Verdächtiges Ansprechen von Kindern

Verdächtiges Ansprechen von Kindern
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In den vergangenen Tagen gab es insgesamt drei Hinweise verschiedener Kinder, die von merkwürdigen Begegnungen mit ihnen unbekannten Männern berichteten.

Der erste Vorfall wurde durch zwei sieben und acht Jahre alte Geschwister mitgeteilt. Sie warteten am Mittwoch vergangener Woche nach Schulschluss an einer Bushaltestelle. An dieser Haltestelle befand sich ein ihnen unbekannter Mann, der sie ansprach. Der Mann soll versucht haben, den Siebenjährigen an der Hand zu greifen und ihn zum Mitkommen aufgefordert haben.

Der Unbekannte stieg dann, wie die Kinder auch, in den ankommenden Bus. Er verließ ihn allerdings wieder, als er vom Busfahrer erfahren hatte, dass er nicht in die Richtung fuhr, in die er wollte.

Von einer ähnlichen Situation berichtete ein sechsjähriger Bub, der am Dienstag gegen 12.30 Uhr in der Nähe Grundschule vom Fahrer eines silbernen Kleinwagens angesprochen worden war. Über das geöffnete Beifahrerfenster soll der Mann dem Jungen Eis und Geld angeboten haben. Als das Kind beide Angebote ausschlug, fuhr der Unbekannte davon. Zum Einsteigen war der Junge nicht aufgefordert worden.

Während Beamte des Polizeipostens Steinheim an der Murr am Mittwoch Überwachungsmaßnahmen durchführten, erfuhren sie schließlich, dass sich ein weiteres Mädchen an die Schulleitung gewandt hatte, da sie ebenfalls eine merkwürdige Begegnung mit einem Mann gehabt habe.

In allen drei Fällen nahm der Polizeiposten Steinheim an der Murr direkt die Ermittlungen auf. Obgleich das geschilderte Verhalten der Männer eigenartig erscheint, stellt das bloße Ansprechen von Kindern kein strafrechtlich relevantes Verhalten dar. Darüber hinaus ergaben sich zwischen den beiden erstgeschilderten Vorfällen keine Zusammenhänge. Die polizeiliche Befragung des Mädchens am Donnerstagmorgen ergab, dass sie den gegenüber der Schulleitung dargestellten Sachverhalt frei erfunden hatte.

Die Polizei rät den Eltern mit ihren Kindern über derartige Sachverhalte zu sprechen.

Erklären Sie ihnen dabei auch, wie sie sich beim Ansprechen durch Unbekannte verhalten sollen:

  • Verdächtige Personen bitte sofort der nächsten Lehrkraft melden.
  • Nach Möglichkeit die verdächtige Person/das verdächtige Fahrzeug beschreiben und das Kennzeichen notieren. Keinesfalls zu Fremden ins Auto einsteigen.
  • Die Kinder sollten wissen, dass ihre Eltern niemals ihnen fremde Personen mit der Abholung von der Schule beauftragen würden.
  • Kinder sollten lernen, deutlich „Nein“ zu sagen.
  • In Gefahrensituationen gilt: Laut sein (um Öffentlichkeit herzustellen) und von dem Fremden weglaufen.
  • Fremde Personen immer mit „Sie“ anreden, so wird eine persönliche Distanz signalisiert.

Dass das Bekanntwerden solcher Sachverhalte zur Verunsicherung bei Eltern führt, ist nachvollziehbar. Das Teilen von Whatsapp-Nachrichten und Facebook-Post, um andere Eltern zu „warnen“, birgt jedoch die Gefahr der Verbreitung von Aussagen, die nicht den vorliegenden Fakten entsprechen.

Deshalb bittet die Polizei darum, verdächtige Wahrnehmungen umgehend der örtlichen Polizeidienststelle bzw. über Notruf zu melden.

 

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg
Artikelbild: Symbolbild (© aommaneesri – shutterstock.com)

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