Schweiz

Würenlingen/Hausen AG: Brite (50) und Marokkaner (26) nach Autoeinbrüchen gefasst

In Würenlingen und Hausen hat die Polizei zwei mutmassliche Diebe festgenommen. Der britische sowie der marokkanische Staatsangehörige stehen im Verdacht, in unverschlossene Autos eingestiegen zu sein, um Wertgegenstände zu entwenden oder dies zumindest versucht zu haben.

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Ste-Croix VD: 72-Jähriger nach Angriff vor Lokal in Lebensgefahr – 14-Jähriger in Haft

Am Mittwoch, 29. Juli 2026, kurz nach Mitternacht, erhielt die Waadtländer Polizeieinsatzzentrale (CVP) die Meldung, dass ein Mann nach einer Auseinandersetzung mit mehreren Jugendlichen bewusstlos vor einem Gastbetrieb im Zentrum von Ste-Croix liege. Unter der Leitung des Jugendgerichts wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.

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Saignelégier JU: Grosser Ansturm auf Pferdemarkt – Verkehrsbehinderungen erwartet

Zum 121. Nationalen Pferdemarkt und -wettbewerb, der vom Freitag, dem 7. August, bis Sonntag, dem 9. August 2026, in Saignelégier stattfindet, werden Zehntausende Besucher erwartet. Dieser grosse Andrang wird zu besonders hohem Verkehrsaufkommen in der Region führen. Um die Sicherheit aller zu gewährleisten und einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu ermöglichen, werden Verkehrsmassnahmen umgesetzt. Die Kantonspolizei erinnert die Öffentlichkeit daran, die Beschilderung und die Anweisungen zu beachten.

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Kapo Thurgau: Sicher in den Kindergarten – Polizei gibt Eltern Tipps zum Schulstart

Mit dem Schulstart im Thurgau rückt auch der erste Kindergartenweg vieler Kinder näher. Die Kantonspolizei Thurgau räumt mit verbreiteten Mythen auf und zeigt, worauf es wirklich ankommt.

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Kanton St.Gallen: Polizei ruft vor Schulstart zu Vorsicht an Fussgängerstreifen auf

In einer Woche starten die Kinder im Kanton St.Gallen ins neue Schuljahr. Viele sind zum ersten Mal allein unterwegs und verlassen sich darauf, dass du ganz anhältst, bevor sie die Strasse überqueren.

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Schweiz: Neue Littering-Bussen – ab dem 1. August drohen bis zu 100 Franken Sofortbusse

Seit dem 1. August 2026 gelten schweizweit neue Regeln gegen Littering. Das Wegwerfen von Müll kann neu direkt vor Ort mit einer Busse geahndet werden.

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Mogno TI: 67-jähriger Wanderer bei Sturz auf Bergweg lebensgefährlich verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich am 03.08.2026 kurz nach 16 Uhr auf dem Wanderweg von Fusio nach Mogno ein Unfall ereignet hat. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sind, stürzte ein 67-jähriger Wanderer aus Deutschland, der in Deutschland wohnhaft ist, rund 30 Meter in die Tiefe.

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Esch-Steintal SG: Scheune nach Blitzeinschlag zerstört – Feuerwehr rettet vier Schweine

Am Dienstagnachmittag (04.08.2026) hat ein Blitz in eine Scheune eingeschlagen und das Gebäude in Flammen gesetzt. Es brannte vollständig nieder. Personen wurden keine verletzt. Vier Tiere konnten aus der Scheune gerettet werden und blieben unverletzt.

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Luzern LU: Lastwagen kippt im Verkehrshaus-Kreisel um – 155'000 Franken Schaden

Im Verkehrshaus-Kreisel in der Stadt Luzern ist am Dienstag ein Lastwagen aus noch ungeklärten Gründen umgekippt. Der Fahrer erlitt beim Unfall leichte Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren. Wegen des Unfalls musste der Verkehr zeitweise örtlich umgeleitet werden.

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Pratteln BL: 70-jährige Frau stirbt nach mutmasslichem Verkehrsunfall (Zeugenaufruf)

Am Dienstagvormittag, 4. August 2026, kurz nach 10.00 Uhr, erhielt die Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft die Meldung, wonach eine nicht ansprechbare und stark blutende weibliche Person in der Nähe der Tramhaltestelle Kästeli in Pratteln BL auf der Strasse liege. Die Person erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Die Polizei sucht Zeugen.

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Arbaz VS: Britischer Autofahrer (69) prallt gegen Felsen und stirbt

Am 3. August 2026 ereignete sich auf der Route d’Anzère in Arbaz ein Verkehrsunfall. Ein Automobilist kam dabei ums Leben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.

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Bützberg BE: Umstürzender Baum trifft Kind auf Velo – Junge eingeklemmt und verletzt

Am Montagabend ist in Bützberg ein Kind von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Ein Junge wurde verletzt mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Es kam zu Verkehrseinschränkungen. Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Schaffhausen SH: Bauarbeiter trifft Stromleitung – 34-Jähriger schwer verbrannt

Ein 34-jähriger Mann hat sich am Dienstagvormittag (4.8.2026) bei Bauarbeiten an der Repfergasse in der Stadt Schaffhausen schwere Verbrennungen zugezogen. Er musste mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden.

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Altdorf UR: Nach Töffunfall auf Klausenstrasse – 59-Jähriger im Spital verstorben

Am Samstagmorgen, 25. Juli 2026, ereignete sich auf der Klausenstrasse im Bereich Jägerbalm ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer verlor die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde er durch die Rega ins Spital überführt.

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Val Sumvitg GR: Wanderer nach Zwischenfall mit Herdenschutzhunden ins Spital geflogen

Am Montagmittag ist es im Val Sumvitg zu einem Zwischenfall zwischen zwei Wanderern und Herdenschutzhunden gekommen. Die beiden Wanderer wurden mit der Rega zur Kontrolle ins Spital nach Ilanz geflogen.

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Riddes/Conthey VS: A9 wird nachts komplett gesperrt – Umleitung über Kantonsstrassen

Für den Bau einer neuen festen Erfassungsanlage für die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) wird die Autobahn A9 zwischen Riddes und Conthey in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung ist für eine Nacht vorgesehen, der Verkehr wird über die Kantonsstrassen umgeleitet.

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Liestal BL: 45 Nachwuchskräfte beginnen ihre Lehre – Polizei öffnet ihre Türen

Gestern war es soweit: 45 junge Erwachsene starteten ihre Berufskarriere beim Kanton Basel-Landschaft. Zum Auftakt erhielten sie einen Einblick in die verschiedenen Direktionen – und natürlich durfte dabei auch ein Blick hinter die Kulissen der Polizei Basel-Landschaft nicht fehlen.

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Basel BS: Brutaler Angriff im De-Wette-Park – Fahndung nach zwei Männern läuft

Am Montag, 3. August 2026, um circa 23.20 Uhr, ist es an der Elisabethenstrasse, im De-Wette-Park, zu einer Körperverletzung gekommen. Dabei sind ein 45-jähriger und ein 27-jähriger Mann verletzt worden. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt sowie der Rettungsdienst Kantonsspital Baselland (KSBL) haben die Verletzten ins Universitätsspital Basel gebracht. Die Täterschaft ist geflüchtet.

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Glarus Nord GL: SUP-Unglück auf Walensee – Leiche in 100 Metern Tiefe geborgen

Am Donnerstag, 30.07.2026, gegen 18.55 Uhr, ging bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei St. Gallen die Meldung ein, dass mehrere Personen auf dem Walensee mit Stand-up-Paddle-Boards (SUP) unterwegs waren und von einem plötzlich aufkommenden Sturm beziehungsweise starkem Wind überrascht wurden. Mittlerweile konnte eine vermisste Person leblos geborgen werden. Die Suche nach einer weiteren vermissten Person dauert an.

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Kronberg AI: Gleitschirmunfall beim Startversuch – Rega fliegt 43-Jährigen ins Spital

Ein Flugschüler verunfallte beim Startversuch mit einem Gleitschirm. Der Verletzte musste mit einem Rettungshelikopter in ein Zentrumsspital geflogen werden.

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Paudex VD: Velofahrerin (23) stirbt nach schwerem Unfall – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntag, 2. August 2026, ereignete sich am Ende der Route de la Bernadaz in Paudex ein tödlicher Verkehrsunfall mit einer Velofahrerin. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Polizei sucht Zeugen.

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Zug ZG: Autobahnzubringer wochenlang gesperrt – Verkehr wird umgeleitet

Im August 2026 werden auf dem Autobahnzubringer beim Anschluss Zug weitere Bauarbeiten im Hinblick auf die Eröffnung der Umfahrungsstrasse Cham–Hünenberg im Sommer 2027 ausgeführt. Der Strassenabschnitt auf dem Autobahnzubringer zwischen der Ausfahrt Zug Richtung Kreuzung Alpenblick wird ab dem 3. August auf eine Spur reduziert. Ab dem 7. August 2026 ist dieser Abschnitt gesperrt.

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St. Gallenkappel SG: Roller kracht ins Heck eines Autos – 64-Jähriger schwer verletzt

Am Montagnachmittag (03.08.2026) ist ein Mann mit seinem Roller in das Heck eines Autos geprallt und dadurch schwer verletzt worden. Die Rega flog den 64-Jährigen ins Spital.

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Rapperswil-Jona SG: Rumäne (16) nach Einbruch in Autogarage festgenommen

In der Nacht von Montag auf Dienstag (04.08.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen nach einem Einbruch in eine Autogarage einen 16-jährigen Jugendlichen festgenommen. Zwei Personen hatten sich Zutritt zum Betrieb verschafft und versucht, mehrere Autos zu starten. Die zweite Person konnte flüchten. Es entstand Sachschaden von rund 5'000 Franken.

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Schweiz: TCS startet Schulwegkampagne – "Brämse" steht 2026 im Mittelpunkt

Bereits zum zweiten Mal in Folge führt der TCS die Präventionskampagne unter dem Merkspruch "Luege | Brämse | Halte" durch. Auch der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG und der Berufsverband Les Routiers Suisses tragen diese Botschaft für mehr Sicherheit direkt auf die Strasse.

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Schaffhausen SH: Nächtliche Tunnelsperrungen auf der A4 – ASTRA kündigt Umleitungen an

Für den Bau des neuen Notausgangs im Cholfirsttunnel sowie der jährlichen Tunneltests sind im August diverse nächtliche Sperrungen zwischen Flurlingen und dem Anschluss SH-Nord notwendig. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) kündigt entsprechende Umleitungen an.

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Lausanne VD: Polizei verstärkt zum Schulstart Kontrollen auf den Schulwegen

Anlässlich des Schulbeginns am Montag, 17. August 2026, beteiligen sich die Waadtländer Polizeikorps an der nationalen Verkehrssicherheitskampagne "Schauen | Bremsen | Anhalten". Die vom Touring Club Schweiz (TCS) mit Unterstützung des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) lancierte Kampagne erinnert daran, dass alle Verkehrsteilnehmenden eine wichtige Rolle für die Sicherheit der Kinder spielen.

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Bern: Schulstart im Kanton – Polizei verstärkt Kontrollen auf den Schulwegen

Am kommenden Montag beginnt das neue Schuljahr. Gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmenden benötigen jetzt besondere Aufmerksamkeit, denn sie können Gefahren im Strassenverkehr noch nicht richtig einschätzen. Mit verstärkten Präventionsaktionen und Kontrollen entlang der Schulwege setzt sich die Kantonspolizei Bern dafür ein, dass alle Kinder sicher in den Schulalltag starten können.

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Wassen UR: Auto mit Wohnanhänger brennt auf Sustenstrasse komplett aus

Gestern Montag, 3. August 2026, um 16.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Berner Kontrollschildern und einem Wohnanhänger, ebenfalls mit Berner Kontrollschild, von Wassen in Richtung Sustenpass. Nach dem Sustenbrüggli im Bereich Rässegg stoppte der Lenker das Fahrzeug aufgrund der sich dort befindlichen Ampel.

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Weinfelden TG: Jugendlicher bei Arbeitsunfall mittelschwer verletzt – Rega im Einsatz

Bei einem Arbeitsunfall wurde am Montag in Weinfelden ein Jugendlicher mittelschwer verletzt. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Kurz vor 14 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung zu einem Unfall in einer Firma an der Deucherstrasse ein.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.