Schweiz

Steinach SG: Fussgänger (89) nach Kollision mit Auto unbestimmt verletzt

Am Mittwoch (21.09.2022), kurz vor 19:00 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Mann auf einem Fussgängerstreifen gekommen. Der 89-jährige Fussgänger wurde dabei unbestimmt verletzt. Das medizinische Fachpersonal brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Alt St. Johann SG: Motorrad prallt gegen Lastwagen - Motorradfahrer (17) verletzt

Am Mittwoch (21.09.2022), um 19:00 Uhr, ist auf der Hauptstrasse ein 17-jähriger Mann auf einem Motorrad gegen einen Lastwagen geprallt. Dabei wurde der Motorradfahrer unbestimmt verletzt. Das medizinische Fachpersonal brachte ihn ins Spital. Der Sachschaden beträgt über tausend Franken.

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Schweizer Armee: Parlament unterstützt Umweltschutz auf Waffenplätzen

Mit dem Programm Natur – Landschaft – Armee fördert das VBS seit Jahren die Biodiversität auf den Waffenplätzen. Dieses Engagement stützt das Parlament mit zusätzlichen Umweltschutz-Vorgaben. Verzicht auf synthetische Pestizide, Schaffung von Korridoren zum Schutz der Artenvielfalt und von Wildtieren sowie Beseitigung von Lichtverschmutzung: Diese drei zusätzlichen Ziele soll das VBS gemäss Motion von Ständerätin Céline Vara (Grüne/NE) in den Aktionsplan Biodiversität aufnehmen. Der Aktionsplan wird zurzeit ausgearbeitet. "Das VBS trägt in grossem Masse dazu bei, dass der Bund der grösste Grundstückseigentümer der Schweiz ist. Daher steht ausser Zweifel, dass dieses Departement im Kampf gegen den gravierenden und rasanten Rückgang der Biodiversität, der unser Ernährungssystem ernsthaft infrage stellt, eine tragende Rolle spielt», so die Motionärin. Dabei anerkennt Vara sehr wohl, dass das VBS viel in Sachen Umweltschutz unternimmt: "Es ergreift seit einigen Jahren Massnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Artenvielfalt."

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Stadt Zug ZG: Zwei Ladendiebe (Georgier, beide 27) verhaftet

Zwei Männer haben in einer Verkaufsfiliale Ware gestohlen. Dank einer wertvollen Bürgermeldung konnten die Ladendiebe wenig später festgenommen werden. Am Mittwochnachmittag (21. September 2022), kurz nach 15:30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Zuger Polizei die Meldung von zwei sich verdächtig verhaltenden Personen an der Baarerstrasse in Zug ein.

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Gais AR: Industriegebäude in Brand geraten

Am Donnerstag, 22. September 2022, ist es in Gais zu einem Brand in einem Industriegebäude gekommen. Es entstand Sachschaden. Kurz vor 1.00 Uhr informierte ein Anwohner des Industriegebietes Forren die Kantonale Notrufzentrale in Herisau, dass bei einem benachbarten Gebäude im Bereich der Fassade ein Feuer erkennbar sei.

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Thalwil ZH: Zwei falsche Polizisten (Serben, 26 und 30) verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochnachmittag (21.9.2022) in Thalwil zwei mutmassliche Telefonbetrüger bei der Abholung der erhofften Beute verhaftet. Am frühen Nachmittag meldete sich eine 67-jährige Frau bei der Kantonspolizei Zürich und gab an, dass sie derzeit mit einem Telefonbetrüger in Kontakt stehe.

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A8 / Sperrung bei Därligen BE für Belagsersatz

Bei den Anschlüssen Därligen-West und Därligen-Ost wird der Belag ersetzt. Die Ausfahrt Därligen-West wird dafür gesperrt, bei Därligen-Ost kann der Verkehr wechselseitig geführt werden. Bei den Anschlüssen Därligen-West und Därligen-Ost wird voraussichtlich nächste Woche der Belag ersetzt. Dafür sind verschiedene Beeinträchtigungen nötig.

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Linthal GL: Zwei Einbruchdiebstähle in Hütten – Zeugenaufruf

In der Nacht auf Donnerstag, 22.09.2022, wurde an der Klausenstrasse in Linthal in zwei Hütten eingebrochen. Eine unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der "Gänglihütte" sowie zur "Fitterenhütte" und durchsuchte diese. Der Deliktsbetrag konnte noch nicht beziffert werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hundert Franken.

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Kanton Graubünden: Neuer Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz

Die Bündner Regierung ernennt Pascal Porchet zum neuen Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz. Er wird diese Funktion ab 1. Januar 2023 übernehmen. Die Bündner Regierung hat den 50-jährigen Pascal Porchet zum neuen Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz (AMZ) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Martin Bühler an, der per 1. Januar 2023 sein Amt als Regierungsrat antritt.

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Altenrhein / Staad SG: Mutmassliches Tötungsdelikt auf Schiff

Am Mittwoch (21.09.2022), vor 15:20 Uhr, dürfte sich auf einem privaten Schiff, das den Hafen Rheinhof in Altenrhein anlief, ein Tötungsdelikt ereignet haben, bei welchem eine Person ums Leben kam. Der mutmassliche Täter dürfte sich im Anschluss an die Tat mit einem Sprung auf die Autobahn A1 bei Staad das Leben genommen haben.

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Sulgen TG: Frontalkollision zwischen Auto und Sattelmotorfahrzeug – ein Verletzter

In Sulgen kam es am Mittwoch zur Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Sattelmotorfahrzeug. Der Autofahrer wurde verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war ein 79-jähriger Autofahrer kurz vor 15.30 Uhr von Kradolf herkommend auf der Hauptstrasse unterwegs.

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St.Gallerstrasse in Flawil SG wird saniert

Am Montag, 3. Oktober 2022 beginnt das Strassenkreisinspektorat Gossau mit der Sanierung der St.Gallerstrasse in Flawil. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mai 2023. Dabei führt das Tiefbauamt zwischen der Sonnenhalde und der Unterführung Feld Strassenbauarbeiten durch. Von Oktober bis Dezember 2022 und ab Februar bis Mai 2023 müssen Verkehrsteilnehmende mit Behinderungen rechnen.

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Kapo Bern: Wenn wir die Todesnachricht überbringen müssen

Dieser Moment, wenn ich vor der Tür einer Wohnung stehe, meine Uniform nochmals auf ihre Korrektheit überprüfe. Ich bin so gut vorbereitet, wie es geht, und dennoch scheint die Situation unkontrollierbar. Ich atme nochmals durch und unterdrücke den Gedanken, dass mein Klingeln an der Tür das Leben eines oder mehrerer Menschen unweigerlich verändert, von der einen Sekunde auf die nächste.

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Gunten BE: Auto bei Selbstunfall Böschung hinuntergestürzt – drei Verletzte

Am Mittwochabend ist in Gunten ein Auto bei einem Selbstunfall eine steile Böschung hinuntergestürzt. Drei verletzte Personen konnten aus dem Fahrzeug geborgen werden. Sie wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht. Die Bergung des Unfallwagens gestaltete sich aufgrund der Örtlichkeit aufwendig. Die Strasse war mehrere Stunden gesperrt. Der Unfall wird untersucht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.