Schweiz

Simplonpass VS: A9 wieder zweispurig – ASTRA beendet intensive Bausaison 2025

Die Bausaison 2025 auf der A9 Simplon, die im Februar begann, geht mit der Demontage der Lichtsignalanlagen auf dem Abschnitt Casermetta Ende dieser Woche zu Ende. Die Simplonstrasse kann während des Winters wieder zweispurig befahren werden, mit Ausnahme der Furabrücke.

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Delémont JU: Betrugsserie mit falschen Polizisten nimmt zu – Kantonspolizei warnt

In den letzten Wochen wurden der Kantonspolizei neue Betrugsversuche gemeldet, darunter zwei Fälle diese Woche in Ajoie. Auch in Franches-Montagnes gingen gestern über ein Dutzend Anzeigen ein. Angesichts des Wiederauflebens dieser Betrugsmasche ruft die Kantonspolizei Jura erneut zur Wachsamkeit auf.

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Gossau SG: Feuerwehr rückt mit Grossaufgebot zu Wohnungsbrand im obersten Stock aus

Am Montagabend (15.12.2025) ist es in einem Mehrfamilienhaus an der Rosenhügelstrasse zu einem Brand gekommen. Es entstand beträchtlicher Sachschaden. Die Attikawohnung, in welcher der Brand ausgebrochen war, ist nicht mehr bewohnbar.

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St.Gallen SG: Einbrecher (Kosovare) springt aus dem Fenster und flieht mit Beute

Am Montag (15.12.2025) wurde der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen eine verdächtige Person gemeldet, welche sich an der Terassentür eines Einfamilienhauses an der Härtistrasse zu schaffen machte. Den ausgerückten Patrouillen gelang es, den 53-jährigen Einbrecher festzunehmen, bevor er die Flucht ergreifen konnte.

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Kaltbrunn SG: Auto erfasst Fussgängerin (26) auf Fussgängerstreifen – schwer verletzt

Am Montag (15.12.2025) ist es auf der Rickenstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einer Fussgängerin gekommen. Eine 26-jährige Frau wurde eher schwer verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Langendorf/Solothurn SO: Drei Autos brennen innert Minuten – Polizei vermutet Brandstiftung

In Langendorf und Solothurn sind am Sonntagabend, 14. Dezember 2025, innert kurzer Zeit drei Autos in Brand geraten. Trotz raschem Löscheinsatz erlitten die Autos einen Totalschaden. Ersten Ermittlungen zufolge ist bei allen Brandfällen von Brandstiftung auszugehen.

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Unterlunkhofen AG: Übermüdete Lenkerin (58) schläft am Steuer ein – Auto landet in Bachbett

Eine Automobilistin verlor am frühen Montagabend die Kontrolle über ihr Fahrzeug und fuhr in einen Bach. Die Lenkerin begab sich zur Kontrolle in ein Spital. Als Unfallursache steht Übermüdung im Raum.

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Nottwil LU: Frontalkollision auf Kantonsstrasse – zwei Autofahrer leicht verletzt

Am Montagabend (15. Dezember 2025, kurz vor 18:00 Uhr) kam es auf der Kantonsstrasse in Nottwil zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos. Beide Lenker wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst 144 in ein Spital überführt.

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Wolhusen/Entlebuch LU: Sexuelle Übergriffe an Bahnhöfen aufgeklärt – Täter verstorben

Im Kanton Luzern kam es in den Jahren 2019 und 2024 zu versuchten Vergewaltigungen an den Bahnhöfen in Entlebuch und Wolhusen. Dank intensiven Ermittlungen und DNA-Spuren konnten die Luzerner Strafverfolgungsbehörden den Täter identifizieren. Der Mann ist inzwischen verstorben.

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Wetter am Dienstag, 16.12.2025: Föhn im Norden, Stau der Feuchtigkeit im Süden

Das wetterbestimmende Hoch hat seinen Schwerpunkt nach Südosteuropa verlagert. In den Niederungen der Alpennordseite liegt noch ein feuchter Kaltluftsee. Mit einer zunehmenden südwestlichen Strömung fliesst in der Höhe weiterhin etwas feuchtere Luft zum Alpenraum und in den Alpentälern nimmt die Föhnströmung zu. Am Dienstag liegt die Schweiz auf der Vorderseite einer flachen Tiefdruckzone über Südwesteuropa. Dabei gelangt feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite und wird dort gestaut, im Norden sorgt Föhn für trockene Verhältnisse. Auf Mittwoch lässt die südliche Höhenströmung nach, die feuchte Luft bleibt jedoch - trotz zunehmendem Hochdruckeinfluss - noch über den Alpen liegen.

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Vaduz (FL): Landespolizei sucht Nachwuchs – Eignungstest Ende Januar 2026

Sie schätzen den täglichen Umgang mit Menschen aus allen sozialen Schichten? Sie wünschen sich ein abwechslungsreiches Berufsleben? Sie fasziniert ein lebensnahes und spannendes Tätigkeitsfeld und sind bereit, im Schichtdienst zu arbeiten? Sie haben Interesse, die Landespolizei bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen?

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Neunkirch SH: Serie von Sachbeschädigungen – Schaffhauser Polizei bittet um Hinweise

In der Nacht von Sonntag (14.12.2025) auf Montag (15.12.2025) wurden in Neunkirch die Reifen von zwei Autos und einem Anhänger von einer unbekannten Täterschaft zerstochen. In derselben Nacht wurden im ganzen Dorf zudem weitere Sachbeschädigungen begangen.

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Aarau AG: Neues Polizeigebäude eröffnet – 160 Arbeitsplätze und Fokus auf Nachhaltigkeit

Nach dreijähriger Bauzeit konnte das neue Polizeigebäude in Aarau feierlich eröffnet werden. Das neue Polizeigebäude bietet 160 moderne Arbeitsplätze und erfüllt diverse Nachhaltigkeitsstandards. Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft sorgen damit unter einem Dach für die Sicherheit im Kanton.

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Trimbach SO: Polizei schnappt Marokkaner (15) und zwei Franzosen nach Einbrüchen

Nach einem vollendeten und mehreren versuchten Einbrüchen in Winznau und Trimbach in der Nacht auf Sonntag, 14. Dezember 2025, ist es der Kantonspolizei Solothurn gelungen, drei mutmassliche Täter anzuhalten und festzunehmen. Am Samstag, 13. Dezember 2025, um circa 23.45 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Solothurn die Meldung über einen Einbruch in einen Garagenbetrieb in Trimbach ein.

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Luzern LU: 29 Autos beschädigt – 23-Jähriger zerstach Reifen aus Unzufriedenheit

Zwischen dem 20. und 22. November 2025 beschädigte ein 23-jähriger Mann in Emmenbrücke, Rothenburg sowie in der Stadt Luzern insgesamt 29 Fahrzeuge, indem er deren Reifen zerstach. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 13’000 Franken. Der Tatverdächtige stellte sich kurz darauf selbst bei der Polizei.

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Schattdorf UR: Wohnhaus in Flammen – zwei Verletzte, Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz

Heute Montag, 15. Dezember 2025, kurz nach 14.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Brandfall in Schattdorf informiert. Demnach konnte eine starke Rauchentwicklung in einem Wohnhaus in der Dorfstrasse festgestellt werden.

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Aarau AG: Jugendliche werfen Steine auf Autos und legen Platten auf Bahngleise

Am Sonntagabend meldete eine Drittperson, dass ihm soeben ein Stein auf sein Auto geworfen wurde. In der Folge konnten drei Jugendliche angehalten werden. Zur selben Zeit meldete ein Lokführer, dass Platten auf dem Bahngleis liegen würden. Diese gefährliche Aktion dürfte ebenso auf das Konto der Jugendlichen gehen.

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Bern BE: Stadionspiel mit Fantrennung – Polizei informiert über Verkehr und Anreise

Am Mittwoch findet das Meisterschaftsspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zürich statt. Aufgrund des Besucheraufkommens ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Es wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Zernez GR: Kanton stellt Verkehrskonzept für Olympische Winterspiele 2026 vor

Vom 6. bis 22. Februar 2026 finden die 25. Olympischen Winterspiele in Milano Cortina (Italien) statt. Ein Teil der Anreise erfolgt über den Kanton Graubünden. Um den zusätzlichen Verkehr sicher, geordnet und möglichst staufrei abzuwickeln, hat der Kanton Graubünden ein umfassendes Verkehrs- und Parkierungskonzept erarbeitet. Dieses wurde heute Montag, 15. Dezember 2025, an einer Informationsveranstaltung in Zernez Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Gemeinden, Transport, Tourismus und Hotellerie vorgestellt.

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Zofingen AG: Regionalpolizei zieht positive Jahresbilanz – Beförderungen und Abschiede

Die Regionalpolizei Zofingen hat sich im vergangenen Jahr erneut mit grossem Engagement für die Sicherheit und Ordnung in allen Vertragsgemeinden eingesetzt. Die Polizeipräsenz liegt im ähnlichen Rahmen wie im Vorjahr und trägt damit zum Sicherheitsempfinden der Bevölkerung bei.

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Zell LU: Mit 0.8 mg/l Alkohol am Steuer – Lenker prallt in Zaun bei Bahnübergang

Am Samstagabend (13. Dezember 2025, nach 23:45 Uhr) verlor ein 37-jähriger, alkoholisierter Mann (0.8 mg/l) auf dem Bahnübergang "Engelprächtigen" die Kontrolle über sein Auto. Es prallte gegen eine Tafel sowie einen Zaun.

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Dagmersellen LU: Selbstunfall mit Kleinbus – 33-Jähriger verliert Führerausweis

Am Sonntagmorgen (14. Dezember 2025, kurz nach 09:00 Uhr) kam ein 33-jähriger Lenker mit einem Kleinbus auf der Kantonsstrasse von Knutwil in Richtung Uffikon von der Strasse ab und prallte gegen mehrere Bäume. Der Mann war allein unterwegs und wurde vom Rettungsdienst 144 zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Luzern LU: Selbstunfall in Littau – 28-Jähriger fährt in Geländer, 15'000 Franken Schaden

Luzern (Ortsteil Littau): Lenker verliert Kontrolle über Auto und fährt gegen Geländer Am Sonntagabend (14. Dezember 2025, nach 23:30 Uhr) verlor ein 28-jähriger Mann auf der Luzernerstrasse in Richtung Malters die Kontrolle über sein Auto und prallte damit gegen ein Geländer.

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Delémont JU: Neun neue Gendarmen leisten Eid – feierliche Zeremonie für Kantonspolizei

Dieser feierliche Anlass markiert den Abschluss der Ausbildungsphase zukünftiger Gendarmen und gratuliert gleichzeitig den Polizeibeamten, die im Jahr 2025 einen höheren Rang oder eine neue Funktion erhalten haben. Die neuen Mitarbeiter leisteten außerdem offiziell ihren Eid.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.