In Chur ist es auf der Malixerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen gekommen.
Der Motorradfahrer verletzte sich dabei.
Am Sonntagnachmittag (27.04.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen sowie die Kantonspolizei Zürich an der Hulftegg eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Es wurden rund 110 Motorräder kontrolliert.
Die Polizistinnen und Polizisten stellten Geschwindigkeitsverstösse, unerlaubte technische Änderungen an Fahrzeugen sowie diverse weitere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz fest. Acht Verkehrsteilnehmende mussten zur Anzeige gebracht werden.
Am Montagmorgen ist in der Justizvollzugsanstalt Witzwil in Gampelen ein Insasse in einer Zelle verstorben.
Nach ersten Erkenntnissen kann eine Fremdeinwirkung und eine Selbsthandlung ausgeschlossen werden.
Am Montag (28.04.2025), kurz nach 9:45 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand in einem Einfamilienhaus an der Bürgerheimstrasse erhalten.
Die ausgerückte Feuerwehr traf eine starke Rauchentwicklung im Gebäude an und konnte den Brandherd rasch löschen.
Am Montag (28.04.2025), kurz vor 7 Uhr, ist es auf der Montlingerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen.
Dabei wurde die 13-jährige Velofahrerin unbestimmt verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Sonntag (27.04.2025), zwischen 6:50 Uhr und 6:55 Uhr, ist es auf der Alten Staatsstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Mann gekommen.
Der 24-jährige Mann wurde durch den Unfall leicht verletzt. Der Autofahrer hat sich nach dem Unfall vom Unfallort entfernt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Die Zuger Polizei hat einen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
Der 42-Jährige musste seinen Führerausweis ab- geben und wird zur Anzeige gebracht.
Am Sonntagnachmittag, 27.04.2025 kam es auf der Brünigstrasse zwischen Kaiserstuhl und Lungern zu einem Verkehrsunfall zwischen drei Fahrzeugen.
Alle sechs beteiligten Personen wurden leicht verletzt.
Am Samstagabend, 26. April 2025 und am Sonntagnachmittag, 27. April 2025, haben Unbekannte in Hägendorf mehrere Gegenstände auf ein Bahngleis der SBB gelegt.
Die Gegenstände wurden mindestens von zwei Zügen überfahren. Dabei kam es zu geringem Sachschaden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Am Montag (28.04.2025) ist in einer Wohnung an der Reherstrasse ein Stapel Altpapier durch eine brennende Kerze entzündet worden.
Die Berufsfeuerwehr St.Gallen konnte das Feuer rasch löschen. Die Bewohnerin blieb unverletzt.
Am Sonntag (27.04.2025) ist ein Autofahrer auf der Rorschacher Strasse aus bisher unbekannten Gründen an einer Lichtsignalanlage auf das stehende Auto einer Frau aufgefahren.
Es entstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand.
Am Sonntag (27.04.2025) ist die Stadtpolizei St.Gallen wegen eines renitenten Zugpassagiers zum Hauptbahnhof gerufen worden. Der 35-Jährige verhielt sich aggressiv und sprach Drohungen aus, nachdem er ohne gültiges Billett unterwegs gewesen war.
Er wurde von den Einsatzkräften in Gewahrsam genommen. Bei der anschliessenden Kontrolle wurden halluzinogene Pilze gefunden. Der Schweizer wird zur Anzeige gebracht.
Am Samstag (26.04.2025), kurz vor 24 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Vereinslokal an der Weidstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zugang zum Innenbereich des Lokals.
Am Sonntagmorgen (27.04.2025), kurz nach 8 Uhr, ist es auf der Schöntalstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen.
Die 67-jährige Autofahrerin wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 8'000 Franken.
Zwischen Freitagabend und Montagmorgen (28.04.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen diverse Verkehrskontrollen durchgeführt.
Dabei wurden sieben Verkehrsteilnehmende angehalten, die entweder alkoholisiert oder fahrunfähig im Strassenverkehr unterwegs waren.
Ein Unbekannter überfiel am Freitag die SPAR-Filiale in Spreitenbach und raubte Bargeld. Trotz Fahndung blieb der Täter verschwunden.
Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen.
Eine zunächst unbekannte Täterschaft verunstalteten in der Nacht in Koblenz einen abgestellten Zug mit Graffitis.
Auf der Fahndung nahmen Grenzwache und Polizei eine Verdächtige fest.
In der Nacht auf Montag (28. April 2025), zwischen 01:18 und 01:59 Uhr, sind bei Verkehrskontrollen in der Gemeinde Baar sowie der Stadt Zug gesamthaft drei alkoholisierte Autofahrer gestoppt worden.
Die bei den Männern im Alter von 25, 28 und 52 Jahren durchgeführten Atemalkoholmessungen ergaben Werte von 0.43, 0.75 und 0.89 mg/l.
Am Samstagnachmittag (26. April 2025) ist es auf der Chamerstrasse in der Stadt Zug zu einem Auffahrunfall zwischen zwei beteiligten Autos gekommen.
Ein 52-jähriger Fahrzeuglenker realisierte zu spät, dass das vor ihm fahrende Auto stoppte und prallte in dessen Fahrzeugheck.
Alkoholisiert und ohne Begleitperson setzte sich am Samstagabend (26. April 2025), kurz vor Mitternacht, ein 20-jähriger Lernfahrer ans Steuer eines Autos und fuhr von Oberägeri kommend auf der Alosenstrasse Richtung Alosen.
In einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal in ein entgegenkommendes Auto.
Am Samstagabend (26. April 2025), um 19:30 Uhr, hat eine 46-jährige Lenkerin ihr Fahrzeug auf einem Aussenparkplatz an der Untermühlestrasse in der Gemeinde Cham abgestellt.
Da das Fahrzeug nicht korrekt gesichert war, rollte dieses rückwärts über 150 Meter eine Wiese hinunter, durchbrach einen Zaun, beschädigte einen Garten und kam an der dortigen Böschung zum Stillstand.
Ein nächtlicher Dieb schlich in Strengelbach in ein Wohnhaus und wurde von den überraschten Bewohnern verscheucht.
Auf der Fahndung nahm die Polizei den mutmasslichen Täter fest.
Am Montag, 28. April 2025 ist es in Herisau zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen.
Der Lenker verletzte sich dabei leicht. Es entstand Sachschaden.
Bei einer Kollision zwischen einem Roller und einem Auto wurde am Sonntagnachmittag in Zihlschlacht ein Rollerfahrer leicht verletzt.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Die Mähsaison verursacht jährlich unzählige Todesfälle in der Tierwelt.
Nicht nur Rehkitze sind häufige Opfer der Mähmaschinen, auch Hauskatzen finden immer wieder den Tod auf den Wiesen und Feldern.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle bei Thalheim stoppte die Kantonspolizei am Sonntag zwei Neulenker, die sie ausserorts mit 150 und 161 km/h gemessen hatte.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete je eine Strafuntersuchung.
Auf der Emmentalstrasse in Hasle bei Burgdorf wird auf der Ortsdurchfahrt ein neuer Deckbelag eingebaut.
Die Durchfahrt ist während der ganzen Bauzeit vom 5. Mai bis am 31. Mai 2025 erschwert.
Die Kantonspolizei Solothurn führt erneut Informationsveranstaltungen über die Kriminalität im digitalen Raum durch.
Dabei zeigen Experten, wie man unterschiedliche Betrugsmaschen erkennt und wie man sich am besten schützt.
Am Sonntagabend (27.04.2025) hat sich ein Motorradfahrer bei einem Sturz in Bülach schwere Verletzungen zugezogen.
Kurz vor 19:30 Uhr fuhr ein 46-jähriger Motorradfahrer auf der Einfahrt Bülach Nord in Richtung Eglisau.
Das Problem: Diese Entenküken schlüpften an Ostern auf einer Terrasse in Dietikon.
Aber die Entenmutter wusste nicht, wie sie mit ihrer Familie vom zweiten Stock hinunter kommen soll...
Am Freitagmorgen sorgte ein junger Rehbock mitten in Basel für Aufregung: Mehrfach rannte das verängstigte Tier beim Spalentor über die Strassen – bei dichtem Verkehr und strömendem Regen.
Unsere Patrouillen rückten gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt und einem Wildhüter aus.
In der Nacht auf Sonntag, 27. April 2025, hat sich in Trogen ein Selbstunfall ereignet.
Der Lenker entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern oder die Polizei zu verständigen.
Am Samstag, 26. April 2025, gegen 13:30 Uhr, fuhren der Lenker eines Wohnmobils und eines Sattelmotorfahrzeugs, beide mit Niederländischen Kontrollschildern sowie ihnen nachfolgend ein Motorrad mit Schwyzer Kontrollschild auf der Autobahn in Erstfeld Richtung Süden.
Aufgrund eines Rückstaus mussten die Fahrzeuge abbremsen und eine Rettungsgasse bilden.
Bei einem Selbstunfall eines Traktorfahrers wurden in der Nacht auf Sonntag in Salenstein zwei Personen verletzt.
Sie mussten mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Auf der Industriestrasse West in Hägendorf hat sich in der Nacht auf Sonntag, 27. April 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Dabei blieben der Fahrzeuglenker, welcher das Auto in alkoholisiertem Zustand gelenkt haben dürfte, und seine beiden Mitfahrer unverletzt.
Aesch BL. In der Samstagnacht, 26.04.2025, um ca. 23.30 Uhr, kam es am Nordring in Aesch BL zu einem Brand zweier Bagger.
Personen wurden nicht verletzt.
Am Samstag ist es auf der Nationalstrasse N28 in Seewis zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen mit Folgekollision gekommen.
Drei Personen wurden dabei verletzt.
Am Sonntag, 27.04.2025, kurz nach 01:30 Uhr, kam es in einem Recyclingbetrieb in Bilten zu einem Brandfall.
Aufgrund einer technischen Ursache entfachte sich bei einem Abzugsschacht (Rohrsystem) ein Feuer, welches zu einer starken Rauchentwicklung führte.
Im Wald bei Obermumpf fand eine Drittperson ein Auto auf dem Dach liegend. Der Lenker war nicht vor Ort.
Er befand sich bereits im Spital und bemerkte die Suchaktion nicht.
Auch dieses Jahr kann unsere Sondergruppe Hundeführer von zwei Ausbildungstagen mit der renommierten Ausbildnerin Claudia Thiebet profitieren.
Sie steht für eine moderne und stressfreie Hundeausbildung.
Am Samstag (26.04.2025), vor 18:20 Uhr, hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen in Wildhaus eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Dabei missachtete ein vorerst unbekannter Mann auf seinem Motorrad das Haltezeichen und flüchtete in Richtung Wildhaus.
Dort verunfallte der Motorradfahrer, ein 17-jähriger Jugendlicher, ohne dabei verletzt zu werden.
Am Samstag (26.04.2025), kurz vor 13:40 Uhr, ist ein 29-jähriger Mann mit einem Motorrad auf der Gerendingerstrasse verunfallt und wurde dabei unbestimmt verletzt.
Der Mann verfügt über keinen Führerausweis und wurde als fahrunfähig eingestuft.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.