Schweiz

Regionalpolizei Zofingen: Jahresbericht 2024 – mehr Einsätze, effizientere Prozesse

In ihrem eben publizierten Jahresbericht blickt die Regionalpolizei auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie rückte 2024 zu 7'915 Interventionen und Alarmeinsätzen aus. Die Digitalisierung wurde vorangetrieben und die Jahresrechnung schliesst mit einem positiven Ergebnis ab.

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Kantonspolizei Nidwalden: Verkehrsunfall-Statistik 2024 – Risiko im Feierabendverkehr

Im Jahr 2024 stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr um ein Ereignis (+0,48%) auf insgesamt 211 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle an. Damit bleibt die Unfallzahl unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (221.3). 110 Personen wurden dabei verletzt (-1) und vier Personen (+2) kamen auf den Strassen des Kantons Nidwalden ums Leben.

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Murg SG: 61-Jähriger bei Unfall aus Auto geschleudert – tödliche Verletzungen

Am Sonntag (16.03.2025), kurz vor 22:30 Uhr, ist ein 61-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Walenseestrasse, bei der Autobahneinfahrt Richtung Zürich, verunfallt. Das Auto prallte in einen Betonpfeiler. Der 61-jährige Autofahrer verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Winterliche Bise und frostige Nächte – Wo bleibt es kühl, wo setzt sich die Sonne durch?

Der Wochenstart bringt kühle Temperaturen, Hochnebelfelder und eine kräftige Bise. Während sich im Tagesverlauf in vielen Regionen die Sonne durchsetzt, bleibt es entlang der Voralpen teils noch länger bewölkt.

Besonders im Süden sind in der Nacht auf Dienstag nochmals leichte Niederschläge möglich. Die Temperaturen steigen am Dienstag tagsüber langsam an, die Nächte bleiben jedoch frostig.

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Kantonspolizei St.Gallen: Verkehrsunfall-Statistik 2024 – mehr Unfälle, mehr Todesfälle

Die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik des Kantons St.Gallen für das Jahr 2024 liegt vor. Die Zahl der insgesamt polizeilich erfassten Verkehrsunfälle ist leicht gestiegen. Dabei kamen bei 17 Unfällen insgesamt 21 Personen auf St.Galler Strassen ums Leben. Das sind zwei Personen mehr als im Jahr zuvor. Einmal mehr zeigt sich, dass das Verhalten der fahrzeugführenden Person in den meisten Fällen die Hauptursache für ein Unglück ist.

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Kantonspolizei Thurgau: Polizeikontrolle 1956 – Käferpilot besteht mit Bravour

"Momol, alles tiptop! Merci beschtens, sie dörfed wiiter. Gueti Fahrt!" Offenbar hatte der Käferpilot anno 1956 die Pneu-Kontrolle derart bravourös gemeistert, dass er von den beiden Thurgauer Polizisten mit breitem Lächeln und Salut wieder in den Verkehr entlassen wurde.

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Klingnau AG: Gefundene Gegenstände – was tun? Polizei klärt auf

Fundsachen: Sporadisch liest man in den sozialen Medien, dass jemand in der Öffentlichkeit einen Schlüssel, ein Portemonnaie, einen Ausweis etc. gefunden hat. Oft wird dann ein Foto gepostet und dazu geschrieben "wenn sich bis nächste Woche niemand meldet, gebe ich das dem Fundbüro ab".

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Schweizer Armee: Engere Zusammenarbeit mit Singapur im Rüstungsbereich

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. März 2025 ein Memorandum of Understanding (MoU) hinsichtlich einer verstärkten Rüstungskooperation mit Singapur genehmigt. Das MoU erlaubt es der Schweiz und Singapur ihre Zusammenarbeit in den Bereichen wehrtechnische Forschung, Entwicklung und Innovation sowie Rüstungsbeschaffung zu vertiefen. Wie die Schweiz ist Singapur eine vergleichsweise kleine Nation, die bestrebt ist, eine resiliente Verteidigung aufzubauen und diese laufend zu modernisieren. Aus diesem Grund ist Singapur für die Schweiz, gerade im Rüstungsbereich, ein interessanter Partner. Bereits heute finden regelmässige Austausche zwischen dem Verteidigungsministerium Singapurs und dem Bundesamt für Rüstung armasuisse im Rahmen der Rüstungskooperation statt, insbesondere in den Bereichen Drohnen und Robotik sowie Technologiefrüherkennung und Antizipation.

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Kanton Schaffhausen: Verkehrsunfallstatistik 2024 – mehr Unfälle, mehr Verletzte

Das Unfallgeschehen auf den Strassen ist oft unvorhersehbar. Wetterbedingungen, Ablenkung und andere Faktoren beeinflussen die Sicherheit im Strassenverkehr – mit teils gravierenden Folgen. Die Schaffhauser Polizei musste im Jahr 2024 insgesamt 688 Verkehrsunfälle aufnehmen – 30 mehr als im Vorjahr. Besonders besorgniserregend: Die Zahl der verletzten Personen ist erneut angestiegen. Insgesamt wurden 245 Personen bei Unfällen verletzt, 56 davon schwer. Ein Verkehrsteilnehmer verlor sein Leben. Die Statistik zeigt, dass Unaufmerksamkeit, Missachten des Vortritts und nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigsten Unfallursachen waren.

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Valangin NE: Unbekannter Fahrer beschädigt Verkehrsschild – Polizei bittet um Hinweise

Am Sonntag, 16. März 2025, gegen 04:35 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn N20 in den Gorges-du-Seyon in Richtung La Chaux-de-Fonds ein Verkehrsunfall. Ein bisher unbekannter Fahrer beschädigte dabei einen Leitpfosten sowie ein Verkehrsschild.

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Rapperswil-Jona SG: Linksabbieger übersieht Motorrad – Jugendlicher (17) prallt gegen Auto

Am Samstag (15.03.2025), um 14:50 Uhr, ist es auf der Neuen Jonastrasse zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Ein 17-jähriger Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt.

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Rüdtligen-Alchenflüh BE: Crash auf der A1 – Unfallverursacher flieht mit qualmendem Auto

Am Samstagabend ereignete sich auf der Autobahn A1 bei Rüdtligen-Alchenflüh ein Verkehrsunfall mit Verletzten zwischen drei Fahrzeugen. Der mutmassliche Unfallverursacher entfernte sich nach der Kollision in Fahrtrichtung Bern vom Unfallort, noch bevor die Polizei eintraf. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.

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Zuchwil SO: Polizei stoppt Einbrecher (45) dank Hinweis aus der Bevölkerung

Dank einer Meldung aus der Bevölkerung konnte die Kantonspolizei Solothurn am Samstagabend, 15. März 2025, in Zuchwil einen mutmasslichen Dieb anhalten. Dieser steht in Verdacht, einen Einbruchdiebstahl in ein Verkaufsgeschäft begangen zu haben. Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.

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Kirchdorf AG: Heftiger Unfall – PW prallt in Gartenzaun und überschlägt sich

Am frühen Sonntagmorgen kam der Fahrer eines Personenwagens von der Fahrbahn ab und prallte mit voller Wucht gegen einen Gartenzaun. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Lenker zog sich leichte Verletzungen zu. Es entstand erheblicher Sachschaden.

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Stadtpolizei Solothurn: Jetzt Polizistin oder Polizist werden – bewirb dich!

Die Stadtpolizei Solothurn bietet eine spannende berufliche Herausforderung für alle, die sich für Sicherheit und Ordnung engagieren möchten. Gesucht werden motivierte Menschen, die in einem familiären Team arbeiten und rund um die Uhr für die Bevölkerung da sein wollen.

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Kantonspolizei Zürich: Polizeiposten Rafzerfeld feierlich eröffnet – Zuspruch aus der Region

Hüntwangen: Eröffnung des Polizeipostens Rafzerfeld! Herzlichen Dank an Matthias Hauser, Gemeindepräsident, Daniel Wäfler & Romaine Rogenmoser aus dem Kantonsrat, Kommandant Marius Weyermann sowie der zahlreich erschienenen Bevölkerung für den tollen Empfang!

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Kantonspolizei Zürich: Polizeiposten Rafzerfeld eröffnet – Besucher erleben Polizei hautnah

Eröffnung des Polizeipostens Rafzerfeld – ein gelungener Start!  Heute durften wir den neuen Polizeiposten Rafzerfeld feierlich eröffnen.

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Kanton Zürich: Polizeiposten Rafzerfeld feierlich eröffnet – Einblick in den Polizeialltag

Die Korpsmusik der Kantonspolizei Zürich umrahmte die feierliche Eröffnung des neuen Polizeipostens Rafzerfeld der Kantonspolizei Zürich - Kapo ZH in Hüntwangen musikalisch. Zahlreiche politische Vertreter aus der Region waren vor Ort, ebenso wie Vertreter aus Gewerbe und Behörden und natürlich die breite Öffentlichkeit.

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Gossau SG: Horror-Crash auf der A1 – Beifahrer (21) stirbt, Folgeunfälle und Verletzte

In der Nacht von Freitag auf Samstag (15.03.2025), kurz nach Mitternacht, ist es auf der Autobahn A1, Fahrtrichtung Zürich – St.Gallen, unmittelbar nach der Einfahrt Gossau, zu einem Unfall und zwei Folgeunfällen mit Autos gekommen. Ein 21-jähriger Beifahrer kam dabei ums Leben.

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Boningen SO: Deutscher (52) prallt betrunken gegen Verkehrssignal und Viaduktmauer

In Boningen hat ein 52-jähriger Automobilist am Donnerstagabend, 13. März 2025, mutmasslich unter Alkoholeinfluss stehend, einen Selbstunfall verursacht. Der Fahrzeuglenker blieb unverletzt. Die Polizei nahm dem Verunfallten den Führerausweis zuhanden der Administrationsbehörde ab.

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​Dietikon ZH: Nächtlicher Brand in Tiefgarage – 40 Fahrzeuge durch Russ beschädigt

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf den Samstag (15.3.2025) in Dietikon rund 30 Personen aus ihren Wohnungen evakuiert, nachdem in der Tiefgarage ein Brand ausgebrochen war. An der Tiefgarage sowie den eingestellten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden. Es ist niemand verletzt worden.

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Bäch SZ: Vergessene Pfanne löst Feuerwehr-Einsatz aus – Menschen und Hund evakuiert

Am Samstag, 15. März 2025, kurz vor 01.00 Uhr, meldete ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Schlyffistrasse in Bäch eine Rauchentwicklung im Treppenhaus. Die ausgerückten Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Pfäffikon evakuierten daraufhin 20 Personen sowie einen Hund aus mehreren Wohnungen.

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Kantonspolizei St.Gallen: Spannender Job in der Spurensicherung – Jetzt bewerben!

Spannender Job gesucht? Bei Strafverfahren sichert der Kriminaltechnische Dienst Spuren, insbesondere Fingerabdruck-, DNA-, Schuh-, Werkzeug- und Mikrospuren, wertet diese aus und erbringt Sachbeweise.

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St.Gallen SG: Kind auf Kickboard kollidiert mit Auto – Polizei sucht Zeugen

Am Freitagnachmittag (14.03.2025) ist es bei der Verzweigung Splügenstrasse/Farbgutstrasse zu einer Kollision zwischen einem Kind auf einem Kickboard und einem Auto gekommen. Das Kind fuhr danach mit dem Kickboard davon. Die Polizei sucht Zeugen.

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Temperatursturz, Schneefall und eisige Bise – Winterliches Wochenende in der Schweiz

Während sich der Frühling in den vergangenen Tagen zaghaft zeigte, schlägt das Wetter jetzt um.

Die Schweiz erlebt ein winterliches Wochenende mit tiefen Temperaturen, Schneefall in den Bergen und eisiger Bise im Flachland. Besonders in den Alpen und im Jura bleibt es winterlich, während sich im Süden die Niederschläge stauen. Doch wo fällt Schnee, und wo gibt es zumindest trockene Phasen?

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Ammerswil AG: Lieferwagen kippt nach Kollision mit Stützmauer auf die Seite

Am Samstagmorgen prallte der Fahrer eines Kleintransporters mit seinem Fahrzeug gegen eine Stützmauer. Dadurch kippte das Fahrzeug auf die Seite und blieb quer über beide Fahrbahnen liegen. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Am Fahrzeug dürfte Totalschaden entstanden sein.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.