Schweiz

Stadt Zürich ZH (Kreis 3): Schweizer (25) nach Tätlichkeit bei Synagoge festgenommen

Am Donnerstagvormittag, 12. Dezember 2024, nahm die Stadtpolizei Zürich im Kreis 3 einen Mann fest, der verdächtigt wird, gegenüber von jüdischen Personen tätlich geworden zu sein. Kurz nach 7 Uhr wurde der Stadtpolizei Zürich gemeldet, dass sich bei der Synagoge an der Erikastrasse ein Mann aufhalte, der sich verdächtig verhalte. Die Streifenwagenbesatzung konnte den Bezeichneten anhalten und kontrollieren. Bei ihm konnte eine Stichwaffe sichergestellt werden.

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Stadt Zug ZG: Zwei Einbrecher (Litauer, 35, 47) dank rascher Bürgermeldung festgenommen

Nach zwei Einbrüchen in Privatwohnungen konnten zwei Tatverdächtige auf der Flucht festgenommen werden. Bei den mutmasslichen Einbrechern handelt es sich um zwei litauische Staatsangehörige. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat gegen beide Männer eine Strafuntersuchung eröffnet.

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Schutz & Rettung Bern: Wechsel in der Leitung

Bei der Feuerwehr der Stadt Bern kommt es im Bereich der Milizfeuerwehr in den Brandcorps Kompanien Bern West und Bern Ost sowie der Nachtwache zu Wechseln in der Leitung: Hauptmann Hans Gerber tritt per 31. Dezember 2024 als Kommandant der Brandcorps Kompanie Bern West zurück. Seine Nachfolge übernimmt anfangs 2025 Stephan Gerber, zurzeit stellvertretender Kommandant derselben Einheit.

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Stadt Winterthur ZH: Über 1 kg Kokain sichergestellt – 18-Jähriger verhaftet

Am Mittwoch, 11. Dezember 2024, kurz vor 15.00 Uhr kontrollierte die Stadtpolizei Winterthur einen jungen Mann, der mit gefälschten Ausweispapieren unterwegs war. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung fanden die Polizist/innen eine erhebliche Menge an Kokain und Bargeld.

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Verkehrsprognosen Weihnachten und Neujahr 2024/2025

Über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel muss aufgrund des Ferienreiseverkehrs insbesondere auf den Routen in die Wintersportorte mit erheblichen Verkehrseinschränkungen und erhöhtem Stauaufkommen gerechnet werden. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) erwartet zudem auch auf den Autobahnen im Mittelland und den Agglomerationen grosses Verkehrsaufkommen.

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TCS: 9 von 10 tödlichen Alkoholunfällen durch Männer verursacht

Im Jahr 2023 verursachte Alkohol am Steuer 25 tödliche Unfälle. Bei 22 dieser Unfälle war ein Mann am Steuer verantwortlich, bei nur 3 Unfällen fuhr eine Frau. Diese Überrepräsentation der Männer ist auch bei Unfällen mit Schwerverletzten zu beobachten. Auf kantonaler Ebene verzeichnet Genf das siebte Jahr in Folge die meisten schweren alkoholbedingten Unfälle pro 10’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Der TCS ruft mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage in Erinnerung, dass man sich zwischen Alkohol und Autofahren entscheiden muss.

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Regensdorf ZH: Illegaler Spielclub ausgehoben - drei Personen verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht auf Mittwoch (11.12.2024) in Regensdorf in einem illegalen Spielclub drei Personen verhaftet und mehrere zehntausend Franken Bargeld sichergestellt. Entsprechende Ermittlungen führten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Zürich und der Kommunalpolizei Regensdorf zu einem als Vereinslokal getarnten illegalen Spielclub im Regensdorfer Industriequartier.

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Stadt Luzern LU: Mehrere alkoholisierte Autofahrer gestoppt

Im Rahmen einer koordinierten Verkehrskontrolle sind am Mittwochabend in der Stadt Luzern mehrere Fahrzeuglenker kontrolliert worden. Dabei wurde festgestellt, dass mehrere Autofahrer unter Alkoholeinfluss fuhren. Die Luzerner Polizei appelliert, sich nur in fahrfähigem Zustand ans Steuer zu setzen.

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Kantone UR / TI / GR: Langintervalle für den Unterhalt des Gotthard-Basistunnels

Der Gotthard-Basistunnel ist ein komplexes System, das regelmässige Arbeiten erfordert. Einige wichtige Systeme haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Um sie zu ersetzen, reichen die üblichen achtstündigen Regelintervalle nicht aus. Im Januar 2025 werden daher die ersten langen Unterhaltszeitfenster eingerichtet. Ein wesentlicher Teil des Bahnverkehrs wird über die Panoramastrecke umgeleitet.

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Sisikon UR: Axenstrasse nach Sperrung wegen technischem Systemalarm wieder geöffnet

Am Wochentag, 12. Dezember 2024, gegen 09.30 Uhr, musste die Axenstrasse in beide Fahrtrichtungen aufgrund eines technischen Alarmes des Überwachungssystems „Gumpisch“ für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Zwischenzeitlich konnten Spezialisten des Amts für Betrieb Nationalstrassen den technischen Fehler eruieren und das Überwachungssystem „Gumpisch“ wieder in Betrieb nehmen.

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Ennetbürgen NW / Zeugenaufruf: Fussgängerin (40) bei Kollision mit PW verletzt

Am Mittwochmorgen ereignete sich in Ennetbürgen auf dem Trottoir im Bereich der Stanserstrasse 10, ein Verkehrsunfall zwischen einer Fussgängerin und einem Personenwagen. Da sich der Fahrzeuglenker vom Unfallort entfernte, ohne sich um die Schadensregelung zu kümmern, sucht die Polizei nun Zeugen.

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Sisikon UR: Axenstrasse wegen technischem Systemalarm gesperrt

Heute Wochentag, 12. Dezember 2024, gegen 09.30 Uhr, löste das Überwachungssystem „Gumpisch“ bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri einen technischen Alarm aus. Dieser führte gemäss den vordefinierten Szenarien zu einer automatischen Sperrung der Axenstrasse. Folge dessen wurde der Verkehr angehalten und durch die Polizei gewendet. Personen wurden keine verletzt. Die Strasseninfrastruktur nahm nach bisherigen Erkenntnissen keinen Schaden.

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Stadt Zürich: Vorsicht vor gefälschten QR-Codes bei Parkuhren

Auch in der Stadt Zürich werden vermehrt gefälschte QR-Codes an Parkuhren festgestellt. Ziel der Betrüger/innen ist es, an Kreditkartendaten zu gelangen. Die Stadt Zürich rät, die Parkgebühren nur über die Apps der Vertragspartner Parkingpay und Easypark zu bezahlen und QR-Codes nur mit Bezahl-Apps zu scannen.

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Näfels GL: Lastwagenchauffeur (32) durchbricht Bahnschranke

Am Mittwoch, 11. Dezember 2024, ca. 15.00 Uhr, fuhr ein 32-jähriger, kirgisischer Lastwagenchauffeur auf der Schwärzistrasse, Näfels, in Richtung Zubringer A3. Beim Bahnübergang missachtete er das blinkende Rotlicht der Bahnschranke während sich zugleich die Bahnschranken senkten und in der Folge der Lastwagen auf dem Bahnübergang feststeckte.

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Stadt Basel BS: Ein Tatverdächtiger nach Drohungen an Schulen ermittelt

In den sozialen Medien verbreitete Amokdrohungen sorgen für Angst und Verunsicherung. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Schulen, der Kantonspolizei Basel-Stadt und den Strafverfolgungsbehörden konnte in den letzten Wochen ein Tatverdächtiger identifiziert werden, in vier Fällen sind die Urheber noch nicht ermittelt. Alle Strafverfahren in diesem Zusammenhang sind noch nicht abgeschlossen.

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Betrügerische RCS im Namen der SWISS

Derzeit erhalten zahlreiche Mobiltelefon-Nutzer RCS-Nachrichten, die angeblich im Namen der Swiss International Air Lines verschickt werden. Darin wird behauptet, dass angesammelte Meilenpunkte bald verfallen.

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Kanton Luzern: Nach wie vor keine guten Zahlen bei Alkoholtestkäufen

Im Jahr 2024 wurden im Kanton Luzern 70 Alkoholtestkäufe durchgeführt. Dabei verstiessen 37% der Betriebe gegen die Jugendschutzbestimmungen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Tabakproduktegesetzes (TabPG) per 1. Oktober 2024 liegt die Zuständigkeit für Testkäufe ab 2025 neu bei der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz. Neu wird neben Alkohol auch der Verkauf von Tabakprodukten geprüft.

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Flugplatz Kägiswil OW: Parteien starten 2025 einen Planungsprozess zur Neuausrichtung

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt startet mit armasuisse und dem Kanton Obwalden einen neuen gemeinsamen Planungsprozess für die Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Kägiswil. Das Ziel ist, die verschiedenen Bedürfnisse an das Areal aufeinander abzustimmen. Der Flugplatzgenossenschaft Obwalden wird ein auf Ende September 2025 befristetes Baurecht gewährt.

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Kanton Zürich: Kontrollschilder-Auktion mit „ZH 76“ und „ZH 58“

Zum ersten Mal stehen sich bei einer Kontrollschilder-Auktion zwei Regierungsräte in einem Duell gegenüber: Regierungspräsidentin Natalie Rickli und Regierungsrat Mario Fehr treten mit den Nummern ihrer Jahrgänge auf den Kontrollschildern an. Die Kontrollschilder „ZH 76“ und „ZH 58“ werden ab morgen Donnerstag, 12. Dezember, versteigert. Der Erlös der Auktion kommt der Bevölkerung des Kantons Zürich zugute.

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Die Walliser Kantonspolizei übernimmt das Kommando der Westschweizer Gruppe

Am 1. Januar 2025 wird der Chef der Gendarmerie der Kantonspolizei Wallis, Oberstleutnant Yves-Antoine Mayoraz, auf Entscheid der Westschweizer Konferenz der kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten das Kommando der Westschweizer Gruppe für die Aufrechterhaltung der Ordnung übernehmen. Diese Amtsübergabe erfolgt nach neun Jahren unter waadtländischem Kommando und stärkt die Rolle der Walliser Kantonspolizei bei der interkantonalen Koordination im Bereich der öffentlichen Sicherheit und der Aufrechterhaltung der Ordnung.

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Frontalcrash in Sarmenstorf AG fordert Todesopfer (†86) - drei Personen verletzt

Am Dienstagabend kam es auf der Ausserortsstrecke zwischen Sarmenstorf und Hilfikon zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt, eine weitere Person verstarb im Spital.

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Die neue Veloroute Littau LU ist für den Veloverkehr freigegeben

Die Bauarbeiten für die Veloroute Littau sind grösstenteils abgeschlossen und die neue Strecke kann ab sofort von den Velofahrenden genutzt werden. Die noch ausstehenden Deckbelagsarbeiten werden während den Osterferien 2025 ausgeführt. Dank der neuen Route im Velowegnetz kann die vielbefahrene Bern- und Luzernerstrasse nun sicher umfahren werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.