Schweiz

Breganzona TI: Wohnung in Mehrfamilienhaus brennt – drei Personen im Spital

Die Kantonspolizei teilt mit, dass am Freitagmorgen, kurz nach 04.30 Uhr, in Breganzona in einem Wohnhaus an der Via San Carlo ein Brand ausgebrochen ist. Das Feuer entstand gemäss ersten Erkenntnissen in einer Wohnung im zweiten Stock. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.

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Bazenheid SG: Geisterfahrerin (20) verursacht Frontalkollision – 79-Jährige in Lebensgefahr

Am Freitag (17.10.2025) kurz vor 11:30 Uhr, hat sich auf der Umfahrung Bazenheid zwischen dem Anschluss Bräägg und Lütisburg eine Frontalkollision zwischen zwei Autos ereignet. Auf noch unbekannte Weise ist auch ein Lastwagen in den Unfall involviert. Er dürfte nachträglich in eines der Unfallfahrzeuge geprallt sein. Eine Autofahrerin wurde lebensbedrohlich verletzt. Die mutmassliche Unfallverursacherin wurde unbestimmt verletzt. Die Lastwagenchauffeurin blieb unverletzt.

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Oberwil BL: Drei Täter fesseln Bewohner in Wohnung – 5000 Fr. Belohnung ausgesetzt

Am Donnerstagabend, 16. Oktober 2025, um ca. 23.30 Uhr, kam es an der Bottmingerstrasse in Oberwil BL zu einem Raubüberfall in einem Mehrfamilienhaus. Dabei wurden zwei Opfer gefesselt und geknebelt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Simplonpass – Verbindung zwischen Wallis und Italien

Der Simplonpass zählt zu den bedeutendsten Alpenübergängen der Schweiz und verbindet das Rhonetal im Kanton Wallis mit dem italienischen Val d’Ossola. Seit Jahrhunderten spielt er eine zentrale Rolle im Handel, im militärischen Verkehr und im Tourismus. Heute führt eine gut ausgebaute Strasse über den Pass, die zu den schönsten Alpenrouten Europas gehört. Im folgenden Beitrag erfahren Sie mehr über die Natur und Landschaft rund um den Simplon, seine kulturelle und historische Bedeutung, die vielfältigen Aktivitäten und Erlebnisse in der Region sowie wichtige Aspekte der Verkehrssicherheit und Prävention auf dieser traditionsreichen Passstrasse.

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Gipf-Oberfrick AG: Abgewiesene Asylbewerber bei Auto-Diebstahlversuch festgenommen

Von einem Anwohner beobachtet, schlich ein Unbekannter in der Nacht um ein parkiertes Auto. Die Polizei nahm zwei verdächtige Personen fest. Am Freitag, 17. Oktober 2025, stellte ein Anwohner in Gipf-Oberfrick kurz nach vier Uhr auf seiner Überwachungskamera fest, wie eine unbekannte Person zuvor um sein Auto geschlichen war. Umgehend alarmierte er die Polizei.

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Müntschemier BE: Frau bei Auffahrunfall mit Lieferwagen verletzt – Strasse gesperrt

Am Donnerstagnachmittag ist es in Müntschemier zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Die Autolenkerin verletzte sich beim Unfall und wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Winterthur ZH: 25- und 26-Jähriger betrunken am Steuer – Weiterfahrt gestoppt

Am Donnerstagabend, kurz vor 19.00 Uhr, wurde durch die Stadtpolizei Winterthur eine Fahrzeugkontrolle an der Tösstalstrasse durchgeführt. Dabei konnte ein 26-jähriger Autolenker angehalten werden, der unter Alkoholeinfluss stand.

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Schaffhausen SH: Senior (94) fährt ohne Sehhilfe – Frau bei Auffahrunfall verletzt

Am Donnerstagnachmittag (16.10.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Auffahrkollision zwischen zwei Autos ereignet. Dabei wurde eine Autofahrerin verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

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Sicher zur Schule: So gelingt der Schulweg für Kinder nach den Herbstferien

Die Schule beginnt wieder – höchste Zeit, den sicheren Schulweg in den Fokus zu rücken Wenn nach den Herbstferien die Schule wieder beginnt, wird es auf Strassen, Trottoirs und an Bushaltestellen voller. Für tausende Kinder startet nicht nur der Unterricht, sondern auch ihr täglicher Weg zur Schule – oft zu Fuss oder mit dem Velo. Gerade für die Kleinsten ist dieser Weg eine Herausforderung. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Sie denken anders, sehen anders, handeln anders.

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Schwyz SZ: Polizei warnt – Sichtbarkeit auf dem Schulweg kann Leben retten

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Gerade jetzt sind viele auf dem Schul- oder Arbeitsweg im Dunkeln unterwegs. Das Unfallrisiko ist bei Dämmerung oder nachts dreimal höher als am Tag, bei Regen oder Nebel sogar zehnmal höher.

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Oberbüren SG: Fahrunfähiger Lenker verursacht mehrere Kollisionen auf der A1

Am Donnerstag (16.10.2025), kurz nach 20 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Auto mit unsicherer Fahrweise auf der Autobahn A1 von Wil in Richtung St.Gallen erhalten. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte daraufhin einen 66-jährigen Autofahrer anhalten.

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Altstätten SG: Brand in Elektro-Verteildose – Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Am Donnerstag (16.10.2025), kurz vor 17 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einer Rauchentwicklung in einer Wohnung eines Hauses an der Stossstrasse erhalten. Die ausgerückten Einsatzkräfte stellten Rauch und Flammen aus einer Elektro-Verteildose fest.

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Drasenhofen, NÖ: Lkw prallt frontal in Reisebus – ein Toter, vier Schwerverletzte, 20+ Verletzte

Am Freitagvormittag, 17. Oktober 2025, kam es auf der A5 bei Drasenhofen (Bezirk Mistelbach) zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Reisebus, einem Lastwagen und einem Personenwagen. Ein Mensch ist tot, vier Personen wurden schwer verletzt, mehr als 20 weitere erlitten leichte Verletzungen.

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Neuchâtel NE: Franzose verursacht Unfall im A5-Tunnel – 24-jährige Frau verletzt

Am Donnerstag, 16. Oktober 2025, kurz nach 18.00 Uhr ereignete sich im Osttunnel der A5 zwischen Maladière und Serrières bei Neuchâtel ein Verkehrsunfall. Ein 36-jähriger französischer Lenker aus dem Département Doubs fuhr auf der linken Spur in Richtung Lausanne.

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Tenniken BL: Neue Wildtierbrücke über A2 soll ab 2028 gebaut werden

Als Teil des Erhaltungsprojekts A2 Sissach–Eptingen soll die wichtige Ost-West-Verbindung des überregionalen Wildtierkorridors mit dem Bau der Wildtierüberführung Tenniken über die Autobahn A2 und die Kantonsstrasse wiederhergestellt werden. Das Projekt wird von Montag, 20. Oktober 2025, bis Dienstag, 18. November 2025, in den Gemeinden Tenniken und Diegten öffentlich aufgelegt.

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Hallau SH: Nach nächtlichem Grossbrand Leiche gefunden – Brandstiftung vermutet

Am Donnerstagmorgen (16.10.2025) ist in einem Wohnhaus im Dorfzentrum von Hallau ein Brand ausgebrochen. Das Feuer zerstörte das Gebäude vollständig und beschädigte zwei angrenzende Wohnhäuser schwer. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen steht eine Brandstiftung im Vordergrund.

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Zürich ZH: Nach Derby-Attacke – sieben GC-Fans angeklagt, 14 verurteilt

Knapp ein Jahr nach dem tätlichen Angriff vor dem Fussballderby GC – FCZ am Bahnhof Hardbrücke hat die Zürcher Staatsanwaltschaft die Strafverfahren gegen über zwei Dutzend Beschuldigte weitgehend abgeschlossen. Sieben Personen wurden bislang angeklagt, 14 mit Strafbefehl bestraft.

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Zürich ZH: Erste Bildübertragung via Fernamt Zürich vor 54 Jahren

Die Kapo Zürich hat in ihrem Archiv ein neues Fundstück ausgegraben. Im Rahmen der Reihe "Kapo gestern" zeigt sie ein historisches Foto zur ersten Bildübermittlung der Polizei.

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Zürich ZH: 58-jähriger Motorradfahrer bei Unfall im Kreis 7 erheblich verletzt (Zeugenaufruf)

Am Donnerstagmorgen, 16. Oktober 2025, kam es bei der Kirche Fluntern im Kreis 7 zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Lupfig AG: Lieferwagenfahrer verletzt Arbeiter auf Baustelle und flüchtet

Auf einer Strassenbaustelle in Lupfig missachtete ein Lieferwagenfahrer das Haltezeichen des Verkehrsdienstes und prallte gegen einen Arbeiter. Dieser wurde verletzt ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei sucht den Lenker, der ohne anzuhalten weiterfuhr.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.