Schweiz

St.Gallen SG: 13 Verkehrstote – Alkohol, Tempo und Fehler bleiben Hauptursachen

Die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik des Kantons St.Gallen für das Jahr 2025 liegt vor. Die Zahl der insgesamt polizeilich erfassten Verkehrsunfälle ist leicht zurückgegangen.

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Frauenfeld TG: Polizei deckt Betrug bei Goldankauf auf – Käufer unter Druck gesetzt

Die Kantonspolizei Thurgau hat in den vergangenen Monaten mehrere Edelmetall-Ankaufsveranstaltungen kontrolliert. Bei der Mehrheit wurden Gesetzesverstösse festgestellt. Die Kontrollen der Kriminal- und Regionalpolizei fanden seit vergangenem November mehreren Gastronomiebetrieben statt.

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Schweiz: 20'000 Hirnverletzungen pro Jahr – Kampagne fordert Helmtragen für mehr Schutz

Eine Woche lang dreht sich in der Schweiz alles ums Gehirn: Die Brainweek findet diese Woche (16. - 19. März) statt. Sensibilisierung für dieses lebenswichtige Organ muss jedoch das ganze Jahr stattfinden – genau das tut die Präventionskampagne "Schütze dein Hirn – Schütze dein Leben!" von FRAGILE Suisse.

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Burgdorf BE: Ukrainer (43) in Wohnung erstochen – Pole (49) wegen Mordes angeklagt

Nach Abschluss der Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt vom 5. Juni 2024 in Burgdorf hat die regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau den 49-jährigen Beschuldigten wegen Mordes, evtl. vorsätzlicher Tötung angeklagt. Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt vom 5. Juni 2024 in Burgdorf klagte die regionale Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau den 49-jährigen Beschuldigten, beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau an.

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Kloten ZH: Lastwagen mit 20 Tonnen Erde kippt auf Flughafenautobahn – Chauffeur verletzt

Bei einem Verkehrsunfall ist am Montagnachmittag (16.03.2026) auf der A51 (A11) bei Kloten ein Lastwagen umgekippt. Der Chauffeur zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Die Flughafenautobahn in Richtung Bülach blieb während mehreren Stunden gesperrt.

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Kriens LU: Späte Kollision bei Einmündung – zwei Autos kollidieren auf Luzernerstrasse

Am Samstag (14. März 2026, kurz nach 23:45 Uhr) fuhr ein Autofahrer von Kriens herkommend auf der Luzernerstrasse in Richtung Autobahnanschluss. Gleichzeitig wollte ein Autofahrer bei der Einmündung der Eichwilstrasse nach links in die Luzernerstrasse einbiegen.

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Eschenbach LU: 18-Jähriger schleudert durch Industriegebiet und rammt mehrere Hindernisse

Am Sonntag (15. März 2026, kurz vor 21:00 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Luzernstrasse von Waldibrücke her in Richtung Eschenbach. Im Industriegebiet Acherfang geriet das Auto aus noch ungeklärten Gründen ins Schleudern und prallte gegen einen Beleuchtungskandelaber, eine Firmentafel, eine Hecke, eine Fahnenstange sowie einen Wegweiser.

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Kanton Bern: Drei Täter gestehen Serie von 42 Einbrüchen in Hofläden und Bauernhöfe

Im Oktober 2025 konnte die Kantonspolizei Bern zwei mutmassliche Täter vorläufig festnehmen und einen dritten anhalten und einvernehmen. Den Ermittlungen zufolge sollen sie für eine Serie von 42 Einbrüchen in landwirtschaftliche Betriebe und Hofläden in acht Kantonen verantwortlich sein. Die Beschuldigten sind geständig.

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Broc FR: Kleintransporter stürzt Böschung hinunter – Lenker (74) von Rega gerettet

Heute Nachmittag ist ein Kleintransporter mit seinem Anhänger in Broc in eine Böschung hinuntergestürzt. Der verletzte Fahrer wurde aus dem Fahrzeug befreit und anschliessend von der REGA in ein Spital geflogen. Die Strasse war für den Einsatz während 3 Stunden gesperrt. Die Ermittlungen laufen.

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Wittenbach SG: Einbruch in Autogaragen – gestohlenes Auto auf A1 gestoppt

In der Nacht von Sonntag auf Montag (16.03.2026) ist eine unbekannte Täterschaft in zwei Autogaragen in Wittenbach eingebrochen. Dabei wurden zwei Autos gestohlen. Ein Auto konnte in der Nähe der Garage wieder aufgefunden werden. Das zweite Auto konnte auf der Autobahn A1 angehalten werden. Der Fahrer, ein 21-jähriger Spanier, wurde festgenommen.

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Uznach SG: Schüler versprüht Pfefferspray im Schulhaus – 45 Jugendliche betroffen

Am Montagvormittag (16.03.2026) ist durch einen Schüler im Schulhaus Haslen Pfefferspray versprüht worden. Rund 45 Schülerinnen und Schüler klagten danach über Reizhusten und brennende Augen. Sie wurden alle medizinisch begutachtet. Niemand musste stationär behandelt werden.

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Kanton Solothurn: Polizei büsst über 200 Autofahrer bei Handy- und Gurtkontrollen

Im Rahmen einer "ROADPOL-Aktionswoche" haben Mitarbeitende der Kantonspolizei Solothurn im Verlauf der letzten Woche ein spezielles Augenmerk auf das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt und das Nichttragen des Sicherheitsgurts gelegt. In diesem Zusammenhang wurden über 200 Ordnungsbussen ausgestellt. Zudem werden 80 fehlbare Fahrzeuglenker/-innen wegen diversen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz bei der Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn zur Anzeige gebracht.

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Kerzers FR: Postauto-Brand mit sechs Toten – Täter handelte laut Ermittlern allein

Knapp eine Woche nach dem tragischen Postauto-Brand in Kerzers, der sechs Menschen das Leben kostete und fünf weitere verletzte, bestätigen sich mehrere Elemente. In der trauernden Gemeinde haben bereits über 150 Personen Unterstützung durch das Care Team erhalten, welches bei Bedarf weiterhin telefonisch erreichbar bleibt.

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Bern BE: Polizei startet Öffentlichkeitsfahndung nach Gewalt bei Kundgebung

Im Rahmen der Kundgebung vom 11. Oktober 2025 sind in der Stadt Bern zahlreiche Straftaten verübt und die Einsatzkräfte massiv angegriffen worden. Im Rahmen der Ermittlungen konnten 101 mutmassliche Straftäterinnen und Straftäter identifiziert werden. Darüber hinaus hat die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland nun eine grossangelegte Öffentlichkeitsfahndung gegen noch unbekannte Personen verfügt. Verdeckte Fotos von mehreren Duzend dringend tatverdächtigten Personen werden diese Woche auf der Website der Kantonspolizei Bern publiziert.

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Affoltern ZH: Staatsanwaltschaft klagt zwei Männer wegen Brandserie an

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat beim Bezirksgericht Affoltern Anklage gegen zwei Männer wegen mehrfacher Brandstiftung erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, 2024 in den Gemeinden Bonstetten und Wettswil innerhalb von zwei Monaten mehrmals mutwillig Feuer gelegt zu haben. Bei den Brandfällen wurden mehrere Gebäude beschädigt oder zerstört. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

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Sitterdorf TG: Mann bei Auseinandersetzung schwer verletzt – Rega im Einsatz

Bei einer Auseinandersetzung am Sonntagabend in Sitterdorf wurde ein 33-Jähriger schwer verletzt. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und inhaftiert, er erlitt leichte Verletzungen.

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Buchs SG: Grossbrand zerstört Einfamilienhaus – Gebäude unbewohnbar

Am Sonntag (15.03.2026) hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand eines Einfamilienhauses an der Unteren Gasse erhalten. Die aufgebotene Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

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Wittenbach SG: 13-jähriger Junge auf Fussgängerstreifen von Auto erfasst

Am Sonntag (15.03.2026) ist es in an der St.Gallerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem 13-jährigen Jungen gekommen, welcher den Fussgängerstreifen überqueren wollte. Er wurde dabei unbestimmt verletzt und von der Rettung ins Spital transportiert.

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Kanton Graubünden: Sechs Tote und über 500 Verletzte bei Verkehrsunfällen im Jahr 2025

Auf den Bündner Strassen haben sich im Jahr 2025 insgesamt 2'350 Verkehrsunfälle ereignet. Dabei kamen 6 Menschen ums Leben und 592 Personen wurden verletzt. Die Anzahl der Motorradunfälle ist gestiegen. Die Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sind rückgängig.

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Luzerner Polizei: Missachtete Signale an Bahnübergängen können lebensgefährlich sein

Die Luzerner Polizei erinnert Verkehrsteilnehmende daran, an Bahnübergängen besonders aufmerksam zu sein und die geltenden Signale strikt zu beachten. Blinklichter, akustische Warnsignale sowie geschlossene oder sich schliessende Schranken bedeuten stets Halt.

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Kapo Schwyz: Schulpolizistin zeigt Kindern, wie sie ihren Schulweg sicher meistern

Am Morgen ist sie die Erste im Klassenzimmer: Schulpolizistin Frau Küttel. Nach und nach treffen die Kinder ein. Sie begrüssen die Polizistin – noch etwas schüchtern, aber auch neugierig und fasziniert.

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Malters LU: Neue Buslinie – meistgenutzte Haltestelle wird behindertengerecht ausgebaut

Mit der Wiedereröffnung des Rängglochs ging im Frühling 2025 auch die neue Buslinie von Kriens via Littau nach Malters in Betrieb. Für die neue Linie sind auf dem Gebiet der Gemeinde Malters drei neue Bushaltestellen (Blatten, Stegmättli und Allmändli) vorgesehen, die erst als Provisorien bestehen.

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Wetter am Montag, 16.03.2026: Sonniger Start, später mehr Wolken und lokale Schauer

Das Tief, welches am Wochenende in den Alpen die ergiebigen Schneefälle gebracht hat, verlagert sich über das Mittelmeer weiter nach Tunesien. In der Nacht auf Montag erreicht uns vorübergehend trockenere Luft. Am Montag zieht mit einer nordwestlichen Strömung ein weiterer Schub feuchte Luft zur Alpennordseite. Ab Dienstag liegt die Schweiz am Südrand eines Hochs in einer Bisenströmung, die trockene Luft zu uns führt.

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Kapo Thurgau: Polizei warnt vor falschen Handwerkern und überhöhten Preisen

Achtung: Falsche Handwerker unterwegs! In diesem Jahr haben wir bereits mehrere Meldungen erhalten, dass falsche Handwerker ungefragt ihre Renovationsarbeiten anbieten. Die Qualität lässt oft zu wünschen übrig und die Preise sind oft überhöht.

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Schweizer Armee: 79 % der Stellungspflichtigen 2025 als diensttauglich beurteilt

Insgesamt wurden im Jahr 2025 in den sechs Rekrutierungszentren der Schweizer Armee total 37'029 Stellungspflichtige abschliessend beurteilt. 25'904 von ihnen sind tauglich für den Militär- und 3'433 für den Schutzdienst (Zivilschutz). Damit betragen die Militär- und Schutzdiensttauglichkeit zusammen 79,2%. Zudem konnte die Armee 422 Frauen für den Militärdienst gewinnen.

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Schweizer Armee: Soldaten trainieren wieder Schutzbauten und Schützengräben

Im Ukrainekrieg trifft Zukunftsmusik auf Schnee von gestern – Soldaten auf beiden Seiten greifen zum Schutz vor modernen Waffensystemen auf altbewährte Massnahmen wie Schützengräben. Dies führt bei Streitkräften auf der ganzen Welt zu Anpassungen der Ausbildung – so auch bei der Schweizer Armee. Der Geniedienst aller Truppen trägt wesentlich zum Schutz gegen Bedrohungen jeglicher Art bei.

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Winterthur-Wülflingen ZH: Autofahrer (75) erfasst Fussgängerin auf Fussgängerstreifen

Am Samstagabend, 14. März 2026, um kurz vor 19.20 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale die Meldung ein, wonach es zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin auf der Wässerwiesenstrasse zu einer Kollision gekommen sei. Eine sofort ausgerückte Patrouille der Stadtpolizei traf vor Ort auf einen 75-jährigen Lenker sowie auf eine 41-jährige, leicht verletzte Fussgängerin.

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Birmensdorf ZH: Seniorin (82) prallt mit Auto nach Kurve gegen Baustellenabschrankung

Bei einem Selbstunfall hat sich am Sonntagabend (15.3.2026) in Birmensdorf eine Autofahrerin Verletzungen zugezogen. Gegen 17.15 Uhr fuhr eine 82-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Zürcherstrasse in Richtung Zentrum.

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Winterthur-Töss ZH: Motorradfahrerin kracht bei Lernfahrt in parkiertes Auto

Töss – Am Samstagnachmittag, 14. März 2026, kurz vor 15 Uhr, wurde der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur ein Selbstunfall auf der Auwiesenstrasse mit einem Motorrad gemeldet. Im Rahmen einer Lernfahrt fuhr eine 45-jährige Frau mit ihrem Motorrad in einen parkierten Personenwagen, woraufhin sie zu Fall kam.

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Schaan (FL): Einbrecher stehlen Luxusautos aus Firmengebäude – eines verunfallt

Eine bislang unbekannte, aus drei männlichen Personen bestehende Täterschaft verschaffte sich am frühen Samstagmorgen (14.03.2026) gewaltsam Zutritt zu einem Firmengebäude in Schaan. Die Täter gelangten über die Haupteingangstür ins Innere.

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Schaffhausen SH: Kellerbrand in Wohnhaus – zwei Personen mit Rauchvergiftung

Am Sonntagmorgen (15.03.2026) kam es aus noch ungeklärten Gründen in einem Wohngebäude in Schaffhausen zu einem Brand. Dank des raschen Handelns von Anwohnern und der ausgerückten Feuerwehr konnte das Feuer schnell gelöscht und grösserer Sachschaden verhindert werden. Verletzt wurden dabei zwei Personen.

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Schweiz: Eindrücke vom Wochenende an der San-Bernardino- und Gotthard-Route

Am Wochenende herrschten entlang der San-Bernardino-Route sowie rund um den Gotthardstrassentunnel erneut winterliche Verhältnisse. Frischer Schnee, tiefe Temperaturen und zeitweise schwierige Strassenbedingungen prägten das Bild in den Alpenregionen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.