Schweiz

Wassen UR: Verkehrsunfall zwischen Motorrad und Personenwagen – eine Person verletzt

Gestern Donnerstag, 22. August 2024, kurz nach 17.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Berner Kontrollschildern im Kolonnenverkehr auf der Sustenstrasse in Richtung Passhöhe. Hinter ihm fuhr der Lenker eines Motorrads mit Jurassischem Kontrollschild und setzte zum Überholmanöver an.

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Verkehrskontrolle - Gemeinschaftszollanlage Basel BS / St. Louis-Autobahn

Am Mittwoch, 21. August 2024 führte die Verkehrspolizei Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit der Polizei Basel-Landschaft, der Kantonspolizei Aargau sowie dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bei der Gemeinschaftszollanlage Basel / St. Louis-Autobahn eine Verkehrskontrolle durch. Elf Fahrzeuge beziehungsweise deren Lenkerinnen und Lenker mussten beanstandet werden. Vier Fahrzeugen wurde die Einreise in die Schweiz verweigert.

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Oberglatt ZH: Diensthund stellt zwei Jugendliche nach Gewaltdelikt

Mit Hilfe des Diensthundes Raichu von den Welfen hat die Kantonspolizei Zürich am frühen Mittwochmorgen (21.8.2024) zwei Jugendliche festgenommen, die wenige Stunden zuvor in Oberglatt einen Mann tätlich angegriffen haben sollen. Gegen 2.50 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich eine Meldung ein, dass in Oberglatt Schüsse gefallen seien und ein Mann vor einem Mehrfamilienhaus um Hilfe rufe.

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Bütschwil SG: Frontalkollision zwischen zwei Autos – drei Verletzte

Am Donnerstag (22.08.2024), kurz vor 14:45 Uhr, ist es im Tunnel Engi der Umfahrungsstrasse H16 zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Beim Unfall wurde ein Mann und eine Frau leicht und eine weitere Frau unbestimmt verletzt. Sie wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Zwei Autos wurden total beschädigt. Ein Lieferwagen wurde leicht beschädigt.

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Mutmasslicher Verkehrsunfall im Raum Uster oder Greifensee ZH - Zeugenaufruf

Am Dienstagabend (20.08.2024) rückte eine Patrouille der Stadtpolizei Uster wegen eines stark beschädigten Motorfahrzeuges nach Greifensee aus. Die mutmassliche Lenkerin steht im Verdacht, zuvor in einen Unfall involviert gewesen zu sein. Wir suchen Zeuginnen und Zeugen.

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Oensingen SO: „alibi’24“ - Eröffnungsfest des neuen Kontrollzentrums für den Schwerverkehr

Am Samstag, 31. August 2024, lädt die Kantonspolizei Solothurn die Bevölkerung zum Eröffnungsfest des neuen Schwerverkehr-Kontrollzentrums in Oensingen ein. Auf dem Programm stehen viele spannende Vorführungen und vielseitige Attraktionen. Zahlreiche Food-Trucks runden den Anlass für Gross und Klein kulinarisch ab.

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Kantonspolizei Uri: Vier Polizeiaspiranten nehmen die Arbeit auf

Am 22. August 2024 haben Daniel Ferruzzi, Claudio Hager, Jeremias Hunkeler und Mathias Waltert an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch IPH die Vorprüfung zum Fachausweis Polizist / Polizistin erfolgreich absolviert. Somit sind sie bereit, ins zweite, praktische Ausbildungsjahr bei der Kantonspolizei Uri zu starten. Von nun an gilt es das in der Polizeischule Erlernte im Polizeialltag umzusetzen.

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Kapo St.Gallen: Neues Einsatzmittel Sonar

Auf der Suche nach vermissten Personen in Wasserumgebung kommen regelmässig Polizeitauchende zum Einsatz. Die Herausforderungen bei solchen Einsätzen sind zahlreich und die Suchaktionen unter Wasser somit anspruchsvoll. So beeinflussen die Sichtverhältnisse unter Wasser nicht nur die Art, sondern auch die Effektivität der Suche.

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Stadt Schaffhausen SH: Motorradfahrer (24) bei Kollision mit Auto verletzt

Am Mittwochnachmittag (21.08.2024) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet. Dabei wurde der Motorradfahrer verletzt. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

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Matt GL: Senior (†80) stürzt auf Wanderung in den Tod

Am Mittwoch, 21. August 2024, kurz vor 16 Uhr, ereignete sich in Matt, Bützihoren, Gemeinde Glarus Süd, ein Bergunfall mit Todesfolge. Ein 80-jähriger Mann war mit seiner 73-jährigen Partnerin anlässlich einer Wanderung von der Seilbahn Weissenberge aus über das Bützihoren in Richtung Wissmeilen unterwegs.

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Urnäsch AR: Sanierung der Schönaustrasse

Die Kantonsstrasse von Urnäsch nach Hemberg wird im Abschnitt Egglibachbrücke bis Bruggli auf einer Länge von 1,3 Kilometern erneuert. Der Streckenabschnitt weist Schäden am Belag, an der Entwässerung sowie an den berg- und talseitigen Stützmauern auf. Die Fahrbahnbreiten sind ungenügend. Das Departement Bau und Volkswirtschaft hat das Projekt und den Kredit genehmigt.

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Der Bundesrat genehmigt die Teilnahme der Schweiz an zwei PESCO-Projekten

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. August 2024 die Teilnahme der Schweiz an zwei Projekten der Permanent Structured Cooperation (PESCO) der EU genehmigt. Die beiden Projekte „Military Mobility“ und „Cyber Ranges Federation“ bieten die Möglichkeit, die internationale Zusammenarbeit zwischen Streitkräften zu erweitern. Dies stärkt die nationale Verteidigungsfähigkeit der Schweiz. Die spezifische Zusammenarbeit im Rahmen der Projekte erfolgt im Einklang mit den Neutralitätspflichten der Schweiz.

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Bundesrat genehmigt Mitgliedschaft in der European Cyber Security Organisation

Um die Cybersicherheit der Schweiz zu stärken und mit europäischen Partnern zu koordinieren, hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 21. August 2024 die Mitgliedschaft des Bundes in der European Cyber Security Organisation (ECSO) genehmigt. Durch die Mitgliedschaft erhalten die zuständigen Fachstellen des Bundes Informationen über aktuelle Technologieentscheide und -entwicklungen sowie einen Zugang zu Expertennetzwerken.

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Dübendorf ZH: Brand in Tennishalle ausgebrochen – hoher Sachschaden

Beim Brand in einer Tennishalle in Dübendorf ist am Mittwochnachmittag (21.08.2024) erheblicher Sachschaden entstanden. Kurz nach 14.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung ein, dass es in einer Tennishalle im Quartier Hochbord brennen würde.

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Stadt St.Gallen SG: Einbruch in Baustellenmagazin

In der Zeit zwischen Montagabend und Dienstag (20.08.2024), um 7:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Baustellenmagazin an der Oberstrasse eingebrochen. Sie begab sich in das Untergeschoss des sich im Rohbau befindenden Gebäudes und verschaffte sich gewaltsam über eine Tür Zutritt in das Magazin.

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Kapo Zürich: Schulbeginn 2024 - auf den Schulwegen präsent

Am Dienstagvormittag (20.8.2024) hat die Kantonspolizei Zürich den Verkehr rund um Schulhäuser und Schulwege kontrolliert und einen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet. Dabei hat sie auf den Schulbeginn und die geltenden Verkehrsregeln hingewiesen, diese erläutert, Verkehrsteilnehmer ermahnt sowie Widerhandlungen geahndet und zur Anzeige gebracht.

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Kapo Solothurn: Einsatzübung mit Helikopter in der Luft und Polizeiboot auf der Aare

Am heutigen Mittwoch, 21. August 2024, zwischen 13.30 Uhr und 17 Uhr, findet in Zusammenarbeit mit der Schweizer Luftwaffe eine Einsatzübung statt. Es werden Übungsflüge im Raum Oensingen sowie entlang der Aare in der Region Solothurn, flussabwärts nach Flumenthal, durchgeführt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.