Schweiz

St.Gallen SG: Das grosse Spurenpuzzeln – Synoptik bei der Kapo bringt Täter ans Licht

Spuren erzählen Geschichten, wenn man sie richtig liest. Im Video erklärt Stefan Benz vom Kriminaltechnischen Dienst, wie er mithilfe der Synoptik Zusammenhänge sichtbar macht und Ermittlungen entscheidend voranbringt.

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Hinterkappelen BE: Zwei mutmassliche Einbrecher geschnappt – dritter Täter flüchtig

In der Nacht auf Mittwoch ist es in Hinterkappelen zu mehreren Einbruch- und Einschleichdiebstählen gekommen. Am Mittwochmorgen konnten in Bern zwei mutmassliche Täter angehalten und Deliktsgut sichergestellt werden. Weitere Ermittlungen sind im Gang. Es werden Zeugen gesucht.

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Neuhausen SH: Nässe und Öl – 24-Jähriger schleudert mit Mustang über Böschung

Am Donnerstagnachmittag (09.10.2025) verunfallte in Neuhausen am Rheinfall ein 24-jähriger Lenker mit einem Ford Mustang Mach 1. Es wurde bei diesem Verkehrsunfall niemand verletzt, jedoch entstand hoher Sachschaden. Die Unfallursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Basel BS: Nachtsperrungen auf A2 Osttangente – Einfahrt Wettsteinallee ein Jahr dicht

Vom 12. Oktober bis zum 3. November 2025 werden auf der A2 Osttangente im Bereich der Brücke Bäumlihof sowie im Tunnel Schwarzwald diverse Arbeiten durchgeführt. Während dieser Zeit kommt es zu nächtlichen Verkehrseinschränkungen und kurzzeitigen Sperrungen in Richtung Norden. Die Einfahrt Wettsteinallee Richtung Norden bleibt rund ein Jahr lang gesperrt.

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Lugano TI: Aggression, Erpressung, Entführung – Urteile gegen junge Tatverdächtige

Im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz im Oktober 2024, bei dem mehrere Minderjährige aus dem Raum Lugano festgenommen wurden, teilt die Jugendanwaltschaft mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen abgeschlossen sind. Insgesamt betrafen die Untersuchungen rund 30 Jugendliche, von denen ein grosser Teil inzwischen volljährig geworden ist.

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St.Gallen SG: E-Bike-Fahrerin (67) von fahrunfähigem Lenker angefahren und verletzt

Am Mittwoch (09.10.2025) ist ein fahrunfähiger Autofahrer beim Ausparkieren auf der Linsenbühlstrasse mit einer E-Bike-Fahrerin kollidiert. Die 67-jährige E-Bike-Fahrerin verletzte sich dabei und wurde ins Spital gebracht. Der Autofahrer wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Hitzkirch LU: 200 Polizei-Aspiranten starten Ausbildung – sieben von der Kapo Schwyz

Über 200 neue Aspirantinnen und Aspiranten starteten heute ihre Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (kurz: IPH). Fast ein Drittel davon sind Frauen, die aus elf Konkordatskantonen und von Drittpartnern stammen.

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Schweizer Armee: Vom Migrantenkind zum Wachtmeister – Haroon Khan in der Armee

Haroon Khan ist in New York geboren, in Genf aufgewachsen und lebt heute in den Niederlanden. Seine Mutter stammt aus England, sein Vater aus Pakistan. 2016 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht und wurde dienstpflichtig. Er absolvierte die Durchdiener-RS als Infanterist und wurde später zum Wachtmeister befördert. Ein Rückblick auf seinen bisherigen Werdegang.

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Däniken SO: E-Trottinett-Fahrerin bei Kreisel-Kollision verletzt – Drogen im Spiel

Beim Kreisel Hauptstrasse und Bahnhofstrasse in Däniken kam es am Mittwochabend, 8. Oktober 2025, zu einer Kollision zwischen einem E-Trottinett und einem Auto. Dabei wurde die E-Trotti-Lenkerin mittelschwer verletzt.

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La Chaux-de-Fonds NE: Brand in Gefängnis – sechs Personen durch Rauch verletzt

Ein Brand brach in einem Nebengebäude des Gefängnisses La Promenade in La Chaux-de-Fonds aus. Das Feuer konnte rasch durch die Feuerwehr gelöscht werden. Die Häftlinge wurden in einen sicheren Gefängnistrakt verlegt. Sechs Personen, darunter zwei Aufseher, wurden durch Rauch beeinträchtigt.

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Stans NW: Bushaltestelle bei Pilatus wird verschoben – bessere Erschliessung geplant

Der Standort der Bushaltestelle bei den Pilatus Flugzeugwerken in Stans soll näher zum Werkareal verschoben werden. Der Regierungsrat hält auf eine Kleine Anfrage fest, dass die Fahrplanstabilität keine Abstriche erfahren und ab dem Fahrplan 2027 mehr Zeitpuffer auf den betreffenden Postautolinien einkalkuliert werden soll.

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Seelisberg NW/UR: A2-Tunnel wird nachts gesperrt – Sanierung bis Juni 2026 geplant

Ab dem 12. Oktober beginnen im Seelisbergtunnel Unterhalts- und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. Bis Juni 2026 werden mehrere Teile der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) erneuert, als Vorbereitung auf die zweite Instandsetzung des Tunnels. Die Arbeiten erfolgen vorwiegend nachts und unter Sperrung einer Tunnelröhre. Der Verkehr wird einspurig und im Gegenverkehr durch die nicht betroffene Röhre geleitet.

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Interlaken BE: Tunneltechnik auf A8 wird nachgebessert – Sperrungen bis Dezember

Die A8 zwischen Interlaken-Ost und Brienz wurde in den letzten Jahren umfassend saniert. Dabei wurde auch die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung komplett erneuert. Die ersten Betriebsmonate mit den neuen Anlagen zeigen auf, dass verschiedene Optimierungsarbeiten nötig sind. Daher kommt es zu weiteren Nachtsperrungen. Zudem findet im gleichen Zeitraum im Raum Brienz auch eine Sicherheitsholzerei statt. Dadurch kommt es zu kurzen Wartezeiten.

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Aargau: Polizei und Armee trainieren Ernstfall – Aktion HOLISTIC 25 startet im Oktober

Im Rahmen der gemeinsamen Aktion HOLISTIC 25 werden die Kantonspolizei Aargau und die Armee Mitte Oktober verschiedene Aufgaben trainieren und ein starkes Zeichen für Sicherheit im Aargau setzen. Um als kleines Polizeikorps seinen Grundauftrag zu erfüllen und durchhaltefähig zu bleiben, wäre die Kantonspolizei Aargau im Krisenfall auch auf die Unterstützung der Armee angewiesen.

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Goldingen SG: Schwerer Arbeitsunfall – Arbeiter (50) stürzt drei Stockwerke tief

Am Mittwoch (08.10.2025), kurz nach 16:30 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle an der Steigenstrasse erhalten. Ein 50-jähriger Mann fiel bei Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten drei Stockwerke in die Tiefe.

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Rüthi SG: Einbrecher stehlen Lüftungssysteme im Wert von 15'000 Franken

Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen (08.10.2025) ist eine unbekannte Täterschaft in eine Baustelle an einem Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstrasse eingebrochen. Sie gelangte über den Sitzplatz in das Mehrfamilienhaus und brach im Obergeschoss ein Vorhängeschloss gewaltsam auf.

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St.Gallen SG: OLMA-Umzug am Samstag – Innenstadt vormittags für Verkehr gesperrt

Am Samstag (11.10.2025) findet in der Stadt St.Gallen der OLMA-Umzug statt. Am Vormittag kommt es in der Innenstadt sowie im Bereich der Umzugsroute zu Verkehrsbehinderungen. Um zirka 12 Uhr sollten die Strassen wieder uneingeschränkt befahrbar sein.

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Schattdorf UR: Letzte Bauetappen beim Kreisel Schächen starten am 20. Oktober

Beim Kreisel Schächen beginnen die zwei letzten Bauetappen. Ab 20. Oktober 2025 werden in Schattdorf auf der Gotthardstrasse zwischen der Zahnarztpraxis und der Coop Tankstelle die neuen Strassenbeläge eingebaut, was eine neue, geänderte Verkehrsführung beim Kreisel in Richtung Schattdorf Dorf zur Folge hat. Ab Mitte November 2025 gilt dann beim Kreisel Schächen das definitive Verkehrsregime.

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Basel BS: Unbewilligte Demo mit 300 Teilnehmern – Polizei setzt Gummischrot ein

Am Mittwochabend setzte sich ein unbewilligter Demonstrationszug mit rund 300 Teilnehmenden in Richtung Bahnhof SBB in Bewegung. Auf dem Centralbahnplatz verhinderte die Kantonspolizei Basel-Stadt den Zugang zum Bahnhof und musste dabei Gummischrot einsetzen. Entlang der Demoroute kam es zu Verkehrsbehinderungen sowie Sachbeschädigungen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.