Stadt Bern: 239 Personen nach heftigen Sachbeschädigungen kontrolliert

Stadt Bern: 239 Personen nach heftigen Sachbeschädigungen kontrolliert
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Nach einer unbewilligten Demonstration mit Sachbeschädigungen am Samstagnachmittag sind in Bern insgesamt 239 Personen kontrolliert worden. Sie konnten nach der Aufnahme der Personalien die Polizeiräumlichkeiten wieder verlassen. Der entlang der Umzugsroute festgestellte Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Es kam zu längeren Behinderungen im öffentlichen Verkehr.

Am Samstagnachmittag, 7. April 2018, hatte sich eine angekündigte, nicht bewilligte Demonstration durch die Berner Innenstadt formiert. Trotz entsprechender Durchsagen und Ermahnungen durch die Kantonspolizei Bern kam es aus dem Umzug, in welchem sich auch zahlreiche vermummte Personen befanden, heraus zu Sachbeschädigungen. Deshalb und mit Blick auf das bereits im Vorfeld festgestellte Gewaltpotential, wurde in der Folge entschieden, den Umzug zu stoppen und die Teilnehmenden noch ein letztes Mal aufzufordern, sich zu entfernen. Als sich ein Teil der Demonstranten daraufhin gegen die Polizeikräfte formierte, musste kurzfristig Gummischrot eingesetzt werden.

Insgesamt 239 Personen, darunter 63 Frauen und 136 Männer sowie 40 Minderjährige, entfernten sich trotz entsprechender Möglichkeit und Anweisung nicht von der Örtlichkeit. Sie wurden daher wie angekündigt für Personenkontrollen in Polizeiräumlichkeiten gebracht. Der Abtransport sowie die Kontrolle dauerten wegen der grossen Anzahl von Personen mehrere Stunden. Auch kam es wiederholt zu Platzkundgebungen und Behinderungen der Polizeiarbeit, was die Arbeiten in der Spitalgasse erheblich verzögerte. Nach Möglichkeit wurden die Minderjährigen den Erwachsenen vorgezogen.

Als Folge der Demonstration sowie der damit verbundenen Polizeiarbeiten und der Reinigung der Strasse kam es zu einer längeren Sperrung der Spitalgasse und zu Behinderungen des öffentlichen Verkehrs. Die Reinigung war unter anderem wegen Gegenständen, welche durch die Demonstranten verbrannt worden waren, notwendig geworden. Im Zuge der Arbeiten vor Ort wurden noch zahlreiche Spraydosen, Vermummungsmaterial, Pyrotechnika, Pfeffersprays sowie dunkle Kleider aufgefunden. Eine Kontrolle entlang der Umzugsroute zeigte, dass massive Sachbeschädigungen – meist in Form von Sprayereien – verübt worden waren. Darunter wurden auch Schäden an einem Tram sowie einer Weiche der Tramschienen in der Spitalgasse festgestellt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf einen Betrag in sechstelliger Höhe.

 

Quelle: Kapo Bern
Bildquelle: Kapo Bern

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