Schweiz

Zug ZG: Benzinklau im grossen Stil

Ein Firmeninhaber hat bei einer Tankstelle in Zug mittels Kundenkarten mehrfach grössere Mengen Benzin bezogen. Die Rechnungen jedoch zahlte er nicht. Vor wenigen Tagen konnte er überführt und festgenommen werden. Die total 135 Bezüge von insgesamt rund 46'000 Liter Benzin sowie 6 Liter AdBlue im Gesamtwert von rund 88'000 Franken mittels Tankkarten erfolgten im Zeitraum Dezember 2021 bis Februar 2022. Die Rechnungen blieben unbezahlt.

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Kanton Luzern: Polizei zieht positive Bilanz zur Fasnacht 2022

Die Fasnacht 2022 hat die Luzerner Polizei stark gefordert. Die optimalen Wetterbedingungen lockten mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an, die diverse Veranstaltungen im ganzen Kanton Luzern besuchten. Die Luzerner Polizei sorgte für eine grösstenteils friedliche Fasnacht. Sie war sichtbar präsent. Durch das konsequente Eingreifen konnten aufflammende Konflikte im Keim erstickt werden. Insgesamt wurden 23 Personen vorübergehend festgenommen und alleine in der Stadt Luzern über 250 Personenkontrollen durchgeführt.

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Kanton Uri: Positive Bilanz zur Urner Fasnacht 2022

Nachdem die Fasnacht aufgrund der Corona-Pandemie im letzten Jahr nicht stattfinden konnte, zog es dieses Jahr wieder hunderte „Fasnächtlerinnen“ und „Fasnächtler“, Guggenmusigen sowie diverse Katzenmusik-Formationen durch die Strassen des Kantons Uri. Mit dem „Üstrummet“ ging am gestrigen „Güdelddienstag“ die Urner Fasnacht 2022 zu Ende. Aus Sicht der Kantonspolizei Uri kann eine grösstenteils positive Bilanz gezogen werden.

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Safety Signage: Projekt Rüstwagen BFW Chemiewehr DSM Sisseln

Die BFW ist verantwortlich für die dauernde Sicherstellung des Feuerwehr-, Chemiewehr- sowie Sanitätseinsatzes im Werk Sisseln. Der Rüstwagen wurde auf einem Scania Plugin Hybrid aufgebaut. Wir (die Schweizer Blaulichtbeschrifter) durften in sehr enger Zusammenarbeit dieses spezielle Fahrzeug vom Design bis zur fertig, hochreflektierenden Beschriftung umsetzen.

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Bern BE: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes

Nachdem im März 2021 eine Frau in einem Spital in Bern verstorben war und sich in der Folge Hinweise auf eine mögliche Vergiftung ergeben hatten, hat die Kantonspolizei Bern unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft Bern- Mittelland über Monate Ermittlungen getätigt. Im Zuge dieser wurde ein Mann verhaftet. Die Staatsanwaltschaft hat den 50-jährigen Beschuldigten nun wegen Mordes, eventuell vorsätzlicher Tötung angeklagt.

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Biberist SO: Jugendlicher (18) wird geschlagen und bestohlen – Zeugenaufruf

Beim Bahnhof RBS in Biberist wurde am vergangenen Donnerstagabend ein Jugendlicher von Unbekannten tätlich angegangen und bestohlen. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen, welche bisher aber erfolglos verliefen. Zu Fuss verliess der 18-Jährige am Donnerstag, 24. Februar 2022, gegen 18.50 Uhr, den Bahnhof RBS in Biberist in nordöstliche Richtung, um zu seinem Auto zu gelangen.

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Wetter Schweiz: Frostiger Frühlingsanfang

Zum heutigen meteorologischen Frühlingsanfang gab es eine meist frostige Nacht und viel Sonnenschein. Ausser auf der Alpensüdseite, dort lag eine hochnebelartige Wolkendecke. Wieso dies so war, lesen Sie in den folgenden Zeilen.

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Vex VS: Brand in Altersheim – Angestellte erleiden leichte Rauchvergiftung

Am Dienstag 1. März 2022, brach in einem Altersheim in Vex ein Brand aus. Die Heimbewohner konnten rechtzeitig evakuiert werden. Zwei Heimangestellte erlitten eine leichte Rauchvergiftung. Der Brand brach kurz nach 12:00 aus. Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei wurde durch eine automatische Brandmeldeanlage des Alters- und Plfegeheim „St. Sylve“ in Vex alarmiert, dass in einem Zimmer im 1. Stock ein Brand ausgebrochen war.

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Celerina GR: Mann (†81) bei Skiunfall verstorben

Im Skigebiet Corviglia in Celerina ist am Montag ein Skifahrer unkontrolliert neben die Piste gefahren und mit Steinen kollidiert. Der Mann verstarb vor Ort. Der 81-jährige im Kanton Zürich wohnhafte Mann befand sich am Montag nach 16 Uhr gemeinsam mit Familienmitgliedern von Marguns herkommend auf der Talabfahrt. Oberhalb der Alp Saluver fuhr er unkontrolliert rechts über den Pistenrand.

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Widnau SG: Zwei Einbrüche in Firmen

Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen (01.03.2022), in der Zeit zwischen 17:35 Uhr und 06:50 Uhr, sind unbekannte Täterschaften in zwei Firmen an der Böschachstrasse und der Birkenstrasse eingebrochen. Sie verschafften sich gewaltsam Zugang in die Gebäude und durchsuchten die Räume. In der einen Firma erbeuteten sie mehrere tausend Franken Bargeld und hinterliessen einen Sachschaden von über 1'000 Franken.

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Züberwangen SG / A1: Auffahrunfall auf Autobahn - Sachschaden 30'000 Franken

Am Dienstagmorgen (01.03.2022), kurz vor 07:35 Uhr hat sich auf der Autobahn A1 zwischen dem Anschlusswerk Wil und der Raststätte Thurau Süd ein Auffahrunfall zwischen zwei Autos ereignet. Eine 26-jährige Autofahrerin wurde dabei leicht verletzt. Die 26-jährige Autofahrerin fuhr auf dem Überholstreifen der Autobahn A1 aus der Richtung Zürich kommend Richtung St.Gallen. Hinter ihr fuhr ein 38-jähriger Mann mit seinem Auto.

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Kirchberg SG: Metallpfosten umgefahren – Zeugenaufruf

Zwischen Montagabend und Dienstagmorgen (01.03.2022), in der Zeit zwischen 20 Uhr und 08:30 Uhr, ist ein/-e unbekannte/-r Autofahrer/-in mit einem Fahrzeug bei Wolfikon auf einem Vorplatz gegen einen Metallpfosten gefahren. Die unbekannte Person entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Sachschaden zu kümmern. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Immer mehr Laufsport-Verletzungen - BFU gibt Tipps für die gesunde Joggingrunde

Über ein Viertel der Schweizer Bevölkerung geht regelmässig joggen. Die Sportart gilt berechtigterweise als gesund. Doch pro Jahr müssen bis zu 21 500 Personen eine Jogging-Verletzung ärztlich behandeln lassen. Wer dem eigenen Körper beim Laufen genügend Anpassungszeit gibt und sich an die Tipps der BFU hält, kann das persönliche Verletzungsrisiko senken.

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St.Gallen SG: Autolenkerin (59) kollidiert mit Velofahrer (9) – Knabe leicht verletzt

Am Montag (28.02.2022) ereignete sich eine Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Velo. Der 9-jährige Velofahrer wurde leicht verletzt und zur Kontrolle ins Spital gebracht. Am Montagnachmittag kurz nach 15:30 Uhr kam es zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Velo. Eine 59-jährige Autolenkerin fuhr auf der Birnbäumenstrasse westwärts.

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Kanton ZH: Abschluss der Aktion zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität 2021/2022

Die Kantonspolizei Zürich zieht nach der Aktion zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität „Bei Verdacht Tel. 117 - Gemeinsam gegen Einbrecher“ eine positive Bilanz. Bei den zahlreichen, gezielten Kontrollen auf dem gesamten Kantonsgebiet - mit Fokus auf Kriminaltouristen - verhafteten die Polizisten und Polizistinnen insgesamt 40 Personen.

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Kanton Uri: Neues Konzept regelt Verkehr im Falle eines Reusshochwassers

Tritt die Reuss bei Hochwasser über ihre Ufer, dient die Autobahn A2 an vordefinierten Stellen als Entlastungskorridor und muss für den Verkehr gesperrt werden. Damit der lokale wie auch der Transitverkehr in so einem Fall koordiniert geführt werden können, sorgt ein neues Konzept. Im Hochwasserfall kann ein Teil der Reuss auf der Autobahn A2 zwischen Erstfeld und Flüelen kontrolliert Richtung Urnersee abfliessen. Die betroffenen Autobahnabschnitte werden gesperrt und die Umleitung für den Transitverkehr signalisiert.

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Mammern TG: 86-jähriger Autofahrer von der Fahrbahn abgekommen

Bei einem Selbstunfall am Montagabend in Mammern kam ein Auto auf dem Bahngeleise zum Stillstand. Zwei Personen wurden leicht verletzt und mussten ins Spital gebracht werden. Ein 86-jähriger Autofahrer war kurz nach 17.30 Uhr auf der Hauptstrasse von Steckborn in Richtung Mammern unterwegs. Eingangs Mammern geriet das Fahrzeug von der Strasse, rollte das Wiesenbord hinunter, kippte auf die Seite und kam auf dem Bahngeleise zum Stillstand.

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PampaBUS: Ihre mobile Event- und Partylocation vor Ort

Suchen Sie eine nicht alltägliche Location, um Ihren Kunden, Partnern und Freunden unvergessliche Momente zu ermöglichen? Dann ist der PampaBUS das Richtige für Sie. Der PampaBUS erzählt schon heute viele Geschichten und freut sich, mit Ihnen weiterzuschreiben. So wurde er 1989 als Migros-Verkaufswagen gebaut, fuhr von Ort zu Ort und verwöhnte mit seinem 1×1 des Migros-Sortiments Menschen von Jung bis Alt. Seit 2019 ist er in Besitz von Marco Savoldi, der sich mit dem Kauf und Umbau einen Bubentraum erfüllt.

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Der letzte Wintertag repräsentiert nochmals den zu Ende gehenden Winter

Und wie jedes Jahr endet heute mit dem Ende des Februars auch wieder ein meteorologischer Winter. Aber es endet nicht irgendein Winter, sondern auf der Alpensüdseite regional der sonnigste Winter in der über 60 Jahre zurückreichenden Periode mit homogenen Daten.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.