Schweiz

Kein Fanzug für Fussballfans: Baustellen sorgen für volle Regelzüge und Engpässe

(Sion VS). Die SBB kann für das Fussballspiel FC Sion – FC Zürich am Samstag, 19. September 2026 wegen Baustellen keinen Fanzug zur Verfügung stellen. Obwohl die SBB bereits frühzeitig darauf hingewiesen hat, findet das Spiel statt. Die An- und Rückreise der Fussball-Fans erfolgt individuell und möglicherweise in Regelzügen. Es muss mit stark ausgelasteten Zügen gerechnet werden.

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Manipulierte Autos und Töffs im Visier: Polizei zieht fünf Fahrzeuge aus dem Verkehr

(Bern BE). Die Kantonspolizei Bern hat am Samstag und Sonntag in der Region Bern gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf Fahrzeugen, die unnötigen Lärm verursachten. Insgesamt wurden elf Fahrzeuglenkende angezeigt und fünf Fahrzeuge sichergestellt.

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Polizei-Schweiz am 15. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Eine seit Samstag vermisste Frau wird schwer verletzt in einem Waldstück gefunden, Videos mit Gewaltdrohungen lösen Polizeieinsätze an mehreren Schulhäusern aus und eine 14-jährige Schülerin stürzt rund fünf Meter in die Tiefe: Der 15. September 2026 brachte mehrere besonders brisante Polizeimeldungen aus der Schweiz. Auch ein lebensbedrohlicher E-Bike-Unfall im Kanton St.Gallen sowie eine aussergewöhnliche Kollision zwischen einem Motorradfahrer und einem Zug beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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85-Jähriger übergibt 250'000 Franken – bei weiteren Geldübergaben greift die Polizei zu

(Wattwil/Wil SG). In den ersten zwei Septemberwochen hat die Kantonspolizei St.Gallen vier Personen festgenommen, welche im Zusammenhang mit Telefonbetrugsfällen stehen. In Wattwil wurden zwei Geldübergaben verhindert und drei Personen festgenommen. In Wil übergab ein Geschädigter der Täterschaft eine Viertelmillion Franken, bevor bei einer erneuten Geldübergabe eine Person festgenommen werden konnte.

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Telefonbetrug mit mehreren tausend Franken: Polizei nimmt mutmasslichen Geldabholer fest

(Luzern LU). Am vergangenen Dienstag konnte die Luzerner Polizei einen mutmasslichen Betrüger festnehmen. Er dürfte Mitglied einer Gruppierung von Telefonbetrügern sein, welche ältere Menschen zu Bargeldübergaben drängt. Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern.

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Motorrad prallt in Anhänger und überschlägt sich – zwei Töfffahrer bei Kollision verletzt

(Laax GR). Auf der Oberalpstrasse in Laax hat sich am Dienstagmittag ein Verkehrsunfall zwischen einem Lieferwagen mit Anhänger und zwei Motorrädern ereignet. Die beiden Motorradfahrer wurden dabei verletzt.

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Videoüberwachung schlägt Alarm: Polizei fasst zwei Algerier (19, 23) noch im Haus

(Basel BS). Am Dienstag, 15. September 2026, circa 02.50 Uhr, sind zwei Männer in ein Einfamilienhaus an der Binzenstrasse eingebrochen und haben Deliktsgut entwendet. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte die beiden Tatverdächtigen anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festnehmen.

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Kanton testet Ernstfall: Regierungsgebäude während der Session vollständig evakuiert

(Luzern LU). Der Kanton Luzern hat während der September-Session des Kantonsrats die Notfallorganisation im Regierungsgebäude überprüft. Dazu wurde das Gebäude einschliesslich des Kantonsratssaals vollständig evakuiert. Ziel war es, die vorgesehenen Abläufe zu erproben.

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Auto kippt auf A1 um und schlittert 50 Meter – Lenker eingeklemmt und mit Rega ins Spital

(Wiedlisbach BE). Ein mutmasslich unter Alkoholeinfluss stehender Automobilist hat am Montagnachmittag, 14. September 2026, auf der Autobahn A1 bei Wiedlisbach in Fahrtrichtung Bern einen Selbstunfall verursacht. Der Fahrzeuglenker wurde dabei im Auto eingeklemmt. Nach der Bergung wurde er mit mittelschweren Verletzungen mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen. Aufgrund des Ereignisses kam es zu Verkehrsbehinderungen.

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Gefälschte Fünfliber aus Hongkong entdeckt – Jahrgang 1928 ist bei Sammlern sehr begehrt

(Zürich ZH). Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben bei einer Kontrolle im internationalen Kurierverkehr zwei mutmasslich gefälschte Fünfliber mit Jahrgang 1928 entdeckt. Originalmünzen dieses Jahrgangs können einen Sammlerwert von mehreren tausend Franken pro Stück erreichen.

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Giftige Schlange beisst Kletterer – Rega fliegt 35-Jährigen für Gegengift ins Inselspital

(Balsthal SO). Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega rettete gestern Montag, 14. September, einen 35-jährigen Mann, der beim Klettern in der Region Balsthal (SO) von einer giftigen Schlange gebissen worden war. Der Mann kletterte mit einem Begleiter im Gebiet bei Balsthal, als ihn im Vorstieg eine Schlange biss.

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Nachbarin beobachtet Einbruch – Polizei umstellt Haus und nimmt zwei Verdächtige fest

(Zürich ZH). Am Montagvormittag 14. September 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich zwei mutmassliche Einbrecher im Kreis 2 auf frischer Tat fest. Kurz nach 11.15 Uhr alarmierte eine Nachbarin die Stadtpolizei Zürich, nachdem sie beobachtet hatte, wie zwei Personen über einen Balkon in eine Wohnung an der Zellerstrasse eingedrungen waren.

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Töfffahrer kracht im Tunnel gegen Wand – 27-Jähriger schwer verletzt ins Spital gebracht

(St.Gallen SG). Am Montagabend (14.09.2026) ist es im Schorentunnel zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Ein 27-jähriger Motorradfahrer wurde schwer verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Polizei aktualisiert ihre Tempomessungen – vier semistationäre Anlagen ausgewiesen

(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre öffentlich zugängliche Übersicht der aktuellen Tempomessungen angepasst. Gegenüber dem zuletzt geprüften Stand ist neu eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der Autobahn A2 bei Neuenkirch aufgeführt. Insgesamt weist die offizielle Seite derzeit vier Standorte semistationärer Geschwindigkeitsmessanlagen aus. Polizei.news gibt diese von der Luzerner Polizei öffentlich bereitgestellten Angaben unverändert als Serviceinformation weiter.

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Motorrad-Kontrollen im ganzen Kanton: 72 Anzeigen, 523 Bussen und fünf Ausweise weg

(Bern BE). Im Rahmen des Schwerpunktes „MOTO2000+“ wurden im ganzen Kanton Verkehrskontrollen durchgeführt. Im Fokus standen dabei das Fahrverhalten und Verkehrsverstösse von Motorradfahrenden. Insgesamt wurden 72 Personen angezeigt und 523 Bussen erteilt.

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Mofa-Fahrer prallt nachts gegen unbeleuchtete Mulde – 15-Jähriger erleidet mehrere Brüche

(Waldhäusern AG). Auf einem Feldweg prallte ein jugendlicher Mofa-Lenker gegen eine abgestellte Mulde. Ein Rettungshelikopter flog ihn schwer verletzt ins Spital.

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Nach Crash mit Auto liegt Töfffahrer auf Gleis – Zug kann trotz Vollbremsung nicht stoppen

(Oberdorf BL). Am Montagabend, 14. September 2026, um ca. 18.30 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Oberdorf ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen, einem Motorrad und einem Zug der Waldenburgerbahn. Der Motorradlenker wurde dabei verletzt.

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Elektroauto in Flammen: Schwangere und Sohn (†2) sterben auf der A13

(Mantes-la-Ville, Frankreich). Bei einem verheerenden Fahrzeugbrand auf der Autobahn A13 sind am Samstagnachmittag (12. September 2026) eine hochschwangere Frau und ihr zweijähriger Sohn ums Leben gekommen. Das elektrisch angetriebene Auto geriet kurz vor 17.50 Uhr in einem überdeckten Abschnitt der A13 bei Mantes-la-Ville im Département Yvelines in Brand. Das Fahrzeug war mit drei Personen in Richtung Paris unterwegs.

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Wetter am Dienstag, 15.09.2026: Sonnig, trocken und bis zu 28 Grad warm

Ein kräftiger Hochdruckrücken erstreckt sich vom westlichen Mittelmeerraum bis nach Mitteleuropa. Aus Südwesten fliesst heute Dienstag sehr warme und trockene Luft zum Alpenraum. Am Mittwoch zieht der Höhenrücken ostwärts ab. Eine aktive Kaltfront, die zu einem Tief über Skandinavien gehört, erfasst im Tagesverlauf von Westen her die Schweiz. Am Donnerstag verbleibt die feuchte Luftmasse noch über den Alpen, während die Luft durch einen Hochdruckkeil im Flachland abgetrocknet wird.

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Feuerverbot aufgehoben: Nach dem Regen gilt im Wald noch Gefahrenstufe 3

(Stüsslingen SO). Das Feuerverbot im Wald, in Waldesnähe, an Fluss- und Seeufern sowie das grundsätzliche Feuerwerksverbot auf dem ganzen Kantonsgebiet ist aufgehoben. Aufgrund der flächendeckenden Niederschläge sowie den sinkenden Temperaturen der letzten Tage wurde die Waldbrandgefahr im Kanton Solothurn auf die Gefahrenstufe 3 (erheblich) zurückgestuft.

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22-Jähriger rast mit 236 km/h über die A2 – Polizei nimmt Lenker fest und stellt Auto sicher

(Eich LU). Aufgrund mehrerer Meldungen über nächtlichen Motorenlärm führte die Luzerner Polizei an den vergangenen zwei Wochenenden gezielte Geschwindigkeitskontrollen auf der Autobahn A2 bei Eich und Schenkon durch. Vier Autofahrer waren massiv zu schnell unterwegs.

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Lieferwagen kracht ungebremst in parkiertes Auto – Aufprall schiebt Wagen ins nächste Auto

(St.Gallen SG). Am Montag (14.09.2026) ist ein Lieferwagenfahrer auf der Hechtackerstrasse mit einem parkierten Fahrzeug kollidiert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein weiteres parkiertes Fahrzeug beschädigt. Es entstand hoher Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

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Heftiger Crash im Tunnel: Auto prallt gegen Wand und landet wieder auf der Fahrspur

(Sachslen OW). Am Sonntag, den 13.09.2026, geriet ein Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, kollidierte mit der Tunnelwand und wurde wieder auf die Fahrspur Richtung Luzern zurückgewiesen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

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alibi'26 im Rückblick: Polizei zeigt Highlights, Begegnungen und Einblicke vom Publikumstag

(Olten SO). alibi'26 - die Highlights im Recap!   Am 5. September durften wir zahlreiche Besucherinnen und Besucher an unserer Publikumsveranstaltung alibi'26 in Olten begrüssen.

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Gefälschte Steuerrechnungen per Fake-E-Mail – Behörde warnt vor neuer Betrugsmasche

(Kanton Schwyz). Aktuell sind gefälschte Steuerrechnungen und Mahnungen per E-Mail im Umlauf. Die betrügerischen Nachrichten erwecken den Eindruck, von eTax oder der Schwyzer Steuerverwaltung zu stammen. Empfänger dürfen die enthaltenen Links keinesfalls anklicken.

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Neuer Kreisel ist eröffnet – grosse Bauetappe bringt Sperrungen, Umleitungen & Wartezeiten

(Ibach SZ). Beim Postplatz ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Der neue Kreisel ist seit dem 26. August 2026 in Betrieb. Nun beginnt der letzte grössere Abschnitt der Sanierung der Gotthardstrasse. Verkehrsteilnehmende müssen deshalb vorübergehend mit einer einspurigen Verkehrsführung, Sperrungen und Wartezeiten rechnen. Die Bauarbeiten beim Postplatz und entlang der Gotthardstrasse verlaufen nach Angaben des Kantons Schwyz planmässig. Nach der Teilsperrung der Schmiedgasse während des Sommers konnte der neue Kreisel wie vorgesehen für den Verkehr freigegeben werden.

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Polizei-Schweiz am 14. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Eine Trottinettfahrerin wird bei einem Sturz lebensgefährlich verletzt, bei einer Kollision zweier Autos müssen acht Menschen ins Spital und ein alkoholisierter Autofahrer schleudert einen Motorradfahrer von der Strasse: Der 14. September 2026 brachte mehrere schwere und aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz. Auch eine mutmassliche Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus sowie heftige Ausschreitungen am Bahnhof Lausanne beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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Verkehrsknoten wird für Velos sicherer – neue Spur und Umbauten starten Ende September

(Magden AG). Mit der heutigen Verkehrsführung beim Verkehrsknoten Hauptstrasse / Brüelstrasse können vorwiegend für Radfahrer kritische Situationen entstehen. Damit die Verkehrssicherheit in diesem Bereich auch weiterhin gewährleistet ist, wird der Knoten unter der Leitung vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt umgestaltet und dadurch verbessert.

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28 Fahrzeuge bei Kontrolle geprüft – sechs Lenker werden angezeigt, zwei Töffs stillgelegt

(Altstätten SG). Am Sonntagnachmittag (13.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen im Raum Ruppen und Stoss eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt. Insgesamt wurden 28 Fahrzeuge kontrolliert.

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Alkohol-Crash, brennender Oldtimer und schwere Bike-Unfälle halten Polizei auf Trab

(Sarnen OW). Diverse Unfälle sowie ein Fahrzeugbrand beschäftigten die Kantonspolizei Obwalden über das Wochende. Samstagnacht, 12.09.2026, 00:50 Uhr verursachte in Alpnachstad ein 36-jähriger Autolenker einen Selbstunfall.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.