Im Kanton Obwalden haben sich die Straftaten gegen das StGB (Strafgesetzbuch) in ihrer Anzahl im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.
Es wurden insgesamt 1309 Delikte auf dieser Grundlage bearbeitet.
Freitag, 01.04.2022 um ca. 07:30 Uhr fuhr ein Radfahrer mit roter Mütze durch die Eisengasse in Richtung Marktplatz.
Aufgrund eines Lastwagens der Müllabfuhr war die Durchfahrt erschwert. Infolgedessen kollidierte der unbekannte Radfahrer mit einem korrekt parkierten Lieferwagen und beschädigte diesen.
Über das vergangene Wochenende (26./27.03.2022) hat eine unbekannte Täterschaft in der in prähistorischer Zeit aufgesuchte Höhle im Kesslerloch ein unkontrolliertes Feuer entfacht.
Dadurch entstand ein irreparabler Sachschaden in bislang nicht definierbarer Höhe. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.
Auf der Hauptstrasse zwischen Holderbank und Langenbruck hat sich am Donnerstagabend ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Der Fahrzeuglenker ist noch am Unfallort verstorben.
Gestern Nachmittag ereignete sich auf der Seebrücke eine Auffahrkollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen. Die Autofahrerin verletzte sich beim Unfall und wurde ins Spital gebracht.
Der Unfall führte zu einem grossen Rückstau.
Ein Unbekannter überfiel gestern die VOLG-Filiale in Fischbach-Göslikon und erbeutete Bargeld. Trotz Fahndung blieb der Täter verschwunden.
Die Polizei sucht Augenzeugen.
Am Montagabend schlugen zwei junge Männer einen Passanten nieder und beraubten ihn seines Portemonnaies.
Die Kantonspolizei konnte die beiden mutmasslichen Täter festnehmen. Beide sind geständig.
Bei einem Selbstunfall in Ermatingen wurde am Donnerstag ein Motorradfahrer verletzt. Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Ein 44-Jähriger war kurz nach 17.15 Uhr mit seinem Motorrad auf der Fruthwilerstrasse von Fruthwilen in Richtung Ermatingen unterwegs.
Bei einem Brand in Gewächshäusern ist am Donnerstagabend (31.3.2022) in Schwerzenbach ein Sachschaden von über hunderttausend Franken entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Bei einem Dachstockbrand in einem Mehrfamilienhaus ist am Donnerstagabend (31.3.2022) in Rüschlikon grosser Sachschaden entstanden. Personen wurden keine verletzt.
Um 20.00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung die Meldung ein, dass aus dem Dach einer Liegenschaft Rauch dringen würde. Die anwesenden Personen konnten das Haus selbständig verlassen.
Am Donnerstag, den 31. März um 14:00 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 56-Jährigen aus Cressier gesteuert wurde, von Chézard in Richtung Fontaines.
An einem bestimmten Punkt prallte er gegen einen Baum, der die Strasse säumte.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es heute kurz vor 13:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall in Quartino.
Ein 52-jähriger Schweizer, der in der Region Locarno wohnt, fuhr auf der Via Monte Ceneri in Richtung Contone. Aus Gründen, die noch untersucht werden, verlor er in einem Kreisverkehr die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Mauer am Strassenrand.
Am Donnerstag, 31. März, gegen 06:50 Uhr, fuhr ein von einem 39-jährigen französischen Staatsangehörigen gelenktes Auto auf der Route du Col de la Tourne von Les Grattes in Richtung Montmollin.
Da sich Wild auf der Fahrbahn befand, führte der Fahrer ein Ausweichmanöver durch.
Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neuenburger Polizei haben am Donnerstag, den 24. März 2022, an einer Übung "Entführungsalarm" teilgenommen.
Die in Zusammenarbeit mit fedpol und der Freiburger Kantonspolizei organisierte Übung "Domino" ermöglichte es der Neuenburger Polizei, unter realitätsnahen Bedingungen ihr Krisenmanagement-Dispositiv zu testen, aber auch die Verfahren und die zahlreichen Kooperationen zu trainieren, die für diese Art von Einsatz notwendig sind.
Das Jahr 2021 markiert einen Anstieg der Verkehrsunfälle im Tessin.
Dieser Anstieg ist insbesondere auf die allmähliche Rückkehr zu einem hohen Verkehrsaufkommen nach der Schliessung zurückzuführen.
Am Mittwoch, den 30. März 2022 um 17:35, rückte die Feuerwehr der DPS2 des Rettungszentrums Entre-deux-Lac an der Rue des Ruedebins 17 in Cressier in einer Tanzschule zu einem Brandausbruch aus, da eine Jacke in der Umkleidekabine aus unbekannten Gründen Feuer gefangen hatte.
Der Brand konnte von den anwesenden Personen schnell eingedämmt werden.
Am Mittwoch, den 30. März 2022 um 17:35 Uhr fuhr ein von einer 50-Jährigen aus Cormoret/BE gelenktes Auto auf der rechten Spur der Fahrbahn Lausanne im Osttunnel der A5 in Neuenburg.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einem 51-jährigen Mann aus Müntschemier/BE gelenkt wurde, der gerade verkehrsbedingt langsamer geworden war.
Am Donnerstagnachmittag, den 31. März 2022, meldete eine Person die Anwesenheit eines Tieres, bei dem es sich um eine Wildkatze handeln könnte, in der Nähe des Waldes in Epalinges.
Das Tier wurde von der Hinweisgeberin fotografiert.
In Ruggell und Schaan ist es am Mittwoch (30.03.2022) und in Balzers am Donnerstag (31.03.2022) zu Verkehrsunfällen gekommen.
An allen Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Am Mittwochnachmittag ist in Sigriswil Gülle in den Guntenbach gelangt. Die Verunreinigung erstreckt sich auf zirka vier Kilometer.
Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Lebewesen verendet sind. Der Ursprung der Verunreinigung ist bekannt. Weitere Abklärungen sind im Gang.
Bange Momente für die Mutter eines zweijährigen Jungen: Das Kleinkind schaffte es, die Wohnungstüre von innen zu verschliessen und sperrte seine Mutter so aus der Wohnung.
Am Donnerstag, 31. März 2022, kurz vor 14.30 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur der Hilferuf einer völlig verzweifelten Mutter ein, dass sich ihr zweijähriger Junge alleine in der Wohnung eingeschlossen habe.
In den letzten sieben Tagen sind im Kanton Bern vermehrt Meldungen zu Betrugsversuchen durch „Schockanrufe“ eingegangen. In einem Fall erbeutete die unbekannte Täterschaft 50'000 Franken.
Die Kantonspolizei Bern warnt und gibt Tipps.
Die Polizeiwache Herzogenbuchsee zieht Anfang April in die Räumlichkeiten an der Fabrikstrasse 8 um.
Während des Umzugs ist die Wache geschlossen. Für Anliegen ist während dieser Zeit die nahegelegene Polizeiwache Wangen an der Aare zu deren üblichen Öffnungszeiten erreichbar.
Am Donnerstag (31.03.2022), kurz nach 8:10 Uhr, ist ein 27-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Autobahn A13 zwischen Kreissern und Oberriet von der Fahrbahn abgekommen.
Bei der technischen Kontrolle des Autos musste festgestellt werden, dass drei Reifen eine ungenügende Profiltiefe aufweisen. Der Mann blieb unverletzt. Am Auto entstand Sachschaden von rund 10'000 Franken.
Am Donnerstag (31.03.2022), kurz nach 10 Uhr, ist eine 74-jährige Autofahrerin mit ihrem Auto auf der Gasterstrasse verunfallt.
Das Auto kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Strassenlaterne sowie Betonelemente am Fahrbahnrand, bevor das Auto zurück auf die Gegenfahrbahn abgewiesen wurde.
Heute hat sich ein Teil der Geschäftsleitung der Kantonspolizei Zürich mit der Landespolizeipräsidentin Baden-Württembergs, Stefanie Hinz, und weiteren Vertretern des Präsidiums getroffen.
Themen waren dabei unter anderem die Bereiche Cyberkriminalität, Bedrohungsmanagement und Telefonbetrug.
Am Mittwoch (30.03.2022), kurz nach 13:35 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einem möglicherweise vermissten Kleinflugzeug im Bereich Säntis erhalten.
Wrackteile wurden am frühen Abend in sehr unwegsamen Gelände durch Helikopter der Armee und der Rega gefunden. Wir berichteten darüber.
Am Donnerstag, 7. April 2022 findet die Gedenkfeier zur Schlacht bei Näfels/GL statt.
Aufgrund dieses Anlasses ist auf den Hauptachsen zwischen Glarus und Näfels sowie auf der Molliser-/ Netstalerstrasse mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Die unabhängige Aufsichtsbehörde über die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten (AB-ND) führte 2021 18 Prüfungen bei den Nachrichtendiensten durch und sprach 18 Empfehlungen aus.
Damit reduziert sich im Vergleich zu den letzten Jahren die Anzahl der Empfehlungen deutlich. Der neue Tätigkeitsbericht 2021 stellt die wichtigsten Erkenntnisse aus Sicht der nachrichtendienstlichen Aufsicht vor. Er ist der letzte Bericht unter der Leitung von Thomas Fritschi, der die AB-ND per Ende März 2022 verlässt.
Gestern Abend branten auf einem Parkplatz in Muntelier drei Autos. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und eine Ausbreitung verhindern.
Eine Untersuchung ist im Gange.
Ein Bauarbeiter ist mit einem Motorkarren rückwärts in eine Mauer, vorwärts über eine Wiese gefahren und anschliessend umgekippt.
Der Mann wurde verletzt und befindet sich im Spital.
Gestern Abend, kurz vor 20 Uhr, kam es auf dem Brünigpass, bei der Schwingplatzkurve, zu einem Verkehrsunfall.
Eine 30-jährige Frau verlor die Beherrschung über ihr Fahrzeug und kollidierte mit der rechtseitigen Leitplanke.
Die im Jahr 2021 in Basel-Stadt polizeilich registrierten Straftaten deuten auf eine relativ stabile Kriminalitätslage hin.
Die am Donnerstag veröffentlichte kantonale Polizeiliche Kriminalstatistik 2021 zeigt bei den Gewalt-, Sexual- und Betäubungsmitteldelikten sinkende, bei den Vermögensdelikten leicht steigende Werte.
Bei einer kürzlich am Grenzübergang St. Margrethen erfolgten Kontrolle stellten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) Waffen und Munition sicher.
Mitgeführt wurden diese in einem Wohnwagen.
Die Staatsanwaltschaft hat mit Anklageschrift vom 29. März 2022 gegen den Beschuldigten U.K. wie auch gegen weitere Personen Anklage beim Bezirksgericht Arbon erhoben.
Gemäss Anklageschrift werden dem Beschuldigten U.K. für den Zeitraum ab September 2013 und teilweise bis zum Juni 2019 die Tatbestände der mehrfachen Tierquälerei, der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz und gegen das Tierseuchengesetz sowie der Tatbestand der gewerbsmässigen Widerhandlung gegen das Lebensmittelgesetz vorgeworfen.
Die Berufsfeuerwehr von SRZ absolvierte die letzten drei Tage gemeinsam mit der Stadtpolizei Zürich und den Seerettungsdiensten verschiedene Trainingseinheiten rund um das Fahrgastschiff.
Dabei standen ihnen Schiffe der Zürichsee Schifffahrt (ZSG) zur Verfügung.
Im Frühling 2020 gestartet haben die Angehörigen unseres Lehrgangs 20-1 ihre anspruchsvolle Ausbildung abgeschlossen.
Gestern nahm sie Regierungsrat Dieter Egli zusammen mit Polizeikommandant Michael Leupold in Pflicht.
Seit zehn Jahren sorgt die Zürcher Polizeischule (ZHPS) für bestmögliche Voraussetzungen für den erfolgreichen Abschluss der eidgenössischen Berufsprüfung zur Polizistin bzw. zum Polizist.
Rund 120 bis 170 Aspirantinnen und Aspiranten absolvieren pro Jahr ihren Lehrgang an der ZHPS.
Am Mittwoch verursachte eine Autolenkerin sowie ein Fahrradlenker je einen Selbstunfall.
Wie sich anlässlich der Tatbestandsaufnahmen herausstellte, dürften beide alkoholisiert unterwegs gewesen sein.
Auf der A8 zwischen Interlaken-Ost und Brienz wird im Rahmen der Gesamterneuerung auf Anfang April 2022 wiederum an mehreren Stellen eine einspurige Verkehrsführung eingerichtet.
Auch im Bereich Krattighalde am Thunersee wird der Verkehr aufgrund von Bauarbeiten einspurig geführt, dort aber nur kurzzeitig.
Im Rahmen der Unterhaltsarbeiten im Gotthardstrassentunnel wird die Nationalstrasse A2 zwischen Göschenen und Airolo in den aufgeführten Nächten für jeglichen Verkehr gesperrt.
Woche 14 vom 4. bis 8. April 2022 (4 Nächte) von 22.00 – 05.00 Uhr
Auf der A6 zwischen Bern-Wankdorf und Muri laufen seit Anfang März die diesjährigen Hauptarbeiten zur Pannenstreifenumnutzung und zum Ausbau des Lärmschutzes. Nun beginnen auch im Sonnenhoftunnel die Sanierungsarbeiten.
Dafür muss eine neue Verkehrsführung eingerichtet werden. Es kommt daher in Fahrtrichtung Spiez zur Sperrung der Einfahrt Ostring sowie zu einem Spurabbau.
Der Krieg in der Ukraine hat eine grosse Flüchtlingswelle verursacht.
Das wiederum sorgt bei Schutz und Rettung Bern für eine hohe Arbeitsbelastung während 24 Stunden an 7 Tagen die Woche.
Am Mittwochabend, 30. März 2022, kurz nach 22.00 Uhr, kollidierte eine Rollerfahrerin in der Birsigtalstrasse in Reinach BL mit einem Fuchs und stürzte in der Folge auf die Fahrbahn.
Dabei zog sie sich Verletzungen zu.
Am Mittwoch, 30.03.2022, 17.50 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in Mühlehorn ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Der Lenker eines Personenwagens war auf der Überholspur in Fahrtrichtung Zürich unterwegs.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.