Schweiz

Kanton Schwyz: Polizeikontrollen zum Start in die Motorradsaison

Zum Start in die diesjährige Motorradsaison führte die Kantonspolizei Schwyz am Ostermontag, 18. April 2022, auf dem ganzen Kantonsgebiet gezielte Kontrollen zur Erhöhung der Motorradsicherheit durch. Die Bilanz der rund sechsstündigen Polizeiaktion ist sehr erfreulich: Bis auf einzelne Ausnahmen hielten sich die Motorradfahrenden an die gesetzlichen Bestimmungen.

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Stadt Luzern: Polizei setzt Gummischrot ein - Scharmützel nach Fussballspiel

Heute Nachmittag fand in der swissporarena das Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen statt. Vor, während und nach dem Spiel mehrheitlich ruhig. Nach dem Spiel kam es zu Scharmützeln, wobei die Polizei Gummischrot und Tränengas einsetzte. Am Ostermontag, 18. April 2022, um 14:15 Uhr fand in der swissporarena das Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen statt. Vor, während und nach dem Spiel blieb es mehrheitlich ruhig.

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Kontrollaktion der Kapo - sieben Autoposer im Grossraum Thun BE angezeigt

Am Samstag hat die Kantonspolizei Bern im Grossraum Thun gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt und dabei sieben Autolenkende angezeigt, fünf Mängelkarten ausgestellt und drei Fahrzeuge sichergestellt. Die Kantonspolizei Bern hat am Samstag, 16. April 2022, in den Nachmittags- und Abendstunden im Grossraum Thun gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt.

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Hinweis der Kapo Obwalden betreffend der Zusatztafel "Gehbehinderte"

Wir möchten in Erinnerung rufen, dass die Zusatztafel "Gehbehinderte" bedeutet, wonach für die Nutzung dieser Parkplätze nur Personen berechtigt sind, die selbst gebehindert sind oder eine gehbehinderte Person begleiten und über eine Parkkarte für gehbehinderte Personen verfügen. Nicht selten stellen wir fest, dass auf solchen Parkplätzen Menschen ohne Handicap parkieren oder sogar eine "Parkkarte für behinderte Personen" verwenden, obwohl sie selbst weder behindert sind noch eine behinderte Person begleiten.

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Kirchdorf AG: Mit Luftgewehr Frau getroffen - Zeugenaufruf

An einer Tankstelle in Kirchdorf wurde eine Frau letzte Nacht vom Projektil eines Luftgewehrs getroffen und leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Ostermontag, 18. April 2022, kurz nach Mitternacht bei der Argovia-Tankstelle an der Landstrasse in Kirchdorf. Eine Automobilistin war gerade am Tanken, als sie plötzlich einen brennenden Schmerz an der Hüfte verspürte.

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Würenlos AG: Zwei Asylbewerber nach Diebstahl festgenommen

Zwei zunächst unbekannte Männer wurden gestern, 17.04.2022, beobachtet, als sie sich in Würenlos an parkierten Autos zu schaffen machten. Ein Anwohner beobachtete am Ostersonntag, 17. April 2022, gegen 18 Uhr, wie in einem Wohnquartier in Würenlos zwei Männer verdächtig um parkierte Autos schlichen. Dabei prüften die Unbekannten, ob die Wagen unverschlossen waren.

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Mollis GL: Selbstunfall auf der Autobahn A3

In der Nacht auf Sonntag, 17. April 2022, ca. 04.15 ereignete sich auf der Autobahn A3, Fahrtrichtung Chur, vor dem Kerenzerbergtunnel ein Selbstunfall. Ein blauer Personenwagen, vermutlich Marke Subaru Forester, fuhr aus unbekannten Gründen in die Mittelleitplanke, wobei diese sowie das Fahrzeug erheblich beschädigt wurden.

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Kriegstetten SO: Futter- und Lagerhalle durch Brand zerstört – Polizei sucht Zeugen

Am späten Samstagabend, 16. April 2022, ist bei einem landwirtschaftlichen Betrieb in Kriegstetten eine Futter- und Lagerhalle durch einen Brand zerstört worden. Personen wurden keine verletzt und auch Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen - eine Vorsatzhandlung steht dabei im Vordergrund.

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Walenstadt SG: Fahrunfähig mit Lieferwagen Selbstunfall verursacht und weitergefahren

Am Sonntag (17.04.2022), um 02:20 Uhr, ist auf der Autobahn A3, ein Lieferwagen gegen eine Leitplanke geprallt. Der Fahrer fuhr weiter, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Dank eines Zeugen, konnte der Lieferwagen in Sargans angehalten werden. Der 43-jährige Lieferwagenfahrer war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Er musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben.

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Dörflingen SH: Frau (27) verliert Kontrolle über Mercedes und baut Totalschaden

Am frühen Sonntagmorgen (17.04.2022) kam es in Dörflingen zu einem Unfall, nachdem eine Frau die Herrschaft über ihr Auto verlor. Um ca. 03:00 Uhr am Sonntagmorgen (17.04.2022) beabsichtigte eine 27-jährige Autolenkerin mit ihrem Fahrzeug auf der Thayngerstrasse von Thayngen nach Dörflingen zu fahren. Aus noch ungeklärten Gründen verlor die Fahrzeuglenkerin vor Dörflingen die Herrschaft über ihr Fahrzeug.

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Pratteln BL: Kindergarten bei Brand komplett zerstört – Polizei sucht Zeugen

Am Sonntag, 17. April 2022, kurz nach 01.45 Uhr, geriet an der Hexmattstrasse in Pratteln ein Holzschopf neben einem Kindergarten in Brand. In der Folge griff das Feuer auf das Hauptgebäude über, welches durch den Brand komplett zerstört wurde. Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Hallau SH: Zeugenaufruf nach Sturz mit E-Bike - Zeugen gesucht

Am Freitagnachmittag (15.04.2022) stürzte ein E-Bike-Fahrer, welcher mit seinem Elektrofahrrad auf der Wunderklingerstrasse in Hallau unterwegs war. Der Verunfallte zog sich beim Sturz Verletzungen zu und musste anschliessend ins Spital verbracht werden. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen, welche den Unfall beobachtet haben.

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A9 / Montreux / Chexbres VD: Tödlicher Verkehrsunfall auf der Autobahn

Am Donnerstag, den 14. April 2022, gegen 11:30 Uhr, verlor ein Fahrer auf der Autobahn A9 die Kontrolle über sein Auto und fuhr unter den Anhänger eines Lastzuges, der aufgrund einer Verkehrsüberlastung zum Stehen gekommen war. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb der Pkw-Fahrer im Universitätsspital CHUV an den Folgen seiner Verletzungen.

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Wetter: Im Zeichen der Bise

Der Samstag stand ganz im Zeichen einer immer kräftiger werdenden Bisenströmung. Damit kam aus Nordosten vorübergehend ein Wolkenschub eines Tiefs über Osteuropa in die Deutschschweiz. Ansonsten zeigte sich das Wetter hochdruckbestimmt schön und südlich der Alpen erneut sehr warm.

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Ein illegal organisiertes Fest im Wald von Semsales FR

In der vergangenen Nacht entdeckte die Kantonspolizei ein illegal organisiertes Fest im Wald von Semsales. Am Samstag, 16. April 2022, gegen 23 Uhr, entdeckte die Kantonspolizei ein illegal organisiertes Fest in einem Waldstück, auf den Höhen der Gemeinde Semsales, im Sektor Joux-des-Ponts. Vor Ort wurde die Anwesenheit von mehr als 200 Personen festgestellt, die ein Fest feierten.

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Schwanden GL: Einbruch in Baustellencontainer - Grillplatz verwüstet

Bei der Feuerstelle Herrenbödeli in Schwanden wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt ein Einbruch in einen Baustellencontainer verübt sowie der Grillplatz verwüstet.

Eine unbekannte Täterschaft brach das Vorhängeschloss des Baustellencontainers ab und verschaffte sich Zutritt zum Innenraum. Dabei wurden die darin vorhandenen Schränke geöffnet und durchwühlt. Ob dabei Deliktsgut erbeutet wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Linescio TI: Junger Mann nach Canyoning-Unfall in Lebensgefahr - REGA im Einsatz

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich gestern, kurz vor 17.30 Uhr, ein Sportunfall in Linescio. Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 27-jähriger Niederländer, der im Kanton Graubünden lebt, mit einem Begleiter beim Canyoning im Rovana-Bach. Aus noch zu klärenden Gründen blieb der junge Mann beim Abseilen in einem Pool stecken.

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Schnottwil SO: Brand bei Einfamilienhaus wegen unsachgemäss entsorgter Asche

Bei einem Einfamilienhaus in Schnottwil geriet am Samstagmorgen, 16. April 2022, ein Grüncontainer in Brand, in welchem vorgängig Asche aus einer Feuerschale entsorgt wurde. Dank raschem Löscheinsatz der Feuerwehr konnte ein Vollbrand der betroffenen Liegenschaft verhindert werden.

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Basel BS: Kollision zwischen zwei Personenwagen - Zeugenaufruf

Am Montag, 11.04.2022, gegen 23:05 Uhr, kam es auf der Verzweigung Feldbergstrasse / Hammerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Im Anschluss an den Verkehrsunfall entfernte sich der Lenker des Verursacherfahrzeuges, ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern, von der Unfallstelle, wodurch er sich pflichtwidrig verhielt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.