Liechtenstein: Lawinengefahr richtig einschätzen

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Nach einer längeren Trockenperiode ohne Schneefall meinte es Frau Holle die vergangenen Tage gut mit uns und tauchte die Landschaft in ein prächtiges Weiss.

Damit der lang ersehnte Wintersport nicht zur Lebensgefahr wird, sollten aufgrund der erheblichen Lawinengefahr einige Sicherheitsaspekte beachtet werden.

Jetzt, wo der Schnee endlich die Berggebiete erreicht hat, können es viele Wintersportler nicht erwarten eine Tour mit den Skiern oder Schneeschuhen zu unternehmen oder ihre Schwünge abseits der Piste zu ziehen. Immer wieder jedoch wird die Lawinengefahr in ungesichertem Gelände abseits der markierten Pisten unterschätzt. Jede Tour gilt es im Vorfeld gut zu planen und sich genauestens über die aktuelle Lawinensituation (www.slf.ch) und allfällige Sperrgebiete zu informieren.

Mindestens genauso wichtig ist eine lebensrettende Notfallausrüstung, welche aus einem eingeschalteten Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), einer Schaufel sowie einer Sondierstange besteht. Trotz einer guten Vorbereitung sowie einer mitgeführten Notfallausrüstung sollte man sich jedoch nicht in falscher Sicherheit wägen, denn Lawinen sind und bleiben spontane und unberechenbare Naturereignisse.

Lawinendienst ist gerüstet

Nicht nur Wintersportler sollen gut vorbereitet sein, sondern auch der Liechtensteinische Lawinendienst. So hat sich dieser bereits Anfang Dezember 2016 Zeit genommen und seine jährliche interne Weiterbildung durchgeführt – denn klar war, der Schnee kommt bestimmt. In einem Workshop wurden das korrekte Vorgehen sowie die notwendigen Massnahmen bei grosser Lawinengefahr in Malbun geübt. Als erstes wurden durch die Mitglieder des Lawinendienstes die bereits definierten Sperrstufen vor Ort im Gelände überprüft und wo nötig optimiert.

In einem zweiten Schritt ging es schliesslich darum, für die Bereiche Beurteilung, Kommunikation, Sicherheit sowie Evakuation die notwendigen Aufgaben für die einzelnen Sperrstufen zu definieren und diese gegenseitig abzustimmen. Mit der nun erarbeiteten konkreteren Notfallplanung sollen zukünftige Entscheide effizienter und nachvollziehbarer umgesetzt werden.

Aktuelle Lawinensituation

Aktuell wird die Lawinengefahr in Liechtenstein als erheblich eingestuft. Aufgrund des starken Windes und der in höheren Lagen schlechten Verbindung der Alt‐ und Neuschneedecke können bereits einzelne Wintersportler Lawinenabgänge auslösen.

 

Quelle: Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein
Artikelbild: Symbolbild © schankz – shutterstock.com


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