Schweiz

Zürich ZH (Kreis 5): Mutmassliche Betäubungsmittelhändler verhaftet

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat eine Warensendung kontrolliert und über elf Kilogramm Opium sichergestellt. In der Folge hat die Kantonspolizei Zürich am Dienstagabend (1.3.2022) im Kreis 5 vier mutmassliche Drogenhändler verhaftet und weitere Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt. Mitarbeitern des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) fiel anlässlich ihrer Kontrolltätigkeit eine Warensendung auf. Bei der genaueren Überprüfung konnten über elf Kilogramm Opium sichergestellt werden.

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Gommiswald / Oberriet SG: Zwei Wiesenbrände durch Feuerwehr gelöscht

Am Mittwoch (02.03.2022), zwischen 14:30 und 18:20 Uhr, sind auf zwei trockenen Wiesen Feuer festgestellt worden. Die Feuerwehren konnten die Brände schnell löschen. Die Brandursache dürften weggeworfene Raucherwaren sein. In den beiden Gemeinden kam es zu Bränden von zwei Wiesenborden. Am Rheinufer in Oberriet brannte eine Fläche von rund 800 Quadratmetern ab. In Kaltbrunn fing eine eher kleinere Fläche Feuer.

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Egerkingen SO: Schwerer Verkehrsunfall mit drei Verletzten - Zeugenaufruf

Auf der Oltnerstrasse zwischen Egerkingen und Hägendorf hat sich am frühen Donnerstagmorgen ein Verkehrsunfall ereignet, an welchem zwei Autos und ein Lieferwagen beteiligt waren. Dabei wurden drei Personen leicht bis mittelschwer verletzt. Aufgrund dieses Ereignisses musste die Oltnerstrasse mehrere Stunden gesperrt werden, was entsprechende Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte.

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Cham ZG: Faustschläge und Fusstritte statt Geld – Zeugenaufruf

Zwei unbekannte Männer haben einer Privatperson einen Laptop entrissen und den Mann mit Schlägen traktiert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Ein 29-jähriger Mann hat auf einer Online-Plattform einen Laptop zum Verkauf ausgeschrieben. Daraufhin wurde er von einem ihm unbekannten Mann kontaktiert, worauf sie ein Treffen für den Mittwochabend (2. März 2022) vereinbarten.

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Cazis GR: Illegaler Tiertransport mit über hundert Schweinen angehalten

Am Mittwochvormittag wurde im Schwerverkehrskontrollzentrum in Cazis ein unzulässiger Tiertransport festgestellt. Die Fahrer hatten sich aufgrund Termindrucks für die kürzeste, jedoch verbotene Route entschieden. Die Kantonspolizei Graubünden stellte am Mittwoch um 9 Uhr auf der Südspur der Autostrasse N13 ein spanisches Sattelmotorfahrzeug fest, welches einen Tiertransport durchführte.

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Kanton Bern: Neues Gefängnis am Standort Witzwil

Auf dem Gelände der bestehenden Justizvollzugsanstalt (JVA) in Witzwil soll eine neue, zusätzliche Vollzugseinrichtung mit 250 Haftplätzen entstehen. Der Regierungsrat hat den Standortentscheid gefällt. Die neue Einrichtung ersetzt das Regionalgefängnis Biel und schafft weitere benötigte Haftplätze. Für die Nutzung des ehemaligen Jugendheims Prêles gibt es verschiedene Optionen.

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Kanton Uri: Warnung vor Kleinanzeigen-Betrug – Seien Sie wachsam im Internet

Auf online Kleinanzeigen-Portalen oder Social Media Verkaufsplattformen tummeln sich vermehrt Betrüger, die mit falschen Angeboten locken. Bei der Kantonspolizei Uri gingen in den vergangenen Wochen vermehrt Meldungen von Personen ein, die Opfer eines Kleinanzeigen-Betrugs wurden. Die Käufer haben jeweils einen Gegenstand im Internet erworben und diesen online bezahlt, die gekaufte Ware traf jedoch nie bei ihnen ein.

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Zentralschweiz: Schwerpunktkontrolle – Fahrfähigkeit lag bei rund 94 Prozent

Während der diesjährigen Fasnachtszeit führten die Zentralschweizer Polizeikorps gezielte Verkehrskontrollen mit dem Augenmerk auf die Fahrfähigkeit durch. Es wurden 2’561 Fahrzeuglenkende kontrolliert. 160 davon waren aufgrund von Alkohol-, Betäubungsmittel- oder Medikamentenkonsum nicht fahrfähig und werden an die zuständige Staatsanwaltschaft verzeigt.

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Kanton Basel-Stadt: Präventionskampagne „Hast du Eier, Freier“: Ein erstes Fazit

Die Online Kampagne „Hast du Eier, Freier?“ läuft Ende Februar bereits seit sechs Monaten. Die Initiative zur Bekämpfung von illegaler Prostitution und Menschenhandel der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Stadt ist seit dem 3. September 2021 auf einschlägigen Webseiten zu finden. Im Rahmen dieser Präventionskampagne werden Banner mit prägnanten Slogans auf Webseiten für die Vermittlung von sexuellen Dienstleistungen geschaltet. Über die Banner gelangt man auf eine Webseite der SKP.

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Egerkingen SO: Seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos

Auf der Expressstrasse in Egerkingen hat sich am Mittwochabend eine seitlich-frontale Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Am Mittwoch, 2. März 2022, um zirka 22.40 Uhr, fuhr ein Automobilist in Egerkingen von der Oltnerstrasse herkommend auf die Expressstrasse und beabsichtigte dann, nach links auf die Luzerner-Fahrbahn der Autobahn A2 zu gelangen.

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Salmsach TG: Autofahrer (Sri Lanker, 58) fahrunfähig verunfallt

Ein fahrunfähiger Autofahrer kollidierte in der Nacht zum Donnerstag in Salmsach mit einer Verkehrsinsel. Der 58-Jährige musste seinen Führerausweis abgeben. Ein 58-jähriger Autofahrer war kurz nach Mitternacht auf der Arbonerstrasse in Richtung Arbon unterwegs. Nach der Verzweigung mit der Berglistrasse kollidierte er mit einer Verkehrsinsel. Verletzt wurde niemand, es entstand Sachschaden von einigen tausend Franken.

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Saanen BE: Fussgängerin nach Unfall ins Spital geflogen

Am Mittwochnachmittag ist eine Fussgängerin in Saanen in unmittelbarer Nähe eines rückwärtsfahrenden Autos verunfallt. Sie musste mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden. Der genaue Hergang der Ereignisse wird untersucht. Die Meldung zum Unfall an der Dorfstrasse in Saanen erreichte die Kantonspolizei Bern am Mittwoch, 2. März 2022, um zirka 15.40 Uhr. Gemäss aktuellen Erkenntnissen war eine Fussgängerin in der Begegnungszone unterwegs, als sie aus noch zu klärenden Gründen stürzte und gegen eine Hauswand fiel.

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Jakobsbad AI: Brand von Ferienhaus mit zusätzlichem Weidestall

Am Mittwochabend, (02.03.2022), um kurz nach 20.00 Uhr ging die Meldung eines Brandes an der Laufteggstrasse 40 in Jakobsbad ein. Die Feuerwehr Gonten und Appenzell rückten mit 60 Mann aus und trafen einen Vollbrand eines leerstehenden Ferienhauses und zusätzlich freistehenden Weidestalles an. Die Brandursache ist noch unklar und wird mit dem Fachdienst der Kantonspolizei St.Gallen ermittelt.

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Rheintal SG: Mercedes-Lenker (37) nach irrer Fluchtfahrt verhaftet

Am Mittwoch (02.03.2022), um 12:50 Uhr, ist ein 37-jähriger Österreicher nach einer rund 30-minütigen Flucht mit dem Auto in Haag festgenommen worden. Er verfügte über keinen Führerausweis. Nachdem das Auto des 37-Jährigen einer Patrouille des Bundesamtes für Zoll- und Grenzsicherheit in Diepoldsau auffiel und sie dieses kontrollieren wollten, flüchtete es in Richtung Widnau. Dort wich es einer Polizeisperre aus und fuhr mehrere Pfähle um.

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Wetter: Wieder vermehrt Wolken am Himmel

Ein Tief über dem Atlantik sorgte im Alpenraum für eine Anfeuchtung in der Höhe. Dadurch konnten wieder mehr Wolken und auch optische Phänomene am Himmel beobachtet werden.

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Bundesrat und Parlament empfehlen ein Ja zur Beteiligung der Schweiz am Ausbau der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex)

Die Stimmbevölkerung stimmt am 15. Mai 2022 über die Übernahme und Umsetzung der EU-Verordnung über die Europäische Grenz- und Küstenwache ab. Mit dieser Vorlage entscheidet die Schweiz über ihre Beteiligung am Ausbau von Frontex, der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache. An der Medienkonferenz vom 2. März 2022 haben Bundesrat Ueli Maurer (EFD) und Bundesrätin Karin Keller-Sutter (EJPD) die Argumente des Bundesrates für ein Ja dargelegt. Frontex ist wichtig für die Sicherheit und Reisefreiheit im Schengen-Raum. Mit der Teilnahme an Frontex übernimmt die Schweiz Verantwortung und gestaltet mit, auch beim Grundrechtsschutz. Bei einem Nein wäre die Mitarbeit der Schweiz bei Schengen/Dublin gefährdet.

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Herisau AR: Lernfahrer (19) baut Selbstunfall mit Motorrad

Am Dienstag, 1. März 2022, ist es in Herisau zu einem Selbstunfall eines Motorradlenkers gekommen. Der Mann hat sich dabei verletzt und musste in Spitalpflege gebracht werden. Um die Mittagszeit fuhr ein 19-jähriger Lernfahrer mit seinem Motorrad der Waisenhausstrasse entlang Richtung Dorfzentrum. Kurz nach dem Berufsbildungszentrum verlor er die Kontrolle über sein Motorrad und kam seitlich zu Fall.

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St.Gallen SG: Mehrfamilienhaus in Brand geraten – zwei leicht Verletzte

Am Mittwochmorgen (02.03.2022) ist es an der Altmannstrasse zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Die Berufsfeuerwehr St.Gallen konnte den Brand schnell löschen. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Am Mittwoch kurz vor 10 Uhr ging eine Brandmeldung ein, dass an der Altmannstrasse eine Parterrewohnung in einem Mehrfamilienhaus brenne. Gemäss jetzigen Erkenntnissen fing aus noch unbekannten Gründen ein Salontisch Feuer.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.