Schweiz

Kanton Bern: Schutzräume, Notfalltreffpunkte und neue Führungsstrukturen geplant

Die sicherheitspolitische Lage hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Neben geopolitischen Spannungen nehmen auch systemische Risiken wie flächendeckende Stromausfälle und Naturereignisse zu. Der Bevölkerungsschutz steht vor neuen Herausforderungen und gewinnt an Bedeutung. Der Kanton Bern stellt sich mit einer breiten Palette an Massnahmen diesen Herausforderungen.

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Kanton Bern: Mit KMU konkret+ verstärkt Bern Schutz vor Übergriffen am Arbeitsplatz

Der Kanton Bern verstärkt den Einsatz gegen sexuelle Belästigung in der Arbeitswelt als neues Mitglied der Trägerschaft von KMU konkret+. Das Unterstützungsangebot hilft kleinen und mittleren Unternehmen bei der Prävention sexueller sowie sexistischer Belästigung am Arbeitsplatz und bietet juristische Beratung bei konkreten Vorfällen. Nun soll das Angebot im Kanton Bern bekannt gemacht werden.

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Schwyz SZ: Fahrsicherheitskurs bereitet Einsatzkräfte auf gefährliche Situationen vor

Die Mitarbeitenden der Kantonspolizei Schwyz haben einen intensiven Fahrsicherheitskurs absolviert. Ohne Fleiss kein Preis – nach diesem Grundsatz trainierten die Einsatzkräfte, um in Extremsituationen sicher und professionell reagieren zu können.

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Wetter am Dienstag, 18.11.2025: Sonne mit Restwolken – Bise bringt kühle Temperaturen

Heute Dienstag trocknet die Luftmasse in der Höhe mit Zwischenhocheinfluss rasch, in der Grundschicht mit etwas Bise zum Teil nur zögerlich ab. Am Mittwoch gelangt die Schweiz allmählich auf die Vorderseite eines umfangreichen Höhentiefs über Skandinavien. Dieses führt auf Donnerstag aus Nordwesten einen weiteren Schwall kalter und feuchter Polarluft zur Alpennordseite.

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Adliswil ZH: Ukrainer rast mit fast 200 km/h durch 80er-Zone – Führerausweis weg

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Samstag (15.11.2025) in Adliswil einen Autofahrer erwischt, der mit rund 195 km/h bei erlaubten 80 km/h unterwegs war. Kurz nach 3 Uhr in der Nacht fiel einer Patrouille der Kantonspolizei Zürich in Adliswil ein Fahrzeug aufgrund dessen Fahrweise auf.

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Basel BS: Gurtmuffel und Alkohol – Polizei zieht Auto bei Verkehrskontrolle aus dem Verkehr

Unser Lernverband war am Freitagabend in der Innenstadt unterwegs und hat 190 Fahrzeuge kontrolliert – egal ob Auto, Roller oder Velo, alle Verkehrsteilnehmer wurden überprüft. Ein Auto mussten wir sofort aus dem Verkehr ziehen, weil der Promillewert deutlich zu hoch war.

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Glaubenberg OW: Passstrasse ab 14 Uhr wegen Wintersperre geschlossen

Der Glaubenbergpass wird wegen der Wintersperre heute, 17. November 2025, ab 14:00 Uhr geschlossen. In den nächsten Tagen ist Schnee bis in tiefere Lagen angekündigt. Die Kantonspolizei Obwalden empfiehlt, die Winterausrüstung zu überprüfen.

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Steinach/Tübach SG: Serie von Einbrüchen in Keller und Autos – Polizei ermittelt

In der Nacht von Sonntag auf Montag (17.11.2025) haben unbekannte Täterschaften in mehrere Tiefgaragen Diebstähle aus Autos begangen. Zudem wurde in mehrere Kellerabteile eingebrochen. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.

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Winterthur ZH: Frau klettert wegen Schlüssel in Schacht – Polizei und Feuerwehr alarmiert

Am Samstagnachmittag, 15. November, kurz nach 14 Uhr, ging bei der Stadtpolizei Winterthur die Meldung einer Frau ein, dass sie hinter der Schützenwiese in einen Schacht gestürzt sei. Die Einsatzkräfte konnten mit der Frau Kontakt aufnehmen und sie lokalisieren.

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Winterthur ZH: Mobiles WC auf Baustelle in Seen abgebrannt – Polizei ermittelt

Am Samstag, 15. November, kurz vor 18 Uhr, ging bei der Stadtpolizei Winterthur die Meldung über ein brennendes "Toi Toi WC" ein. Die sofort ausgerückte Patrouille traf auf einer Baustelle an der Stockerstrasse auf ein brennendes mobiles WC-Häuschen ("ToiToi").

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Seyon NE: Lieferwagen prallt in Felswand – Lenker (29) verletzt, N20 für Stunden gesperrt

Am Montag, 17. November 2025, gegen 07:20 Uhr, war ein 29-jähriger Lieferwagenfahrer aus dem Neuenburger Littoral auf der Nationalstrasse N20 in den Gorges du Seyon in Richtung La Chaux-de-Fonds unterwegs. Beim Überholen prallte das Fahrzeug gegen die linksseitige Felswand.

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12-Jährige geht mit Messern auf Polizisten los – Polizei schiesst auf gehörloses Mädchen

Bochum (Deutschland). Bei einem Polizeieinsatz in Bochum ist in der Nacht auf Montag, 17. November 2025, ein 12-jähriges gehörloses Mädchen durch einen Schuss aus einer Dienstwaffe lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei war im Rahmen einer Vermisstensuche an der Adresse der Mutter auf das Kind gestossen. Das Mädchen soll mit zwei Messern auf die Einsatzkräfte zugegangen sein.

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Brugg AG: Unbekannter rammt Inselschutz und flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Drittpersonen melden am Sonntag in den frühen Abendstunden in Brugg einen umgefahrenen Inselschutzpfosten sowie zugehörige Signaltafel. Die unbekannte Fahrzeuglenkerin oder der unbekannte Fahrzeuglenker fuhr, ohne sich um den Schaden zu kümmern, weiter. Die Polizei sucht Personen, die Angaben zur Kollision machen können.

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Zofingen AG: Wechsel an der Spitze – Feuerwehr verabschiedet Kommandant Graber

Die Stützpunktfeuerwehr Zofingen führte am 14. November 2025 ihren traditionellen Schlussrapport im Stadtsaal Zofingen durch. Im laufenden Jahr konnten alle Einsätze erfolgreich bewältigt und wiederum mit vielen Übungen und Kursen das Feuerwehrhandwerk weiter trainiert werden.

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Zürich ZH: Biker-Unfall am Adlisberg – 41-Jähriger mit schweren Verletzungen im Spital

Am Sonntagnachmittag, 16. November 2025, stürzte ein Mountainbiker im Kreis 7 und verletzte sich dabei erheblich. Kurz vor 15.45 Uhr wurde die Stadtpolizei Zürich zu einem Unfall auf dem Mountainbike-Trail Adlisberg gerufen, auf dem ein Fahrradfahrer ohne Fremdeinwirkung gestürzt war.

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Genf GE: Polizei veröffentlicht Fotos sichergestellter Uhren und Schmuckstücke

Der Schmuckdienst, der der Kriminalpolizei des Kantons Genf angegliedert ist, veröffentlicht Schmuck und Wertgegenstände, die am 7. November 2025 gefunden oder sichergestellt wurden. Ziel ist es, die rechtmässigen Eigentümerinnen und Eigentümer dieser Schmuckstücke zu ermitteln.

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Genf GE: Polizei veröffentlicht Bilder von sichergestelltem Schmuck – Besitzer gesucht

Der der Einbruchs- und Diebstahlsbekämpfungsbrigade (BRCV) der Genfer Kriminalpolizei angegliederte Schmuckdienst ist für die Veröffentlichung von Schmuck und Wertgegenständen zuständig, die von der Polizei gefunden oder beschlagnahmt wurden. Die Kantonspolizei Genf hat dazu nun Fotos von sichergestellten Schmuckstücken veröffentlicht.

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Unterrindal SG: Selbstunfall im Rausch – Lenker (36) verliert Ausweis nach Totalschaden

Am Sonntag (16.11.2025), um 21:40 Uhr, ist es auf der Jonschwilerstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 36-jähriger Mann war alkoholisiert unterwegs und entfernte sich von der Unfallstelle, kehrte jedoch später zurück. Am Auto entstand Totalschaden.

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Toggenburg SG: Vier mutmassliche Wilderer sollen 28 Tiere illegal geschossen haben

Die Kantonspolizei St.Gallen hat ein unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen durchgeführtes Ermittlungsverfahren gegen vier Männer abgeschlossen, denen diverse Widerhandlungen gegen das Jagdgesetz und das Waffengesetz sowie Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz (Tierquälerei) vorgeworfen werden. Unter Anderem wird ihnen vorgeworfen, mit verbotenen technischen Hilfsmitteln (Nachtsichtzielgerät) Wildtiere ausserhalb der Jagdzeit erlegt zu haben.

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Sur En GR: Hochhubwagen kippt in Tiefgarage – 17-Jähriger mit Rega ins Spital

In Sur En ist am Sonntag ein Jugendlicher mit einem Hochhubwagen verunfallt. Er wurde ins Spital überflogen. Der 17-Jährige wollte kurz nach 9.15 Uhr in einer Tiefgarage einen Lieferwagen entladen.

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Stadt Luzern LU: E-Bike-Fahrerin kracht in Absperrkette und verletzt sich erheblich

Am Samstagnachmittag (15. November 2025, 17:30 Uhr) fuhr eine 49-jährige E-Bike-Fahrerin auf dem Tribschenmoosweg frontal in eine zwischen zwei Stangen gespannte Absperrkette. Sie stürzte und verletzte sich erheblich.

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Triengen LU: Anhängerklappe öffnet sich – Kollision mit Ortstafel, Signal und Telefonmast

Am Samstagabend (15. November 2025, kurz vor 23:30 Uhr) ereignete sich auf der Strecke zwischen Kulmerau und Triengen ein Verkehrsunfall. Ein 34-jähriger Lenker war mit einem angekoppeltem Sachentransportanhänger unterwegs, dessen seitliche Klappe sich während der Fahrt öffnete.

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Luzern-Littau LU: Junglenker verliert Kontrolle – Auto kracht in Leitplanke

Am frühen Sonntagmorgen (16. November 2025, nach 01:00 Uhr) verlor ein 19-jähriger Autofahrer auf der Rengglochstrasse aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er prallte gegen die Leitplanke der Gegenfahrbahn.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.