Am Dienstag, 29. Oktober 2024, ca. 11.30 Uhr, fuhr ein 31-jähriger Lieferwagenlenker auf der Hauptstrasse in Glarus vom Rathaus her Richtung Schwanden.
Beim Gemeindehausplatz bog er verbotenerweise (Linksabbiegeverbot) Richtung Netstal in die Burgstrasse ab.
Die Zentralbahn saniert auf der Strecke Meiringen–Innertkirchen die beiden Tunnels Kirchet und Cheisten.
Während der Bauarbeiten wird die Strecke Meiringen–Innertkirchen vom 4. November bis 14. Dezember 2024 gesperrt. Es verkehren Bahnersatzbusse.
Nach zwei Einbrüchen in Gastrobetriebe und einem Paketdiebstahl aus einem Auto konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden.
Bei ihnen handelt es sich um einen Jugendlichen sowie einen jungen Erwachsenen.
Vier mutmassliche Diebe wurden in Châtel-St-Denis gefasst. Sie wurden vorläufig festgenommen und wegen Portemonnaie-Diebstahls und Ladendiebstahls überführt.
Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Doch während wir die goldene Jahreszeit geniessen, bleibt die Sicherheit im Fokus.
Ob beim Spaziergang oder unterwegs auf den Strassen, reflektierende Accessoires sind jetzt besonders wichtig.
Am Montag (28.10.2024), kurz nach 13:15 Uhr, ist es auf der Zürcherstrasse zu einer Auffahrkollision mit vier beteiligten Autos gekommen.
Eine 40-jährige Frau wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Ein 30-jähriger Mann wurde auch leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 50'000 Franken.
In der Schweiz haben dieses Jahr durchschnittlich 59 % der Velofahrenden einen Helm getragen. Das sind so viele wie noch nie, wie die neueste BFU-Erhebung zum Verhalten im Strassenverkehr zeigt.
Auch beim Autofahren erreicht die Gurtentragquote auf den Rücksitzen einen neuen Höchstwert: 92 % der Passagierinnen und Passagiere schnallen sich an. Weniger verbreitet sind das Fahren mit eingeschaltetem Licht auf langsamen E-Bikes und das Tragen von Leuchtwesten auf dem Velo und E-Bike.
Am Montagnachmittag, 28. Oktober 2024, ist es in Speicher zu einem Selbstunfall einer Personenwagenlenkerin gekommen.
Sie blieb unverletzt, es entstand jedoch hoher Sachschaden.
Am Montagnachmittag (28. Oktober 2024, kurz vor 15:45 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer in Entlebuch von Finsterwald her in Richtung Glaubenberg.
Kurz nach der Liegenschaft Grundmoos geriet dieser aus noch ungeklärten Grünen rechts auf die Grasnarbe und kam zu Fall.
Ein Autofahrer fuhr am Montag (28. Oktober 2024, kurz nach 16:00 Uhr) auf der Autobahn A14 in Richtung Luzern.
Da der Verkehr im Tunnel Rathausen ins Stocken geriet bremste das Auto ab. Eine nachfolgende Autofahrerin realisierte dies aus noch ungeklärten Gründen zu spät.
Der Brand eines Oekonomiegebäudes vom 29. Dezember 2023 in Günsberg ist auf einen technischen Defekt zurückzuführen.
Dies haben Ermittlungen durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn ergeben.
Am Montag (28.10.2024), zwischen 7 und 21 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft im Bereich Hirzliblick in ein Mehrfamilienhaus eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terrassentüre gewaltsam Zugang ins Innere der Wohnung.
Am Montag (28.10.2024), kurz nach 23:15 Uhr, ist es in einer Wohnung an der Thalerstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen.
Dabei wurde einer der Beteiligten, ein 40-jähriger Schweizer, mit einem spitzen Gegenstand schwerstverletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Die St.Galler Regierung möchte im geplanten Interventionszentrum St.Margrethen des Bundes rund 50 Arbeitsplätze für die St.Galler Kantonspolizei unterbringen.
Dies würde es der Kantonspolizei ermöglichen, ihre Aufgaben in der Grenzregion des St.Galler Rheintals in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit wirkungsvoller auszugestalten und zu optimieren.
Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen zum Tod einer Frau, die im Sommer 2023 leblos vor einem Wohnhaus in Lengnau aufgefunden worden war, hat die regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland einen 34-jährigen Beschuldigten wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt.
Er befindet sich in Untersuchungshaft.
In der Nacht auf den 29. Oktober 2024 kam es in einem Einkaufszentrum in Sembrancher zu einem Diebstahl eines Bankomaten.
Der oder die Täter rissen das Gerät heraus und nahmen es mit. Im Anschluss ergriffen sie die Flucht.
Am Montag, 28. Oktober, gegen 16.15 Uhr, fuhr ein Auto, das von einer 86-jährigen Bewohnerin von St-Blaise gesteuert wurde, auf der Route des Gouttes d'Or in Neuenburg in westlicher Richtung.
Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel Gouttes d'Or kam es zu einer Kollision mit einer 65-jährigen Einwohnerin von Neuchâtel, die auf einem Sicherheitsstreifen die Fahrbahn von Süden nach Norden überquerte.
Alle vier Jahre schlägt der Bundesrat dem Parlament ein Massnahmenpaket vor, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Nationalstrassennetzes zu gewährleisten.
Die sechs Projekte, die am 24. November zur Abstimmung kommen, wurden vom Büro CSD Ingénieurs unter den Aspekten der Verkehrszunahme und der Verkehrssicherheit geprüft.
In Willisau sind vergangene Woche zwei mutmassliche Drogendealer festgenommen worden.
Diese hatten sich bei einer Frau einquartiert, welche ebenfalls vorläufig festgenommen wurde. In der Wohnung konnten grössere Mengen Betäubungsmittel sichergestellt werden.
Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Sonntag (27.10.2024) im Bezirk Dietikon zwei Clublokale sowie anwesende Gäste kontrolliert.
Bei den Kontrollen wurde eine Frau verhaftet; ebenso konnten Bargeld und Datenträger sichergestellt werden.
Am 22. Mai 2025 wird der Stadttunnel im Rahmen der CYCLE WEEK 2025 feierlich eröffnet.
Gut 200 Tage vor der Eröffnung ist die Realisierung in vollem Gange. Der Stadttunnel wird eine sichere Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, bietet kostenlose Abstellplätze und einen direkten Zugang zum Hauptbahnhof.
Im Zusammenhang mit dem Gewaltdelikt vom vergangenen Freitag (25. Oktober 2024) ist ein tatverdächtiger Mann festgenommen worden.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.
In Hägendorf hat sich am 11. September 2024 ein Mann mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschliessend selber in Brand gesetzt.
Dabei hat er sich schwere Verletzungen zugezogen, die eine Einweisung mit einem Rettungshelikopter in ein Spital erforderlich machten. In der Zwischenzeit ist der Mann im Spital verstorben.
Es ist mal wieder Zeit für ein anständiges Familien- oder Klassenfötteli, die Kinder sind rausgeputzt, der Fotograf in Stellung.
Was dann folgt, sind gut gemeinte Anweisungen wie "Soo, jetzt alii id Kamera luege", "Mol chli fründlich, au du döt hine" oder "stoh mol normal ane".
Achte darauf, Fenster und Türen stets zu verschliessen, auch wenn du nur kurz weg sein solltest.
Ein gut beleuchtetes Haus und aufmerksame Nachbarn können potenzielle Täter abschrecken und Einbrüche verhindern.
Am Montagnachmittag ist am Brünigpass ein Viehtransporter umgekippt.
Dabei wurden keine Tiere, jedoch eine Person leicht verletzt. Die Strasse musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
Am Montagmorgen ist ein Mann in einer Wohnung in La Neuveville schwer verletzt aufgefunden worden.
Trotz umgehender Rettungsmassnahmen verstarb er noch vor Ort.
Die Umstände der drei Todesfälle, die in einer Wohnung in La Chaux-de-Fonds festgestellt wurden, sind höchstwahrscheinlich auf einen Doppelmord mit anschliessendem Selbstmord zurückzuführen.
Zur Erinnerung: Am Freitag, den 25. Oktober, entdeckte die Neuenburger Polizei drei tote Personen in einer Wohnung, nachdem sie von Dritten, die nichts von einer in La Chaux-de-Fonds wohnhaften Familie gehört hatten, informiert worden war.
Eine Person gab auf einer Strasse in La Chaux-de-Fonds mindestens zwei Schüsse in die Luft ab, ohne jemanden zu verletzen, nachdem es zuvor in der Nacht in einer öffentlichen Einrichtung der Stadt zu einem Streit gekommen war.
Er wurde festgenommen und Waffen wurden beschlagnahmt.
Nach einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Nachbarn zeigte der eine seinem Nachbarn in ihrem Wohnhaus in Le Locle eine Waffe.
Ein Polizeiaufgebot wurde aufgestellt und die Person, die die Waffe trug, wurde festgenommen. Am Ende stellte sich heraus, dass es sich um eine Scheinwaffe handelte.
Eine 82-jährige Frau wird in La Chaux-de-Fonds vermisst. Eine Vermisstenanzeige wurde aufgegeben.
Seit Sonntag, den 27. Oktober 2024 um 16 Uhr ist Frau Monique P. nicht mehr in ihr Haus in La Chaux-de-Fonds zurückgekehrt.
Wie die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mitteilen, wurde am 27.10.2024 ein 21-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Mendrisiotto verhaftet.
Der junge Mann hatte kurz nach ein Uhr nachts in der Via Gismonda in Mendrisio versucht, einen in der Region wohnhaften 25-jährigen Italiener zu berauben.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Montagmorgen (28.10.2024), ist eine unbekannte Täterschaft in ein Baustellenmagazin und ein Baubüro an der Schulstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich auf unbekannte Art Zugang ins Innere des Magazins und des Büros und stahl Ladekabel- und -geräte sowie diverse Maschinen von noch unbekanntem Wert.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Montagmorgen (28.10.2024), ist eine unbekannte Täterschaft in einen Baucontainer und in einen Rohbau an der Signalstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich gewaltsam durch eine Tür Zugang ins Innere des Containers.
Am Montag (28.10.2024), kurz vor 07:20 Uhr, ist es auf der Autobahn A15 zu einer Auffahrkollision zwischen drei Lieferwagen und einem Auto gekommen.
Ein 30-jähriger und ein 56-jähriger Mann wurden unbestimmt verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Ein 25-jähriger Mann wurde leicht verletzt und begab sich selbständig in ärztliche Untersuchung. Es entstand Sachschaden von rund 30'000 Franken.
Eine Person wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.
Am Montagmittag (28.10.2024) entdeckten Anwohner und Bewohner einer Legehennenfarm in Haseln Rauch und Flammen in der dortigen Werkstatt.
Über das vergangene Wochenende kam es im Kanton Schaffhausen zu mehreren Einbrüchen.
In verschiedenen Ortschaften wurden sowohl Restaurants als auch private Häuser von unbekannten Tätern heimgesucht. In diesem Zusammenhang weist die Schaffhauser Polizei auf die Präventionskampagne "Verdacht – RUF AN! POLIZEI-NOTRUF 117 - GEMEINSAM GEGEN EINBRUCH" hin.
Am Freitagnachmittag (25.10.2024) hat sich in Stein am Rhein eine Kollision zwischen einem Velo und einem Auto ereignet.
Dabei wurde der 9-jährige Velofahrer leicht verletzt. Die Schaffhauser Polizei sucht in diesem Zusammenhang die Lenkerin oder den Lenker eines schwarzen Autos mit Bündner Kennzeichen.
Im Rahmen der Patrouillentätigkeit konnten am Wochenende drei Fahrzeuglenker angehalten werden, welche in nicht fahrfähigem Zustand unterwegs waren.
Im Rahmen einer Verkehrskontrolle in der Stadt Luzern reagierte am Samstag (26. Oktober 2024) ein Drogenschnelltest bei einem Autofahrer positiv. Ausserdem konnte Kokain sichergestellt werden. Der Führerausweis wurde dem 22-Jährigen Schweizer abgenommen.
Ein Autofahrer fuhr am Samstagmorgen (26. Oktober 2024, kurz nach 03:00 Uhr) auf der Wolhuserstrasse in Menznau in Richtung Grosswangen.
Auf der Höhe Kapelle Tutensee verlor der Lenker in einer Rechtskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen die linksseitige Leitplanke.
Im Autobahnzubringertunnel Rontal ist es am Samstag (26. Oktober 2024, kurz nach 15:00 Uhr) zu einer Auffahrkollision mit fünf beteiligten Fahrzeugen gekommen.
Eine Person wurde durch den Rettungsdienst 144 zur Kontrolle ins Spital gefahren.
Am Sonntag (27. Oktober 2024, kurz vor 21:00 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer von der Hauptstrasse in Richtung Reussbühlstrasse und bog anschliessend nach links in die Reussbühlstrasse in Richtung Seetalplatz ein.
Gleichzeitig bog ein E-Bike-Fahrer von der Reussbühlstrasse von Luzern herkommend nach links in die Hauptstrasse ab.
Auf der Längweiherstrasse kam es am Montagmorgen (28. Oktober 2024, ca. 09:40 Uhr) zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad.
Der 56-jährige Motorradfahrer wurde beim Unfall verletzt und durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.
Unbekannte haben in der Nacht zum Montag in Wilen bei Wil einen Bancomaten beschädigt.
Die Täter flüchteten ohne Beute, die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Am Sonntagnachmittag, 27. Oktober 2024, ist es in Speicher zu einer Kollision zwischen einem Fahrrad und einem Personenwagen gekommen.
Der Velofahrer musste in Spitalpflege gebracht werden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.