Schweiz

H8 / Dritte Altmatt Nord – Höli – Biberbrugg SZ und Taktikturm UFZ

Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Peter Dettling, beantragt dem Kantonsrat, den Ausgabenbewilligungen von 123 Mio. Franken für die Sanierung und den erforderlichen Ausbau der Hauptstrasse Nr. 8 zwischen der Dritten Altmatt Nord, Höli und Biberbrugg, und von 3.05 Mio. Franken für die Erweiterung des Rettungsturms auf der Übungsanlage für Feuerwehr und Zivilschutz (UFZ) zu einem Taktikturm zuzustimmen. Die Hauptstrasse Nr. 8 ist einerseits eine Durchgangsstrasse von gesamtschweizerischer Bedeutung, anderseits aber auch für den Kanton Schwyz selber von eminenter Wichtigkeit, indem sie die einzige leistungsfähige Verbindungsachse zwischen Inner- und Ausserschwyz sowie zur Erschliessung des mittleren Kantonsteils darstellt.

Weiterlesen

Sperrung der Bischofszellerstrasse in Gossau SG

Am Donnerstag, 8. Juni 2023, und Sonntag, 11. Juni 2023, baut das Strassenkreisinspektorat Gossau den Deckbelag an der Bischofszellerstrasse in Gossau ein. An diesen beiden Daten muss die Bischofszellerstrasse zwischen der Obstgartenkreuzung bis zum Ortseingang Arnegg teilweise für sämtlichen Verkehr gesperrt werden. Mit dem Deckbelagseinbau werden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.

Weiterlesen

Rega investiert in Flugzeugsimulator

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega beschafft einen eigenen Flugzeugsimulator des Typs Bombardier Challenger 650, damit ihre Jetpilotinnen und -piloten ihre Simulatortrainings ab September 2023 in Opfikon (ZH) statt in Kanada absolvieren können. Vom neuen Simulator profitieren werden auch Drittkunden sowie die Patientinnen und Patienten der Rega.

Weiterlesen

Ingenbohl SZ: Sondierungsarbeiten an der Schwyzerstrasse

Ab Montag, 5. Juni 2023, werden auf der Schwyzerstrasse, Abschnitt SBB-Viadukt bis Kreisel Gätzli, Sondierungsarbeiten ausgeführt. Damit im Frühling 2024 im oben genannten Abschnitt der Schwyzerstrasse mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, sind vorgängig Sondierungsarbeiten sowie im Rahmen der Beweissicherung Installationen für die Grundwasserspiegelüberwachung auszuführen. Diese Arbeiten finden im Zeitraum vom Montag, 5. Juni bis Mittwoch, 7. Juni 2023 statt.

Weiterlesen

Kantonspolizei Zürich: Sicher mit dem Töff unterwegs

Die wärmeren Tage laden zu einer Ausfahrt mit dem Motorrad; damit Sie Ihren Ausflug in vollen Zügen geniessen können, ist empfehlenswert, die Fahrweise den Sicht-, Witterungs-, Strassen- und Verkehrsverhältnissen sowie dem eigenen Fahrkönnen anzupassen. Ebenso zentral sind dabei eine angemessene Geschwindigkeit und das konsequente Einhalten der Verkehrsregeln.

Weiterlesen

Rorschach SG: Dachstockbrand in Mehrfamilienhaus

Am Mittwoch (31.05.2023), kurz nach 19:20 Uhr, ist bei der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand an der Industriestrasse eingegangen. Der Dachstock eines Mehrfamilienhauses ist aus bisher unbekannten Gründen in Brand geraten. Gemäss jetzigem Kenntnisstand wurde niemand verletzt. Die Löscharbeiten dauern zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch an.

Weiterlesen

Col de la Forclaz VS: Neue Markierungen auf sechs Streckenabschnitten Passstrasse

Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Motorradfahrer, zu verbessern, wird der Kanton Wallis im Juni neue Markierungen auf sechs Streckenabschnitten der Forclaz-Passstrasse anbringen. Die Markierungen bestehen aus rechtwinkligen Streifen, die von der Mittellinie zur Aussenseite der Fahrbahn führen. Sie sollen die Motorradfahrer dazu bringen, einen intuitiven und sicheren Weg einzuschlagen.

Weiterlesen

Kanton Wallis: Mobiles Team für Menschen in sozialen Notsituationen

Mobile Teams für soziale Notfälle (EMUS) werden im Herbst 2023 eingeführt. Sie entstehen aus der Erkenntnis, dass nicht alle Anrufe bei den Notrufzentralen (144 / 117) zwingend den Einsatz eines Krankenwagens oder der Polizei erfordern. Personen in sogenannten sozialen Notsituationen sollen daher künftig von einem speziellen Team betreut werden, in das Fachleute aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich integriert sind. Ein Pilotprojekt wird im Zentralwallis gestartet.

Weiterlesen

Kanton Wallis: Zwei weitere Raserdelikte registriert

Zwischen dem verlängerten Auffahrtswochenende und Pfingstmontag verzeichnete die Kantonspolizei Wallis zwei weitere Raserdelikte auf den Strassen des Kantons. Ein Automobilist wurde mit 144 km/h anstatt der erlaubten 80 km/h im Oberwallis gemessen, während der zweite mit 149 km/h anstatt der erlaubten 80 km/h im Unterwallis unterwegs war.

Weiterlesen

Seedorf UR: Selbstunfall mit Sattelmotorfahrzeug – eine Person verletzt

Heute Mittwoch, 31. Mai 2023, gegen 13.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Sattelmotorfahrzeugs mit deutschen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süd. Im Baustellenbereich zwischen dem Fischlauitunnel und der Ausfahrt Altdorf kollidierte der 70-jährige Lenker aus derzeit ungeklärten Gründen mit der Baustellenabschrankung.

Weiterlesen

Die Kantonspolizei Bern arbeitet engagiert für die Sicherheit der Bevölkerung

Die Polizei im Kanton Bern übernimmt vielfältige Tätigkeiten rund um die Sicherheit der Bevölkerung im Kanton. Zudem unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit verschiedenen Dienstleistungen wie Schulungen und Referaten zu unterschiedlichen Themen. Als Grundlage für die Polizeiarbeit dienen unter anderem das Polizeigesetz, die Polizeiverordnung und die kantonale Ordnungsbussenverordnung. Weitere Regelungen gibt es im Bundesrecht mit der Strafprozessordnung, dem Strassenverkehrsgesetz und dem Binnenschifffahrtsgesetz.

Weiterlesen

Cyberkriminalität: PostFinance Phishing-Mail – Identitätsbestätigung

Die Cyberkriminellen verschicken E-Mails im Namen der PostFinance an eine Vielzahl von Empfängern und behaupten, dass dringende Aktualisierungen an den Kontoinformationen vorgenommen werden müssen. Laut der betrügerischen Nachricht werden bestimmte Funktionen des Kontos eingeschränkt, falls die angeblichen Aktualisierungen nicht durchgeführt werden.

Weiterlesen

Müselbach SG: Marokkaner (21) nach Einschleichdiebstahl festgenommen

Am Montag (29.05.2023), kurz nach 03:20 Uhr, ist der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen ein Einschleichdiebstahl in ein Auto durch zwei vorerst unbekannte Männer an der Bachstrasse gemeldet worden. Die aufgebotenen Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen konnten im Zuge einer Fahndung einen 21-jährigen Marokkaner festnehmen. Der Mann wurde in einem Schnellverfahren durch die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen verurteilt.

Weiterlesen

Lütisburg-Station SG: E-Bike-Fahrerin (†51) stirbt nach Crash mit Traktor (Video)

Bei einem Verkehrsunfall ist am Pfingstmontag (29.05.2023) eine E-Bike-Fahrerin ums Leben gekommen. Um 18:10 Uhr wurde der Kantonalen Notrufzentrale ein Unfall zwischen einem Traktor mit Anhänger und einem E-Bike gemeldet. Gemäss jetzigen Erkenntnissen fuhr eine 51-jährige E-Bike-Fahrerin auf der Langenrainstrasse von Mosnang Richtung Lütisburg-Station.

Weiterlesen

Wil SG: Zusammenstoss von Bus und Auto – eine Person verletzt

Am Dienstag (30.05.2023), um 21:05 Uhr, hat sich an der Glärnischstrasse im Verzweigungsbereich mit der Lindenstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Bus und einem Auto ereignet. Die 38-jährige Autofahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt und vom Rettungsdienst in Spital gebracht. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Franken.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.