Schweiz

Autobahn A16 JU: Verkehrskontrolle - gegen 6 Fahrer wurde Anzeige erstattet

Am späten Dienstagnachmittag, 21. März 2023, führte die Kantonspolizei Jura auf der Autobahn A16, Fahrbahn Frankreich, auf der Höhe der Verzweigung Glovelier/Boécourt eine Verkehrskontrolle durch. Das Hauptziel der Kontrolle bestand darin, die Verkehrsteilnehmer zu überprüfen, die den Pannenstreifen benutzen, um die Autobahn zu verlassen.

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Kanton Waadt: Falsche Banker - Vorsicht vor Betrügereien!

Seit mehreren Tagen stellt die Polizei eine Zunahme von Trickdiebstählen des Typs "falsche Bankiers" fest. Die Betrüger schrecken nicht davor zurück, ihre Untaten an älteren Menschen zu begehen. Dieses Phänomen ist der Polizei gut bekannt, auch wenn der Modus Operandi der Täter variieren kann. Die Polizei ruft zur Vorsicht auf und erinnert an die Präventionstipps.

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Jubiläum: 10 Jahre grenzüberschreitende operative Plattform POT 25-90

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der grenzüberschreitenden operativen Plattform POT 25/90 fand gestern im Schloss Neuenburg eine Zeremonie statt, an der unter anderem der französische Botschafter, seine Exzellenz, Frédéric Journès, und Staatsrat Alain Ribaux teilnahmen. Die grenzüberschreitende operative Plattform POT 25/90 umfasst verschiedene Polizei- und Zolldienste der Schweiz und Frankreichs. Sie wurde am 16. März 2012 auf Initiative der Neuenburger Polizei und der Groupement de Gendarmerie départementale du Doubs ins Leben gerufen.

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Le Locle NE: Kontrolle über Fahrzeug verloren - gegen geparktes Auto geprallt

Am Donnerstag, den 23. März 2023 um 21:45 Uhr, fuhr ein von einem 73-jährigen Einwohner von Le Locle gelenktes Auto auf der Rue de la Gare in Le Locle in nordöstlicher Richtung. Auf Höhe der Hausnummer 14 verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit seiner rechten Vorderseite gegen die rechte Vorderseite eines korrekt am rechten Fahrbahnrand geparkten Autos.

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Gemeinsame schweizerisch-italienische Operation im Rahmen von ATLAS

In den vergangenen Tagen fand im Tessin eine wichtige internationale Übung statt, an der die kantonale Polizei und die Carabinieri beteiligt waren. Das Abschlussszenario dieser mehrtägigen Aktivität fand am Lago Maggiore (Grenzgebiet) statt, wo eine Geiselnahme auf einem zwischen der Schweiz und Italien verkehrenden Linienschiff inszeniert wurde.

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N20 / Valangin NE: Kontrolle über Fahrzeug verloren - Sachschaden

Am Donnerstag, 23. März 2023 um 1300 Uhr fuhr ein von einer 31-jährigen Einwohnerin von Montlebon/Frankreich gelenktes Auto auf der rechten Spur der N20 von Neuenburg in Richtung La Chaux-de-Fonds. In einer Linkskurve, kurz vor der Ausfahrt Valangin, verlor sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug, das, nachdem es beide Fahrspuren überquert hatte, gegen die Mittelleitplanke prallte.

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Kanton Neuenburg: Strassenverkehrsbilanz für das Jahr 2022

Die Strassenverkehrsbilanz für das Jahr 2022 zeigt einen deutlichen Anstieg der Verkehrsunfälle mit Verletzten. Obwohl tödliche Unfälle relativ selten geworden sind, beklagt die Neuenburger Polizei leider zwei Unfälle, die insgesamt drei Opfer forderten. Auch die Zahl der Verletzten im Strassenverkehr setzt den im letzten Jahr beobachteten Aufwärtstrend fort. Was schliesslich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer betrifft, so steigen die von der Polizei festgestellten und angezeigten Straftaten an.

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Sachseln / Wilen OW: Heute Mittag kam es gleich zu zwei Verkehrsunfällen

Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken, Personen wurden keine verletzt. In Sachseln, Brünigstrasse, hielt ein Fahrzeuglenker sein Auto wegen eines Rotlichts an. Der nachfolgende Fahrzeuglenker bemerkte das stehende Fahrzeug zu spät. Trotz Vollbremsung konnte er eine Auffahrkollision nicht mehr verhindern.

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Brünig BE: Auto durchbricht Leitplanke und fällt Böschung herunter - zwei Verletzte

Am Freitagvormittag hat sich auf dem Brünigpass in Meiringen ein Selbstunfall ereignet. Ein Auto war von der Strasse abgekommen und eine Böschung hinuntergestürzt. Eine Beifahrerin wurde schwer verletzt mit der Rega ins Spital geflogen. Ein Lenker erlitt leichte Verletzungen. Der Unfall wird untersucht.

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Stadtpolizei Uster sorgt kompetent für Sicherheit in der Region

Das Korps der Stadtpolizei Uster bietet Fachkompetenz in sämtlichen polizeilichen Belangen und ist Ihr Ansprechpartner bei Anliegen und Fragen rund um die polizeiliche Grundversorgung in der Stadt Uster und der Region. Ein aktiver Austausch mit der Bevölkerung (Community Policing) ermöglicht der Stadtpolizei, bestmöglich und gezielt für die Sicherheit der Bürger zu sorgen und auf Veränderung reagieren zu können.

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Kapo Obwalden: Hypothermie-Kurs – Tipps zum Schwimmen im kalten Wasser

Am 26. Februar absolvierten die neuen Mitglieder der Seepolizei, bei einer Wassertemperatur von 5,8° und einem Windchill von -6,8° den Hypothermie Kurs der SLRG SSS in Zürich. Dabei geht es darum, das Verhalten in unvorbereiteten Extremsituationen im kalten Wasser zu testen und die persönlichen Grenzen kennenzulernen.

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Verfolgungsjagd in Posieux FR: Betrunkene flüchten auf der A12 vor Polizei

Gestern Vormittag ergriff ein Auto beim Erblicken der Polizei die Flucht auf der Autobahn A12 in Richtung des Restoroute de la Gruyère. Nachdem es zahlreiche Verstösse begangen hatte, wurden die beiden Insassen des Fahrzeugs in Posieux angehalten. Eine Waffe sowie Drogen wurde entdeckt. Das Fahrzeug wurde auf Anordnung des Magistrats beschlagnahmt. Eine Ermittlung ist im Gange.

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Luzerner Polizei arbeitet unermüdlich für die Sicherheit der Bevölkerung

Rund 840 Mitarbeitende kümmern sich bei der Polizei im Kanton Luzern um die Sicherheit der Bevölkerung. Eine starke Vernetzung mit weiteren Institutionen unterstützt die effektive Arbeit der Polizei Luzern.

Die Bediensteten sind bei Unfällen, Delikten oder auch für die Verkehrsinstruktion in Schulen und Altersheimen, bei Streitigkeiten unter Nachbarn oder häuslicher Gewalt zur Stelle.

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Kanton Schaffhausen: Verkehrsunfallstatistik 2022

Die Schaffhauser Polizei ist zuständig für die Bearbeitung von Verkehrsunfällen im gesamten Kantonsgebiet sowie auf der A4 im Cholfirsttunnel bis und mit Ausfahrt Dachsen. Mit 612 polizeilich bearbeiteten Verkehrsunfällen ist eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Nach den bereits im 2021 hohen Unfallzahlen, mussten somit nochmals 12 Unfälle mehr bearbeitet werden.

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Cham ZG / A4: Auffahrkollision zwischen drei Autos - zwei Personen verletzt

Im Feierabendverkehr ist es auf der Autobahn zu einer Auffahrkollision gekommen. Zwei Personen wurden verletzt. Einer der Lenker war fahrunfähig. Am Donnerstagabend (23. März 2023), um 17:30 Uhr, hat sich auf der Autobahn A4, zwischen der Blegikurve und der Ausfahrt Lindencham, Fahrtrichtung Luzern, eine Auffahrkollision zwischen drei Autos ereignet.

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Wittenbach SG: Angebliches Delikt kann nicht bestätigt werden

Am Donnerstag (23.03.2023), kurz vor 12:15 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung erhalten, wonach ein 7-jähriges Mädchen von einer unbekannten männlichen Person an der Obstgartenstrasse angegangen worden sei. Gemäss bisherigen Erkenntnissen handelte es sich um ein zufälliges Zusammentreffen des Mädchens mit dem mittlerweile bekannten Mann, welches von den Beteiligten falsch interpretiert wurde. Der Kantonspolizei St.Gallen sind derzeit keine strafrechtlich relevanten Vorkommnisse bekannt.

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St-Ursanne JU: Zusammenstoss zwischen zwei Fahrzeugen - Sanitäter im Einsatz

Am Mittwoch, den 22. März 2023, ereignete sich gegen 18:30 Uhr ein Verkehrsunfall an der Kreuzung der von St-Ursanne nach Les Rangiers führenden Strasse und der von Montmelon kommenden Strasse. Aus einem Grund, den die Ermittlungen klären müssen, kollidierte das aus Montmelon kommende Fahrzeug mit einem aus St-Ursanne kommenden Fahrzeug. Nach dem Aufprall kam das Fahrzeug in einem Graben am Strassenrand zum Stehen.

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A5 / Neuenburg NE: Kollision zwischen Motorrad und Lieferwagen - Zeugenaufruf

Am Montag, den 20. März um 17:13 Uhr fuhr ein Motorrad, das von einem Unbekannten gesteuert wurde, auf der rechten Spur im Osttunnel der A5 in Neuchâtel in Richtung Lausanne. Auf der Höhe der Ausfahrt Champ-Coco kam es zu einer Kollision mit einem weissen Lieferwagen, der normalerweise auf der gleichen Fahrspur fuhr.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.