Schweiz

Kanton St.Gallen: Polizeihunde im Einsatz – so arbeitet das Diensthundewesen

Zu Besuch bei Reto Wehrle, Leiter Diensthundewesen: Als Leiter des Diensthundewesens trägt Reto Wehrle die Verantwortung für Ausbildung, Planung und Weiterentwicklung der Polizeihunde. Währenddessen steht er selbst mit seinen zwei Hunden regelmässig im Einsatz. Zwischen strategischer Führung, intensiver Ausbildung und praktischer Arbeit an der Front verbindet er Organisationstalent mit echter Leidenschaft für den Polizeidienst auf vier Pfoten.

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Kanton Aargau: Reifen in Tiefgarage lagern?! Einfache Beute für Diebe (Video)

Kompletträder-Diebstähle kommen leider häufig vor. Die Kantonspolizei Aargau warnt davor, Felgen oder Reifen in öffentlich zugänglichen Tiefgaragen zu lagern.

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Bellinzona TI: Waffenübergabe an 25 Polizei-Aspiranten der Polizeischule

Am 12. Dezember fand im Gemeinderatsaal von Bellinzona die Zeremonie zur Übergabe der Waffe an die Aspiranten der Polizeischule des 5. Prüfbezirkes (SCP2025) statt. Insgesamt nahmen 25 Aspirantinnen und Aspiranten an der feierlichen Veranstaltung teil.

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Kanton Schwyz: Polizei warnt vor Alkohol am Steuer in der Weihnachtszeit

Egal ob Weihnachtsmarkt, privater Anlass oder Firmenfeier – Alkohol am Steuer ist tabu. Die Kantonspolizei Schwyz erinnert daran, dass "Don’t Drink and Drive" bereits bei der Hinfahrt beginnt.

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Schattdorf UR: Auto erfasst Fussgänger auf Gotthardstrasse – 49-Jähriger erheblich verletzt

Gestern Dienstag, 16. Dezember 2025, kurz vor 17.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Gotthardstrasse in Schattdorf in Fahrtrichtung Süden. Auf der Höhe des Gasthauses Brückli beabsichtigte ein Fussgänger die Strasse auf dem sich dort befindlichen Fussgängerstreifen zu überqueren.

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Zumikon ZH: Bauarbeiter stürzt über 20 Meter in Liftschacht und wird schwer verletzt

Bei einem Arbeitsunfall stürzte am Dienstagvormittag (16.12.2025) in Zumikon ein Bauarbeiter aus grosser Höhe in einen Liftschacht und verletzte sich schwer. Der Mann musste mit schwersten Verletzungen in ein Spital transportiert werden.

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Hornussen AG: Unfall mit 7-jährigem Bub auf Fussgängerstreifen – Polizei sucht Fahrer

Am Donnerstagnachmittag, 27. November 2025, kam es gegen 15.00 Uhr auf der Hauptstrasse in Hornussen zu einer seitlichen Kollision zwischen einem Velo und einem Auto. Verletzt wurde niemand, die Kantonspolizei Aargau sucht Zeugen.

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St.Gallen: Fokusbericht gibt Einblick ins Diensthundewesen der Kantonspolizei

#Fokusbericht Zu Besuch bei Reto Wehrle, Leiter Diensthundewesen Als Leiter des Diensthundewesens trägt Reto Wehrle die Verantwortung für Ausbildung, Planung und Weiterentwicklung der Polizeihunde.

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Wetter am Mittwoch, 17.12.2025: Sonne im Norden, Restwolken im Süden und im Osten

Die Schweiz liegt auf der Vorderseite einer flachen Tiefdruckzone über Südwesteuropa in einer kräftigen südlichen Höhenströmung. Dabei gelangt feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite und wird dort gestaut. Im Norden sorgt der Föhn für trockene Verhältnisse, allerdings bleibt der feuchte Kaltluftsee im Mittelland praktisch unverändert. Auf Mittwoch baut sich vom nahen Atlantik bis nach Osteuropa eine Hochdruckbrücke auf.

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Töss ZH: Velofahrer prallt in parkiertes Auto – 57-Jähriger mittelschwer verletzt

Am Samstagnachmittag, 13. Dezember 2025, kurz nach 15 Uhr, kollidierte ein Velofahrer auf der Dättnauerstrasse in Töss mit dem Heck eines korrekt parkierten Personenwagens. Der 57-jährige Velolenker stürzte und zog sich mittelschwere Verletzungen zu.

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Winterthur-Stadt ZH: Fahrzeug rollt ungesichert los – Anzeige gegen Halterin

Am Sonntagmorgen, 14. Dezember 2025, kurz nach 8 Uhr, meldete eine Frau der Einsatzzentrale, dass ein ungesichertes Fahrzeug über die Strasse beziehungsweise den Bahnübergang bei der Kreuzung Kiesstrasse/Schaffhauserstrasse gerollt sei. Sie konnte das Fahrzeug mit Unterstützung von Anwohnern an den Ursprungsort zurückschieben und sichern.

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Wülflingen ZH: Jugendliche zünden Parkbank an – Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

Am Sonntagabend, kurz vor 18 Uhr, meldete ein Mann der Einsatzzentrale, dass Jugendliche an der Rankstrasse in Wülflingen eine Parkbank angezündet hätten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte die Parkbank nicht mehr.

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Glarus GL: Erfolgreiche Abschlussprüfung – 16 neue Verkehrskadetten bereit für Einsätze

Am Samstag, 6. Dezember 2025, traten 16 Aspirantinnen und Aspiranten der Verkehrskadetten Glarnerland zur Prüfungsabnahme bei der Kantonspolizei Glarus an. Dieser grosse Tag bildete den Abschluss der einjährigen Ausbildung innerhalb der VKGL.

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Oberembrach ZH: Auto erfasst E-Bike ausserorts – Lenker lebensgefährlich verletzt

Am Dienstagmorgen ist in Oberembrach (16.12.2025) bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem E-Bike der Fahrer des Zweirads lebensgefährlich verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Eigentalstrasse ausserorts.

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Brügg BE: Update zum tödlichen Unfall bei Brüggmoos – der Tote war Schweizer (22)

Am Mittwochabend ist es ausserhalb des Längholztunnels bei der Verzweigung Brüggmoos auf der A5 bei Brügg zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Autolenker verstarb noch auf der Unfallstelle. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.

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Kanton Luzern: Polizei bildet vier junge Diensthunde mit intensiven Trainings aus

Einmal pro Woche – und viele Stunden in der Freizeit – trainieren unsere vier angehenden Diensthunde mit ihren Hundeführer/-innen. Noch jung, aber schon mit beeindruckender Konzentration und riesiger Motivation.

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Basel BS: Nachtkontrolle am Flughafen deckt illegale Waren und Falschanmeldungen auf

In der Nacht hat das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit am Flughafen Basel eine gezielte Kontrolle von per Luftfracht eingeführten Sendungen durchgeführt. Der Schwerpunkt der Kontrolle lag auf der Aufdeckung von Falschanmeldungen sowie illegalen Waren.

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Bern BE: Fussgängerin von Lastwagen erfasst und tödlich verletzt – Murtenstrasse gesperrt

Am Montagnachmittag ist eine Fussgängerin auf der Murtenstrasse in Bern von einem Lastwagen erfasst worden. Sie wurde dabei so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort verstarb. Die Murtenstrasse musste während mehrerer Stunden komplett gesperrt werden. Zur Klärung des Unfallhergangs werden Zeugen gesucht.

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St.Gallen SG: Autofahrer verliert auf Langgasse Bewusstsein und rammt mehrere Autos

Am Montagabend (15.12.2025) ist ein 63-jähriger Autofahrer auf der Langgasse mit einem parkierten Fahrzeug kollidiert, nachdem er das Bewusstsein verloren hatte. Der Fahrer wurde als fahrunfähig eingestuft. Verletzt wurde niemand, es entstand hoher Sachschaden.

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Martigny VS: Nächtliche Sperrungen auf A21 – Unterhaltsarbeiten im Tunnel Mont-Chemin

Im Januar 2026 führt das Bundesamt für Strassen Unterhaltsarbeiten im Tunnel Mont-Chemin sowie beim Anschluss Grand-St-Bernard in Martigny durch. Um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten, erfolgen die Arbeiten nachts, was Sperrungen der A21 erforderlich macht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.