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Locarno TI: Ermittlung wegen Betrugs an älteren Menschen – Zeugen gesucht

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass im Rahmen der Ermittlungen zu einer Reihe von Betrügereien, die vor allem im Raum Locarno gegenüber älteren Menschen begangen wurden, kürzlich ein 36-jähriger kroatischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Kroatien verhaftet wurde.

Der Modus Operandi folgt ähnlichen Betrügereien, die bereits in der Vergangenheit ans Licht gekommen sind.

Auf eine erste Phase, in der das Opfer mit verschiedenen Täuschungsmanövern angesprochen wird, folgt eine zweite Phase, in der wiederholt Geld verlangt wird. Ziel ist es, die älteren Menschen in ihrer Seele zu treffen und sie zum Mitgefühl zu bewegen. Diese basiert auf einem dichten Netz erfundener Geschichten, in dem sich im Laufe der Zeit finanzielle Schwierigkeiten, die Unterstützung der Familie, Unsicherheit, ernsthafte gesundheitliche Probleme und die Aussicht auf Entschädigung zu einem Crescendo immer eindringlicherer und exorbitanterer Forderungen verflechten. Den Tätern gelingt es so, an wertvolle Vermögenswerte und Geldbeträge (in diesem Fall sogar mehrere zehntausend Franken) zu gelangen.

Die Kriminalitätshypothese ist die des Betrugs. Die von der Kantonspolizei durchgeführten und von Staatsanwältin Francesca Nicora koordinierten Ermittlungen haben bereits zahlreiche Betrügereien aufgedeckt und dazu geführt, dass ein 40-jähriger kroatischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Kroatien (dessen Rolle untersucht wird) in Haft genommen wurde.

Die Aufforderung an die Bevölkerung lautet, ein gesundes Misstrauen gegenüber dieser Art von Solidaritätsaufforderung zu bewahren und ihr nicht nachzukommen. Das Ziel besteht in der Tat nur darin, auf betrügerische Weise unrechtmässige Gewinne zu erzielen.

Ratschäge

Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, wiederholen wir auch einige nützliche Ratschläge:

  • Bitten Sie bei solchen Bitten um Geld immer Ihre Familie oder Freunde um Hilfe/Ratschläge.
  • Wenn jemand zu Ihnen kommt und um finanzielle Hilfe bittet, auch wenn es dringend ist, lassen Sie ihn nicht in Ihre Wohnung.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten, Informationen über familiäre Bindungen oder Reise- und Datinggewohnheiten an Personen ausserhalb Ihres Bekanntenkreises weiter.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich sofort an die Kantonspolizei unter der Nummer 117.

Zeugenaufruf

Betroffene oder Zeugen sollten sich an die Gemeinsame Alarmzentrale (CECAL) unter der Nummer 0848 25 55 55 wenden.

 

Quelle: Kapo Tessin
Titelbild: Symbolbild (© pathdoc – shutterstock.com)

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