Schweiz

Föhnsturm zieht ab – Jetzt wird es wechselhaft! Wo es regnet und kälter wird

Nach dem stürmischen Föhn folgt eine markante Wetterumstellung. Während am Montagmorgen noch vielerorts Regen fällt, setzt sich im Tagesverlauf trockenes Wetter durch.

Doch die nächste Störung ist bereits auf dem Weg: Am Dienstag bleibt es wechselhaft mit zeitweisen Auflockerungen, aber auch neuen Niederschlägen. Die Schneefallgrenze sinkt in einigen Regionen auf unter 1300 Meter.

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Schübelbach SZ: 83-jährige Velofahrerin stürzt auf Brücke und verstirbt (Zeugenaufruf)

Am Sonntag, 9. März 2025, fuhr eine 83-jährige Frau um 17.25 Uhr mit ihrem Fahrrad auf der Mühlenenstrasse von Tuggen herkommend in Richtung Dorfzentrum von Schübelbach. Auf der Eisenbahnbrücke kam sie zu Fall und verstarb auf der Unfallstelle.

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Kantonspolizei Thurgau: Eingespieltes Team – Polizei, Rega und Rettungsdienst im Einsatz

Zusammenarbeit auf höchstem Niveau: Dieses Video eines Polizisten erreichte uns kürzlich nach einem Einsatz in Diessenhofen. Hier haben unsere Einsatzkräfte Hand in Hand mit dem Rettungsdienst und der Rega zusammengearbeitet, um schnell zu helfen.

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A2 Gentilino-Lamone TI: Sanierungsarbeiten nach Winterpause wieder aufgenommen

Sanierungsarbeiten auf der A2 zwischen Lamone und Gentilino wieder aufgenommen Nach der Winterpause wurden in diesen Tagen die umfassenden Sanierungsarbeiten auf der A2 im Abschnitt zwischen Lamone und Gentilino wieder aufgenommen. Die Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf zwei Bereiche: Abschnit...

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Colombier NE: Kreuzungsunfall – Feuerwehr beseitigt ausgelaufene Betriebsstoffe

Am Sonntag, den 9. März 2025, gegen 15:25 Uhr, war eine 44-jährige Autofahrerin aus Colombier auf der Rue de Chateneya in Colombier unterwegs. An der Kreuzung mit der Rue de Notre-Dame kam es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug, das auf der Rue de Notre-Dame fuhr.

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Zürich ZH: Raser und Regelbrecher im Visier – Polizei zieht 250 Fahrzeuge aus dem Verkehr

Die Kantonspolizei Zürich hat an diesem Wochenende diverse Straftaten gegen das Strassenverkehrsgesetzt festgestellt und zur Anzeige gebracht. Mit einer verkehrspolizeilichen Grosskontrolle im Zürcher Unterland hat sie zudem in der Nacht auf Sonntag (9.3.2025) einen Schwerpunkt auf die Fahrfähigkeit der Fahrzeuglenkenden gelegt.

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Chur GR: Alkohol, Drogen und Tempoverstösse – Stadtpolizei zieht Bilanz

Vergangenes Wochenende (07. - 09.03.2025) hat die Stadtpolizei Chur anlässlich von Verkehrskontrollen insgesamt sieben Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz festgestellt. Bei Verkehrskontrollen wurden zwei Fahrzeuglenkern aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum die Weiterfahrt untersagt.

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St.Gallen: Jugendliche zünden Benzinkanister an – Feuer greift auf Gewächshaus über

Am Samstag (08.03.2025), kurz vor 22:20 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand bei einem Schrebergarten an der Escherstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, hatten Jugendliche mit Benzin ein Feuer entfacht. Das Feuer griff auf den Benzinkanister über und als die Jugendlichen den Kanister in einem Wasserfass ablöschen wollten, fing ein danebenstehendes Gewächshaus Feuer. Verletzt wurde niemand.

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Fünfmal Alkohol am Steuer: Polizei greift durch und entzieht Führerausweise

Am Samstag und Sonntag (08.03.2025-09.03.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt fünf fahrunfähige und alkoholisierte Verkehrsteilnehmende angehalten. Zwei Verkehrsteilnehmende mussten ihren Führerausweis auf der Stelle abgeben, ein ausländischer Führerausweis wurde aberkannt.

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Sevelen SG: Polizei stoppt Fahrer ohne Ausweis – wenig später sitzt er wieder am Steuer

In Sevelen wurde ein 28-jähriger Mann zweimal fahrunfähig angehalten, obwohl er bereits mit einem Führerausweisentzug belegt war. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen führte in der Zeit vor 15 Uhr eine Personenkontrolle an der Bahnhofstrasse in Sevelen durch.

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Föhnsturm oder Wetterumschwung? Wo das Frühlingswetter kippt

Die Schweiz startet mit viel Sonnenschein in den Sonntag, doch am Abend bahnt sich eine Wetteränderung an. Während in den Alpentälern der Föhn für frühlingshafte Temperaturen bis 20 Grad sorgt, zieht aus Südwesten dichte Bewölkung auf. In der Nacht auf Montag folgt verbreitet Niederschlag mit einer Schneefallgrenze zwischen 1300 und 1900 Metern. Am Montag beruhigt sich das Wetter im Tagesverlauf wieder.

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Bernhardzell SG: 61-jähriger Italiener bei Einbruch in Landi auf frischer Tat ertappt

Am Samstagabend (08.03.2025), kurz vor 20:15 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass soeben in die Landi eingebrochen werde. Die ersteintreffende Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte einen 61-jährigen Italiener beim Verlassen des Gebäudes inflagranti festnehmen. Er hatte Deliktsgut im Wert von mehreren hundert Franken auf sich.

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Neuchâtel NE: 39-Jähriger verursacht Unfall auf Autobahnausfahrt – Frau (44) verletzt

Am Samstag, dem 8. März, um 16:25 Uhr, fuhr ein 39-jähriger Bewohner von La Chaux-de-Fonds mit seinem Auto auf der Ausfahrtsspur der ARN5 in Richtung Stadtzentrum von Neuchâtel beim Autobahnkreuz Vauseyon. Am Beginn der Rue de l'Ecluse kam es zu einer Kollision mit dem Auto einer 44-jährigen Einwohnerin von Neuchâtel.

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Zürich ZH: Unbewilligte Demo eskaliert – Farbanschlag auf Konsulat und Pyrotechnik

Am Samstagnachmittag, 8. März 2025, führten weit über 1000 Personen eine unbewilligte Demonstration durch, die vom Kreis 1 in den Kreis 4 führte. Beim italienischen Konsulat kam es zu einem Farbanschlag und einem polizeilichen Mitteleinsatz. Entlang der Umzugsroute gab es weitere Farbanschläge und diverse Sprayereien.

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Olten SO: Motorrad prallt auf Auto – Lenkerin verletzt ins Spital gebracht

Im Bereich der Bahnhofbrücke in Olten kam es am Freitagnachmittag, 7. März 2025, zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto. Die Motorradlenkerin zog sich dabei Verletzungen zu, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten.

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Schweiz: Sicher unterwegs mit Hund – Tipps für den sicheren Transport im Auto

Es gibt keine Gurtenpflicht für das Sichern von Hunden in Fahrzeugen. Aber es gibt trotzdem einige sicherheitsrelevante Punkte, die beim Transport von Vierbeinern beachtet werden sollten.

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Seewen SO: Opel kracht in Auto und flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Auf der Bretzwilerstrasse in Seewen hat sich am Freitagabend, 7. März 2025, ein Verkehrsunfall zwischen zwei Autos ereignet. Nach der Kollision entfernte sich der Lenker oder die Lenkerin eines blauen Opels vom Unfallort, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen.

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Flumserberg SG: 67-Jährige bei Skikollision schwer verletzt – Polizei sucht Zeugen

Am Freitag (07.03.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einer Skikollision erhalten, die sich gegen 8:50 Uhr auf der Skipiste von Prodkamm in Richtung Kreuzböden ereignet hat. Bei einer Kollision zwischen einem unbekannten Skifahrer und einer 67-jährigen Skifahrerin ist die Frau gestürzt und wurde schwer verletzt. Sie musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Kantonspolizei Freiburg: Polizistinnen im Fokus – Grüsse zum Weltfrauentag

Die Kantonspolizei Freiburg wünscht der Bevölkerung mit einem Social-Media-Post ein schönes Wochenende – und stellt dabei ihre Polizistinnen in den Mittelpunkt. Passend zum 8. März, dem internationalen Weltfrauentag, veröffentlicht die Polizei zwei Fotos mit Polizistinnen im Einsatz.

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Titterten BL: Fahrzeug überschlägt sich mehrfach im steilen Gelände – Rega-Einsatz

Am Freitag, 7. März 2025, kurz nach 12.00 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Titterten BL ein Selbstunfall mit einem Personenwagen, wobei sich dieser mehrmals überschlug. Der Lenker des Personenwagens wurde bei dem Unfall verletzt. Die REGA stand im Einsatz.

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Schlieren ZH: Hunde-Entführung mit Lösegeldforderung – Täter in Polen gefasst

Am Montag (24.2.2025) sind aus einer Wohnung in Schlieren zwei Hunde gestohlen worden und es ist ein Lösegeld von einer Million Franken gefordert worden. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich und der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat haben zur Verhaftung von zwei Männer geführt.

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Flums SG: Traumhafter Sonnenaufgang – Wochenende geniessen, Tempolimits beachten

Guten Morgen! Mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang über Flums wünschen wir euch ein erholsames Wochenende. Bleibt vorsichtig im Strassenverkehr!

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St.Gallen SG: Notrufsäulen – auch heute noch ein wichtiger Lebensretter

Direkter Draht zur Rettung: Bevor Handys alltäglich wurden, waren Notrufsäulen wie diese im Notfall die schnellste Verbindung zur Kantonalen Notrufzentrale. Auch heute sind sie noch an vielen wichtigen Orten platziert – etwa an Autobahnen oder in Tunneln.

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Basel BS: Fasnacht bedeutet Ausnahmezustand – Polizei räumt Parkfelder & sichert Innenstadt

Bevor es am kommenden Montag vier Uhr schlägt, bereitet sich die Stadt auf die "drei scheenschte Dääg" vor. Ein Teil dieser Vorbereitungen betrifft - wie vor jeder Fasnacht - die Veloabstellplätze in der Innenstadt und entlang der Cortège-Routen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.