Auch dieses Jahr ist die Belastung für die betroffene Bevölkerung des Kantons Uri, mit Beginn des Osterwochenendes und während den anschliessenden Sommermonaten durch den zunehmenden Reiseverkehr in Fahrtrichtung Süden, hoch.
Viele Transitreisende versuchen dem jeweils auftretenden Stau auf der Autobahn A2 über das Urner Kantons- und Gemeindestrassennetz auszuweichen, um so, schneller in den Süden zu gelangen.
Am Mittwochmittag, 27. Juli 2022, konnten die Einsatzkräfte den nach einem Verkehrsunfall am 24. Juli 2022 im Vierwaldstättersee in Brunnen gesunkenen Personenwagen aus einer Tiefe von 182 Metern bergen.
Im Fahrzeugwrack befand sich ein Todesopfer, welches zur Klärung der Todesursache und zur Identitätsfeststellung ins Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich überführt wird.
Am frühen Mittwochmorgen rückte die Feuerwehr der Stadt Bern zu einem Brand im Mattenhofquartier aus.
Zwei Personen wurden durch die Sanitätspolizei Bern wegen Rauchgasinhalation hospitalisiert. Die betroffene Wohnung ist aktuell nicht mehr bewohnbar.
Am Dienstag (26.07.2022), kurz vor 8 Uhr, ist der Kantonspolizei St.Gallen ein Lastwagen im Nöllerli gemeldet worden, der Flüssigkeit aus seiner Ladung verliert.
Mehrere hundert Liter Flüssigkeit flossen in die Kanalisation, ein Teil floss auf eine Wiese und in den Werdenberger Binnenkanal. Die zuständige Feuerwehr konnte die Flüssigkeit auffangen und abpumpen.
Am Dienstag, 26. Juli 2022 ereignete sich am Matterhorn ein Bergunfall. Ein Alpinist stürzte beim Abstieg über den Hörnligrat ab.
Er verlor dabei sein Leben.
Aufgrund der grossen Waldbrandgefahr gilt im Kanton Zürich seit dem 21. Juli ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Da keine ergiebigen Regenfälle absehbar sind, gilt das Verbot bis mindestens 1. August 2022.
Die Gemeinden können das Feuerverbot auf das ganze Gemeindegebiet ausdehnen.
Die Trockenheit und die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben in der ganzen Schweiz zu erheblicher bis grosser Waldbrandgefahr geführt.
Die Niederschläge der Kaltfront vom 25. auf den 26. Juli 2022 konnten die Situation nur vorübergehend entschärfen.
Am Dienstagabend (26.07.2022), kurz vor 20:50 Uhr, ist auf der Kreuzung Heuteilstrasse/Chriesilöserstrasse ein Auto mit einem Motorrad zusammengestossen. Ein 60-jähriger Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt.
Es entstand Sachschaden in der Höhe von rund 7'000 Franken.
Mittwochnacht (27.07.2022), um zirka 02:45 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung über einen Raub-Versuch in einem Taxi erhalten.
Die vorerst unbekannte Täterin bedrohte einen Taxifahrer mit einem Messer und flüchtete anschliessend.
Am Dienstag (26.07.2022), um zirka 16:30 Uhr, ist es auf der Zürcherstrasse zu einer Auffahrtskollision mit vier beteiligten Autos gekommen. Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
Es entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.
Am Mittwochmorgen (27.06.2022), kurz nach 02:15 Uhr, ist es an der Rüeterswilerstrasse zu einem Brand eines Firmenunterstandes gekommen. Es wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen.
Es entstand hoher Sachschaden.
In der Nacht auf Dienstag hat sich in Lyssach ein Lenker mit einem als gestohlen gemeldeten Auto einer Kontrolle entzogen. Bei der Nachfahrt wurden mehrere Verkehrsdelikte festgestellt.
Das leerstehende Auto konnte in Fraubrunnen aufgefunden werden. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnte der mutmassliche Lenker am Dienstagnachmittag angehalten werden. Es werden Zeugen gesucht.
Die derzeit herrschende Trockenheit hat in vielen Gebieten der Schweiz zu einer hohen Waldbrandgefahr geführt.
Durch die Niederschläge der letzten Tage hat sich die Situation zwar etwas entspannt, aber die Aussichten versprechen in der kommenden Zeit keine flächigen Niederschläge, welche die Waldbrandgefahr entschärfen würden.
Am Mittwoch, 27. Juli 2022, in den frühen Morgenstunden, ist es an der Spitalstrasse zu einem Todesfall gekommen.
Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge war eine Frau aus dem vierten Stock einer Liegenschaft in einen Innengarten gestürzt.
Die Niederschlagsmengen der letzten Tage sind im Kanton Uri lokal sehr unterschiedlich ausgefallen. Darum hat sich die Lage in vielen Gebieten des Kantons nur unwesentlich entschärft.
Für die kommenden Tage ist mehrheitlich trockenes Wetter ohne flächendeckende Niederschläge zu erwarten.
Am Donnerstag, 21. Juli 2022, meldete die Kantonspolizei Tessin, dass ein Fahrzeug, welches im Zusammenhang mit verschiedenen Diebstählen im Tessin gesucht wird, in Richtung Kanton Uri unterwegs sei.
Kurze Zeit später konnten zwei Patrouillen der Kantonspolizei Uri das beschriebene Fahrzeug in Wassen, im Bereich Pfaffensprung, anhalten und die zwei Insassen kontrollieren.
In Witterswil verlor ein Motorradlenker am Dienstagabend die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.
Mit einem Helikopter der Rettungsflugwacht Rega wurde er in ein Spital geflogen.
Am Dienstagnachmittag prallte ein Lastwagen in Brugg gegen den Mast einer Lichtsignalanlage und richtete damit grossen Schaden an.
Der Chauffeur wurde leicht verletzt.
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen sind die Wasserstände der Gewässer ausserordentlich tief. Dies ist an vielen Gewässern eine Bedrohung für alle Wasserlebewesen, insbesondere für die Fische.
Bewilligungen für die Bewässerung müssen an jenen Gewässern widerrufen werden, deren Pegelstände unter ein kritisches Mass gesunken sind.
Ab Anfangs August 2022 werden die beiden Brücken Wirüti und Gütsch verbreitert und instand gestellt, die talseitig angrenzenden Stützmauern verstärkt und der Strassenbelag ersetzt.
Am Dienstag 2. August 2022 beginnen die Bauarbeiten an den talseitigen Stützmauern auf der Hauptstrasse Nr. 8 zwischen Schwyz und Sattel.
Am frühen Dienstagabend ist es auf der Oberalpstrasse in Flims zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Drei Personen wurden verletzt.
Aufgrund der Niederschläge in den vergangenen Tagen haben, in Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen, die zuständigen Amtsstellen und das Feuerwehr-inspektorat Ob- und Nidwalden entschieden, die erhebliche Waldbrandgefahr (Stufe 3 von 5) beizubehalten.
Die Wetterprognosen für die kommenden Tage sagen kühlere Temperaturen und Niederschlag voraus.
Am 25. Juli 2022 informierte das Pflegepersonal des Heims "Les Trois Sapins" die Einsatzzentrale, wonach ein Bewohner nicht in ihre Einrichtung zurückgekehrt sei.
Die von der Hundestaffel der Kantonspolizei eingeleitete Suche führte dazu, dass die Person wohlbehalten aufgefunden wurde.
Nach Abschluss der Ermittlungen im Zusammenhang mit der verstorbenen Frau, welche am 17. Januar 2021 im Thunersee bei Gunten aufgefunden worden war, hat die regionale Staatsanwaltschaft Oberland den 37-jährigen Beschuldigten angeklagt.
Ihm werden Mord und Störung des Totenfriedens vorgeworfen.
Am Freitagabend, 22. Juli 2022, kurz nach 22.00 Uhr, registrierte die Polizei Basel-Landschaft, im Rahmen einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle, auf der Rheinstrasse in Füllinsdorf BL einen Personenwagen, welcher mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs war.
Der Personenwagenlenker, ein 48-jähriger Serbe, wohnhaft in der Region, wurde auf der Rheinstrasse in Füllinsdorf BL, Fahrtrichtung Pratteln, mit einer Geschwindigkeit von 108 km/h gemessen.
Bei einem Unfall haben sich ein Auto- und ein Motorradlenker verletzt. Sie wurden ins Spital überführt. Der Unfallhergang ist noch unklar.
Die Polizei sucht Zeugen.
Das im Vierwaldstättersee vermisste Auto konnte am Dienstag (26.07.2022) auf dem Seegrund geortet werden.
Am Dienstagmorgen wurde ein Kameraboot der Kantonspolizei Zürich für die Suche eingewassert. Das Boot kann Objekte bis in eine Tiefe von 300 Metern orten.
Wie die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mitteilen, kam es gestern kurz nach 18:30 Uhr zu einem blutigen Zwischenfall in einem Gebäude in der Via Bagni in Stabio.
Nach einer ersten Rekonstruktion hat ein 51-jähriger Mann mit Wohnsitz in der Provinz Varese aus noch zu klärenden Gründen eine 45-jährige Frau, ebenfalls mit Wohnsitz in der Provinz Varese, mit einer Schusswaffe erschossen.
Am Montag, den 25. Juli, gegen 08:05, fuhr ein Auto, das von einem 77-jährigen Einwohner von St-Blaise gesteuert wurde, auf der Rue de Monruz in westlicher Richtung.
Auf Höhe der Hausnummer 34 wendete er und es kam zu einer Kollision mit dem Motorrad, das von einem 56-jährigen Einwohner von St-Blaise gelenkt wurde und in die gleiche Richtung fuhr.
Paléo Festival in Nyon vom 18. bis 25. Juli 2022 haben alle Sicherheitsdienste nach zwei Jahren ohne Festival Hand in Hand gearbeitet.
Dank der Präsenz der Sicherheitsteams, der Polizei sowie des Dialogs und der Präventionsmassnahmen, die vom Veranstalter und den öffentlichen Diensten eingeführt wurden, konnte diese 45. Ausgabe trotz der Hitzewelle reibungslos und in geselliger Atmosphäre stattfinden.
Am Sonntag, den 24. Juli 2022, informierte eine Wanderin, die sich in Creux-du-Van aufhielt, unsere Dienste, dass eine Person wahrscheinlich in das Geröllfeld gefallen sei.
Die sofort eingeleitete Suche führte zur Entdeckung von drei Leichen im Felskessel, einer Frau und zwei Kleinkindern.
Wieso benötigen Inhaftierte Angehörigenkontakt? Was ist die Rolle der Seelsorge in Gefängnissen? Und wie gelingt der Arbeitsmarkteinstieg für ehemalige Straffällige?
Im aktuellen Jahresbericht gewährt Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) Einblick in Projekte, welche die Wiedereingliederung von inhaftierten Personen fördern wollen.
Im heutigen Blog blicken wir auf die gestrigen Gewitter zurück, welche besonders in den östlichen Alpen stellenweise heftig waren.
In der Nacht auf heute erreichte zudem eine Kaltfront die Alpennordseite, welche besonders am östlichen Alpennordhang für weitere Niederschläge sorgte. Hinter der Front floss mit einer schwachen nordwestlichen Strömung deutlich kühlere Luft zur Alpennordseite.
Ab Dienstag, 2. August 2022 bis Freitag, 5. August 2022 wird in der Gemeinde Homburg die Hauptstrasse zwischen Homburg und Hinterhomburg saniert.
Für die umfangreichen Belagsarbeiten muss die Strasse ab Donnerstag, 4. August 2022, 07.00 Uhr bis Freitag, 10. August 2022 ca. 17.00 Uhr komplett gesperrt werden.
Die Gemeinde Glarus Nord saniert die Sammelstelle in Obstalden.
Geplant ist eine Sammelstelle für die Entsorgung von Abfall, Glas sowie Buntmetall. Zusätzlich wird die Sammelstelle mit zwei Parkplätzen ausgestattet, damit deren Erreichbarkeit gewährleistet wird. Für die Bauarbeiten muss die Gemeinde Glarus Nord die Sammelstelle komplett schliessen.
Die 1. Etappe der Bauarbeiten für die Fernwärme-Transportleitung in Näfels wurde Ende Juni 2022 abgeschlossen.
Ende August 2022 startet nun die zweite Etappe. Die Bauzeit dauert rund drei Monate.
In Muri stiessen ein Rollerfahren und ein Kind auf einem Velo zusammen. Zwar blieben beide unverletzt, doch der Rollerfahrer fuhr davon, ohne sich um das beschädigte Velo zu kümmern.
Die Polizei sucht den Rollerfahrer.
Am Dienstagmorgen, 26. Juli 2022, kurz nach neun Uhr lief eine Fussgängerin aus bisher noch unbekannten Gründen auf Höhe der Feldmoosstrasse auf dem Bahntrasse entlang den Gleisen.
Dabei wurde sie von einem in Richtung Chur fahrenden Schnellzug erfasst und rund 20 Meter in eine angrenzende Böschung geschleudert.
In der Zeit zwischen Montagabend und Dienstagmorgen (26.07.2022) ist eine unbekannte Täterschaft an der St. Georgen-Strasse in ein Geschäft eingebrochen.
Durch das Aufbrechen eines Fensters verschaffte sie sich gewaltsam Zutritt zum Gebäude.
Am Montagabend fiel einer Polizeipatrouille ein Lenker eines Porsche Cabriolet auf, welcher in auffälliger und riskanter Fahrweise in den Gemeinden Dulliken, Däniken und Gretzenbach unterwegs war.
Die Polizei sucht Zeugen.
Der Mann, der am Sonntag in Niederbipp bei einer Schussabgabe tödlich verletzt worden war, ist formell identifiziert. Es handelt sich um einen 26-jährigen Rumänen.
Aktuell laufen umfassende Ermittlungen zur Klärung des Tatablaufs und deren Umstände.
Am Dienstagvormittag (26.07.2022) hat sich in Neuhausen am Rheinfall bei einem Spurwechsel eine seitliche Kollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen ereignet.
Eine Autobeifahrerin wurde bei diesem Verkehrsunfall leicht verletzt. Der Sachschaden an den beiden Unfallfahrzeugen beträgt mehrere tausend Franken.
Bern, 26.07.2022 – Die Trockenheit der vergangenen Monate lässt mancherorts das Wasser knapp werden. Wenn andere Mittel ausgeschöpft sind, können Kantone Hilfsbegehren an die Armee stellen, um das Überleben von Nutztieren in betroffenen Bergbetrieben zu sichern. Die Armee unterstützt mit Wassertransporten im Rahmen der militärischen Katastrophenhilfe im Inland.
Erste Helikopterflüge erfolgen im Kanton Obwalden. Weitere Gesuche liegen der Armee derzeit nicht vor.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.