Schweiz

Kölliken AG: Fussgänger auf Entfelderstrasse von Auto erfasst und schwer verletzt

Am Mittwochabend kollidierte ein Autofahrer mit einem Fussgänger, der im Ausserortsbereich auf der Entfelderstrasse in Richtung Kölliken unterwegs war. Der 32-jährige Mann erlitt dabei schwere Verletzungen. Eine Ambulanz brachte ihn ins Spital.

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Chur GR: Korpsrapport der Stadtpolizei würdigt Leistungen und blickt in die Zukunft

Die Stadtpolizei Chur hat zum jährlichen Korpsrapport eingeladen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, besondere Erfolge zu feiern und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Zahlreiche Gäste und Partnerorganisationen verliehen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

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Celerina GR: Sicherheitsassistenten im Einsatz – freie Fahrt für Rettungsdienste

Unsere Sicherheitsassistenten sorgen in Celerina dafür, dass der Weg zum Skilift für die Ambulanzen frei bleibt. Damit Rettungskräfte im Ernstfall schnell helfen können, sichert die Polizei die Zufahrten und achtet auf korrektes Parkieren.

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Wetter am Freitag, 19.12.2025: Nebel, Föhn und abends etwas Regen

Zwischen einem flachen Hoch über Süd- sowie Osteuropa und einem umfangreichen Tief über dem Nordatlantik liegt der Alpenraum unter einer südwestlichen Höhenströmung. Während am Alpensüdhang die zugeführte Feuchtigkeit gestaut wird, ist in den Alpen eine schwache Föhnströmung aufgekommen. Im Mittelland hält sich ein hartnäckiger nebliger Kaltluftsee. Am Freitag lässt der Föhn vorübergehend nach und am Abend streift eine schwache Störung die westlichen Landesteile. Im Laufe des Wochenendes stellt sich eine neue Föhnsituation mit Stau am Alpensüdhang ein.

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Schweiz: Zoll zeigt Fahrzeugkontrolle im Video – Einblick in spannenden Feldberuf (Video)

Täglich kontrollieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fahrzeuge in der ganzen Schweiz. Arnaud stellt euch in diesem Video die wichtigsten Schritte zur vollständigen Kontrolle vor: von der Personenprüfung bis zur Fahrzeugkontrolle.

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Schweiz: Polizei warnt – Lichtautomatik reicht bei Nebel oft nicht aus (Video)

Schon gewusst? Die Lichtautomatik in eurem Fahrzeug kann täuschen. Steht der Regler auf "AUTO", brennt oft nur das Tagfahrlicht, ohne Hecklichter.

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Kanton Zürich: Rückblick mit Dank – Polizei feiert erfolgreichen Jahresabschluss

Am Donnerstag hat Kommandant Marius Weyermann vor zahlreichen Gästen und Kadern im PJZ durch den traditionellen Jahresschlussrapport geführt. Dabei zeigte er, wie viel Neues in einem Jahr angepackt werden konnte und wie stark sich die ganze Kantonspolizei wieder für die Sicherheit im Kanton einsetzte.

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Thayngen SH: Zwei Frauen bei Auffahrunfall auf A4 verletzt – Totalschaden an beiden Autos

Am Donnerstagnachmittag (18.12.2025) kollidierten auf der A4 in Thayngen zwei Autos. Beide Autofahrerinnen wurden verletzt und ins Spital gebracht. Die A4 zwischen Herblingen und Thayngen war aufgrund des Unfalls für rund eine Stunde gesperrt.

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Stans NW: Kein gemeinsames VSZ mit Obwalden – Nidwalden erneuert Standort Stans

Eine gemeinsame, interkantonale Arbeitsgruppe hat in den letzten Monaten geprüft, ob ein gemeinsamer Standort für ein Verkehrssicherheitszentrum, insbesondere die Schaffung einer gemeinsamen Infrastruktur für Fahrzeugprüfungen, im Kanton Obwalden eine sinnvolle Zukunftsvariante wäre. Eine umfassende, ergebnisoffene Prüfung sämtlicher Varianten liegt nun vor.

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Schweizer Armee: „Kontrollierter Abbrand“ erhöht Sicherheit bei Schiessübungen

Am 18. Dezember lassen armasuisse und die Armee zum achten Mal seit 2004 am Zielhang Calanda auf dem Schiessplatz Rossboden/Rheinsand in Chur Teilflächen von Restgrasbeständen kontrolliert abbrennen. Potenzielle Brände werden mit dieser Massnahme in ihrer Intensität und Ausbreitung gehemmt, was die Sicherheit bei Schiessübungen deutlich erhöht.

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Kägiswil OW: Rega reicht Baugesuch für neuen Hauptsitz beim Flugplatz ein

Die Rega hat heute, 18. Dezember, das Plangenehmigungsgesuch (Baugesuch) für ihren neuen Hauptsitz in Kägiswil (OW) beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eingereicht. Mit diesem Schritt treibt die Rega das Projekt planmässig voran und schafft eine zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung ihres zukünftigen Verwaltungs- und Wartungsstandorts.

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Bottmingen BL: 79-jähriger Lenker verunfallt – Cadillac kommt in Seitenlage zum Stillstand

Am Donnerstag, 18. Dezember 2025, kurz nach 07.10 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Therwilerstrasse in Bottmingen BL einen Selbstunfall. Das Fahrzeug kam anschliessend in Seitenlage zum Stillstand. Verletzt wurde niemand.

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Muttenz BL: Lieferwagen kollidiert mit Tram Linie 14 – zwei Personen verletzt

Am Donnerstagvormittag, 18. Dezember 2025, kurz vor 08.15 Uhr, ereignete sich auf der St. Jakob-Strasse in Muttenz BL bei der Rennbahnkreuzung eine Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Tram der Linie 14. Dabei wurden zwei Personen verletzt.

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Thun BE: Unfall zwischen Auto und Velo auf Regiebrücke – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwochabend ist es auf der Regiebrücke in Thun zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Velofahrer und einem Auto gekommen. Der Velofahrer wurde verletzt ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht. Es werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.

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Fideris GR: Auffahrkollision auf N28 – Lieferwagen prallt in stehendes Auto

Am Mittwoch ist es auf der Nationalstrasse N28 in Fideris zu einer Auffahrkollision zwischen einem Personenwagen und einem Lieferwagen gekommen. Eine Person wurde zur Kontrolle in ein Spital gebracht.

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Göschenen UR / A2: Lockeres Rad an Lkw vor Gotthardtunnel festgestellt

Am Mittwoch, 17. Dezember 2025, kurz vor 8.00 Uhr, löste in Göschenen, unmittelbar vor der Einfahrt in den Gotthard-Strassentunnel, ein Sattelmotorfahrzeug mit litauischen Kontrollschildern das Thermoportal zur Temperaturüberwachung aus. Bei der anschliessenden Kontrolle wurden erhebliche Mängel festgestellt.

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St.Gallen SG: Selbstunfall mit E-Bike – 64-jähriger Mann landet im Spital

Am Mittwochvormittag, kurz nach 11 Uhr, fuhr ein 64-jähriger Mann mit seinem E-Bike auf der Wassergasse in Richtung Gallusstrasse. Auf Höhe der Liegenschaft Nr. 42 stürzte er aus noch ungeklärten Gründen.

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Schweizer Armee: Vom Grenadier zum CEO – Dario Tomas spricht im Armee-Podcast

Im Armee Podcast spricht der Unternehmer Dario Tomas mit dem Gastgeber Oberst i Gst Mathias Müller unter anderem über zwei prägende Punkte in seiner Biografie – über militärische Härte und unternehmerischen Antrieb. Tomas, CEO, Secondo, Basler und Grenadier, erzählt von seinem Weg ins Militär, über Zweifel, Durchhaltewillen und darüber, wie die Rekrutenschule sein Leben geprägt hat.

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Herisau AR: E-Bike-Fahrer prallt in Fussgängerin – 75-Jährige mittelschwer verletzt

Am Donnerstagvormittag, 18. Dezember 2025, ist es in Herisau zu einem Unfall zwischen einem E-Bike-Fahrer und einer Fussgängerin gekommen. Die Frau musste in Spitalpflege gebracht werden.

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Zürich ZH: Polizei verhindert Zusammenstoss von Demos – Polizist ins Gesicht geschlagen

Am Mittwochabend, 17. Dezember 2025, stoppte die Stadtpolizei eine unbewilligte Demonstration im Kreis 1 und verhinderte dadurch ein Aufeinandertreffen mit Teilnehmern einer bewilligten Kundgebung auf der Rathausbrücke. Die Stadtpolizei Zürich war mit einem entsprechenden Aufgebot im Einsatz.

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Bischofszell TG: Velofahrer stürzt nach Kollision mit rotem Auto – Zeugen gesucht

Ein Velofahrer wurde am Mittwochnachmittag bei einem Verkehrsunfall in Bischofszell leicht verletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Hochdorf LU: Lieferwagen erfasst Fussgänger – 24-Jähriger erheblich verletzt

Am Mittwoch (17. Dezember 2025, kurz vor 14.30 Uhr) ereignete sich im Gebiet Ziegeneihof, auf Höhe der Turbistrasse, in Hochdorf ein Verkehrsunfall. Dabei kollidierten ein Lieferwagen und ein 24-jähriger Fussgänger.

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Kriens LU: Fussgängerin auf Fussgängerstreifen von Auto erfasst

Eine Frau überquerte am Mittwoch (17. Dezember 2025, kurz vor 21:30 Uhr) im Bereich der Bushaltestelle Oberkuonimatt in Kriens auf dem Fussgängerstreifen die Ringstrasse. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst und verletzt.

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Schweiz: Betrüger versprechen falsche MwSt.-Rückerstattung im Namen des BAZG

Betrügerische E-Mails im Namen des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) versprechen eine angebliche Rückerstattung der Schweizer Mehrwertsteuer. Mit dieser Masche versuchen die Täter, an persönliche Daten sowie Kreditkartendaten der Empfänger zu gelangen.

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Wetter am Donnerstag, 18.12.2025: Nebel im Mittelland, Sonne und Föhn in den Alpen

Die Schweiz liegt weiterhin in einer schwachen südwestlichen Höhenströmung. Am Donnerstag und Freitag ist das Wetter hochdruckbestimmt, über den Niederungen der Alpennordseite hält sich allerdings ein nebliger Kaltluftsee. Durch die Nähe zu einem Tief über den Britischen Inseln stellt sich am Donnerstag in den Alpen eine Föhnströmung ein, zudem bleibt die Alpensüdseite vorerst noch belastet. Am Freitag lässt der Föhn nach und am Abend nähert sich eine schwache Störung der Westschweiz.

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Däniken SO: 78-jährige Lenkerin überschlägt sich mit Auto auf Hauptstrasse

Auf der Hauptstrasse in Däniken hat am Mittwochmorgen, 17. Dezember 2025, eine Automobilistin die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Sie kam von der Strasse ab, prallte in Gegenstände und parkierte Autos und blieb auf dem Dach liegen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.