Schweiz

Rheinfelden AG: Mann stranguliert sich in Polizeizelle – 45-Jähriger stirbt im Spital

Am Donnerstagnachmittag hat sich ein Mann in einer Einstellzelle der Kantonspolizei Aargau in Rheinfelden mit einem Kleidungsstück stranguliert. Er war zuvor wegen ausgesprochener Drohungen festgenommen worden.

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Alle JU: PW kracht in Waldstück frontal in Baum – Lenker eingeklemmt und verletzt

Gegen Mitternacht am Freitag, dem 19. Dezember, fuhr ein Autofahrer auf der Nebenstraße von Alle in Richtung Coeuve. Am Eingang eines Waldes, in der Ortschaft Les Vernes, verliess er aus einem Grund, der noch ermittelt werden muss, die Strasse nach links und kollidierte frontal mit einem Baum.

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Schwellbrunn AR: Auto überschlägt sich nach Kurve – Beifahrer verletzt, Lenker betrunken

Am Freitagnachmittag, 19. Dezember 2025, ist es in Schwellbrunn zu einem Selbstunfall gekommen. Der Beifahrer wurde dabei leicht verletzt.

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Zürich ZH: Feuerwehr wegen Chemieunfall, Brand und Containerbränden im Grosseinsatz

Am Freitagabend haben zwei Ereignisse innert kürzester Zeit für ein Grossaufgebot von Einsatzkräften gesorgt. Nach einem Chemieunfall wurden drei Personen hospitalisiert. Ein Dachstockbrand sorgte zudem für andauernde Löscharbeiten.

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Le Locle NE: Velofahrerin bei Zusammenstoss mit Auto verletzt – ins Spital gebracht

Am Freitag, dem 19. Dezember, um 16:30 Uhr, verließ eine 45-jährige Frau aus Belfaux, Fribourg, mit ihrem Auto die Tankstelle in der Rue Girardet 27 in Le Locle und wollte in derselben Straße nach Osten abbiegen. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem Fahrrad, das von einer 27-jährigen Frau aus Le Locle auf dem Radweg gefahren wurde.

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Rüdlingen SH: Vortritt missachtet – Auto überschlägt sich, Lenker (18) verletzt

Am Freitagabend (19.12.2025) kam es in Rüdlingen zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen. Dabei überschlug sich eines der Fahrzeuge und kam auf dem Dach liegend in einem Ackerfeld zum Stillstand. Ein Lenker wurde leicht verletzt.

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Wetter am Samstag, 20.12.2025: Nebel im Flachland, Saharastaub in den Alpen und Föhn

Zwischen einem flachen Hoch über Südosteuropa und einem umfangreichen Tief über dem Nordatlantik liegt der Alpenraum unter einer südwestlichen Höhenströmung, mit welcher bis Samstag vor allem gegen die westlichen Landesteile feuchtere Luft herangeführt wird. Im Mittelland liegt ein feuchter Kaltluftsee. Am Sonntag dreht die Höhenströmung zunehmend auf Süd bis Südost und über den Alpen kommt Föhn auf. Am Alpensüdhang staut sich die feuchte Luft.

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Alterswilen TG: Sekundenschlaf und Alkohol – PW kracht in Zaun, Lenker fahrunfähig

Ein Autofahrer verursachte am Freitagmorgen in Alterswilen infolge eines Sekundenschlafs einen Selbstunfall. Er wurde als fahrunfähig beurteilt. Gegen 5.40 Uhr meldeten Einsatzkräfte des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit der Kantonalen Notrufzentrale einen verunfallten Autofahrer an der Ellighauserstrasse.

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Dübendorf ZH: Trickdiebe stehlen Rentnerin 11’000 Franken – Rumänen festgenommen

Fahnder der Kantonspolizei Zürich haben am Mittwochnachmittag (17.12.2025) in Dübendorf zwei Männer verhaftet, die zuvor gemeinsam einen Trickdiebstahl begangen hatten. Die Polizisten beobachteten gegen 16 Uhr zwei Männer, die sich beim Chilbiplatz aufhielten und Bankkunden beobachteten.

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Weiningen ZH: 13-Jähriger verunfallt mit illegalem E-Trottinett – schwere Kopfverletzung

Bei einem Sturz mit einem E-Trottinett hat sich ein Bube am Freitagnachmittag (19.12.2025) in Fahrweid (Weiningen) schwere Verletzungen am Kopf zugezogen. Gegen 13.30 Uhr ist ein 13-jähriger Junge mit einem E-Trottinett auf der Brunaustrasse von Brunau in Richtung Schulhaus Fahrweid gefahren.

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Basel BS: Ermittlungen nach Sexualdelikt an Kind – Polizei bittet um Hinweise und Videos

Im Sexualdelikt an einem Kind vom Donnerstag, 18. Dezember 2025, ermittelt die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zurzeit gemeinsam mit ihren Partnerbehörden mit Hochdruck die Identität des noch unbekannten Täters und den genauen Tathergang. Aufgrund der bisherigen Befragungen hat sie ein Phantombild erstellen und das Signalement präzisieren können.

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Trickdiebstahl im Alltag – Präventionstipps der Kapo St. Gallen

Trickdiebstahl gehört zu den häufigsten Delikten im öffentlichen Raum. Die Täter nutzen menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Höflichkeit oder ganz einfach die alltägliche Hektik aus. Sie agieren professionell, meist in Teams, und setzen gezielt auf Ablenkung. Vor allem in der stressigen Vorweihnachtszeit ist Vorsicht gefragt. Präventionstipps zum Schutz der Wertsachen und Verhalten im Alltag zeigt der folgende Ratgeber in Kooperation mit der Kantonspolizei St Gallen.

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Bürglen UR: Einbruchversuch im Auto – Algerier mit Einreisesperre festgenommen

Eine Anwohnerin im Gebiet Grossgrund in Bürglen meldete der Kantonspolizei Uri heute Freitag, 19. Dezember 2025, kurz nach 04.45 Uhr, zwei "Fälleler" auf Velos, die versucht hätten, in ein parkiertes Auto einzubrechen. Mehrere Polizeipatrouillen rückten umgehend aus und leiteten eine Fahndung ein.   Im Rahmen dies...

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Wolhusen LU: 5 Autos bei Einbruch gestohlen – 3 Franzosen nach Unfällen gefasst

In der Nacht auf Donnerstag, 11. Dezember 2025, wurden in Wolhusen im Rahmen eines Einbruchdiebstahls in einen Garagenbetrieb fünf Personenwagen entwendet. Drei Tatverdächtige konnten einige Zeit später festgenommen werden, nachdem sie in Röschenz (BL) und Feldbrunnen (SO) mit drei der entwendeten Fahrzeuge in Verkehrsunfälle verwickelt waren. Ein weiteres gestohlenes Fahrzeug wurde in Langenbruck (BL) sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Sursee geführt.

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Kanton St.Gallen: Adventsgruss der Kapo – aktuelle Radarstandorte jetzt online abrufbar

#Radar Dekorierte Häuser und winterliche Stimmung im ganzen Kanton. Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit und viele gemütliche Momente mit euren Liebsten.

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Landschlacht TG: Streifkollision mit Lieferwagen – Frau (20) prallt in Obstanlage

Bei einer Streifkollision mit einem Lieferwagen wurde am Donnerstag in Landschlacht eine Autofahrerin leicht verletzt. Sie musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Rickenbach ZH: Anklage nach Turnhallen-Überfall durch FCZ-Fans im Oktober 2024

Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hat gestern beim Bezirksgericht Winterthur Anklage gegen zwei Anhänger des FC Zürich erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober 2024 in eine Turnhalle in Rickenbach eingedrungen zu sein, gewaltsam ein GC-Fanbanner entwendet und zwei Personen verletzt zu haben.

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Frauenfeld TG: Jugendlicher (15) im Bus angegriffen – Polizei sucht unbekannten Täter

Ein Jugendlicher wurde am Donnerstag in Frauenfeld von einem unbekannten Mann tätlich angegangen. Er wurde leicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Stadt St.Gallen SG: Fussgänger (72) bei Unfall verletzt – Polizei sucht unbekannten Autofahrer

Am Donnerstagmorgen (18.12.2025) ist es an der Haggenstrasse zu einem Unfall zwischen einem unbekannten Autofahrer und einem Fussgänger gekommen. Der Fussgänger wünschte vor Ort keine Polizei und wurde nach Hause gebracht. Erst am Nachmittag meldete er den Vorfall der Polizei, weshalb nun der Autofahrer gesucht wird.

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Chur GR: Auffahrkollision auf A13 – zwei Personen verletzt, grosser Feierabendstau

Am späten Donnerstagnachmittag ist es auf der Autobahn A13 zu einer Auffahrkollision gekommen. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Feierabendverkehr kam es sowohl auf der Autobahn als auch im Stadtgebiet von Chur zu Verkehrsbehinderungen.

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Dietikon ZH: Rumänische Bande für Einbruchserie in zehn Kantonen angeklagt

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen schweizweit tätige Diebesbande Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Mitte Dezember 2025 beim Bezirksgericht Dietikon Anklage gegen fünf rumänische Staatsangehörige erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 2024 in zehn Kantonen knapp zwei Dutzend Einbruchdiebstähle begangen zu haben – mehrheitlich in Filialen von Mobilfunkanbietern. Der Deliktswert übersteigt eine Million Franken.

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Stadt Zürich ZH: Stadtpolizei verlängert Öffnungszeiten der Wache City ab Januar 2026

Die Stadtpolizei Zürich passt die Öffnungszeiten der Regionalwache City per 1. Januar 2026 an. Somit können auch am Samstag wieder Anzeigen aufgegeben werden. Dringende Fälle werden nach wie vor auch ausserhalb der Öffnungszeiten entgegengenommen. Weiterhin stehen die digitalen Anzeigemöglichkeiten und der Online-Polizeiposten zur Verfügung. In der Vergangenheit hat die Stadtpolizei Zürich die Öffnungszeiten der Regional- und Quartierwachen wiederholt den Entwicklungen angepasst. Zuletzt auch aufgrund personeller Engpässe.

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Solothurn SO: 11 Diensthunde bestehen Einsatzprüfung – top Leistung im Ernstfall

3, 2, 1 – Action! 11 unserer Diensthunde gaben an der diesjährigen Diensthundeprüfung alles – und überzeugten auf ganzer Linie. Egal, ob die Suche nach Gegenständen im Freien, eine Gebäudedurchsuchung oder das Stellen und Anhalten von Tätern: Unsere Diensthunde sind fit für den Ernstfall.

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St.Gallen SG: Jetzt bewerben – Kapo sucht Verstärkung für Analyse von Serien-Delikten

Wie könnte die erkannte Einbruch-Serie zur Dämmerungszeit mit der verdächtigen Feststellung eines Personenwagens zusammenhängen? Kann der angehaltene Ladendieb auch noch weiteren Delikten zugeordnet werden? Trifft das erkannte Muster bei den erfolgten Blitzeinbrüchen in Elektrofachgeschäfte auch beim nächsten Ereignis zu?

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St.Gallen SG: Reto Wehrle führt seit 2024 das Diensthundewesen der Kantonspolizei

Ein Blick zurück ins Jahr 2014 in die Olma Arena, als Reto Wehrle mit seinem Polizeihund im Einsatz war. Seit 2024 leitet Reto das Diensthundewesen der Kantonspolizei St.Gallen mit rund 20 Diensthunden.

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Schweiz: Bundesrat lässt Grenzkontrollen verstärken – Fokus liegt auf Südgrenze

An seiner Sitzung vom 19. Dezember 2025 hat der Bundesrat über die Umsetzung der beiden Motionen der Staatspolitischen Kommissionen (SPK) zur „Intensivierung der Grenzkontrollen an der Schweizer Grenze“ entschieden. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) wird die Kontrollen an den Grenzen situativ und gezielt verstärken.

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Bazenheid SG: Diesel läuft aus beschädigtem Tank – Feuerwehr verhindert Umweltschaden

Am Donnerstagnachmittag (18.12.2025) ist an der Chrobüelstrasse auf dem Vorplatz eines Einfamilienhauses eine erhebliche Menge Diesel aus einem Tank ausgelaufen. Ein Grossaufgebot von Einsatzkräften konnte verhindern, dass das Diesel in ein Gewässer gelangte.

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Salez SG: Auto stürzt in Mülbach – Fahrerin fahrunfähig, Feuerwehr im Einsatz

Am Donnerstagnachmittag (18.12.2025) ist eine 61-jährige Frau mit ihrem Auto in den Mülbach gefahren. Sie wurde als fahrunfähig eingestuft. Die Feuerwehr befreite sie aus dem Auto.

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Schafisheim AG: Neuer Standort für Infoanlass zum Polizeiberuf der Kapo Aargau

Zeit umzuziehen. Unser Informationsabend, bei dem du spannende Facts und Informationen rund um den Polizeiberuf, das Auswahlverfahren und die Ausbildung erhältst, zieht um. Neu findet der beliebte Infoabend in der Mobilen Polizei, Länzert 10 in 5503 Schafisheim statt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.