 1. August 2023, kurz vor Mitternacht, am Kreuzackerquai in Solothurn einer der Beteiligten tödlich verletzt worden.
Der mutmassliche Täter konnte durch die Polizei angehalten werden.
Mit dem frühherbstlichen Wettercharakter könnte man fast meinen, unser Nationalfeiertag sei am 1. Oktober.
Eine erste Front hat uns heute überquert, die nächsten sind schon in den Startlöchern. Ganz verloren ist aber unser Nationalfeiertag nicht, denn am Abend folgt aus Westen eine vorübergehende Wetterberuhigung.
Am Montag, 31. Juli 2023, wurden zwei Seilschaften von einer grossen Felsmasse getroffen.
Zwei Bergsteiger kamen dabei ums Leben und ein dritter wurde verletzt.
Am Montagabend, 31. Juli 2023, kurz nach 22.30 Uhr, ereignete sich in der Hafenrainstrasse in Oberwil BL ein Selbstunfall, wobei ein Personenwagen von der Strasse abkam und schlussendlich in einem Garten zum Stillstand kam.
Der Lenker sowie die beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt.
Am Dienstag (01.08.2023), um 4 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung an der Kirchstrasse eingebrochen.
Sie brach gewaltsam ein gekipptes Fenster auf und betrat die Wohnung.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.