Schweiz

Sitten VS: E-Trottinett mit 87 km/h Leistung gestoppt – zwei Raserdelikte registriert

Anfang November hielten die Agenten der Police Régionale des Villes du Centre (PRVC) einen Lenker eines elektrischen Trottinetts an. Die Kontrolle ergab, dass das Gefährt eine Geschwindigkeit von 87 km/h erreichen konnte. Darüber hinaus wurden Anfang November zwei Raserdelikte von der Kantonspolizei registriert.

Weiterlesen

Kanton Luzern: VBK stimmt Tempo-30-Planungsbericht und Naturgefahren-Plan zu

Die Kommission Verkehr und Bau (VBK) des Luzerner Kantonsrates nimmt den Planungsbericht Tempo 30 zustimmend zur Kenntnis, macht aber verschiedene Bemerkungen zu den Kriterien und verlangt eine Anpassung der Strassenverkehrsverordnung. Da aus Sicht der Kommission damit die Hauptanliegen der Initianten aufgenommen werden, lehnt sie die Volksinitiative zu Tempo 50 ab. Zustimmend zur Kenntnis genommen wird auch der Massnahmenplan Naturgefahren.

Weiterlesen

Schaffhausen SH: Motorradfahrer bei Kollision auf der Ebnatstrasse verletzt

Am Freitagmorgen (15.11.2024) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet. Dabei wurde der Motorradfahrer verletzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Sachschaden.

Weiterlesen

Kanton AR: Lichtkontrollen decken 167 Defekte an Fahrzeugbeleuchtung auf

Vergangene Woche führte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in Zusammenarbeit mit dem Touring Club Schweiz, Vertretern des Strassenverkehrsamtes AR und dem örtlichen Autogewerbe in Hundwil, Gais und Heiden Lichtkontrollen durch. Während den drei Verkehrskontrollen überprüfte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden am Montag-, Dienstag- und Freitagabend, in der Zeit zwischen 17.00 und 19.00 Uhr, gemeinsam mit der TCS Sektion Appenzell Ausserrhoden, Fahrzeugexperten des Strassenverkehrsamtes AR und Vertretern des örtlichen Autogewerbes an jedem Kontrollort mehrere Hundert Fahrzeuge.

Weiterlesen

Hospental UR: Streifkollision im Gotthard-Strassentunnel

Am Freitag, 15. November 2024, kurz vor 15.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Tessiner Kontrollschildern im Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Süd. Rund neun Kilometer nach der Tunneleinfahrt in Göschenen überfuhr er, aus noch nicht abschliessend geklärten Gründen, die doppelte Sicherheitslinie und kollidierte seitlich mit einem korrekt entgegenkommenden Lastkraftwagen mit Thurgauer Kontrollschildern.

Weiterlesen

Stadt Schaffhausen: Alkoholisierter Autofahrer (38) verursacht Unfall

Am späteren Donnerstagnachmittag (14.11.2024) hat ein alkoholisierter Mann mit einem Auto eine Kollision mit zwei parkierten Autos verursacht. Personen wurden bei diesem Verkehrsunfall keine verletzt. An den drei Unfallautos entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.

Weiterlesen

Freiburg FR: Zukunftstag bei der Kantonspolizei begeistert Schülerinnen und Schüler

Die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft hatten am Zukunftstag viel Freude, die Kinder ihrer Mitarbeitenden zu begrüssen. Nach einem Einblick in die Arbeitswelt ihrer Eltern erlebten die Schülerinnen und Schüler der 7H spannende Workshops: eine Vorführung der Hundesektion, die Ausrüstung eines Polizeiautos, eine fiktive Gerichtsverhandlung und einen Blick in die Arbeit der Kriminaltechnik.

Weiterlesen

Bellinzona TI: U-Haft (Italienerin/Schweizer) nach Auseinandersetzung in Lokal bestätigt

Im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung, die am 11.11.2024 kurz vor 18 Uhr in einem öffentlichen Lokal an der Viale Stazione in Bellinzona stattfand, teilt die Staatsanwaltschaft mit, dass der Zwangsmassnahmenrichter (GPC) die Untersuchungshaft gegen eine 20-jährige italienische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Italien und einen 29-jährigen Schweizer Bürger aus der Region bestätigt hat. Die Anschuldigungen umfassen versuchten Mord, schwere Körperverletzung, einfache Körperverletzung und tätliche Angriffe.

Weiterlesen

Kanton Tessin: Geschwindigkeitskontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien im Tessin setzen weiterhin auf gezielte Geschwindigkeitskontrollen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In der Woche vom 18. bis 24. November 2024 werden mobile und semi-stationäre Kontrollen in verschiedenen Bezirken durchgeführt.

Weiterlesen

Claro TI: Albanischer Staatsbürger wegen Drogenhandel festgenommen

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 14.11.2024 im Rahmen einer Anti-Drogen-Ermittlung in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Bellinzona ein 29-jähriger albanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Albanien festgenommen wurde. Der Mann, der im Verdacht steht, in einen bedeutenden Drogenhandel mit lokalen Kunden verwickelt zu sein, wurde in Claro verhaftet.

Weiterlesen

Stadt Luzern LU: Velofahrer bei Kollision mit Auto erheblich verletzt

Ein Autofahrer bog am Donnerstag (14. November 2024, kurz vor 17:30 Uhr) in der Stadt Luzern von der Schlösslistrasse nach links in die Schädrütistrasse ein. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem Fahrradfahrer, welcher auf der Schädrütistrasse in Richtung Würzenbach unterwegs war.

Weiterlesen

Emmen LU / Autobahn A2: Alkoholisierter Autofahrer (Franzose, 40) angehalten

Einer Polizeipatrouille fiel am Freitag (15. November 2024, ca. 03:15 Uhr) auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden ein Auto auf, welches ein auffälliges Fahrverhalten zeigte. Bei der anschliessenden Kontrolle ergab ein durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert von 0.8 mg/l.

Weiterlesen

Entlebuch LU: Alkoholisierter Autofahrer verursacht Selbstunfall

Am Freitag (15. November 2024, ca. 04:00 Uhr) fuhr ein Autofahrer bergwärts auf der Renggstrasse. Dabei geriet er mit dem Auto rechts von der Fahrbahn, prallte gegen eine Betonbrüstung und wurde auf die ansteigende Randleitplanke angehoben, wodurch das Fahrzeug aufs Dach kippte.

Weiterlesen

Zentralbahn: Wiedereröffnung der Strecke Meiringen–Interlaken Ost BE am 25. November

Die Zentralbahn wurde am 12. August 2024 durch das Unwetter in Brienz stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen, die letzten Instandsetzungs- und bahntechnischen Ausrüstungsarbeiten sind im Gange. Die Strecke Meiringen–Interlaken Ost wird am 25. November 2024 wieder eröffnet.

Weiterlesen

Stadtpolizei Zürich: Der Nationale Zukunftstag - einfach immer wieder ein toller Tag!

So viele leuchtende Kinderaugen, interessierte junge Menschen und viel Begeisterung und Motivation bei unseren Mitarbeitenden. Zusammen mit Schutz & Rettung Zürich durften wir heute rund 170 Kinder bei uns im Bildungszentrum Blaulicht begrüssen und ihnen einen Einblick in die Arbeit ihrer Mamis, Papis, Gottis und Göttis geben.

Weiterlesen

Heerbrugg SG: Lichtkontrolle – insgesamt wurden 98 Fahrzeuge kontrolliert

Am Donnerstagabend (14.11.2024), in der Zeit zwischen 18:30 Uhr und 20:30 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen zusammen mit dem TCS und der AMAG-Garage eine Lichtkontrolle durchgeführt. Insgesamt wurden 98 Fahrzeuge kontrolliert. Bei 38 Fahrzeugen, wurden die Einstellungen der Lichteinheit korrigiert oder defekte Leuchtmittel repariert. Ein 44-jähriger Autofahrer war alkoholisiert unterwegs. Ihm wurde der Führerausweis abgenommen.

Weiterlesen

Schänis SG: Unfall zwischen Lieferwagen und Auto – zwei Personen verletzt

Am Donnerstag (14.11.2024), kurz nach 15 Uhr, ist es auf der Biltnerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Lieferwagen und einem Auto gekommen. Eine 87-jährige Beifahrerin eines 90-jährigen Autofahrers wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund 8'000 Franken.

Weiterlesen

Luzerner Polizei: Zukunftstag ermöglicht Kindern einen Blick in den Polizeiberuf

Am gestrigen Zukunftstag hatten 80 Kinder unserer Mitarbeitenden die Chance, in die Rolle von jungen Polizistinnen und Polizisten zu schlüpfen. Durch ein vielseitiges Programm erhielten sie Einblicke in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche ihrer Eltern und konnten so die Arbeit im polizeilichen Umfeld kennenlernen.

Weiterlesen

Forch ZH: Mutmassliche Fahrzeugeinbrecher (Algerier / Marokkaner) verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagabend (12.11.2024) in Forch (Gemeinde Maur) drei Männer verhaftet, die sich zuvor an abgestellten Autos zu schaffen machten. Gemeinsam gegen Einbruch lautet die Botschaft der Kantonspolizei Zürich im Zusammenhang mit der Verhinderung von Einbruchsdelikten.

Weiterlesen

Autobahn A5 bei Grenchen SO: Autofahrer kollidiert mit Leitkegeln - Zeugenaufruf

Auf der Autobahn A5 bei Grenchen ist in der Nacht auf Donnerstag ein grüner Geländewagen mit Leitkegeln kollidiert und bereits zuvor durch eine gefährliche Fahrweise aufgefallen. Der mutmassliche Lenker wurde durch die Kantonspolizei Bern angehalten. Aufgrund möglicher weiterer Verkehrsdelikte sucht die Polizei Zeugen.

Weiterlesen

Neuhausen am Rheinfall SH: Polizei verhaftet mutmasslichen Räuber

Die Schaffhauser Polizei hat am frühen Mittwochmorgen (13.11.2024) einen Mann verhaftet, der unter dringendem Tatverdacht steht, am Donnerstag (10.10.2024) einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Verkaufsladen in Neuhausen am Rheinfall begangen zu haben (Polizei.news berichtete). Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen hat beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft für den Tatverdächtigen beantragt.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.