Burger King wirbt mit üblen sexistischen Plakaten

22.07.2013 |  Von  |  News
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Die plumpeste, ideenloseste Form, Produkte anzupreisen, besteht darin, als Blickfang (halb)nackte Frauen in der Werbung einzusetzen.

Aktuell benutzt auch Burger King diese hirnlose Masche auf Plakaten für seine „Gold Collection“ – und greift damit tief in die unterste Schublade.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde auf dem Burger King-Werbeplakat (hier aufgenommen in Wetzikon) für ein Erotikportal oder einen Escortservice geworben: Eine fast nackte, sich räkelnde Frau schaut den Betrachter auf dem Bauch liegend mit schmachtendem Blick an.

Darüber steht in grossen Lettern „Gold Collection“ – und darunter „exklusiv nur für kurze Zeit“. Die Haut der blondhaarigen Frau schimmert goldfarben – der Bezug zwischen Überschrift und der Frau ist nicht zufällig schon hierdurch gegeben.

Was, fragt sich der Betrachter, ist denn „nur für kurze Zeit“ zu haben, und was hat es mit der „Gold Collection“ auf sich? Hat Burger King etwa Frauen im Angebot, die an den Mann gebracht werden sollen? Handelt Burger King etwa mit Frauen? Fast könnte man es meinen, wäre da nicht auch noch der fette Burger im Bild – auf dem Boden direkt neben der Frau.

Die primitive Botschaft des Werbeplakats: Ein Burger ist wie ein schöner Frauenkörper – „lecker“ und billig zu haben (und vice versa). Burgerfleisch = weibliches „Frischfleisch“. Auffällig ist, wie akribisch (und dummdreist) die Gleichsetzung zwischen Burger und Frau auch fotografisch umgesetzt ist.

Der Vorwurf des Sexismus mag oft übertrieben sein und als Totschlagargument eingesetzt werden – hier trifft er aber hundertprozentig zu! Diese Burger King-Werbung ist Sexismus in Reinform! Eine solche Art der Werbung ist frauenverachtend, sexistisch, absolut ideenlos, null inspirativ, hirnrissig – und zielt offenbar auf völlig verblödete Konsumenten.

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9 Kommentare


  1. Sex sells. Das ist halt leider so. Gesehen hast du auf deinem Weg, wohin auch immer, vermutlich nur gerade dieses Plakat. Hunderte andere Plakate hast du heute wahrscheinlich schon ignoriert. Ich habe das Plakat heute auch bei der Autobahnausfahrt Winterthur-Ohringen bemerkt. Ich wollte mir dann bewusst, die Plakate auf meinem Arbeitsweg merken. Mir ist es 100m gelungen und dann war ich bereits wieder abgelenkt. Auf diesen 100m hatte es aber bestimmt 20 APG-Plakate. Unter anderem auch eins von McDonalds, das hast du bestimmt nicht gesehen.

    Der Sexismus-Vorwurf finde ich plump. Ich glaube nicht, dass die Frauen in der Schweiz, durch dieses Plakat einen Nachteil haben. Schliesslich geht es genau darum. Burger-King bekommt aber seine Aufmerksamkeit, was sie durch die APG-Werbeplätze teuer erkauft hat.

  2. Wenn Gillette mit dieser Frau werben würde, wäre es noch etwas anderes. Das hätte etwas mit Estetik, Schönheit, glatter Haut, etc. zu tun. Aber Burger King? Wenn ich dieses Plakat sehe, kommt in mir die Frage auf, wenn ich diesen Burger bestelle, bekomme ich diese Frau dazu? Was hat die Frau mit dem Burger zu tun?

  3. „Wenn ich dieses Plakat sehe, kommt in mir die Frage auf, wenn ich diesen Burger bestelle, bekomme ich diese Frau dazu?“

    Genau dieser Gedanke ist mir auch gekommen…

  4. Ich finde es skandalös, dass Frauen nach wie vor auf diese sexistische Art missbraucht werden! Es geschieht fast tagtäglich, so dass sich sogar die Betroffenen (d.h. die Frauen) kaum mehr aufregen! Man weiss von der Forschung her jedoch genau, dass sich solche Bilder unbewusst einbrennen und ihre Wirkung entfalten: Vergewaltigungen, Gewalt an Frauen, Respektlosigkeit, Frauen nicht so ernst nehmen, wie Männer, etc. sind die Folgen. Wehe, wenn man einen Penis sieht, dann darf erst ab 18 Jahren hinschauen!!
    Wann werden Frauen wohl tatsächlich endlich gleichberechtigt sein??

  5. Hat jemand etwas Besseres erwartet von Mc Donald? Wer Werbung macht für Fleisch, ist eh schon auf dem Tiefpunkt. Marc Bonanomi

  6. Frauen sind wunderbar, schön, anziehend und begehrenswert. Nur normal, dass gute Werber diese Eigenschaften für Ihre Zwecke nutzen. Der Erfolg gibt ihnen recht. Natürlich ist das sexistisch aber anstößig ist eine solche Lappalie in einer gleichberechtigten und gut aufgeklärten Gesellschaft nicht. Männer stehen auf Frauen, Autos, Burger usw… Diesen Umstand zu moralisieren halte ich nicht für angebracht.

  7. Das Burger King-Plakat erinnert fast an eine Plakataktion von Terre Des Femmes: In Folie eingepackte Frauen – mit dem Etikett „fresh meat“ versehen – sollen auf Zwangsprostitution aufmerksam machen. Siehe das Bild unter diesem Link:

    http://stadtblatt-pforzheim.de/uberregional/30-000-frauen-werden-sexuell-ausgebeutet/

    Nur dass bei Burger King das „fresh meat“ geradezu angepriesen wird.

  8. Hi,

    ich meine, alleine der Umstand das wir hier darüber reden, gibt dem Texter doch schon recht. Die Reklame macht genau das, was Reklame machen soll. Punkt,…gute Arbeit.
    Unsere Gesellschaft gibt doch die Werte vor. Solange die hübsche, wohlgeformte Dame, die visuelle Aufmerksamkeit der Mehrheit erregt, wäre es doch dumm, sie nicht als Werbemittel einzusetzen. (zumal das ihr Job ist, wozu man sie wohl kaum gezwungen hat,…gg*))
    Das hat nichts mit Sexismus zu tun, glauben Sie mir, das passiert nur in Ihrem Kopf.
    Wenn Claudia Schiffer ihr DEO oder sonstwas bewirbt, geht`s noch mit weniger Stoff. Ist das auch Sexismus?
    Nein,nein,…meine lieben Freunde, einen Gang zurückschalten und die Werbeleistung respektieren.

    gruss

    guenter

    gruss

    guenter

  9. Ich bin gerade in München, wo mir am HBF ein Burger King-Plakat aufgefallen ist. Wie man dort sieht, kann Burger King auch anders – auch ohne eine halbnackte Frau neben den Burger zu setzen. So sieht es doch gleich appetitlicher aus. Siehe dazu das Bild:

    http://polizei.news/wp-content/uploads/2013/07/P1030240.jpg

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