Mann liess sich von einer Frau überreden, Geldbeträge ins Ausland zu transferieren

Mann liess sich von einer Frau überreden, Geldbeträge ins Ausland zu transferieren
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Ein Mann in Liechtenstein lernte eine Frau über eine DatingApp kennen und liess sich von ihr überreden, diverse Geldbeträge über sein Privatkonto ins Ausland zu transferieren.

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen wurde der Mann als „Money Mule“ missbraucht, der in der Folge gegen eine Provision deliktisch erwirtschaftetes Geld in Höhe von mehreren Tausend Franken ins Ausland überwies. Der Mann wurde wegen des Verdachts der Geldwäscherei an die Staatsanwaltschaft verzeigt.

Kriminelle suchen immer wieder über diverse Online-Plattformen, via Social Media oder Zeitungsinseraten nach «Money Mules» (dt. Geldesel), deren Bankkonten sie für ihre Zwecke, die Verschiebung von deliktisch erwirtschaftetem Geld, nutzen können. Die „Money Mules“ sollen über ihre eigenen Bankkonten Gelder empfangen, abheben und diese per Postsendung, mit Hilfe eines Geldtransfer-Services oder anderweitig ins Ausland weiterleiten. Als Gegenleistung darf eine Provision behalten werden. Die Gelder stammen fast immer aus deliktischen Handlungen im Bereich der Internetkriminalität oder des Drogen- und Menschenhandels. Obwohl die Finanzagenten nicht direkt in die kriminellen Handlungen involviert sind, machen sie sich der Geldwäscherei strafbar, weil sie Kriminelle darin unterstützen, ihr Geld zu verschieben und somit dessen illegale Herkunft zu verschleiern.

Schützen Sie sich, indem Sie:

  • bei lukrativen Jobangeboten mit raschen Verdienstmöglichkeiten ohne entsprechenden Arbeitsaufwand grundsätzlich misstrauisch sind.
  • Ihre Bankkonten nie Dritten zur Verfügung stellen.
  • Ihre Bankangaben und persönliche Angaben nur an Personen weitergeben, die Sie kennen und denen Sie vertrauen.
  • niemals Geld von Ihrem Konto abheben oder weiterleiten, dessen Herkunft Sie nicht zweifelsfrei kennen. Lassen Sie solche Gelder durch Ihre Bank an den Absender zurücküberweisen.
  • niemals Geld im Auftrag von Dritten an Empfänger versenden, die Ihnen nicht näher bekannt sind – erst recht nicht per Postsendung oder mittels Geldtransfer Services.
  • vertiefte Abklärungen zum vermeintlichen Arbeitgeber tätigen und sich im Detail darüber informieren, was von Ihnen erwartet wird.
  • Stellenangebote, bei denen Sie auf Ihrem Bankkonto Gelder empfangen und in irgendeiner Form weiterleiten müssen, umgehend der Polizei melden.
  • Ihr Umfeld für das Thema Finanzagenten/innen sensibilisieren.

Haben Sie bereits Geld überwiesen:

  • Wenn Sie das Gefühl haben, als Finanzagent/in tätig zu sein, dann stoppen Sie sämtliche Ihnen aufgetragenen Überweisungen.
  • Informieren Sie Ihre Bank und die Polizei über die getätigten Transaktionen. Auch wenn Sie selbst möglicherweise gegen das Gesetz verstossen haben, sollten sie solche Delikte unbedingt zur Anzeige bringen. Nur so erhält die Polizei Informationen zum Ausmass des Deliktsfeldes, kann Zusammenhänge herstellen und allenfalls Ermittlungsmöglichkeiten finden.

 

Quelle: Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein
Artikelbild: Symbolbild (© Gearstd – shutterstock.com)


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