Bitte keine Fremden ins Haus lassen – und mit Oma und Opa reden

Bitte keine Fremden ins Haus lassen - und mit Oma und Opa reden
Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Gleich drei Fälle binnen weniger Tage, bei denen falsche Handwerker Seniorinnen bestehlen konnten, sind mehr als Grund genug, um wieder einmal eindringlich vor dieser Masche des Trickbetruges zu warnen.

Am Donnerstag vergangenen Woche (22. November), gegen 14.30 Uhr, gab sich ein Mann im Blaumann an der Haustür einer Seniorin in der Leonhardstrasse als angeblicher Handwerker aus und gab vor den Strom in der Wohnung messen zu müssen.

Die Seniorin liess den Mann seine Arbeiten durchführen. Indem sie die Anweisung das Licht an- und auszuschalten des angeblichen Handwerkers befolgte, bekam sie nicht mit, wie dieser sich an ihren Wertsachen zu schaffen machte. Schmuck, Bargeld und das Portemonnaie entwendete der Mann. Erst lange nachdem er gegangen war, bemerkte es die Seniorin. Etwa 1.80m gross, kräftig, mit dunkelblonden kurzen Haaren und einem Blaumann bekleidet beschrieb die Seniorin den Mann.

Der nächste Vorfall ereignete sich am Dienstag dieser Woche (27. November), gegen 12 Uhr, in der Haagstrasse. Ein Mann stellte sich als Arbeiter einer nahegelegenen Baustelle vor und gab an die Leitungen und Steckdosen prüfen zu müssen. Nachdem die Seniorin ihm Einlass gewährt hatte, kontrollierte er etwas an den Steckdosen und schickte die Bewohnerin ins Nachbarzimmer, um dort das Licht ein- und auszuschalten. So konnte er zunächst unbemerkt Schmuck im Wert von rund 3000 Euro einsacken. Erst am nächsten Tag flog der Schwindel auf, als der vermeintliche Handwerker schon lange über alle Berge war. Mit einem Alter von 40 bis 50 Jahren, 1.80m gross, mit Halbglatze, sportlich schlank und gepflegt wird der Täter beschrieben, der keine Handwerkerkleidung trug.

Am gestrigen Donnerstag (29.November), gegen 11.45 Uhr, dann der nächste Vorfall dieser Art in der Neutorgasse. Wieder ist es eine Seniorin, an deren Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses ein Mann steht, der vorgibt die Steckdosen prüfen zu müssen. Auch er lenkt die Seniorin ab, indem er sie aus dem Zimmer lockt, in welchem er Beute machen möchte. Mit dem Portemonnaie der Bewohnerin kann er schliesslich unbemerkt entkommen. Als 40 bis 50 Jahre alt, etwa 1.85m gross und kräftig, hellhäutig, mit schwarzem Blouson und dunkler Hose wird der falsche Handwerker in diesem Fall beschrieben.

Die Polizei in Friedberg, Tel. 06031-601-0, sucht in allen Fällen Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Es ist nicht auszuschliessen, dass alle drei Fälle im Zusammenhang zueinander stehen. Möglicherweise klingelte der Täter auch an weiteren Wohnungstüren, an denen ihm kein Einlass gewährt wurde oder machte bei weiteren Senioren Beute, die den Diebstahl noch gar nicht bemerkt haben oder sich aus Scharm bislang nicht bei der Polizei meldeten. Jeder noch so kleine Hinweis in diesem Fall kann wichtig sein, um dem vermutlich immer selben Trickbetrüger das Handwerk zu legen.

Die Polizei rät zudem dringend: „Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnräume. Wenn Handwerker Arbeiten bei Ihnen ausführen möchten, dann bitten Sie um eine vorherige Terminabsprache und nehmen Sie sich an dem Termin einen Vertrauten hinzu, damit Sie nicht alleine in der Wohnung sind. Öffnen Sie Ihre Haus- oder Wohnungstür nicht ohne zu wissen, wer vor der Tür steht. Führen Sie Gespräche im Zweifel nur per Gegensprechanlage oder nutzen Sie spezielle Türsicherungen, die es erlauben die Tür nur einen Spalt weit zu öffnen. Auch wenn es unhöflich erscheinen mag, nutzen Sie diese Möglichkeiten, um sich Sicherheit zu verschaffen.

Das Anliegen der Polizei richtet sich vor allem auch an Angehörige von Seniorinnen und Senioren. Bitte reden Sie mit den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern über solche Betrugsmaschen. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für solche Situationen zur Verfügung, hinterlegen Sie Ihre Telefonnummer und machen Sie den Seniorinnen und Senioren klar, dass Sie im Zweifel jederzeit ohne schlechtes Gewissen die Polizei über den Notruf 110 erreichen können.“

 

Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen / Polizeidirektion Wetterau
Bildquelle: Polizeipräsidium Mittelhessen / Polizeidirektion Wetterau

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.

Täglich auf dem Laufenden mit dem polizei.news Newsletter!

Ihr Kommentar zu:

Bitte keine Fremden ins Haus lassen – und mit Oma und Opa reden

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.