Schweiz

Luzern LU: Regierungsrat will Kantonsgericht um fünf Richterstellen erweitern

In den vergangenen 28 Jahren war das Kantonsgericht aus 24 Richterinnen und Richter zusammengesetzt. In dieser Zeit haben Anzahl und Komplexität der Gerichtsfälle deutlich zugenommen. Die Anzahl der Kantonsrichterinnen und Kantonsrichter soll um fünf erhöht werden: Vorgesehen sind drei vollamtliche Stellen (100 Prozent) und zwei hauptamtliche Stellen (je 50 Prozent). Der Regierungsrat hat die Botschaft zur Änderung des Kantonsratsbeschlusses zuhanden des Kantonsrats verabschiedet.

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Bern BE: A1 zwischen Wankdorf und Kirchberg – nächtliche Spurensperrungen geplant

Auf der A1 zwischen Wankdorf und Schönbühl sowie zwischen Schönbühl und Kirchberg wird der Deckbelag ersetzt. Für diese Arbeiten werden im August 2025 jeweils nachts einzelne Spuren gesperrt. Der Verkehr kann jedoch jederzeit auf der Autobahn bleiben.

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Rheinfelden AG: Erdbeben der Stärke 3.1 deutlich verspürt – keine Schäden gemeldet

Am Montagnachmittag, 28. Juli 2025, wurde um 15:48 Uhr in Rheinfelden AG ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3.1 registriert. Das Schweizerische Erdbebendienst (SED) meldet, dass das Beben in einer Tiefe von 7 Kilometern lag. Es wurde von zahlreichen Personen im Raum Nordwestschweiz verspürt, insbesondere im Gebiet rund um Basel, Sissach und Laufenburg. Schäden sind derzeit keine bekannt.

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Müllheim TG: Polizei warnt – Grillfeuer kann schnell zur Gefahr werden

Grillsaison mit Risiko: Polizei und Feuerwehr mahnen zur Vorsicht beim BBQ Jeden Sommer kommt es zu Bränden, weil Grillgeräte nicht korrekt verwendet werden. Die Kantonspolizei Thurgau ruft deshalb gemeinsam mit der Feuerwehr Müllheim-Pfyn und Herdern zu besonderer Vorsicht auf.

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Schwyz SZ: Polizei, Feuerwehr und Sanität laden zu den Blaulichttagen 2025

Vom Mittwoch, 13. bis Samstag, 16. August 2025, finden im Mythen Center Schwyz die Blaulichttage statt – mit dabei ist auch die Kantonspolizei Schwyz. Unter dem Motto "Erlebe die Helden des Alltags" präsentieren Polizei, Feuerwehr und Sanität ihre vielfältigen Aufgaben und geben Einblick in ihren Einsatzalltag.

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Davesco-Soragno TI: Albaner (51) und Italienerin (35) wegen Drogenhandels verhaftet

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Tessin melden die Festnahme eines 51-jährigen albanischen Staatsbürgers mit Wohnsitz in Deutschland sowie einer 35-jährigen italienischen Staatsbürgerin aus dem Raum Lugano. Beide Personen stehen im Verdacht, in eine bedeutende Drogenhandelsaktivität involviert zu sein, die vorwiegend das Gebiet Sottoceneri betrifft.

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Wetter am Dienstag, 29. Juli 2025: Im Norden wechselhaft, im Süden meist sonnig

Der Alpenraum liegt in einer umfangreichen Tiefdruckzone, die sich vom Nordmeer bis nach Südosteuropa erstreckt. Mit nördlichen Höhenwinden wird feuchte und kühle Luft zur Alpennordseite transportiert. Am Alpennordhang hat sich eine Nordstaulage eingestellt, die bis Dienstagmorgen anhält. Die Alpensüdseite ist dagegen durch Nordwind wetterbegünstigt. Am Dienstag und an den Folgetagen bleibt die Nordwestströmung weitgehend bestehen. Sie führt eher kühle und abwechselnd feuchtere und trockenere Luft heran, so dass besonders der Alpennordhang und der Osten der Schweiz häufiger belastet sind, während der Westen und Süden der Schweiz wetterbegünstigt sind.

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Schweizer Armee: Sozialdienst zahlte 2024 über 700’000 Franken an Hilfsbedürftige aus

Im letzten Jahr hat der Sozialdienst der Armee (SDA) insgesamt 713'000 Franken an Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes sowie an Militärpatientinnen und Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt. Die Ausgaben des Sozialdienstes der Armee sind damit im Jahr 2024 gestiegen. Der Gesamtbetrag der Unterstützungsgelder lag mit 713'000 Franken um 130'000 Franken über demjenigen des Vorjahres. Der SDA steht Angehörigen der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes mit seinen Beratungsangeboten grundsätzlich im zeitlichen Umfeld ihrer Dienstleistungen zur Seite – ein Angebot, das auch 2024 auf ein gestiegenes Interesse stiess.

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Vierwaldstättersee LU: Kleinflugzeug versinkt nach Notwasserung - Armee-Einsatz

Am Montagmorgen kam es auf dem Vierwaldstättersee zu einer Notwasserung eines Kleinflugzeugs. Das Flugzeug versank im See. Die beiden Insassen, ein 78-jähriger Österreicher und eine 55-jährige Schweizerin, wurden geborgen. Die Frau wurde verletzt ins Spital gebracht.

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Luzern LU: Velofahrer verletzt – Autofahrer flüchtet nach Kollision

Ein Fahrradfahrer wurde am Samstagabend im Kreuzstutzkreisel in Luzern bei einem Verkehrsunfall verletzt. Ein unbekannter Autofahrer fuhr nach der Kollision weiter. Der Velofahrer war alkoholisiert. Die Polizei sucht Zeugen.

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Däniken SO: Einbruch in Autogarage – 17-jähriger Franzose flüchtet mit geklautem Auto

Am Sonntagabend, 27. Juli 2025, wurde in Däniken in eine Autogarage eingebrochen. Dabei entwendeten unbekannte Täter zwei Fahrzeuge.  Kurz darauf wurde mit einem der gestohlenen Fahrzeuge in Obergösgen ein Selbstunfall verursacht, wobei die unbekannte Täterschaft vor dem Eintreffen der Polizei flüchtete. Das zweite Fahrzeug wurde in Olten durch eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn festgestellt und schliesslich ein mutmasslicher Täter angehalten.

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La Chaux-de-Fonds NE: 17-jährige Töfffahrerin bei Selbstunfall verletzt

Am Montag, 28. Juli 2025, gegen 6.45 Uhr, verunfallte eine 17-jährige Töfffahrerin auf dem Weg nach La Chaux-de-Fonds. Die Jugendliche aus dem Val-de-Ruz war von La Vue-des-Alpes kommend unterwegs, als sie im Bereich "Le Prés-de-Suze" die Kontrolle über ihr Motorrad verlor und auf die Strasse stürzte.

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Arisdorf BL: Auto überschlägt sich auf A2 – Frau aus Wagen geschleudert, drei Verletzte

Am Sonntagabend, 27. Juli 2025, kurz vor 23.45 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2, in Fahrtrichtung Basel, einen Selbstunfall. Dabei wurden drei Personen verletzt. Das Fahrzeug erlitt beim Unfall Totalschaden.

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Nyon VD: Sicherheitsbilanz zum Paléo Festival 2025 – friedlich trotz Wetterkapriolen

Die Sicherheitsdienste ziehen eine durchwegs positive Bilanz zum 48. Paléo Festival in Nyon. Zwischen dem 21. und 28. Juli 2025 blieb die Stimmung trotz unbeständiger Wetterlage ausgelassen und friedlich. Die enge Zusammenarbeit von Polizei, Sicherheitsdiensten und Veranstaltern sorgte für eine sichere Festivalwoche ohne schwerwiegende Vorfälle.

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Zürich ZH: Polizei mahnt zur Disziplin – Rechtsfahren auf Autobahnen schützt Leben

Autobahnen: Rechts fahren für mehr Sicherheit! Es mag verlockend sein, auf der Autobahn auf der Überholspur zu bleiben, aber das kann schnell gefährlich werden!

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Bern/Thun BE: Positive Bilanz zur Women’s EURO 2025 – friedliche Stimmung in Stadien

Die Kantonspolizei Bern zieht nach dem Ende der UEFA Women’s EURO 2025 eine positive Bilanz. Die sieben Spiele in Bern und Thun verliefen grösstenteils ruhig und ohne nennenswerte sicherheitsrelevante Zwischenfälle. Auch in den offiziellen Fanzonen herrschte während des gesamten Turniers eine friedliche Stimmung.

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Zofingen AG: Betrunkener überschlägt sich mit Auto – Feuerwehr befreit Fahrer

Am Sonntagabend verlor ein Automobilist die Kontrolle über sein Fahrzeug. Dieses überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Lenker wurde leicht verletzt. Am Auto entstand Totalschaden.

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Thal SG: Auto prallt auf A1 in Mittelleitplanke – zwei Verletzte, hoher Sachschaden

Am Sonntag (27.07.2025), kurz vor 20:30 Uhr, ist ein 30-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A1 zwischen Rheineck und Meggenhus verunfallt. Er und seine 28-jährige Beifahrerin wurden beide eher leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von über 20'000 Franken.

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Innertkirchen BE: Töfffahrer bei Selbstunfall schwer verletzt – Rega fliegt ins Spital

Am Sonntagnachmittag ist es in Fuhren zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Wetter am Montag, 28. Juli 2025: Regen und Abkühlung im Norden, Sonne im Süden

Der Alpenraum liegt aktuell im Bereich einer umfangreichen Tiefdruckzone, die sich vom Nordmeer über Mitteleuropa bis nach Südosteuropa erstreckt. Im Laufe des Sonntagabends und in der Nacht auf Montag erreicht uns mit Winddrehung auf Nordwest weiterhin feuchte, aber allmählich auch kühlere Luft. Am Alpennordhang stellt sich dabei eine Nordstaulage mit ergiebigen Niederschlägen ein, die bis am Dienstagvormittag andauert. Die Alpensüdseite ist mit Nordwind wetterbegünstigt.

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Riedlingen, BW: Zug entgleist auf Strecke nach Ulm – drei Tote, mehrere Verletzte

Die Bundespolizei in Stuttgart wurde am 27.07.2025 gegen 18:10 Uhr informiert, dass es zwischen Riedlingen und Munderkingen zu einer Zugentgleisung gekommen sei. Betroffen sind zwei Waggons eines Regionalexpress auf dem Weg nach Ulm, in welchem sich zum Unfallzeitpunkt ca. 100 Reisende befunden haben sollen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.