Ein Mann hat in einem Verkaufsgeschäft Kleider, Körperpflegeprodukte und alkoholische Getränke gestohlen. Er wurde erwischt, bestraft und aus der Schweiz weggewiesen.
Am Dienstagmittag (28. Juni 2023) hat ein Ladendieb in einem Verkaufsgeschäft an der Poststrasse in der Gemeinde Baar Ware im Wert von rund 2`500 Franken gestohlen.
Am Mittwoch (28.6.2023) hat die Kantonspolizei Zürich einen Mann verhaftet, nachdem er einige Tage zuvor im Glattzentrum (Gemeinde Wallisellen) einen minderjährigen Buben auf der Toilette gefilmt hat.
Anfangs Juni filmte ein unbekannter Mann heimlich einen 13-jährigen Buben auf einer Herrentoilette im Einkaufzentrum Glatt.
Die St. Gallerstrasse in der Gemeinde Egnach wird zwischen Winden und Raach saniert.
Die Bauarbeiten werden unter einer Vollsperrung erfolgen. Für diese Bauarbeiten muss die Strasse ab Donnerstag, 6. Juli 2023, 5.30 Uhr, bis Samstag, 8. Juli 2023, 17 Uhr, für sämtlichen Verkehr gesperrt werden.
Am Freitag, 30. Juni 2023, kurz nach 00.00 Uhr, hat ein Mann einen 32-Jährigen im Riehenring mit einer Stichwaffe schwer verletzt. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den Verletzten ins Spital.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte den mutmasslichen Täter aufgrund von Zeugenaussagen während einer umgehend eingeleiteten Fahndung anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festnehmen.
Am Donnerstag, 29. Juni 2023, kurz nach 16 Uhr, ereignete sich auf einer Baustelle an der Zürcherstrasse in Lachen ein Brand.
Bei Bauarbeiten auf einem Dach fing Isolationsmaterial Feuer und verursachte eine grosse Rauchwolke. Dank des schnellen Eingreifens der Bauarbeiter sowie der Feuerwehren Lachen und Altendorf konnte der Brand rasch gelöscht werden.
Ende Juni 2023 geht Wm Hugo Grossmann nach über 23 Jahren bei der Kantonspolizei Schwyz in den wohlverdienten Ruhestand.
Er startete am 1. Dezember 1999 und war seit Anfang an als Sachbearbeiter beim Dienst Wirtschaftsdelikte tätig.
Ein Motorradfahrer entzog sich am Donnerstag in Matzingen einer Polizeikontrolle. Er konnte wenig später in Frauenfeld angehalten und festgenommen werden.
Dem 22-Jährigen werden zahlreiche Verstösse zur Last gelegt, die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Im Zusammenhang mit einer Falschfahrt vom Montagabend auf der Autobahn A8 bei Matten bei Interlaken ist es der Kantonspolizei Bern gelungen, den Falschfahrer zu ermitteln.
Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
In der Nacht auf Donnerstag, 29. Juni 2023, kam es in einem Wohnquartier in Zinzikon zu einem Verkehrsunfall. Mutmasslich dürfte es sich dabei um ein Raserdelikt handeln. Wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt gelenkt hat, ist unklar.
Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Am Freitag, 23. Juni 2023, erhielt die Stadtpolizei Winterthur eine Meldung vom Tiefbauamt, dass ein Signal eines gestohlenen und von ihnen getrackten Abfalleimers eingegangen war und an der Örtlichkeit mehrere Abfalleimer stehen würden.
Bei zwei Hausdurchsuchungen konnte die Stadtpolizei Winterthur ein Dutzend Abfalleimer sicherstellen.
Am Donnerstagnachmittag ist es in Englisberg zu einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der Motorradlenker wurde dabei schwer verletzt und mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen.
Der Unfall wird untersucht.
Bei einer Kollision zwischen drei Fahrzeugen sind am Donnerstagnachmittag (29.06.2023) in Stäfa zwei Personen leicht verletzt worden.
Kurz nach 14 Uhr war ein 33-jähriger Automobilist auf der Seestrasse Richtung Rapperswil unterwegs.
Die Koordinationsstelle Häusliche Gewalt und Gewaltprävention des Kantons Glarus hat am 1. April 2023 nach einer erfolgreichen einjährigen Pilotphase ihre Tätigkeit aufgenommen.
Die Informationen sind auf einer Website online.
Der Juni zeigte sich in weiten Gebieten sehr sonnig und regenarm. Nördlich der Alpen war es lokal der sonnigste Juni seit Messbeginn. Die Alpensüdseite erhielt lokal Niederschlagsmengen im Bereich der Norm.
Im landesweiten Mittel wurde der fünftwärmste Juni seit Messbeginn registriert.
Diese süsse Hundedame ist heute morgen in Greifensee ausgebüxt und konnte durch eine Passantin eingefangen werden.
Abklärungen über den Hundechip ergaben leider vorerst keine Auskunft, da es sich um einen Deutschen Chip handelte.
Per 01. Januar 2023 hat die Schweiz die europäischen Vorschriften im Zusammenhang mit dem Betrieb von Drohnen übernommen.
Mit der Einführung dieser restriktiven Vorschriften wird nun das Polizeireglement der Polizei Oberes Fricktal angepasst und die gemeinderätliche Bewilligungspflicht von Drohnenflügen im Siedlungsgebiet per 01. Juli 2023 aufgehoben.
Am Donnerstag, 29.06.2023, 10.10 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in Filzbach ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Der Lenker eines Lieferwagens war auf der Normalspur in Fahrtrichtung Chur unterwegs.
Nach einem Schockanruf am Dienstagnachmittag (27.06.2023) in Glattbrugg hat eine Frau Betrügern rund einhunderttausend Franken übergeben.
Gegen 17 Uhr meldete sich eine Frau bei der Kantonspolizei Zürich und teilte mit, dass sie einen Anruf ihrer Mutter erhalten habe, die dachte das ein Unfall geschehen war und infolge rund einhunderttausend Franken an einen Unbekannten übergeben habe.
Auf einem Hornusserplatz in Neuenegg ist am Sonntag ein Mann aus noch zu klärenden Gründen von einem Nouss am Kopf getroffen und dabei schwer verletzt worden.
Er wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht, wo er am Donnerstag seinen Verletzungen erlag. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.
Im Zusammenhang mit dem 50. Albanifest werden sämtliche Zufahrten in die Winterthurer Altstadt, die Stadthausstrasse und die Museumstrasse von Freitag, 30. Juni, 9.00 Uhr bis Montag, 03. Juli 2023, 5.00 Uhr, für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt.
Durch den gestaffelten Aufbau des Festareals am Freitag, 30.06.2023 ab 9.00 Uhr, wird während des Aufbaus mit weniger Verkehrsbehinderungen gerechnet.
Der Anschluss Bümpliz wird zurzeit umfassend saniert. Für Belagsarbeiten an der Weissensteinstrasse im Bereich der Abzweigung Richtung Autobahn wird die Weissensteinstrasse für zwei Nächte gesperrt werden.
Der Verkehr wird grossräumig umgeleitet.
Auf der Luzernerstrasse in Büron ist es am Mittwochabend zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Vier Personen wurden dabei leicht verletzt.
Die Strasse war wegen des Unfalls mehrere Stunden gesperrt.
Am Mittwoch, 28. Juni 2023, gegen 12.45 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Uri von der Rega die Meldung zu einem Kletterunfall am Trotzigplanggstock.
Gemäss aktuellem Kenntnisstand befand sich eine Zweierseilschaft auf dem Abstieg, als eine Kletterin beim Abseilmanöver rund 200 Meter in die Tiefe stürzte.
Mittelschwere Verletzungen hat sich am Mittwochmorgen, 28. Juni 2023, ein Lenker bei einem Selbstunfall mit einem Quad in Rehetobel zugezogen.
Ein 45-jähriger Lenker fuhr in einer Gruppe von insgesamt 11 Quad-Fahrern von Rorschach kommend auf der Grueberstrasse in Richtung St. Gallerstrasse.
Beim Zusammenstoss mit einem E-Scooter wurde am Mittwochabend in Frauenfeld ein Velofahrer leicht verletzt.
Der 8-Jährige musste ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Die Kantonspolizei Thurgau hat in der Nacht zum Donnerstag in Matzingen einen alkoholisierten Autofahrer angehalten.
Der Mann musste seinen Führerausweis abgeben.
Am 31. Mai 2023 hat die Kantonspolizei Zürich die Zustimmung zum geplanten Verkehrsversuch an der Bellerivestrasse verweigert.
Die Stadt Zürich akzeptiert den Entscheid nicht und hat bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich Rekurs eingereicht.
Am Mittwochmittag sind am Munt Pers in Pontresina Wanderutensilien aufgefunden worden.
Beim eingeleiteten Suchflug wurde ein lebloser Mann in steilem Gelände aufgefunden.
Am Mittwoch (28.06.2023), in der Zeit zwischen 09:40 Uhr und 12:10 Uhr, ist in ein Einfamilienhaus an der Lütisburgerstrasse eingebrochen worden.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich über eine Terrassentür gewaltsam Zutritt zu dem Haus.
Am Mittwoch (28.06.2023), um 16:50 Uhr, ist es auf der Neuen Jonastrasse zu einem Zusammenstoss zwischen zwei Fussgängern und einem Auto gekommen. Die beiden Fussgänger, eine 32-jährige Frau und ihr 4-jähriger Sohn, wurden dabei leicht verletzt.
Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Mittwoch (28.06.2023), um 18:15 Uhr, ist es auf der Wilerstrasse zu einem Zusammenprall zwischen zwei Autos gekommen.
Eine 43-jährige Autofahrerin wurde leicht verletzt. Sie war alkoholisiert unterwegs.
Am Mittwochmorgen ist in Goldswil bei Interlaken eine E-Bike-Fahrerin gestürzt und dabei schwer verletzt worden. Sie wurde in kritischem Zustand mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen, wo sie kurz darauf ihren Verletzungen erlag.
Der Unfall wird untersucht.
Am Mittwochnachmittag kam es in Ehrendingen im Dorfkern zu einem Selbstunfall.
Eine Seniorin fuhr mit ihrem Auto ein Absperrgitter um und kollidierte in der Folge mit einer Hauswand.
Auf einer Wiese bei Lohn-Ammannsegg ist am Mittwochabend eine Rundballenpresse in Brand geraten. Das Feuer breitete sich anschliessend auf dem Feld aus. Die Feuerwehren konnten den Brand löschen.
Verletzt wurde niemand.
Am Mittwoch ist an einem Rohbau in St. Moritz ein Brand ausgebrochen. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken.
Die Meldung zum Brand ging kurz nach 18 Uhr bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden ein.
Nach einem Streit im familiären Umfeld hat sich ein Mann während mehreren Stunden auf einem Hausdach aufgehalten.
In den frühen Morgenstunden konnte er durch die Verhandlungsgruppe zur Aufgabe bewogen werden.
Gestern Morgen wurde eine Autofahrerin in Givisiez mit einer Geschwindigkeit von 147 km/h gemessen.
Der Führerschein wurde ihr entzogen und das Fahrzeug beschlagnahmt.
Zur Verbesserung des Service Public hat die Regionalpolizei Zofingen per 1. April 2023 kriminalpolizeiliche Aufgaben von der Kantonspolizei übernommen.
Dadurch können insbesondere unnötige Wartezeiten vermieden werden.
Die Kantonspolizei Wallis verzeichnet derzeit eine Zunahme von Betrugsfällen mit gefälschtem technischen Support. Seit April 2023 wurden ihr 25 Fälle gemeldet, in denen Walliser Bürgerinnen und Bürgern ein Gesamtschaden von 69’353 Schweizer Franken entstanden ist.
Aus diesem Grund bittet die Kantonspolizei die von Betrügern kontaktierten Personen dringend, nicht auf ihre Warnungen bezüglich angeblicher Computerprobleme einzugehen.
Die Kantonspolizei Zürich musste am Mittwochabend (28.06.2023) einen Abschnitt der A15 sperren, da ein Mann das Brückengeländer einer Autobahnüberführung überkletterte und er sich sowie Verkehrsteilnehmende in eine gefährliche Situation brachte.
Kurz nach 18 Uhr gingen bei der Kantonspolizei Zürich diverse Meldungen ein, dass sich auf der Autobahnüberführung Volketswilerstrasse in Nänikon (Gemeindegebiet Uster) ein Mann befinde, welcher über das Geländer geklettert sei.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.