Schweiz

Kanton Zürich: Polizei rettet Siebenschläfer aus Bootshaus und bringt ihn in Pflegestation

Nicht jeder ungebetene Gast ha so einen Jöö-Faktor... Dieser Siebenschläfer wurde in einem Bootshaus sichergestellt.

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Grindelwald BE: Berner Wildhut tötet Wolf auf Bussalp nach erneutem Schafriss

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (09.08.2026) hat die Berner Wildhut den zum Abschuss bewilligten Wolf im Gebiet Bussalp bei Grindelwald erlegt. Der Abschuss erfolgte in den frühen Morgenstunden, nachdem am Samstagabend ein frischer Riss eines Schafs gemeldet worden war.

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Leuggern AG: 94-Jährige tot auf Quartierstrasse gefunden – Polizei vermutet Verkehrsunfall

Eine 94-jährige Frau wurde am Samstagmorgen auf einer Quartierstrasse in Leuggern tot aufgefunden. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass sie Opfer eines Verkehrsunfalls wurde. Die Umstände sind allerdings unklar, weshalb die Polizei Augenzeugen sucht.

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Pratteln BL: VW brennt auf A2-Raststätte aus – technische Ursache steht im Vordergrund

Am Samstagabend, 15. August 2026, um 22.15 Uhr, kam es auf dem Parkplatz der Autobahnraststätte A2 in Pratteln BL, in Fahrtrichtung Basel, zu einem Personenwagenbrand. Verletzt wurde niemand.

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Wetter am Sonntag, 16.08.2026: Wechselhaft mit Schauern und kräftigen Gewittern

Der Alpenraum liegt am Südrand eines Tiefs mit Kern über Finnland. Mit westlicher Strömung gelangt schubweise feuchtere und allmählich weniger heisse Luft zur Schweiz. Die zum Tief gehörende Kaltfront streift die Alpennordseite am Montag. Dahinter dreht die Strömung im Laufe des Tages auf Nordwest und die mässig feuchte Atlantikluft wird zunehmend am Alpennordhang gestaut. Am Dienstag weitet sich von Westen her ein Zwischenhoch zum Alpenraum aus, das für eine Abtrocknung der Luftmasse sorgt.

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Kehrsatz BE: Brennendes Öl setzt Küche in Brand – Wohnung nicht mehr bewohnbar

Am Samstagnachmittag ist es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Kehrsatz zu einem Küchenbrand gekommen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es wurde niemand verletzt. Die betroffene Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar. Ermittlungen sind im Gange.

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Hergiswil NW: 57-jähriger Berggänger unterhalb des Tomlishorns tödlich abgestürzt

Am Freitag, 14. August 2026, um 09.30 Uhr, erhielt die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega die Meldung einer Drittperson, wonach diese in Hergiswil, unterhalb des Tomlishorns, in einem Couloir einen Rucksack festgestellt hatte. Bei einem anschliessenden Suchflug konnte die Rega im angegebenen Gebiet eine leblose Person feststellen.

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Uster ZH: Schulweg stärkt Selbständigkeit, Bewegung & Verkehrskompetenz von Kindern

Der Schulweg ist mehr als eine zurückzulegende Strecke Er ist ein wichtiger Ort für das Erlernen von Selbständigkeit, Bewegung, Verkehrskompetenzen und sozialen Kontakten.

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Zentralschweiz: 54 Einsatzkräfte kontrollieren Verkehr – über 30 Personen nicht fahrfähig

54 Einsatzkräfte. 5 Polizeikorps. Und das schönste Ergebnis wäre gewesen: nichts. Keine Person unter Drogen am Steuer. Niemand mit zu viel Alkohol im Blut. Niemand, den wir aus dem Verkehr ziehen müssen.

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Bättwil SO: Marokkaner (21) und Italiener (34) nach Einbruch in Gartenhaus festgenommen

In Bättwil konnte die Kantonspolizei Solothurn am Samstagmorgen, 15. August 2026, zwei mutmassliche Einbrecher anhalten. Die Männer stehen im Verdacht, einen Einbruchdiebstahl in ein Gartenhaus begangen zu haben, und wurden für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.

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Amlikon-Bissegg TG: Töfffahrerin (18) bei Crash mit Lieferwagen lebensbedrohlich verletzt

Bei der Kollision mit einem Lieferwagen wurde am Samstag in Amlikon-Bissegg eine Motorradfahrerin schwer verletzt. Sie musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.

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Unterbach BE: Velofahrer stürzt auf Dorfstrasse – Rega fliegt Schwerverletzten ins Spital

Am Samstagmorgen ist es in Unterbach zu einem Selbstunfall eines Velofahrers gekommen. Er wurde dabei schwer verletzt und mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Rümlang ZH: Auto gerät auf Gegenfahrbahn – Rollerfahrer bei Kollision mittelschwer verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Roller ist am Samstagmorgen (15.8.2026) in Rümlang der Rollerfahrer mittelschwer verletzt worden. Kurz nach 5 Uhr fuhr ein 58-jähriger Autolenker auf der Glattalstrasse von Seebach in Richtung Rümlang.

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Kanton St.Gallen: Mehrere Fahrunfähige unterwegs – Unfälle und hohe Sachschäden

Zwischen Freitagvormittag und Samstagmorgen (15.08.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen acht Personen angehalten, die angetrunken, alkoholisiert oder in fahrunfähigem Zustand unterwegs waren. Zwei weitere Personen, die an Verkehrsunfällen beteiligt waren, wurden ebenfalls als fahrunfähig eingestuft. Neun Verkehrsteilnehmern wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen.

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Hindelbank BE: Auto gerät auf Gegenfahrbahn – Rennvelofahrerin bei Kollision schwer verletzt

Am Samstagmorgen ist es in Hindelbank zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Rennvelo gekommen. Die Rennvelofahrerin wurde dabei schwer verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Kinder wieder unterwegs: Alpine Air Ambulance erinnert an Sicherheit zum Schulstart

Sommerferien vorbei – Schulstart voraus! In einigen Kantonen gehören die Sommerferien bereits der Vergangenheit an, während in anderen die Schulglocke erst nächste Woche wieder läutet.

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St. Gallen SG: 30 Schulwegunfälle im Jahr 2025 – bei 29 blieb es nicht bei Sachschaden

Die Zahl der Woche ist 30, denn 30 Unfälle auf dem Schulweg wurden 2025 im Kanton St.Gallen registriert. Bei 29 davon blieb es nicht beim Sachschaden.

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Kapo St. Gallen: So sah Autofahren 1962 aus – die Anfänge des Dreipunktgurts

Rückblick in die 1960er-Jahre. Einsteigen, losfahren – aber anschnallen? Das war damals noch keine Selbstverständlichkeit.

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St. Gallen: Polizei, Feuerwehr und Rettung bereiten sich gemeinsam auf ABC-Gefahren vor

Auf Ereignisse mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren, sogenannten ABC-Gefahren, ist eine gemeinsame Vorbereitung entscheidend. Sie sind selten, können Einsatzkräfte jedoch vor besondere Herausforderungen stellen. Aus diesem Grund haben die Kantonspolizei, Stadtpolizei, Feuerwehren und Rettung St.Gallen gemeinsam eine Faltkarte erarbeitet. Das kompakte Hilfsmittel soll Einsatzkräfte für seltene, aber potenziell folgenschwere Ereignisse sensibilisieren und ein gemeinsames Vorgehen in der ersten Einsatzphase unterstützen.

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Kapo Zürich: Autobahnpolizei 1982 auf der A3 – Schnee und Eis forderten die Einsatzkräfte

Januar 1982: Die Autobahnpolizei der Kantonspolizei Zürich im Einsatz auf der A3. Das Bild zeigt eindrücklich die schwierigen Strassenverhältnisse: schneebedeckte Fahrbahnen, vereiste Spuren und reduzierte Sicht.

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Bardonnex GE: Diensthunde entdecken fast 300 Gramm Kokain in zwei Fahrzeugverstecken

Anfang des Monats haben Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit am Grenzübergang Bardonnex (GE) kurz nacheinander zwei Drogeneinfuhren verhindert. Dank unter anderem des Einsatzes der Diensthunde Hestia und Nose wurden in den Fahrzeugen speziell eingerichtete Verstecke entdeckt.

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Agno TI: Frau landet mit gefälschten Luxustaschen und unverzollter Ware

Eine Frau, die mit einem Flug aus Island angekommen war, wurde am vergangenen Mittwoch von Mitarbeitenden des Schweizer Zolls am Flughafen Agno kontrolliert. In ihrem Gepäck wurden einige gefälschte Luxustaschen sowie verschiedene Kleidungsstücke und Accessoires gefunden, die bei der Einfuhr in die Schweiz nicht deklariert worden waren.

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Bern BE: Bundesrat will Luftlagedaten mit USA, Nato und Nachbarländern austauschen

Der Bundesrat hat die Aussenpolitischen und Sicherheitspolitischen Kommissionen beider Räte zu seinem Vorhaben konsultiert, den Austausch von Luftlagedaten mit seinen sicherheitspolitischen Partnern zu erweitern. Alle vier Kommissionen unterstützen das Vorhaben einstimmig. Der Bundesrat hat das Verhandlungsmandat an seiner Sitzung vom 12. August 2026 definitiv genehmigt.

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Schweizer Armee: Erster F-35A nimmt in Italien Gestalt an – Auslieferung ab 2028 geplant

Die Produktion der Schweizer F-35A schreitet planmässig voran: Im italienischen Cameri wurde der erste Rumpfabschnitt mit dem ersten Flügel zusammengebaut. Cameri beherbergt die einzige F-35-Endmontagelinie Europas und ist Teil des internationalen Produktionsnetzwerks. Der erste F-35A aus Cameri soll Mitte 2028 direkt in die Schweiz überführt werden.

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Stein AR: 19-Jähriger bemerkt stehende Kolonne zu spät und kracht mit Roller ins Auto

In Stein fuhr um 15.30 Uhr ein 19-jähriger Mann mit seinem Roller auf der Hauptstrasse von Stein in Richtung Teufen. Im Steinerstich bremste das voranfahrende Auto bis zum Stillstand ab, da sich eine Kolonne gebildet hatte.

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Walzenhausen AR: 74-jährige Fussgängerin von Auto erfasst und leicht verletzt

Um 07.45 Uhr fuhr eine 32-jährige Automobilistin in Walzenhausen auf der Dorfstrasse in Richtung Platz. Im Bereich des Gemeindehauses querte eine 74-jährige Fussgängerin die Fahrbahn.

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Sundlauenen BE: PW kollidiert beim Überholen mit Velofahrerin – Frau schwer verletzt

Am Freitagmittag ist es in Sundlauenen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Die Velofahrerin wurde dabei schwer verletzt und musste mit einer Ambulanz ins Spital gebracht werden. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Solothurn: Dritthöchste Kriminalitätsbelastung – Regierung plant rund 100 neue Polizeistellen

Der interkantonale Vergleich ist unmissverständlich! Mit einer Polizeidichte von aktuell rund 157 Polizistinnen und Polizisten pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt Solothurn unter dem schweizerischen Durchschnitt und im hinteren Drittel der Kantone.

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Kapo Zürich: Rot heisst Stopp – Lichtsignale und Fahrstreifensperren auf Autobahnen erklärt

Rot heisst: Anhalten! Auch auf der Autobahn gibt es Lichtsignale. Und sie gelten genauso wie an einer Kreuzung: Rot bedeutet Stopp.

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Wetter am Samstag, 15.08.2026: Viel Sonne, später kräftige Gewitter möglich

Das bisher wetterbestimmende Hoch schwächt sich heute im Alpenraum etwas ab und in der heissen, labil geschichteten Luftmasse steigt vor allem über den Bergen die Gewitterneigung an. Am Sonntag steuert ein Tief mit Kern über Skandinavien aus Westen schubweise weniger heisse und feuchtere Luft zur Schweiz. Im Laufe des Montags dreht die Strömung über den Alpen auf Nordwest und die zunächst noch mässig feuchte Atlantikluft wird am Alpennordhang gestaut. In der zweiten Tageshälfte gelangt wieder trockenere Luft zur Alpennordseite.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.